Schweinheim (Bonn)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

50.6820472222227.1397833333333Koordinaten: 50° 40′ 55″ N, 7° 8′ 23″ O

Schweinheim
Bundesstadt Bonn
Einwohner: 2992 (31. Dez. 2013)[1]
Eingemeindung: 1. August 1969
Postleitzahl: 53177
Vorwahl: 0228
Karte

Lage von Schweinheim in Bonn

Schweinheim ist der westlichste Ortsteil des Bonner Stadtbezirkes Bad Godesberg. Am Rande des Kottenforsts gelegen hat er etwa 3.000 Einwohner.

Der Name Schweinheim stammt von der früher betriebenen Eichelmast, bei der Schweine in den Wäldern mit Eicheln gefüttert wurden.

Patron des Ortsteils Schweinheim ist der Heilige Sebastianus. Die zu seinen Ehren errichtete Kapelle erinnert zugleich an die letzte Pestepidemie im 17. Jahrhundert.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Auf der Viktorshöhe, im nördlichen Teil von Schweinheim, nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 erster Amtssitz von Bundespräsident Theodor Heuss, befindet sich das Generalkonsulat der Russischen Föderation in den Gebäuden der ehemaligen sowjetischen Botschaft. Ebenfalls in Schweinheim befinden sich das Evangelische Waldkrankenhaus, das neurologische Rehabilitationszentrum Godeshöhe und das Kinderheim Godesheim. Das ehemalige Schloss Rheinblick, am Rande des Kerns des alten Schweinheim, beherbergt die Fortbildungsakademie der nordrhein-westfälischen Finanzverwaltung.

Mit der Johannes-Gutenberg-Schule und der Siebengebirgsschule befinden sich zwei von neun städtischen Förderschulen im Stadtteil Schweinheim.

Fortbildungsakademie der Finanzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen (FortAFin)
Pestkapelle

Zum regen Dorfleben von Schweinheim gehört der eigene, alle Jahre sehr liebevoll und anziehend gestaltete Karnevalszug. Schweinheim setzt sich im Karneval mit einer seltsamen aber doch interessanter Eigenart ab. Wie in Köln und Bonn „Alaaf“ oder Düsseldorf „Helau“ gerufen wird, sieht es hier anders aus, ein klassischer Narrenruf in Schweinheim lautet „Schweinheim Wutz Wutz“.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Bekannter Einwohner Schweinheims ist der aus Südtirol stammende und inzwischen als Rheinländer eingemeindete Kabarettist und Musiker Konrad Beikircher. Auch der ehemalige Deutsche Botschafter und ZDF-Intendant Karl-Günther von Hase lebt in Schweinheim. Erich Mende, ehemals Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland unter Ludwig Erhard, hat lange Jahre in Schweinheim gelebt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Alfred Wiedemann: Geschichte Godesbergs und seiner Umgebung, Zweite vermehrte Auflage, Verlag des Amtes Godesberg, Bad Godesberg 1930, S. 289–291.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schweinheim (Bonn) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. bezieht sich auf den Statistischen Bezirk Schweinheim; Quelle: Bevölkerungsstatistik – Bevölkerung in Bonn – Stichtag: 31.12.2013, Bundesstadt Bonn, Statistikstelle, Februar 2014