Schweiz beim Eurovision Song Contest

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Bilanz

Flagge der Schweiz
Übertragende Rundfunkanstalt
SRG SSR
Erste Teilnahme
1956
Anzahl der Teilnahmen
56 (Stand 2015)
Höchste Platzierung
1 (1956, 1988)
Höchste Punktzahl
148 (1993)
Niedrigste Punktzahl
0 (1964, 1998, 2004)
Punkteschnitt (seit erstem Beitrag)
44,28 (Stand 2014)
Punkteschnitt pro abstimmendem Land im 12-Punkte-System
2,12 (Stand 2014)

Dieser Artikel befasst sich mit der Geschichte der Schweiz als Teilnehmerin am Eurovision Song Contest.

Regelmässigkeit der Teilnahme[Bearbeiten]

Die Schweiz nahm 1956 an der ersten Ausgabe des Eurovision Song Contest und von da an regelmässig teil. Der Alpenstaat hat bisher nie freiwillig auf eine Teilnahme verzichtet, musste aber 1995, 1999, 2001 und 2003 wegen schlechter Vorjahresplatzierungen aussetzen. Bis 1994 war die Schweiz zusammen mit Deutschland das einzige Land, das an allen bis dahin ausgestrahlten Wettbewerben teilgenommen hatte.

Erfolge im Wettbewerb[Bearbeiten]

Für die Schweiz konnte Lys Assia 1956 mit dem Lied Refrain die erste Ausgabe des Wettbewerbs in Lugano gewinnen. Im Jahr 1988 erzielte Céline Dion mit Ne partez pas sans moi den zweiten und bisher letzten Sieg. Zudem kam die Schweiz dreimal auf den zweiten, dreimal auf den dritten, fünfmal auf den vierten und zweimal auf den fünften Platz. Auf der anderen Seite kam das Land aber auch - die Halbfinale von 2004 und 2010 eingeschlossen - sechs Mal auf den letzten Platz, davon vier Mal mit null Punkten. Eine besonders schwache Phase hatte die Schweiz zwischen 1994 und 2004, als es kein einziger Beitrag in die vordere Tabellenhälfte schaffte. Von 2007 bis 2010 und 2012 bis 2013 erreichte zudem kein einziger Schweizer Beitrag das Finale. Die letzte Top-Ten-Platzierung erreichte die estnische Band Vanilla Ninja 2005. Außerdem war das Land 2006, 2011 und 2014 im Finale. Insgesamt gelang bei 24 der 55 Teilnahmen ein Platz in der vorderen Tabellenhälfte, zuletzt 2014, womit die Schweiz zu den durchschnittlich erfolgreichen Ländern beim Wettbewerb gehört.

Liste der Beiträge[Bearbeiten]

Farblegende:   – Siege.   – Punktgleichheit mit dem letzten Platz.   – Beiträge ohne Finalteilnahme.

Jahr Sprache Interpret Titel
(Musik / Text)
Übersetzung Platz Punkte Charts
(CH)[1]
1956 Französisch Lys Assia Refrain
(Géo Voumard / Émile Gardaz)
01 / 14 00 y
1956 Deutsch Lys Assia Das alte Karussell
(Georg Benz Stahl)
00 00 y
1957 Französisch Lys Assia L’enfant que j’étais
(Géo Voumard / Émile Gardaz)
Das Kind, das ich war 08 / 10 005 y
1958 Deutsch, Italienisch Lys Assia Giorgio
(Paul Burkhard / Fridolin Tschudi)
02 / 10 024 y
1959 Deutsch Christa Williams Irgendwoher
(Lothar Löffler)
04 / 11 014 y
1960 Italienisch Anita Traversi Cielo e terra
(Mario Robbiani)
Himmel und Erde 08 / 13 005 y
1961 Französisch Franca di Rienzo Nous aurons demain
(Géo Voumard / Émile Gardaz)
Morgen werden wir haben 03 / 16 016 y
1962 Französisch Jean Philippe Le retour
(Géo Voumard / Émile Gardaz)
Die Rückkehr 10 / 16 002 y
1963 Französisch Esther Ofarim T’en vas pas
(Géo Voumard / Émile Gardaz)
Geh nicht 02 / 16 040 y
1964 Italienisch Anita Traversi I miei pensieri
(Giovanni Pelli / Sanzio Chiesa)
Meine Gedanken 13 / 16 000 y
1965 Französisch Yovanna Non, à jamais sans toi
(Bob Calfati / Jean Charles)
Für immer ohne dich 08 / 18 018 y
1966 Französisch Madeleine Pascal Ne vois-tu pas?
(Pierre Brenner / Roland Schweizer)
Siehst du nicht? 06 / 18 012 y
1967 Französisch Géraldine Quel cœur vas-tu briser?
(Daniel Faure / Gérard Gray)
Wessen Herz wirst du nun brechen? 17 / 17 000 y
1968 Italienisch Gianni Mascolo Guardando il sole
(Aldo D’Addario / Sanzio Chiesa)
In die Sonne schauend 13 / 17 002 y
1969 Deutsch Paola del Medico Bonjour, bonjour
(Henry Mayer / Jack Stark)
Guten Tag, guten Tag 05 / 16 013 07
1970 Französisch Henri Dès Retour
(Henri Dès)
Rückkehr 04 / 12 008 y
1971 Französisch Peter, Sue & Marc Les illusions de nos vingt ans
(Peter Reber / Maurice Tézé)
Die Illusionen unserer Jugend 12 / 18 078 y
1972 Französisch Véronique Müller C’est la chanson de mon amour
(Véronique Müller / Catherine Desage)
Das ist das Lied meiner Liebe 08 / 18 088 y
1973 Französisch Patrick Juvet Je vais me marier, Marie
(Patrick Juvet / Pierre Delanoë)
Ich heirate, Marie 12 / 17 079 y
1974 Deutsch Piera Martell Mein Ruf nach dir
(Pepe Ederer)
14 / 17 003 y
1975 Deutsch Simone Drexel Mikado
(Simone Drexel)
06 / 19 077 02
1976 Englisch Peter, Sue & Marc Djambo, Djambo
(Peter Reber)
Djambo, Djambo
(Name eines Clowns)
04 / 18 091 06
1977 Deutsch Pepe Lienhard Band Swiss Lady
(Peter Reber)
06 / 18 071 01
1978 Französisch Carole Vinci Vivre
(Alain Morisod / Pierre Alain)
Leben 09 / 20 065 y
1979 Deutsch Peter, Sue & Marc, Pfuri, Gorps & Kniri Trödler & Co.
(Peter Reber)
10 / 19 060 y
1980 Französisch Paola Cinéma
(Peter Reber / Peter Reber, Véronique Müller)
Kino 04 / 19 104 07
1981 Italienisch Peter, Sue & Marc Io senza te
(Peter Reber / Peter Reber, Nella Martinetti)
Ich ohne dich 04 / 20 121 05
1982 Französisch Arlette Zola Amour on t’aime
(Alain Morisod / Pierre Alain)
Liebe, wir lieben dich 03 / 18 097 y
1983 Italienisch Mariella Farré Io così non ci sto
(Thomas Gonzenbach, Remo Kessler / Nella Martinetti)
Ich mag es so nicht 15 / 20 028 12
1984 Deutsch Rainy Day Welche Farbe hat der Sonnenschein?
(Günter Loose)
16 / 19 030 y
1985 Deutsch Mariella Farré & Pino Gasparini Piano, piano
(Anita Kerr / Trudi Müller-Bosshard)
Leise, leise 12 / 19 039 y
1986 Französisch Daniela Simons Pas pour moi
(Atilla Şereftuğ / Nella Martinetti)
Nicht für mich 02 / 20 140 y
1987 Französisch Carol Rich Moitié, moitié
(Jean-Jacques Egli)
Halb-halb 17 / 22 026 y
1988 Französisch Céline Dion Ne partez pas sans moi
(Atilla Şereftuğ / Nella Martinetti)
Geht nicht ohne mich 01 / 21 137 11
1989 Rätoromanisch Furbaz Viver senza tei
(Marie Louise Werth)
Ohne dich leben 13 / 22 047 23
1990 Deutsch Egon Egemann Musik klingt in die Welt hinaus
(Cornelia Lackner)
11 / 22 051 y
1991 Italienisch Sandra Simó Canzone per te
(Renato Mascetti)
Lied für dich 05 / 22 118 y
1992 Französisch Daisy Auvray Mister Music Man
(Gordon Dent)
15 / 23 032 y
1993 Französisch Annie Cotton Moi, tout simplement
(Christophe Duc / Jean-Jacques Egli)
Ganz einfach ich 03 / 25 148 y
1994 Italienisch Duilio Sto pregando
(Giuseppe Scaramello)
Ich bete 19 / 25 015 y
1995 Nicht qualifiziert z z
1996 Französisch Kathy Leander Mon cœur l’aime
(Régis Mounir)
Mein Herz liebt ihn 16 / 23 022 y
1997 Italienisch Barbara Berta Dentro di me
(Barbara Berta)
In mir drin 22 / 25 005 y
1998 Deutsch Gunvor Guggisberg Lass’ ihn
(Gunvor, Egon Egemann)
25 / 25 000 y
1999 Nicht qualifiziert z z
2000 Italienisch Jane Bogaert La vita cos’è
(Brigitte Schöb, Bernie Staub / Thomas Marin)
Was ist das Leben? 20 / 24 014 98
2001 Nicht qualifiziert z z
2002 Französisch Francine Jordi Dans le jardin de mon âme
(Francine Jordi)
Im Garten meiner Seele 22 / 24 015 49
2003 Nicht qualifiziert z z
2004 Englisch Piero Esteriore & The MusicStars Celebrate!
(Greg Manning)
Feiert! 22 / 22
(SF)
000 11
2005 Englisch Vanilla Ninja Cool Vibes
(David Brandes, Jane Tempest / Bernd Meinunger als John O’Flynn)
Cool Vibes
(Name eines Tigers)
08 / 24 128 17
2006 Englisch six4one If We All Give a Little
(Ralph Siegel / Bernd Meinunger)
Wenn wir alle ein bisschen geben 17 / 24 030 861
2007 Englisch DJ BoBo Vampires Are Alive
(DJ BoBo, Axel Breitung)
Vampire leben 20 / 28
(SF)
040 03
2008 Italienisch Paolo Meneguzzi Era stupendo
(Pablo Meneguzzo / Vincenzo Incenzo)
Es war wunderbar 13 / 19
(SF)
047 11
2009 Englisch Lovebugs The Highest Heights
(Florian Senn, Thomas Rechberger, Adrian Sieber)
Die höchsten Höhen 14 / 18
(SF)
015 25
2010 Französisch Michael von der Heide Il pleut de l’or
(Michael von der Heide, Pele Lorriano / Heike Kospach)
Es regnet Gold 17 / 17
(SF)
002 y
2011 Englisch Anna Rossinelli In Love for a While
(David Klein)
Eine Weile verliebt 25 / 25 019 03
2012 Englisch Sinplus Unbreakable
(Sinplus)
Unzerstörbar 11 / 18
(SF)
045 36
2013 Englisch Takasa You and Me
(Georg Schlunegger)
Du und ich 13 / 17
(SF)
041 21
2014 Englisch Sebalter Hunter of Stars
(Sebastiano Paulessi)
Jäger der Sterne 13 / 26 064 6
2015
1 Als Teil des gemeinsam produzierten Albums; als Single wurde der Titel nicht veröffentlicht.

Schweizerisch-deutsche Kommentatoren[Bearbeiten]

Die Schweiz strahlt den Eurovision Song Contest auf den Fernsehsendern SRF (Deutsch), RTS (Französisch) und RSI (Italienisch) aus.

Jahr(e) Schweizerisch-deutsche Kommentatoren
1958-1983 Theodor Haller
1984-1991 Bernard Thurnheer
1992 Mariano Tschuor
1993-1994 Bernard Thurnheer
1995 Heinz Margot
1996 Sandra Studer
1997-1998 Roman Kilchsperger
Heinz Margot
1999-2002 Sandra Studer
2003 Roman Kilchsperger
2004-2006 Sandra Studer
2007 Bernard Thurnheer
seit 2011 Sven Epiney

Nationale Vorentscheide[Bearbeiten]

Einige Schweizer Beiträge wurden intern vom Schweizer Fernsehen ausgewählt, und zwar in den Jahren 1969 bis 1971, 1980, 1994 bis 1997 sowie 2005 bis 2010. In allen anderen Jahren fand ein nationaler Vorentscheid statt, wobei das Auswahlverfahren wechselte:

1956 bis 1962[Bearbeiten]

1956 bis 1960 nahmen jeweils drei Sänger am Vorentscheid teil und stellten insgesamt 1956 bis 1958 elf Lieder vor; 1959 stellte jeder drei Lieder vor, 1960 jeder vier. 1961 stelltene Sänger insgesamt neun Lieder vor. Die Teilnehmerzahl von 1962 ist nicht bekannt.

1963 bis 1968 und 1972[Bearbeiten]

Zwischen 1963 und 1968 wurden beim Vorentscheid immer drei Lieder vorgestellt, davon je zwei auf Französisch, zwei auf Deutsch und zwei auf Italienisch. Bis 1966 nahmen immer fünf Sänger teil, 1967, 1968 und 1972 je sechs.

1972 bis 1979, 1981[Bearbeiten]

In diesen Jahren fand jeweils ein «klassischer» Vorentscheid mit unterschiedlicher Teilnehmerzahl (zwischen sieben und neun) und unterschiedlicher sprachlicher Zusammensetzung statt. Mittlerweile war es aber üblich, dass jeder Sänger nur ein Lied vorstellte.

1982 bis 1989[Bearbeiten]

1982 bis 1988 gab es beim Vorentscheid immer neun Lieder zur Auswahl, davon je einer auf Rätoromanisch und je drei in zwei der anderen Sprachen sowie zwei in der verbleibenden Sprache. Die Titel wurden nach Sprachen getrennt jeweils im Rahmen im Radio ausgetragener regionaler Vorrunden gewählt. Die Gastgeberrolle wechselte jährlich zwischen der Welschschweiz, der Deutschschweiz und der Italienischsprachigen Schweiz. 1989 wurde die Anzahl der Lieder auf zehn erhöht.

1990 bis 1993, 1998 bis 2004[Bearbeiten]

In diesen Jahren fand der Vorentscheid wieder in nicht geregelter sprachlicher Zusammensetzung statt; die Teilnehmerzahl lag zwischen sechs und zwölf.

2011 bis 2014[Bearbeiten]

Nachdem der Schweizer Teilnehmer in den Jahren 2005 bis 2010 direkt von der Schweizer Fernsehgesellschaft SRG SSR ausgesucht wurde, fand im Jahr 2011 wieder ein im Fernsehen ausgestrahlter Vorentscheid namens Die Grosse Entscheidungsshow statt. Die zwölf Startplätze wurden durch den Schweizer Radiosender DRS 3 und drei Fernsehsender unterschiedlicher Landessprachen vergeben. Der deutschsprachige Fernsehsender SF bekam sieben Plätze; er benutzte erstmals das Internet, um seine Kandidaten auszusuchen. Der italienischsprachige Sender RSI hatte einen Platz; er suchte seinen Kandidaten durch eine Kombination aus Internet-, SMS- und Jury-Abstimmung. Der französischsprachige Sender TSR hatte ebenfalls einen Platz, den er durch eine interne Entscheidung besetzte. Der Radiosender DRS 3 suchte die Kandidaten für seine drei Plätze über das Internet aus. Der Sieger des Vorentscheids wurde im Dezember 2010 per Televoting ermittelt.Für den Vorentscheid zum Contest 2012 wurde die Anzahl der Teilnehmer auf 14 erhöht. RSI und RTS bekamen jeweils einen Startplatz mehr. Im Gegenzug wurde 2013 die Gesamtzahl auf sechs Teilnehmer verringert: Drei Beiträge kamen vom SF zwei von RTS und einer RSI. Obwohl RSI anteilsmäßig die geringsten Chancen auf einen Sieg hat, konnten Teilnehmer aus dem Tessin bereits 2012 und 2014 die Vorentscheidung gewinnen.

Trivia[Bearbeiten]

2013 schaffte es die Schweiz mit Takasa im 2. Halbfinale nicht ins Finale. Bei ihrem Auftritt spielte Emil Ramsauer mit, er ist mit seinen damals 95 Jahren der älteste Teilnehmer beim ESC aller Zeiten. In der Schweiz heißt die Band nicht Takasa sondern Heilsarmee. Die jüngste Teilnehmerin der Band war Sarah Breiter mit 20 Jahren. Nach der Telefonabstimmung hätte es die Schweiz auf dem fünften Platz leicht ins Finale geschafft, was aber durch die Jurys verhindert wurde, die die Schweiz auf Platz 16 setzten. Wahrscheinlich kam die ungewöhnlich hohe Bewertung im Televoting durch die in allen Ländern Europas lebenden Heilsarmee-Mitglieder zustande.

Sprachen[Bearbeiten]

Verbreitung der Landessprachen in der Schweiz (1. Januar 2014)
  • Deutsch
  • Französisch
  • Italienisch
  • Rätoromanisch

Aufgrund der Mehrsprachigkeit ist kein anderes Land in so vielen verschiedenen Sprachen aufgetreten wie die Schweiz. Vor dem Wegfall der Sprachregelung 1999 waren die Beiträge meist auf Deutsch, Französisch oder Italienisch, einmal (1989) auf Rätoromanisch. 1976 wie auch in den letzten Jahren gab es zudem englische Beiträge.[2]

Überblick[Bearbeiten]

Sprache Anzahl Jahre
Französisch 24 1956 (2), 1957, 1961, 1962, 1963, 1965, 1966, 1967, 1970, 1971, 1972, 1973, 1978, 1980, 1982, 1986, 1987, 1988, 1992†, 1993, 1996, 2002, 2010
Deutsch 12 1956 (1), 1958*, 1959, 1969†, 1974, 1975, 1977†, 1979, 1984, 1985, 1990, 1998
Italienisch 10 1960, 1964, 1968, 1981, 1983, 1991, 1994, 1997, 2000, 2008
Englisch 10 1976, 2004, 2005, 2006, 2007, 2009, 2011, 2012, 2013, 2014
Rätoromanisch 01 1989
* Obwohl im Beitrag von 1958 viele italienische Wörter enthalten sind, wird der Beitrag in dieser Statistik dem Deutschen zugerechnet: Einerseits folgt der Text der deutschen Syntax; die italienischen Wörter sind nur «eingestreut», andererseits sind die meisten Worte auch international gebräuchlich («Risotto», «Chianti» ...) oder als Zitate eingefügt[3].
† Trotz der französischen bzw. englischen Titelzeilen wurden die Beiträge von 1969, 1977 und 1992 auf Deutsch bzw. Französisch gesungen.

Viele Beiträge der Schweiz wurden auch in anderen Sprachen eingesungen. Bei französischsprachigen Beiträgen war dies häufig Deutsch. Auch Englisch war dabei sehr beliebt. Bonjour, Bonjour von 1969 nahm man auch auf Spanisch und Portugiesisch auf, Retour von 1970 auf Spanisch. Pas pour moi, den Vertreter von 1986 sang man auch auf Niederländisch ein und Moitié-Moitié aus dem Jahr danach auf Portugiesisch. Ansonsten waren alle anderssprachigen Versionen auf Englisch oder in einer anderen Landessprache.[4]

Kommerzielle Erfolge[Bearbeiten]

Viele Schweizer Beiträge waren keine grossen kommerziellen Erfolge, insbesondere auch nicht die beiden Siegertitel: Ne partez pas sans moi kam nur auf Platz elf in den Singlecharts, Refrain erreichte diese 1956 überhaupt nicht. Insgesamt erreichten nur 21 der 55 Beiträge die Charts, davon neun die Top Ten. Kommerziell am erfolgreichsten war 1977 der Beitrag Swiss Lady der Pepe Lienhard Band, der gleichzeitig auch der einzige war, der Platz eins in den Charts erreichte. Am zweiterfolgreichsten war Simone Drexel 1975 mit Mikado, gefolgt von DJ BoBo 2007 mit Vampires Are Alive und Anna Rossinelli 2011 mit In Love For A While. 2014 kam Sebalter mit Hunter Of Stars auf Platz 6 der Charts.

Ausgerichtete Wettbewerbe[Bearbeiten]

1956 wurde die Schweiz auserkoren, die erste Ausgabe des Eurovision Song Contest auszurichten. Der Wettbewerb fand in Lugano statt. Lohengrin Filipello moderierte die Sendung dem Austragungsort gemäss komplett auf Italienisch. Nach dem zweiten Sieg 1988 fand der Eurovision Song Contest 1989 zum zweiten Mal in der Schweiz statt. Als Austragungsort wurde diesmal Lausanne gewählt. Moderatoren waren Lolita Morena und Jacques Deschenaux, die den Wettbewerb auf Englisch, Französisch, Italienisch und Deutsch moderierten. Die Schweiz stellte mit dieser Ausgabe der Veranstaltung einen Rekord auf, nämlich den der längsten Eröffnungssequenz: Insgesamt dauerte es 20 Minuten, bis der erste Beitrag vorgestellt wurde.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chartplatzierungen in der Schweiz
  2. http://www.diggiloo.net/?ch
  3. http://www.diggiloo.net/?1958ch
  4. http://www.diggiloo.net/?ch