Schweizer Luftwaffe

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Schweizer Luftwaffe
Forces aériennes suisses (frz.)
Forze aeree svizzere (ital.)
Aviatica militara svizra (rät.)
Hoheitszeichen der Schweizer Luftwaffe
Hoheitszeichen (Roundel) der Schweizer Luftwaffe
Aktiv
Land SchweizSchweiz Schweiz
Streitkräfte Schweizer Armee
Kommandeur
Korpskommandant Aldo Schellenberg

Die Schweizer Luftwaffe (französisch Forces aériennes suisses, italienisch Forze aeree svizzere, rätoromanisch Aviatica militara svizra) ist die Luftstreitkraft der Schweizer Armee. Bis vor einigen Jahren war die Schweizer Luftwaffe noch unter ihrer alten Bezeichnung FF Trp bzw. Flugwaffe (fliegender Teil) bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte [Bearbeiten]

Pionierzeit [Bearbeiten]

In der Schweiz gehen die Anfänge der Militäraviatik auf das Jahr 1892 zurück, als zwei Vertreter des Generalstabsbureaus mit dem berühmten Luftschiffer Spelterini auf Fahrt geschickt wurden, um den Nutzen des neuen Transportmittels für das Militär zu prüfen. 1900 rückten Freiwillige zur ersten Luftschiffer-Rekrutenschule in Bern ein. 1912 rief die Schweizerische Offiziersgesellschaft zu einer Nationalspende für das Militärflugwesen auf. Das Resultat von 1,7 Millionen Franken übertraf alle Erwartungen. Die Behörden nahmen die neuen Ideen aber nur widerstrebend auf.

Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs änderte sich die Lage schlagartig. Am 31. Juli 1914 wurde der Kavallerie-Instruktor und Pilot Theodor Real mit der Aufstellung einer Fliegertruppe betraut. Er beschlagnahmte drei an der Landesausstellung in Bern ausgestellte Flugzeuge. Die ersten neun Piloten, darunter acht Romands, rückten zum Teil mit ihren eigenen Flugzeugen und Mechanikern ein.

Im Dezember 1914 wurde vom improvisierten Flugplatz Beundenfeld beim Wankdorf-Stadion nach Dübendorf übersiedelt; der erste Aussenposten war Claro im Tessin. Die Piloten traten während des Kriegs selten in Aktion und konzentrierten sich deshalb auf Ausbau und Schulung.

Eine radikale Wendung erfolgte erst in der Zwischenkriegszeit im Oktober 1936. Aufgrund der politischen Entwicklung in Europa und der allgemeinen Aufrüstung wurde die Luftkriegsführung auch in der Schweiz als bedeutsam erkannt und die Fliegertruppe zur Waffengattung erklärt. Die Abteilung für Flugwesen und Fliegerabwehr mit einem Divisionär an der Spitze wurde geschaffen. Bereits 1935 war mit dem Aufbau einer wirkungsvollen Fliegerabwehr begonnen worden. Innert kürzester Zeit wurde der Bestand an Flugzeugbesatzungen verdoppelt. Die erste Serie der in Deutschland bestellten Me-109-Jagdflugzeuge traf noch rechtzeitig vor dem Beginn des Zweiten Weltkriegs ein.

Im Zweiten Weltkrieg [Bearbeiten]

Die Schweizer Flieger- und Fliegerabwehrtruppen mobilisierten am 28. August 1939, drei Tage vor Kriegsausbruch. Sie verfügten über 86 Jagd- sowie 121 Beobachtungs- und Erdkampfflugzeuge. Von den 21 Fliegereinheiten galten nur drei als kriegstüchtig; fünf besassen keine Flugzeuge. Die Lücke wurde sukzessive durch Ankauf von weiteren Messerschmitt Bf 109, italienischen Macchi MC.202 und in Lizenz gefertigten französischen Morane-D-3800 (alle drei Typen Jäger) geschlossen. 1943 nahm das Eidgenössische Flugzeugwerk in Emmen seinen Betrieb auf. In kürzester Zeit zog sich die Fliegertruppe ins Schweizer Reduit zurück. Es entstanden geschützte Flugzeugkavernen, zum Beispiel in Alpnach, Meiringen und Turtmann. 1942/1943 wurde der Fliegerschiessplatz Ebenfluh/Axalp in Betrieb genommen. Das 1941 gegründete Überwachungsgeschwader konnte ab 1943 aktiv eingreifen. 1944 wurde versuchsweise ein Nachtgeschwader gebildet, das 1950 wieder aufgelöst wurde. Die Fliegertruppe stand gemeinsam mit der sich im Aufbau begriffenen Fliegerabwehr, teils gesamthaft, teils in Ablösungen im Aktivdienst. In den ersten Kriegsmonaten kamen die Flieger- und Fliegerabwehrtruppen nur sporadisch zum Einsatz. Erst als am 10. Mai 1940 die deutsche Offensive gegen Westen und damit die zweite Generalmobilmachung der Armee ausgelöst wurde, mehrten sich die Grenzverletzungen durch deutsche Flugzeuge.

Der Fieseler Storch bewährte sich besonders bei Einsätzen im Gebirge auf extrem kurzen Pisten

Die Schweizer Besatzungen erfüllten insbesondere Anfang Juni entschlossen ihre defensive Aufgabe. Die Fliegertruppe schoss im Luftkampf elf Flugzeuge der deutschen Luftwaffe ab (6 Kampftage). Sie hatte aber in dieser Zeit auch selber drei Todesopfer zu beklagen (2 abgeschossene Schweizer Flugzeuge). In Folge protestierte die Deutsche Reichsregierung am 6. Juni 1940 gegen die schweizerischen Angriffe auf deutsche Flugzeuge, die sich nach ihrer Darstellung grösstenteils im französischen Luftraum befunden oder die schweizerische Lufthoheit nur irrtümlich verletzt hätten. Deutschland verlangte Schadenersatz und eine Entschuldigung durch den Bundesrat. In einer zweiten, noch schärferen Note vom 19. Juni 1940, bezeichnete die Deutsche Reichsregierung die Abschüsse als flagranten feindseligen Akt und drohte der Schweiz im Wiederholungsfalle Sanktionen und Vergeltungsmassnahmen an. Am 20. Juni (und bis Ende Oktober 1943) verbot General Guisan deshalb aus politischen Gründen Luftkämpfe über schweizerischem Hoheitsgebiet. Am 1. Juli 1940 entschuldigte sich der Schweizer Bundesrat bei der Deutschen Reichsregierung für allfällige Grenzverletzungen durch schweizerische Piloten, ohne solche einzugestehen. Am 16. Juli liess die Deutsche Reichsregierung daraufhin verlauten, die Fliegerzwischenfälle seien beigelegt.

Im September 1944 gab es noch einen Abschuss eines Schweizer Flugzeuges mit Todesfolge, diesmal durch eine US-Besatzung.

Im Zweiten Weltkrieg wurden 6501 Grenzverletzungen gezählt, 198 fremde Flugzeuge landeten auf Schweizer Hoheitsgebiet, 56 stürzten ab.

Düsenfliegerei bei der Schweizer Luftwaffe [Bearbeiten]

1950 erhielt die Schweizer Luftwaffe die ersten Düsenflugzeuge. Die erste ausgelieferte Serie umfasste 75 Vampire-Düsenflugzeuge. Der britische Vampire besass noch einen Rumpf aus Holz. Am 20. März begann die Umschulung der ersten Fliegerstaffel, die vom Milizoffizier Arthur Bill kommandiert wurde. Ein Pilot brauchte im Durchschnitt 27 Flugstunden, um das einsitzige Düsenflugzeug sicher steuern zu können. Damit wurden Bedenken, dass der Vampire nicht miliztauglich sei, widerlegt. Der «Vämpi» war bis 1990 als Schulflugzeug im Einsatz.

In den 1950er Jahren erreichte der Kalte Krieg zwischen dem Westen und dem Ostblock einen Höhepunkt. Auch die Schweiz rüstete stark: Es wurden zum Beispiel nie zuvor und auch nie nach dieser Periode so viele Kampfflugzeuge neu hinzugekauft. Lieferant war ausschliesslich Grossbritannien: zuerst die genannten Vampires, dann fast ohne Schnittstelle deutlich über 100 Venoms und – nach dem Abbruch des Projekts FFA P-16 und N-20 Aiguillon – schliesslich noch über 100 Hawker Hunter, eines der damals fortschrittlichsten Jagdflugzeuge überhaupt, das seine Wendigkeit über lange Jahre hinweg noch bei der Patrouille Suisse unter Beweis stellte.

Flugzeugbeschaffung Siebzigerjahre [Bearbeiten]

Ein unterschriftenreifer Kauf von 60 Corsair A-7G führte 1972 zu so großen Meinungsverschiedenheiten, dass am Ende weder die A-7 noch die aus der Mirage konstruierte Milan S beschafft wurde. Stattdessen wurde eine Tranche von weiteren 30 Huntern als Occasionen bezogen.[1]

Autobahnen als Startbahnen im Kalten Krieg [Bearbeiten]

Auf Abschnitten von einigen Schweizer Autobahnen wurde die Leitplanke durch zwei Kilometer lange Stahlseile ersetzt.

Siehe: Militärische Bedeutung der Autobahn

Bambini-Code [Bearbeiten]

Siehe: Bambini-Code, die ehemalige Sprache der Piloten der Schweizer Luftwaffe

F/A-18-Initiative 1992/93 [Bearbeiten]

Als im Frühjahr 1992 beide Kammern des Parlaments der Beschaffung von 34 Kampfflugzeugen des Typs F/A-18 zugestimmt hatten, gelang es der GSoA innerhalb nur 32 Tagen 503.719 Unterschriften für eine Initiative gegen dieses Vorhaben zu sammeln, wobei aus Zeitgründen nur 181.797 beglaubigt wurden.[2] Damit kam eine Initiative nicht nur in Rekordzeit zustande, sondern zudem mit einer der höchsten je erreichten Unterschriftenzahlen. Die Initiative wurde am 6. Juni 1993 abgelehnt, allerdings stimmten 42,9 % der Abstimmenden für einen Verzicht auf die Flugzeuge. Das Abstimmungsbüchlein suggerierte des Weiteren einen Ersatz von damals kaum mehr vorhandenen 130 Huntern durch "nur" 34 F/A-18.[3] Tatsächlich wurden jedoch die ebenfalls 34 Mirage S ersetzt, welche während des ganzen Kalten Krieges das Rückgrat der Luftverteidigung gebildet hatten. Die F/A-18 wurden explizit dafür beschafft und nicht für die aufgegebene Rolle der Hunter.[4]

Volksinitiative «Gegen Kampfjetlärm in Tourismusgebieten» 2005/2008 [Bearbeiten]

Der Verein Helvetia Nostra lancierte unter der Federführung von Umweltschützer Franz Weber die eidgenössische Volksinitiative «Gegen Kampfjetlärm in Tourismusgebieten», welche am 3. November 2005 eingereicht wurde.[5] Auslöser war die Diskussion um den Fluglärm auf dem Flugplatz Meiringen. Im Rahmen eines neuen Stationierungskonzepts wurde die Fliegerstaffel 11, welche F/A-18-Kampfflugzeuge fliegt, per 1. Januar 2006 von Dübendorf nach Meiringen verlegt, wodurch dort die Flugaktivitäten zunahmen. Die Initiative wollte die Erholungsgebiete des Tourismus vor Fluglärm schützen, indem sämtliche militärische Übungsflüge mit Kampfflugzeugen in Friedenszeiten verboten würden. Die Volksinitiative wurde kritisiert, weil die Begriffe «Tourismusgebiete», «Übungsflüge» und «Friedenszeiten» nicht genauer definiert würden. Ausserdem könne dadurch der verfassungsmässigen Auftrag zur Wahrung der Lufthoheit der Schweiz nicht mehr erfüllt werden. Sowohl der Bundesrat wie auch der National- und Ständerat beantragten eine Ablehnung der Initiative. Die Volksabstimmung wurde am 24. Februar 2008 mit 31.9 % Ja-Stimmen und einem Ständemehr (0 : 20 6/2) deutlich abgelehnt.[6] In der vom Fluglärm direkt betroffenen Gemeinde Meiringen wurde der Initiative mit 926 (52 %) zu 856 Stimmen zugestimmt.[7]

Fortsetzung 2010/2011: Rechtliche Abklärung bezüglich der Fluglärmproblematik in Meiringen und Umgebung [Bearbeiten]

Mit einem am 10. Mai 2010 an das VBS gerichteten Begehren forderten die Stiftung Giessbach dem Schweizervolk und weitere Kläger (Hoteliers und Einzelpersonen) die Überprüfung der Rechtlichkeit der in den Jahren 2006 bis 2009 durch die Flugbewegungen der Kampfjets verursachten Lärm- und Schadstoffimmissionen im Gebiet von Meiringen und Umgebung. Am 23. November 2010 verfügte das VBS, nicht auf das Begehren einzugehen, worauf die Kläger am 6. Januar 2011 den Fall an das Bundesverwaltungsgericht weiterzogen. Dieses verpflichtete das VBS mit dem Urteil vom 7. September 2011 nun doch zum Begehren Stellung zu nehmen.[8][9] Rund zwei Monate später gab das VBS bekannt, dass es vom Bundesgericht überprüfen lässt, ob die Kampfjetflüge in Meiringen rechtlich sind.[10]

Initiative Gegen die Beschaffung von neuen Kampfflugzeugen 2008 [Bearbeiten]

(siehe Zukunft der Schweizer Luftwaffe und Gruppe für eine Schweiz ohne Armee)

Zukunft der Schweizer Luftwaffe [Bearbeiten]

Geplant ist die Anschaffung eines neuen F/A-18 Simulators, da der jetzige nicht mehr auf dem neusten Stand der Technik ist. Die bestehende Super-Puma-Flotte soll umfassend modernisiert und auf den Stand der Cougar Helikopter gebracht werden. Unter der Bezeichnung BODLUV 2020 läuft das Projekt der Modernisierung der bodengebundenen Luftabwehr. Es ist vorgesehen die drei heutigen Systeme (Stinger, Rapier und Flugabwehrkanone) durch zwei Systeme zu ersetzen die in das FLORAKO-System eingebunden werden können und so die gesamte Boden- & Luftgestützten Komponenten miteinander vernetzt sind.

Tiger-Ersatz [Bearbeiten]

In naher Zukunft möchte das VBS einen Nachfolger der F-5 Tiger beschaffen. Gegen die Beschaffung von neuen Flugzeugen wurde am 10. Juni 2008 von der GSoA sowie weiteren Verbänden eine Initiative lanciert, die ein Moratorium von zehn Jahren (von Anfang 2010 bis Ende 2019) fordert. Innert eines Jahres wurde die Initiative am 8. Juni 2009 mit 107'787 gültigen Unterschriften eingereicht. Am 25. August 2010 hatte sich der Bundesrat entschieden, die Beschaffung eines neuen Kampfflugzeuges aus finanziellen Gründen bis spätestens 2015 zu verschieben. Daraufhin zog die GSoA ihre Initiative zurück, da der angestrebte Zeitraum ohnehin erreicht würde. Jedoch wünscht das Parlament im Herbst 2011 eine Beschaffung,[11] auch wenn die Finanzierung völlig ungeklärt ist. Die Delegiertenversammlung der SP Schweiz hat am 1. Oktober 2011 beschlossen, diesen Enstscheid je nach Finanzierung mit einem Referendum oder mit einer Initiative dem Volk vorlegen zu lassen.

Für den Ersatz der F-5 in Erwägung gezogen wurden der Eurofighter (Deutschland, Vereinigtes Königreich, Italien, Spanien), Saab JAS-39 Gripen (Schweden), Rafale (Frankreich)[12] während McDonnell Douglas auf eine Offerte für die F/A-18E/F Super Hornet (USA) verzichtete. Dies vermutlich nicht ganz freiwillig, sondern weil die Schweden und Franzosen das ganze System offerieren, während die Schweiz bei der F/A-18 nur eine "Exportversion" erhielt.

Weil der Ersatz finanziell aufwändig und politisch heikel ist, wurden auch kostengünstigere Varianten wie etwa der Erwerb gebrauchter Kampfflugzeuge geprüft. Weiter hatte das VBS am 20. April 2011 entschieden, doch eine Modernisierung der F-5 Tiger zu prüfen.[13]

Am 30. November 2011 entschied sich der Bundesrat zum Kauf von 22 Saab Gripen.[14] Die Grüne Partei der Schweiz und die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) liessen ihrerseits verlauten, dass sie eine Moratoriums-Initiative ergreifen, falls der Kauf nicht mittels Referendum dem Volk vorgelegt wird.[15]

Aufklärungsdrohne ADS 95 Ersatz [Bearbeiten]

Das schweizerische Rüstungsbeschaffungszentrum Armasuisse hat, in Zusammenarbeit mit der Luftwaffe, in der zweiten Hälfte von 2012 eine fliegerische Evaluation für die Nachfolge der bei der Schweizer Luftwaffe im Dienst stehenden Aufklärungsdrohne ADS 95 durchgeführt. Die Heron 1 stand der Hermes 900 von Elbit bei der Evaluation gegenüber. Die endgültige Typenwahl soll 2014 getroffen werden.

http://www.ar.admin.ch/internet/armasuisse/de/home/aktuell/evaluation_ads_15.html

Stationierungskonzept [Bearbeiten]

Die Luftwaffe hat auch ein sogenanntes Stationierungskonzept ausgearbeitet, das vor allem bei den Kampfflugzeugen Auswirkungen auf die Anzahl der Flugbewegungen hat. Das Stationierungskonzept wird zurzeit überarbeitet und zusammen mit der Botschaft zum Tiger-Ersatz vorgelegt werden. In Zukunft wird bedeutend weniger geflogen werden, oder aber die Einsätze werden ins Ausland verlegt. Die Gesamtzahl der verbleibenden Flugbewegungen, basierend auf dem ursprünglich geplanten Stationierungskonzept, wurden wie folgt festgelegt:

Anzahl Flugbewegungen (Starts und Landungen pro Jahr) gemäss neuem Stationierungskonzept:

Flugplatz Fluggeräte Flugbewegungen
bisher
Flugbewegungen
neu
Payerne Flugzeuge
20'950
Emmen Flugzeuge
17'500
Sion Flugzeuge
11'180
Locarno Flugzeuge
8500
Meiringen Flugzeuge
7436
Alpnach Helikopter
16'000

Payerne 20.950 (Start und Landungen pro Jahr), an zweiter Stelle steht Emmen (17.500), Sion (11.180), Locarno (8500) und Meiringen (7.436). Die Anzahl der Flugbewegungen in Alpnach sind noch nicht festgelegt. Momentan gibt es dort 16.000 Starts und Landungen vor allem mit Helikoptern.

Organisation [Bearbeiten]

Die Schweizer Luftwaffe wird von Korpskommandant Aldo C. Schellenberg geführt. Dem Kommandanten sind nebst dem Luftwaffenstab, dem Einsatz Luftwaffe, mit der Operationszentrale der Luftwaffe und sämtlichen Flugplatzkommandos, dem Fliegerärztlichen Institut (FAI) auch die drei Lehrverbände Flieger 31, Flab 33 und Führungsunterstützung 30 unterstellt. Die Lehrverbände beinhalten bei der Luftwaffe - im Gegensatz zum Heer - auch die Einsatzverbände.

Die Bedeutung des Schweizer Luftraums heute [Bearbeiten]

Die Schweiz ist momentan keiner militärischen Bedrohung in herkömmlichen Sinne ausgesetzt. Die Aufgaben der Schweizer Luftwaffe sind folgende:

  • Wahrung der Lufthoheit mittels Luftpolizeidienst (analog der Strassenpolizei) und, wenn nötig, Luftverteidigung
  • Lufttransportdienst
  • Nachrichtenbeschaffung für militärische und politische Instanzen und Erstellen der Luftlage (siehe auch Luftwaffennachrichtendienst (LWND))

Zum Begriff Sicherheit gehört laut Bundesrat heute aber auch die Rettung und Schadensbehebung bei Natur- und Zivilisationskatastrophen im Rahmen von Unterstützungseinsätzen, zum Beispiel: Bergungen, Löscharbeiten, Lufttransporte (Einsätze bei Lawinenkatastrophen, Sturmschäden usw.), Luftaufklärung (Personensuche, Feststellung von Glutherden bei Waldbränden mit Infrarotgerät) sowie die Erweiterung des schweizerischen Engagements in Krisenregionen. Im Rahmen internationaler Organisationen wie der UNO oder OSZE kann die Schweiz zur Verbesserung ihrer eigenen Sicherheitslage beitragen.

Wirtschaftliche Aspekte machen für den europäischen Luftverkehr das Überfliegen der Schweiz attraktiv. Dank solcher Überflüge konnte zum Beispiel die UNO bei Lufttransporten im Rahmen der Friedensmission im Balkan bis Ende 2000 über 100 Millionen Franken einsparen. Im Konfliktfall ist der Schweizer Luftraum durch seine zentrale Lage in Europa, aber auch wegen der aus den topografischen Gegebenheiten entstehenden Radarschatten interessant. Luftoperationen erfolgen praktisch ohne Vorwarnung. Sie sind betreffend Zeit, Einflugsort und Richtung nicht voraussehbar. Daher ist die Permanente Luftraumüberwachung die ununterbrochen das ganze Jahr mit dem FLORAKO System und Berufspersonal durchgeführt wird eine Grundaufgabe der Schweizer Luftwaffe mit der die Ausführung weiteren Aufgaben der Luftwaffe erst möglich werden.

Luftpolizeidienst [Bearbeiten]

Entgegen weit verbreiteten Vorstellungen ist der Luftpolizeidienst eine der komplexesten und anspruchsvollsten Aufgaben der Luftwaffe. Unbekannte Flugzeuge müssen kurzfristig und bei jeder Wetterlage ohne Fehlermarge identifiziert und nötigenfalls abgefangen werden können. Der Luftpolizeidienst ist zurzeit die anspruchsvolle Hauptaufgabe der Schweizer Luftwaffe. Diese sichert die Integrität und Souveränität des nationalen Luftraumes.Der Luftpolizeidienst wird täglich durchgeführt und ist jeweils ein Echteinsatz und zählt nicht zu den Übungen die Parallel (z.B. Luftkampfübungen) dazu stattfinden. Mit dem Luftpolizeidienst werden folgende Punkte gewährleiste, Kontrolle & Souveränität des Schweizer Luftraumes sowie die Sicherheit im gesamten Luftverkehr. Die Luftwaffe erfüllt damit nicht nur die Aufgaben eines unabhängigen Staates sonder auch Aufgaben zugunsten der zivilen Luftfahrt (BAZL & Skyguide). Den Luftpolizeidienst kann man in zwei Arten aufteilen:

Der Präventive Luftpolizeidienst.

Hier werden Luftfahrzeuge von der Schweizer Luftwaffe abgefangen und Visuell überprüft, es wird kontrolliert ob das Luftfahrzeug dem im Flugplan angegebenen Angaben entspricht (Typ, Immatrikulation, Betreiber) und ob auffällige Merkmale ersichtlich sind. Oder es wird Luftfahrzeugen gefolgt und beobachtet ob der Pilot sich an die Flugverkehrsregeln hält (Sinkrate, Geschwindigkeit, dem Typ, Wetterverhältnissen etc. entsprechend).

Aktive Luftpolizeidienst Interventionen
  • Hilfe für zivile Flugzeuge, z.B. bei Navigationsproblemen und Funkpannen
  • „Sichtbar“(eskortieren) machen eines Flugzeuges mit defektem Transponder für die zivile Flugsicherung
  • Peilen von Notsignalen mit Weiterleitung an Notfallorganisationen (z.B. REGA)
  • Identifikation von Luftraumverletzungen wie unbewiligter Einflug oder Abweichungen vom Flugplan
  • Eingreifen zur Verkehrssicherheit wen VFR Flugzeuge in Luftstrassen oder die An-& Abflugkorridore der Flugplätze eindringt
  • Durchsetzen von Benützungseinschränkungen des Luftraums (z.B. WEF, G8)
  • Überwachen des Luftraums bei Flugzeugentführungen
  • Bewältigung von Krisensituationen (z. B. Annäherung feindlicher/terroristischer Luftfahrzeuge an die Landesgrenze)

Die Schweizer Luftwaffe ist berechtigt jederzeit ohne Rücksicht auf Typ, Nationalität etc. jedes Luftfahrzeug zu kontrollieren, welches sich im schweizerischen (&Lichtenstein) Luftraum befindet. Luftpolizeidienst Interventionen dürfen mit Rücksprache mit der jeweiligen Luftwaffeneinsatzzentrale auch grenzüberschreitend sein. Durchschnittlich werden gegen 400 Luftpolizeimissionen pro Jahr geflogen, davon sind bis zu 50 Aktive Luftpolizeidienst Interventionen, Tendenz steigend.

Dienstleistungen für andere Organisationen [Bearbeiten]

Die Schweizer Luftwaffe erfüllt nebst diesen Aufgaben mit ihren Mittel und Personal eine Vielzahl Dienstleistungen für diverse andere Organisationen.[16] Sie versorgt mit einem der FLORAKO Sekundärradaren die zivile Skyguide mit Radardaten und ermöglicht so eine sichere Luftverkehrsführung. Hubschrauber und Drohnen der Luftwaffe führen regelmässig Überwachungsflüge für das Grenzwachtkorps GWK durch, werden zudem ebenfalls für Überwachungsflüge (z.B Streetparade) und Personensuchflüge zugunsten der Polizei und der REGA verwendet. Auch zur Unterstützung der Feuerwehr zur Brandbekämpfung wobei dort die Drohnen und FLIR Hubschrauber besonders zur Lokalisierung von Brandnestern bei Waldbränden zum Einsatz kommen. Die Hubschrauber der Schweizer Luftwaffe werden mit dem Bambibucket auch als Löschmittel im In- und im Ausland eingesetzt, der grösste Löscheinsatz war mit drei Superpuma in Israel. Drei Hubschrauber sind derzeit bei der Swisscoy zur Unterstützung der KFOR im Kosovo Stationiert. Oder bei Grossereignissen zur Soforthilfe auch im Ausland (z.B Sumatra nach dem Tsunami) eingesetzt werden. Für das Bundesamt für Gesundheit BAG, Nationale Alarmzentrale NAZ und das ENSI führt die Luftwaffe mit Hubschraubern und mit F-5 regelmässig Luftdatensammlungen und Radioaktivitätsmessungen durch. Mit F-5 werden im Rahmen des ARES Programmes Parabelflüge zugunsten der ETH Zürich und anderen Forschungsanstalten durchgeführt. Zudem bearbeitet die Luftwaffe alle Diplomatic Clearance-Anträge die ausserhalb der Öffnungszeiten des BAZL beantragt werden und stellt der REGA (Schweizerische Rettungsflugwacht) Kommunikationsanlagen zur Verfügung. Das Flugplatzkommando 13 von Meiringen betreut in seiner Dienststelle in Belp nebst den Mitteln des LTDB auch die dort stationierten Flugzeuge des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL).

Kunstflugteams [Bearbeiten]

Die Schweizer Luftwaffe hat das Jetflugzeug-Kunstflugteam Patrouille Suisse, das jeweils 6 F-5E in einer rotweissen Bemalung für die Vorführungen nutzt. Das Propellerflugzeug-Kunstflugteam, das PC-7 Team, nutzt neun PC-7 in Standardausführung. Das Hornet-Display-Team zeigt Flugvorführungen mit einer F/A-18C. Das Superpuma-Display-Team führt mit einem Superpuma oder Cougar die Flugleistungen dem Publikum vor. Oft treten auch die Fallschirmaufklärer der Fallschirmaufklärer Kompanie 17 mit einem Absprung aus einer PC-6T vor Publikum auf.

Axalp [Bearbeiten]

Mit der Bedrohung des 2. Weltkrieges und dem Konzept des Rückzuges der Armee & Zivilbevölkerung ins Gebirge (Reduit) wurde General Guisan klar, dass die Luftwaffe die Fähigkeit benötigt im Gebirge feindliche Bodentruppen angreifen zu können. Um dies zu üben wurde die Axalp ausgewählt. Nach dem 2. Weltkrieg wurde regelmässig der Erdkampf mit den Jetflugzeugen Vampire, Venom und Hunter auf der Axalp geübt, wobei neben den Bordkanonen auch Übungs- und Napalmbomben eingesetzt wurden. Während dem Kalten Krieg wurden Militärische Verbindungsoffiziere aus West-, Ost- und Blockfreien Nationen zu den Vorführungen eingeladen. Heutzutage ist das Axalpfliegerschiessen Flugschau Axalp eine Leistungsshow der Schweizer Luftwaffe im Gebirge für alle Interessierten. Es ist weltweit der einzige Event, wo Zivilisten (unabhängig ihrer Nationalität) kostenlos eine eigentlichen Airshow in 1700 Meter über Meer den Einsatz der Flugzeugbordkanonen mitverfolgen können. Der Einsatz von Hubschraubern im Gebirge & grosser Höhe nimmt mit den Lösch- & Rettungsdemonstrationen mittlerweile einen grossen Teil der Flugvorführungen ein.

Militärflugplätze der Schweizer Luftwaffe [Bearbeiten]

Die Schweizer Luftwaffe besitzt sieben Flugplätze mit Flugbetrieb. Die Militärflugplätze von Dübendorf und Alpnach sollten gemäss des neuen Stationierungskonzepts geschlossen werden. Der Entscheid, Alpnach zu schliessen, wurde rückgängig gemacht. Ebenso wird überprüft, Dübendorf über das Jahr 2014 hinaus als Flugplatz für Helikopter und Propellerflugzeuge zu erhalten.

Militärflugplatz Alpnach (LSMA)

Hauptflugplatz sämtlicher Lufttransporte mit dem Lufttransportgeschwader 2.

Flughafen Bern-Belp (LSMB)

Bern-Belp ist kein eigentlicher Militärflugplatz. Nur der Lufttransportdienst des Bundes ist dort stationiert.

Flugplatz Buochs-Stans (LSZC)

Buochs ist die sogenannte „Sleeping Base“. Auf dieser Basis findet kein militärischer Flugbetrieb mehr statt. Im Kriegsfall kann LSMU/LSZC reaktiviert werden. Der Flugplatz wird in erster Linie von den Pilatus Flugzeugwerke genutzt.

Militärflugplatz Dübendorf (LSMD)

Dübendorf war lange der wichtigste Militärflugplatz der Schweiz. Nachdem die Kampfflugzeuge abgezogen sind, sind dort ein Lufttransportgeschwader sowie einige Propellerflugzeuge stationiert.

Emmen (LSME)

Emmen ist ein Trainings- und Ausweichflugplatz für Kampf- und Propellerflugzeuge sowie Helikopter. Nebst der bekannten Kunstflugstaffel Patrouille Suisse, die ihre Homebase in Emmen hat, fliegen dort teilweise auch die Berufs- und Milizstaffeln mit F/A-18 Hornet und F-5 Tiger. Ein Luftransportgeschwader, Drohnengeschwader, die Pilotenschule (Hauptstandort) sowie die Zielflieger- und Instrumentenflugstaffel sind dort stationiert. Der Hauptsitz der RUAG Aerospace und der Armasuisse ist in Emmen; der Ort ist auch Ausgangspunkt für allfällige Erprobungs- und Evaluationsflüge. Emmen ist das Simulatorzentrum der Luftwaffe. Ein Super Puma,PC-21- und ADS 95 Simulator befinden sich dort. Im Juni 2011 wird noch ein Simulator des Eurocopter EC635 dazu kommen.

Locarno (LSMO)

Locarno ist für die Grundschulung der Piloten und der Fallschirmaufklärer zuständig. Im weiteren befinden sich dort zwei PC-7 Simulatoren. Von der Airbase in Locarno werden die Drohnenaktivitäten der ADS95 im Tessin zur Grenzüberwachung gelenkt. Locarno verfügt über 3 Pisten (eine Hartbelag und zwei Graspisten), Militärisch wird normal nur die Hartbelagpiste genutzt.

Lodrino (LSML)

Der Flughafen in Lodrino wird nicht mehr direkt von der Luftwaffe betrieben, alle Flugoperationen finden im Tessin vom Stützpunkt in Locarno statt. Die RUAG Aviation führt dort das Center for Propeller Aircraft and UAV Systems und wartet dort die Systeme Pilatus PC-6, PC-7 und PC-9 der Schweizer Luftwaffe. Es gibt hier nur noch Trainingsflüge sowie den Werkflug der Luftwaffe. Allerdings ist der Flughafen normalerweise nur für Militärische Flugzeuge freigegeben, nur im Falle eines Maintenance ist es erlaubt zivilen Flugverkehr abzuwickeln. Die Einrichtung des Towers wurde im Jahr 2010 komplett demontiert.

Meiringen (LSMM)

Meiringen ist seit 2006 Heimatsbasis eines Fliegergeschwaders. Es ist ein Kriegsflugplatz mit Flugzeugkavernen und ist neben Payerne das zweite Standbein für die Luftverteidigung und den täglichen Flugbetrieb.

Payerne (LSMP)

Payerne ist ein Kriegsflugplatz, auf dem vor allem die F/A-18 operieren. Stationiert sind dort zwei Fliegerstaffeln mit einem Fliegergeschwader, ein Lufttransportgeschwader, teilweise das Drohnengeschwader, eine Ausbildungsstaffel und teilweise die Pilotenschule. Der Kriegsflugplatz Payerne ist der wichtigste Kampfjet-Militärflugplatz der Luftwaffe.

Flughafen Sion (LSMS)

Sion ist ein Zivil- und Militärflugplatz. Ein Fliegergeschwader mit F/A-18 und F-5 und ein Teil der Pilotenschule sind dort beheimatet. Es ist ebenfalls ein Kriegsflugplatz. Im Gegensatz zu Payerne und Meiringen fliegen dort die Jetflugzeuge nur unregelmässig.

Aufgegebene Militärflugplätze

Während des Zweiten Weltkriegs sowie im Kalten Krieg wurden zudem noch die folgenden Militärflugplätze genutzt, wobei einige lediglich über Graspisten verfügten und keine eigene Infrastruktur besassen:

Fluggeräte [Bearbeiten]

1936 wurde ein neues Bezeichnungssystem bei der Flugwaffe eingeführt. Ein vorgesetzter Buchstabe gab Auskunft über den Verwendungszweck der Maschine. Die Nummern wurden wieder in Gruppen den Maschinen zugeteilt. Bei Maschinen die sich schon im Einsatz befanden wurden die Buchstaben unter Beibehaltung der Nummer vorgesetzt. Umnummerierungen wurden selten gemacht die Pilatus P-2 und die Maschinen der KAB- Reihe waren die grössten.

Übersicht [Bearbeiten]

Kennbuchstabe Verwendungszweck
A    Ausbildung
B    Bomber
C    Communication
D    Drohne
J    Jäger
KAB    Kampfbeobachtung
R    Reconnaissance
T    Transport
U    Umschulung
V    Verbindung
Z    Zieldrohne
Bild Flugzeug Herkunft Typ Versionen In Gebrauch Bemerkung
Fa-18c.hornet.j5003.swissaf.jpg McDonnell Douglas F/A-18 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte StaatenSchweizSchweiz Schweiz in Lizenz in der Schweiz gebaut Mehrzweckkampfflugzeug F/A-18C 26 (J-5001 bis J-5026) Fliegerstaffeln 17 Wappen der Fliegerstaffel 17.jpg, 18 FlSt18.gif (AB Payerne) und 11 FlSt11.gif (AB Meiringen)
Swiss AF Boeing FA-18D Hornet.jpg F/A-18D 7 (J-5232 bis J-5238, J-5231 crash)
F-5 auf Platte.jpg Northrop F-5 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte StaatenSchweizSchweiz Schweiz Endmontage in der Schweiz Abfangjäger F-5E 42 Fliegerstaffeln 6 FlSt6.gif (Payerne), 8 FlSt8.gif (AB Emmen) und 19Staffel19.gif (AB Sion). Interception, KunstflugPatrouille suisse.gif , Zielschlepper FlSt12new.gif
F-5F.jpg F-5F 12 (J-3201 bis J-3212) Training FlSt16new.gif , Air policing und elektronische Kriegsführung FlSt24new.gif
Pilatus PC7-IMG 5742.jpg Pilatus PC-7 Turbo trainer SchweizSchweiz Schweiz Trainingsflugzeug NCPC-7 28 Training FlSt14.gif AB Locarno KunstflugPC7 team.gif Dübendorf AB
PC9.JPG Pilatus PC-9 SchweizSchweiz Schweiz Trainingsflugzeug PC-9/F 11 (C-401 bis C-412, C-404 crash) Zielflugstaffel 12 FlSt12new.gif und ECM Staffel 24 FlSt24new.gif elektronische Kriegsführung und Zielschlepper
Swiss Air Force PC-7 A-107 parked.jpg Pilatus PC-21 SchweizSchweiz Schweiz Trainingsflugzeug PC-21 8 (A-101 bis A-108) Pilotenschule.gif AB Emmen
Beechcraft 1900d d-cbig fairford arp.jpg Beechcraft 1900 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten VIP Transporter 1900D 1 (T-729) LT4.gif LTDB.gif Bern-Belp Airport
Swiss Air Force DHC-6.jpg DHC-6 Twin Otter KanadaKanada Kanada Fotoflugzeug DHC-6 1 (T-741) LT4.gif LTDB.gif Militärflugplatz Dübendorf
Swiss Air Force SuperKing air.JPG Beechcraft King Air Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Fotoflugzeug 350C 1 (T-721) LT4.gif LTDB.gif Militärflugplatz Dübendorf
Swiss Air Force Pilatus PC-6 V-618 parked at IBT'11.jpg Pilatus PC-6 Turbo-Porter SchweizSchweiz Schweiz Transporter PC-6/B2-H2M-1 15 Lufttransport Staffel 7 LT7farb.gif GRD Emmen.gif AB Emmen + HB-FCF von armasuisse
Dassault Falcon 900EX FrankreichFrankreich Frankreich VIP Transporter Falcon 900 1 (T-785) LTDB.gif Bern-Belp Airpt.
Pilatus PC-12 SchweizSchweiz Schweiz Testflieger und Transporter PC-12 1 (HB-FOG) Armasuisse GRD Emmen.gif AB Emmen
Cessna.560xl.citation.excel.arp.jpg Cessna Citation Excel Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten VIP Transporter Ce-560XL 1 (T-784) LTDB.gif Bern-Belp Airpt.
Diamond DA42 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte StaatenOsterreichÖsterreich Österreich Experimentflugzeug Diamond DA42 Aurora Centauer 1 (R-711) Armasuisse GRD Emmen.gif AB Emmen
RUAG ADS-90 Ranger ventral view.jpg ADS-95 Ranger SchweizSchweiz Schweiz Drohne ADS-95 24 (D-108 bis D-134, D-119 crash 13.09.11) Dronenstaffel 7 Dro Geschw 7 blau.gif AB Emmen
Zieldrohne.JPG KZD 85 SchweizSchweiz Schweiz Drohne KZD-85 60 (Z-30 bis Z-90, Noch 30 in gebrauch) Zieldrohne für Bodluv
F/A-18D

Flugzeuge [Bearbeiten]

McDonnell Douglas F/A-18 C/D [Bearbeiten]

Ab 1997 wurden 34 F/A-18 C/D bei den Fliegerstaffeln 17, 18 und 11 (in dieser Reihenfolge) eingeführt. Die Schweizer Luftwaffe hat nunmehr insgesamt 33 F/A-18 als Rückgrat der Luftwaffe im Einsatz, 26 Einsitzer (J-5001 - J-5026) und 7 Zweisitzer ( J-5232 - J-5238). Eine Maschine (F/A-18D J-5231) ging 1998 bei einem Unfall im Wallis verloren. Beide Besatzungsmitglieder, darunter auch der damalige Sprecher der Patrouille Suisse, kamen ums Leben.

Die F/A-18 gehörten alle dem Ende 2005 aufgelösten Überwachungsgeschwader an und waren somit das erste Flugzeug, welches nicht mehr von Milizpiloten geflogen werden konnte. Die «Suisse Hornets» sind belastbar bis 9g, da einige ihrer Strukturbauteile aus Titan gefertigt wurden, um den vielen Landungen und Starts und der kurzen Reiseflugdauer in der Schweiz gerecht zu werden. Um die Lebenserwartung dieser verstärkten F/A-18 C/D Version zu ermitteln, betreibt die RUAG Aerospace in Emmen LU einen Iron Bird für Materialermüdungstests. Sie unterscheiden sich von den übrigen F/A-18C und F/A-18D zudem durch einen seitlichen Suchscheinwerfer auf der linken Seite vor dem Cockpit (wie die Kanadischen F/A-18A und F/A-18B). Ferner haben sie die Flugsteuerungssoftware der Nachfolgevariante F/A-18E, welche zusätzliche Manöver erlaubt. Für den Einsatz der F/A-18D aus einer Flugzeugkaverne waren keine Änderungen an den F/A-18 nötig. Im Rahmen verschiedener Modernisierungsprogramme wurden unter anderem ein IFF (Freund-/ Feinderkennung) eingebaut, diese sind sichtbar am Antennenrechen oberhalb der Bugkanone. Ab Dezember 2007 erfolgte die Lieferung der neuen Lenkwaffe AIM-9X als Ersatz für das Vorgängermodell AIM-9P. Es ist zudem geplant, auf dem Typ das neue Helmvisier einzuführen. Dies würde Schüsse mit 90 Grad Winkel erlauben. Für den Mittel- bis Langstreckenbereich stehen seit 1992 zudem Flugkörper vom Typ AIM-120B AMRAAM zur Verfügung. Im Rüstungspgrogramm 2011 ist der Ersatz durch neue Flugkörper der Version AIM-120C-7 AMRAAM geplant.[17] Die Hornets der Schweiz waren zunächst reine Jäger, da die Luft-Boden-Fähigkeiten erst zur Kampfwertsteigerung nachgerüstet wurden. Die Beschaffung der Maschinen war seinerzeit nach einem Referendum nur aufgrund einer Volksabstimmung möglich.

F-5E Tiger II auf der Air Base Dübendorf

Northrop F-5 Tiger II [Bearbeiten]

Die F-5 Tiger II kamen Ende der 1970er-Jahre in den Einsatz. Im Jahr 1981 beschloss das Parlament, die Flottenstärke zu erhöhen und beschaffte zu den 76 vorhandenen weitere 38 Maschinen, darunter 6 Zweisitzer. Grund dafür war das Ausscheiden der Venom und der Aufgabenwechsel der Hawker Hunter. Die Flotte umfasste 98 Einsitzer F-5E (J-3001 bis J-2098) und 12 Doppelsitzer F-5F (J-3201 bis J-3212), von denen ein grösserer Teil in jüngster Zeit aus finanziellen Gründen und aufgrund der veränderten Sicherheitslage verkauft wurde. In der Schweiz fliegen noch 56 Tiger, davon sind 44 Einsitzer und 12 Zweisitzer. Die Patrouille Suisse nutzt diesen Jet als Kunstflugzeug. Er wird zudem auch als «Aggressor» genutzt sowie als Ziel für das simulierte Boden – Luftabwehrschiessen der Flab und als Zielschlepper für das Luft-Luft Schiessen mit den Flugzeugbordkanonen. Nach dem Ausserdienststellen der BAe Hawk-Flotte nutzt die Luftwaffe auch einige der F-5F für das Fortgeschrittenentraining. Seit der PC-21 Beschaffung wurden die Trainingsflüge der Zweisitzer wieder reduziert. Nebst der Pilotenschulung werden die Doppelsitzer auch als Störflugzeuge verwendet. In diesem Fall ist auf dem hinteren Sitz ein Bordoperator der die Störpods (z.B. Vista5) bedient. Die Pods werden an den inneren Flügelpylonen angebracht. Nebst diesen Aufgaben kann die F-5F auch mit nur einem Piloten für die Luftverteidigung eingesetzt werden.

Pilatus PC-7 [Bearbeiten]

Zur Grundausbildung (VFR & Instrumentenflug) nutzte die Schweizer Luftwaffe die Pilatus PC-7 (38 Maschinen). Diese Flugzeuge werden nicht nur zur Ausbildung, sondern für den Kunstflug beim PC-7 Team sowie als Verbindungsflugzeug und für VIDs (Visuelle Identification) im Luftpolizeidienst genutzt. Aktuell besitzt die Luftwaffe 28 umgebaute PC-7 mit dem Neuen Cockpit (NCPC-7) und dem neuen Sichtschutz der in rot/weiss gehalten wird. 5 Flugzeuge stehen 2011 noch zum Verkauf.[18]

Pilatus PC-9 [Bearbeiten]

Pilatus PC-9 (11 Maschinen )C-401 - C-403, C-404 - C-412. Eine PC-9 (C-404) stürzte nach einer Kollision mit einer anderen PC-9 ab. Diese Flugzeuge werden als Zielschlepper für scharfe Übungen der Luftabwehr (Flab), als Störflugzeuge mit Jammer (Vista5 Pod), für die visuelle Überwachung des unteren Luftraums und VIDs sowie als Verbindungsflugzeug genutzt.

Pilatus PC-6 [Bearbeiten]

Der Pilatus Porter PC-6 ist das Arbeits- und Kleintransportflugzeug der Luftwaffe. Seine robuste Bauart sowie die Kurzstart- und Landeeigenschaften ermöglichen auch Einsätze auf Behelfslandeplätzen im Gelände. In den Jahren 1966 und 1976 wurden insgesamt 18 Stück von diesem Flugzeug beschafft. Heute dienen die Porter-Flugzeuge hauptsächlich für Personen- und Materialtransporte, für das Absetzen der Fallschirmaufklärer, sowie – mit einem Wassertank ausgerüstet – für die Waldbrandbekämpfung. Bei einem Unglück gingen zwei Maschinen verloren. Eine weitere wurde nach einem Landeunfall liquidiert, so dass heute die Luftwaffe noch 15 Maschinen diesen Typs hat. Dazu kommt die zivil registrierte HB-FCF, die von der armasuisse und dem BAZL betrieben wird.

Pilatus PC-21 [Bearbeiten]

Seit 2008 setzt die Luftwaffe sechs Pilatus PC-21 ein, zwei weitere Flugzeuge folgten 2012. Diese werden im Rahmen des Jetpiloten- Ausbildungssystem JEPAS PC-21 eingesetzt, das heisst, sie werden für die Fortgeschrittenen-Ausbildung benötigt. Neben der Beschaffung der zwei weiteren PC-21 wurde auch ein PC-21 Simulators gekauft. Die PC-21 tragen die Immatrikulationen A-101 bis A-108.

Drohne ADS 95 D-118 in Emmen

Drohne: ADS 95 [Bearbeiten]

Nach der Einstellung des Mirage-Flugdienstes verfügt die Schweizer Luftwaffe neben den Fallschirmaufklärern nur noch über ein einziges luftgestütztes Aufklärungssystem, das ADS 95. Dieses System wurde grundsätzlich für die Artillerie-Feuerleitung eingekauft. Daneben ist es aber noch für viele weitere Einsatzgebiete einsetzbar. Bestückt ist die Drohne mit einer TV-Kamera sowie einer FLIR-Kamera. Mit diesen beiden Sensoren ist es möglich, zeitverzugslose Aufklärung bei Tag und Nacht sicherzustellen. Ursprünglich wurden 28 (D-108 - D-134)Drohnen beschafft, jedoch ist eine (D-119) bei einem Übungsflug abgestürzt.

Kleinzieldrohne 1985:KZD 85 [Bearbeiten]

Die Kleinzieldrohnen KZD 85 wurden im Jahr 1985 von der Schweizer Luftwaffe für das Training der Fliegerabwehrtruppen (Flab) beschafft. Es wurden 60 Stück beschafft. Heute (2008) stehen der Luftwaffe noch rund 30 Einheiten zur Verfügung. Die Drohnen dienen auf eine maximale Distanz von 2,5 km unter Sichtbedingungen als Ziele. Das gesamte System ist in einem einachsigen Anhänger untergebracht, der auch als Teil des Startkatapultes dient. Die ferngesteuerten Flugzeuge landen nach der Mission an einem Fallschirm. Registrationen: Z-30 bis Z-90

Cougar im Flug

Andere [Bearbeiten]

Die Schweizer Luftwaffe betreibt darüber hinaus noch ein Falcon 50 (T-783) diese wird im Juni 2013 durch eine im März 2013 von Monacco gekaufte Dassault Falcon 900 (T-785) ersetzt, und eine Cessna Citation (T-784), die zur Personenbeförderung des Bundes und auch für den Transport gebraucht werden. Seit dem 10. April 2007 wurde auch eine Beech 1900D (T-784) der Avanti Air eingesetzt. Diese wurde zunächst für drei Jahre geleast und anschliessend gekauft, um den im November 2006 ausser Dienst gestellten Learjet zu ersetzen. Neben diesen Flugzeugen kann die Luftwaffe bei Bedarf auch die PC-12 (HB-FOG) der armasuisse beanspruchen. Sie betreut den Pilatusporter PC-6 (HB- FCF) der armasuisse und die Aurora Centaur (eine Modifikation einer Diamond DA42MPP, die sowohl bemannt wie auch unbemannt geflogen werden kann) mit der militärischen Immatrikulation R-711. Eine Super King Air (T-721) und eine DHC6 Twin Otter (T-741) werden für das Bundesamt für Landestopografie eingesetzt.

Helikopter [Bearbeiten]

Übersicht [Bearbeiten]

Helicopters [Bearbeiten]

Bild Helicopter Herkunft Verwendung Version In Gebrauch Bemerkung
Swiss Air Force Super Puma T-325 side view 2.jpg Aérospatiale AS 332 FrankreichFrankreich Frankreich Mittelschwerer Helikopter AS332M1 15 (T-311 bis T-325) LT1.gifLT3.gifLT4.gif LT5Tarn.gif LT6tarn.gifLT8farb.gif AB Payerne, Militärflugplatz Dübendorf
Cougar Swiss milouf 3.jpg Aérospatiale AS 332 FrankreichFrankreich Frankreich Mittelschwerer Helikopter AS532UL 11 (T-331 bis T342) AB Alpnach. Eurocopter Cougar T-341 crash am 30. März 2011 während einem Trainingsflug im Maderan (Maderanertal)LT3.gifLT4.gif LT5Tarn.gif LT6tarn.gifLT8farb.gif
Swiss Air Force EC635P2+ T-352 at BRN (2).jpg Eurocopter EC635 FrankreichFrankreich Frankreich DeutschlandDeutschland Deutschland Transporter/Schulungshelikopter/SAR EC635 P2+ 18 (T-353 bis T-370) AB Alpnach LT1.gifLT3.gifLT4.gif LT5Tarn.gif LT6tarn.gifLT8farb.gif Pilotenschule.gif
VIP Transporter EC635 P2+ VIP 2 (T-351, T-352) LTDB.gif

Super Puma/Cougar [Bearbeiten]

Hauptsächlich für Transport-Aufgaben sind seit 1986 15 Aérospatiale AS.332M1 «Super Puma» (TH89) (T-311 - T-325) und seit 1998 12 Eurocopter AS.532UL «Cougar» (TH98) (T-331 - T-342) -Hubschrauber im Einsatz. Eine Maschine (T-341) ging bei einem Absturz im Maderanertal (UR) am 30. März 2011 verloren. Einer davon kann mit einer Wärmebildkamera-Systemen (FLIR) für Search and Rescue-Einsätze ausgerüstet werden. Als Verteidigung ist das ISSYS-Selbstschutzsystem mit automatischem Täuschkörperwerfer vorgesehen. Eine Bewaffnung indessen ist nicht vorgesehen.

Eurocopter EC635 T-357

Eurocopter EC635 [Bearbeiten]

Der Eurocopter EC635 ist ein Hubschrauber des europäischen Herstellers Eurocopter. Es handelt sich um die militärische Version des Eurocopter EC 135, die sich im Wesentlichen durch eine verstärkte Zellenstruktur vom Grundtyp unterscheidet. Anzahl Helikopter: 20 (18 EC635 (T-353 - T-370) und 2 EC135 (T-351, T-352) VIP-Ausführung). Im Januar 2010 konnte die letzte der insgesamt 16 in Alpnach endgefertigten plus die 4 in Donauwörth gebauten Maschinen übernommen werden.

Ausgemusterte Fluggeräte [Bearbeiten]

  • Hiller UH-12B (1952 - 1962) V-10 bis V-12 waren erst als KAB-201 bis KAB-203 immatrikuliert KAB steht für Kampffeld- und Artillerie-Beobachtung zwei Hubschrauber durch Landeunfälle verloren.
  • Sud-Ouest SO 1221 (1958 - 1964) V-21 bis V-24 wurden zur Pilotenausbildung für die Alouette II benutzt, aufgrund anhaltender Mängel der Rotorblätter wurden die Maschinen wieder an das Herstellerwerk abgegeben.
  • Alouette II (1958-1992) 1958 wurden 10 Alouette II gekauft und 1964 weitere 20 Stück. Sie wurden für Beobachtungs-,Verbindungs,-Transport-, und Rettungsflüge eingesetzt. Immatrikulation V-41 bis V-70.
  • Alouette III (1964-2010): Ab 1964 wurden etappenweise insgesamt 84 Alouette III-Helikopter beschafft (V-201 bis V-284). Davon gingen 14 durch Unfälle verloren. Sie dienten hauptsächlich zu Transport- und Ausbildungszwecken und wurden nicht bewaffnet. Seit der Armee XXI waren nur noch 35 im Dienst. Sie wurden ab 2008 schrittweise ausser Dienst gestellt und durch den Eurocopter EC635 ersetzt.
  • Eurocopter Dauphin (2005-2009) Für VIP-Transporte der Landesregierung wurde bis 2008 ein Eurocopter Dauphin (T-711) eingesetzt, welcher verkauft wurde.[19] Ersetzt wird sie nun durch die zwei neuen Eurocopter EC 135 (offizielle Bezeichnung EC635VIP).
  • Rockwell Grand Commander 680FL (1976- 1993) HB-GCB zivil immatrikulierte Maschine des Bundesamtes für Landestopografie (swisstopo).
  • Dassault Falcon 50(1996 - 2013) T-783
  • Learjet 35 (1987-2006) Die Learjets kaufte die Luftwaffe von der REGA und immatrikulierte diese als T-781 und T-872.[20]
  • 'Beechcraft Model 50Twin Bonanza (1957 - 1989) T-711 bis T-713
  • BAe Hawk T.Mk.66 (1987-2002): Mit dem Rüstungsprogramm 87 wurden 19 (U-1251 - U-1270) Flugzeuge beschafft, wovon eine (U-1256) 1990 im Aletschgebiet verloren ging und 2008 18 Maschinen nach Finnland verkauft wurden.[21]
  • Dassault Mirage III
    • Dassault Mirage IIIC (1962-1999): 1962 wurde eine Mirage IIIC gekauft (Immatrikulationsnummer J-2201) welche ab 1964 für den Lizenzbau als Systemerprobungs- und Lenkwaffeneinsatz-Versuchsflugzeug verwendet wurde.
    • Dassault Mirage IIIRS (1964-2003): Die Mirage IIIRS (18 Stück), Immatrikulation R-2101 bis R-2118, ist die Aufklärerversion der IIIS.
      Mirage III RS R-2116 White AMIR. Die Farben symbolisieren die Schwarzweissbilder, welche die Piloten im Aufklärungseinsatz gemacht haben. AMIR war der Rufname am Funk. (Aufklärer Mirage).
    • Dassault Mirage IIIS (1964-1999): Die Mirage IIIS (36 Stück), Immatrikulation J-2301 bis J-2336, ist eine schweizerische Weiterentwicklung der Mirage IIIC. Es wurde u.a ein neues Radar, starre Entenvorflügel (ab 1988) von SF Emmen (heute RUAG Aerospace) sowie Chaff- und Flare-Werfer eingebaut. Es war ursprünglich geplant, über 100 Maschinen dieses Typs anzuschaffen. Das Kontingent musste aber aufgrund massiver Kredit-Überschreitungen (Mirage-Affäre) zusammengekürzt werden.
    • Dassault Mirage IIIBS (1964-2003) Doppelsitzerausführung der MirageIIIS (4 Stück) zwei Maschinen gingen durch Unfälle verloren. Die Maschinen waren zuerst als U-2001 bis U-2004 immatrikuliert, die verbliebenen zwei Maschinen erhielten später die geänderte Immatrikulation J-2001 und J-2004.
    • Dassault Mirage IIIDS (1983-2003) Doppelsitzerausführung der MirageIIIS (2 Stück) als Ersatz für die zwei verunglückten MirageIIIBS. Ihre Immatrikulation wurde von U-2011 und U-2012 auf J-2011 und J-2012 geändert. Eine MirageIIIDS (Ex.J-2012) mit der zivilen Registrierung HB-RDF befindet sich nun in flugfähigem Zustand im Besitz des Musée Clin d'Ailes ESPACE PASSION in Payerne. Gegen eine entsprechende Bezahlung (ca. CHF10.000) ist ein Mitflug möglich.
Hawker Hunter T.Mk.68 J-4203
  • Hawker Hunter
    • Hawker Hunter F.Mk.58 / F.Mk.58A - Jagdbomber (1958-1994): Die Jägerversion, der Hawker Hunter F.Mk.58 ist eine verbesserte F.Mk.6-Variante und wurde bei den Flugzeugwerken in Emmen endmontiert. Es wurden in drei Tranchen insgesamt 152 F.Mk.58 und F.Mk.58A gekauft, wovon ein Teil gebrauchte F.Mk.6-Maschinen der RAF waren.(J-4000 bis J-4152).
    • Hawker Hunter T.Mk.68 - Trainer (1975-1994): Der Hawker Hunter T.Mk.68 war die Hunter-Trainervariante und wurde direkt vom Hersteller bezogen. Die Maschinen waren umgebaute F.Mk.6 (Einsitzer), welche für die schwedische Flygvapnet zu T.Mk.50 Doppelsitzern und für die Schweiz dem Standard der T.Mk.66 umgerüstet wurden. Es wurden insgesamt acht T.Mk.68 gekauft, welche alle gebrauchte schwedische Maschinen waren.(J-4201 bis J-4208).
  • FFA P-16 (1955-1960) Im Zuge der Entwicklung und der geplanten Beschaffung von 100 Jagtbombern FFA P-16 wurden die Prototypen auch von Militärpiloten der Schweizer Luftwaffe von verschiedenen Militärflugplätzen (Dübendorf, Sion und einem Kavernenflugplatz) aus geflogen und auf ihre Truppentauglichkeit geprüft. Nach dem Absturz einer Maschine dieses Typs wurde die bereits bewilligte Beschaffung von 100 Stück storniert. Die verbliebenen zwei Flugzeuge der insgesamt fünf P-16 (J-3002 wurde verschrottet) wurden zivil immatrikuliert und dem Hersteller FFA zurückgegeben. Immatrikulation J-3001 bis J-3005.
  • De Havilland Vampire DH.100 (1949-1990): Die De Havilland Vampire DH.100 Jagdflugzeuge war das ersten düsengetriebene Flugzeuge der Schweizer Flugwaffe. Sie verfügte zwar über kein Bordradar oder Lenkwaffen, doch nach einer Umrüstung über einen Martin-Baker-Schleudersitz.
    • 4 Maschinen vom Typ "Vampire" DH-100 Mk.1 (ursprünglich drei Exemplare als Erprobungsmaschinen; als eines abstürzte, wurde ein weiteres beschafft) (J-1001 bis J-1004).
    • 178 Maschinen vom Typ "Vampire" DH-100 Mk.6 (drei wurden später aus Ersatzteilen montiert) (J-1005 bis J-1082 und J-1101 bis J-1200).
    • 39 Maschinen vom Typ "Vampire" DH-115 (U-1201 bis U-1239)
  • De Havilland D.H.112 Venom (1949-1983): Die De Havilland Venom DH.112 Jagdbomber waren prinzipiell verbesserte Vampire mit einem leicht geändertem Heck, Flügeltanks und serienmässigem Schleudersitz.
    • 126 Maschinen vom Typ "Venom" DH-112 Mk.1 (J-1501 bis J-1625 und J-1650)
    • 100 Maschinen vom Typ "Venom" DH-112 Mk.4 (J-1701 bis J-1800)
      • 24 Maschinen vom Typ "Venom" DH-112 MK.1R (J-1626 bis J-1649)
  • Dornier Do 27 (1958 - 2005) Die Schweizer Luftwaffe beschaffte sieben Maschinen vom Typ Do27H2 für den Luftbildeinsatz, zwei Maschinen erhielten eine zivile Immatrikulation, jedoch wurde später die HB-HAD in V-607 umregristriert. (V-601 bis V-607 und HB-HAC).
  • North American P-51D «Mustang» (1948-1958): 1948 wurden 130 Maschinen zum Preis von je US$ 4000.- gekauft.
  • North American AT-6 Texan (Harvard) Gleichzeitig mit dem Mustang P-51D wurden 40 dieser Flugzeuge aus Überbeständen der kanadischen Luftwaffe erworben. Immatrikulation: U-301 - U-340. Ausgemustert 1968.
  • Pilatus P-3 (1956 - 1995) Die Schweizer Luftwaffe kaufte von Pilatus den Prototypen (A-801) und 72 weitere dieser zweisitzigen Schul- /Trainingsflugzeuge (A-801 bis A-873).
  • Pilatus P-2 Die Schweizer Luftwaffe setzte insgesamt 54 dieser Schul-/Trainingsflugzeuge ein. (U-102 bis U-128 U-132 bis U-157).
  • Piper PA-18 Super Cub (1948 - 1975) 6 Flugzeuge beschafft die ersten zwei hatten erst die Immatrikulation KAB-101 & KAB-102 (V-651 bis V-656).
  • Nord 1201 Norécrin I (1948 - 1952) V-653 Zivil HB-HOI. Gleiche Kennung wie die erste Piper Super Cub PA-18-150.
  • Nord NC.850 Norvigie (1949-1950) Immatrikulation KAB-103 Wurde während kurzer Zeit von der damaligen KTA getestet ging aber zurück an Frankreich.
  • Siebel Si 204 (1945 -1955) Immatrikulation B-3.
  • Potez 63 (1938 - 1944) B-1 & B-2 (B-1 erst als HB-HAs , B-2 erst als HB-HAT).
  • Junkers Ju 52/3m (1939 - 1981) A-701 bis A-703 Zwei Maschinen werden seit 1983, die HB-HOT seit 1985 und bis heute (2011) von der im Jahre 1982 gegründeten JU-AIR im AIR FORCE CENTER in Dübendorf geflogen.
  • Nardi FN-315 (1944 - 1948) A-290 & A-291 Die A-290 erhält später die zivile Immatrikulation HB-DEF, dann I-VILD.
  • Fieseler Fi 156 Storch (1940-1963): Die Fieseler Störche wurden für Materialtransporte sowie als Verbindungs-, Beobachtungs- und Sanitätsflugzeuge eingesetzt. Immatrikulation A-96 bis A-100, wovon die A-96 eine requirierte Zivilmaschine (HB-ARU) war.
  • De Havilland D.H.98 (1944 - 1954) B-4 & B-5 Die B-4 wurde erst als E-42 immatrikuliert, wurde auch zur Pilotenschulung der Swissair genutzt und dann als HB-IMO immatrikuliert. Später zur Ersatzteilgewinnung verschrottet. Die B-5 wurde als fliegender Teststand für das Swiss-Maba-Triebwerk von Sulzer eingesetzt, das für die Eidgenössische Flugzeugwerke Emmen N-20 vorgesehen war. Die B-5 wurde danach als Übungsobjekt der Flugplatzfeuerwehr verwendet und zerstört.
  • WLM-1 (1951) 2 Segelflugzeuge WLM-1 U-1 und U-2 (Zivil HB-551 und HB-552)
  • Messerschmitt Bf 109 (1938-1949):
    • 10 Maschinen vom Typ Bf 109 D-1 «David» J-301 bis J-310
    • 88 Maschinen vom Typ Bf 109 E-3a «Emil» (davon 8 Maschinen in Lizenz-Eigenbau)
    • 2 Maschinen vom Typ Bf 109 F-4 «Fritz»
    • 13 Maschinen vom Typ Bf 109 G-6 «Gustav»
    • 1 Maschine vom Typ Bf 109 G-14 «Gustav»
  • Messerschmitt Bf 108-B Taifun (1938 - 1959)Stück 15, A-201 bis A-215
  • Morane-Saulnier D-3800 (1940-1959)
    • 82 Morane D-3800 Immatrikulation: J-1 - J-84
    • 207 Morane D-3801 Immatrikulation: J-191 - J-297
    • 13 Morane D-3802 Immatrikulation: J-401 - J-404, J-406 - J414
    • 1 Morane D-3803 Immatrikulation: J-405
  • Eidgenössische Konstruktionswerkstätte K+W C-36 C-3603 (1942 - 1987) C-401 bis C-560 ein Grossteil dieser Flugzeug wurde später anstelle eines Kolbenmotors mit einem Turbopropantrieb versehen.
  • Stinson L-5 Sentinel (1944 - 1945) A-96 Nach dem Zweiten Weltkrieg zivil immatrikuliert als HB-TRY. Diese Maschine fliegt heute wieder in den originalen Farben des Zweiten Weltkriegs, inklusive der rot-weissen Neutralitätsstreifen.
  • Bücker Bü 133 Jungmeister (1937-1968) Die Schweizer Luftwaffe beschaffte 52 dieser einsitzigen Flugzeuge für das fortgeschrittene Akrobatik- und Luftkampf-Training (U-49 bis U-100). Im Verkehrshaus Luzern und im Fliegermuseum in Dübendorf ist je eine Maschine ausgestellt. „The Old Eagles, Swiss Bücker Squadron“ fliegt mit 5 Originalflugzeugen, von denen 4 noch die gelbe Bemalung der Luftwaffe tragen, an diversen Airshows.
  • Bücker Bü 131 Jungmann (1936-1971) die Schweizer Luftwaffe beschaffte 84 (A-1 bis A-84) dieser leichten 2 Sitzigen Schul- und Übungsflugzeuge. Weitere 10 Flugzeuge wurden von Aeroclubs requiriert und erhielten die Immatrikulationen A-85 bis A-94.
20 mm Flab Kanone 37 Oerlikon, Zweiter Weltkrieg, Mellingen AG

Fliegerabwehr-Mittel der Schweizer Luftwaffe [Bearbeiten]

Bild Name Herkunft Typ Stückzahl Bemerkung
Flab.JPG Oerlikon 35 mm mit Feuerleitgerät Skyguard SchweizSchweiz Schweiz mittleres Fliegerabwehrkanonensystem 45 "Flab Kanone 63/90 mit Flt Gt 75/95"
STINGER Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten MANPAD STINGER 288 MANPAD STINGER
Rapier Missile.JPG RAPIER Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Lenkwaffenfliegerabwehrsystem 54 "Mobile Lenkwaffen Flugabwehr" (Flab Lwf BL 84/01 Rapier)

Ausgemusterte Fliegerabwehr-Mittel [Bearbeiten]

  • das Langstrecken-Flugabwehrlenkwaffensystem BL-64 Bloodhound (Flab Lwf BL 64 Bloodhound);
  • die leichte Fliegerabwehrkanone 20 mm Oerlikon (L Flab Kan 54 Oe).
  • die leichte Fliegerabwehrkanone 20 mm Oerlikon (L Flab Kan 37).
Folgende Luftabwehrsysteme der Schweizer Industrie wurden zwar getestet aber nicht beschafft [Bearbeiten]

Kommandanten seit 1914 [Bearbeiten]

Die Bezeichnung der Schweizer Luftwaffe wechselte im Lauf der Zeit mehrfach: 1914 bis 1924 Fliegerabteilung, 1925 bis 1936 Fliegertruppe, 1936 bis 1995 Flieger- und Fliegerabwehrtruppen, seit 1996 Luftwaffe. Die Rangbezeichnung lautete bis 1935 nur Kommandant, von 1936 bis 1967 Kommandant bzw. Waffenchef, ab 1968 wieder nur Kommandant.

100 Jahre Schweizer Luftwaffe [Bearbeiten]

Mit verschiedenen Anlässen feiert die Schweizer Luftwaffe im Jahre 2014 ihr 100-jähriges Bestehen sowie zugleich 50 Jahre Patrouille Suisse und 25 Jahre PC-7-Team. Höhepunkt dieses Jubiläums wird die Airshow Air14 in Payerne an den Wochenenden von Ende August und Anfang September 2014 sein.[22]

Literatur [Bearbeiten]

  • Arthur Bill: Fliegerlatein. Geschichten aus 70 Jahren Schweizer Fliegerei., Verlag Stämpfli, Bern 2003, ISBN 3-7272-1274-8
  • Hanspeter Ruckli und Adrian Urscheler: Das Ueberwachungsgeschwader / L'Escadre de surveillance 1992-2005. Baden-Verlag, Baden-Dättwil 2006, ISBN 3-85545-141-9
  • Gustav Westphal: Die Schweizer Flugwaffe in Vergangenheit und Gegenwart. in: Wolfgang Sellenthin (Hg.): Fliegerkalender der DDR 1985. Militärverlag der DDR, Berlin 1984, S. 152-162.
  • Roman Schürmann: Helvetische Jäger. Dramen und Skandale am Militärhimmel. Rotpunktverlag, Zürich 2009, ISBN 978-3-85869-406-5

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Flugzeugbeschaffungen in früheren Jahrzehnten in der WOZ zusammengefasst
  2. Eine kleine Geschichte der Schweizer Kampfflugzeuge
  3. Abstimmungsbüchlein mit falschen Behauptungen, Titel und Seite 11
  4. Rollendefinition F/A-18 des Bundesrats
  5. Den Kampf-Jets die Flügel stutzen. swissinfo.ch, 3. November 2005, abgerufen am 19. September 2009.
  6. Eidgenössische Volksabstimmung vom 24. Februar 2008: Vorläufige amtliche Endergebnisse
  7. Eidgenössische Volksabstimmung vom 24. Februar 2008: Resultate der Berner Amtsbezirke und Gemeinden (PDF)
  8. Kampfjetlärm: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts gegen die Armee, Fondation Franz Weber, 15. September 2011
  9. Bundesverwaltungsgericht, Abteilung I: Urteil vom 7. September 2011, Dossier A-101/2011
  10. Fluglärm: VBS gelangt ans Bundesgericht, Der Bund, 16. November 2011
  11. Parlament wünscht 2011 neue Kampfflugzeuge
  12. Die Schweizer Bundesverwaltung über die Beschaffung: Ersatz für Tiger-II
  13. Siehe dazu ausführlich: Roman Schürmann: Helvetische Jäger. Dramen und Skandale am Militärhimmel.Rotpunktverlag. Zürich 2009. ISBN 978-3-85869-406-5. Kapitel «Die Zukunft der Luftwaffe», Seiten 217–242.
  14. Bericht über den Entscheid des Bundesrates, Tagesschau vom 30. November 2011, Schweizer Fernsehen.
  15. Kampfjet-Gegner drohen mit neuer Initiative, Der Bund, 30. November 2011
  16. Zeitschrift armee.ch 2/12. Jahrespublikationen der Luftwaffe 2009, 2010, 2011, 2012
  17. http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Diese-Waffen-will-der-Bundesrat-kaufen/story/19078289
  18. PC-7 auf der Homepage des Bundes
  19. Schweizer Luftwaffe - Militärische Kennungen & Registrationen. Schweizer Luftwaffe, abgerufen am 11. Dezember 2012.
  20. Learjet Corporation Learjet 35A. Offizielle Homepage der Schweizer Luftwaffe, 31. März 2009, abgerufen am 19. September 2009.
  21. Verkauf / Liquidation. Offizielle Homepage der Schweizer Luftwaffe, 20. August 2008, abgerufen am 19. September 2009.
  22. 100 Jahre Luftwaffe, abgerufen am 26. April 2013