Schweizer Hip-Hop
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Schweizer Hip-Hop ist kein Genre des Hip-Hop, sondern ein Terminus, der die gesamte Hip-Hop-Musik der Schweiz abdeckt.
Wie französischer, deutscher und italienischer Rap begann auch der Schweizer Rap in den frühen Neunzigern. Die frühen schweizerdeutschen Rapper begannen in Englisch zu rappen, aber nach dem bilingualen Song «Murder By Dialect» von P27 feat. Black Tiger wechselten die Rapper zu ihren einheimischen schweizerdeutschen Dialekten. Rappers aus dem französischsprachigen Teil (wo die traditionellen Dialekte überwiegend ausstarben) und aus dem italienischsprachigen Teil (wo die meisten Leute Dialekte und Standarditalienisch frei mixen) rappen nur in den Standardsprachen.
Spätestens seit die Bündner Rapper Liricas Analas im Jahre 2004 in Erscheinung traten, ist nun auch die vierte Landessprache, nämlich das Rätoromanische fest im Schweizer Hip Hop verankert. Ihre drei bisher erschienen Alben zeigen, dass Rapmusik, auch in einer Sprache die nur wenige Schweizer verstehen, eine grosse Hörerschaft finden kann.
Der Report des European Music Office in Music on Europe behauptete, dass die Schweizer Hip-Hop-Szene «teilweise innovativ und fortgeschritten ist», vor allem Unik Records (das erste europäische Indierap Label) [1].
Das Besondere am deutschschweizer Hip Hop ist, dass es nicht in einer «festen» Sprache gerappt wird, sondern in dem Dialekt oder der Sprache, den der Rapper spricht. Das ist ein Vorteil für den Rapper, da er eigene Wörter benutzen kann, die sich z.B. besser reimen lassen. Einige rappen auch in den Sprachen ihrer Eltern, so etwa Makale, die auf türkisch rappen, Zako, der auf italienisch rappt oder die Underclassmen, die auf englisch rappen. In der Romandie wird normalerweise auf französisch gerappt, im Tessin auf italienisch. Rappen auf Hochdeutsch ist höchst unüblich, die Basler Pioniere P27 bedienten sich allerdings neben dem Englischen und des Dialekts auch der Standardsprache, und von Zora (Wrecked Mob) gibt es gar ein ganzes auf Hochdeutsch gerapptes Album.

