Schweizer Luftwaffe

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Schweizer Luftwaffe
Forces aériennes suisses (frz.)
Forze aeree svizzere (ital.)
Aviatica militara svizra (rät.)
Hoheitszeichen der Schweizer Luftwaffe
Hoheitszeichen (Roundel) der Schweizer Luftwaffe
Aufstellung 31. Juli 1914
Land SchweizSchweiz Schweiz
Streitkräfte Schweizer Armee
Teilstreitkraft Luftwaffe
Kommandeur
Korpskommandant Aldo Schellenberg

Die Schweizer Luftwaffe (französisch Forces aériennes suisses, italienisch Forze aeree svizzere, rätoromanisch Aviatica militara svizra) ist die Luftstreitkraft der Schweizer Armee. Bis vor einigen Jahren war die Schweizer Luftwaffe noch unter ihrer alten Bezeichnung FF Trp bzw. Flugwaffe (fliegender Teil) bekannt.

Geschichte[Bearbeiten]

Pionierzeit[Bearbeiten]

Flugzeuggeschwader in Linie aufgestellt auf dem Flugplatz Dübendorf

In der Schweiz gehen die Anfänge der Militäraviatik auf das Jahr 1892 zurück, als zwei Vertreter des Generalstabsbureaus mit dem berühmten Luftschiffer Spelterini auf Fahrt geschickt wurden, um den Nutzen des neuen Transportmittels für das Militär zu prüfen. 1900 rückten Freiwillige zur ersten Luftschiffer-Rekrutenschule in Bern ein. 1912 rief die Schweizerische Offiziersgesellschaft zu einer Nationalspende für das Militärflugwesen auf. Das Resultat von 1,7 Millionen Franken übertraf alle Erwartungen. Die Behörden nahmen die neuen Ideen aber nur widerstrebend auf.

Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs änderte sich die Lage schlagartig. Am 31. Juli 1914 wurde der Kavallerie-Instruktor und Pilot Theodor Real mit der Aufstellung einer Fliegertruppe betraut. Er beschlagnahmte drei an der Landesausstellung in Bern ausgestellte Flugzeuge. Die ersten neun Piloten, darunter acht Romands, rückten zum Teil mit ihren eigenen Flugzeugen und Mechanikern ein. Um die im Krieg erforderlichen weiteren Flugapparate zu beschaffen, erteilte im Mai 1915 der Bundesrat der K+W in Thun den Auftrag, sechs Flugzeuge nach den Entwürfen des Schweizers August Haefeli zu bauen. Im Dezember 1914 wurde vom improvisierten Flugplatz Beundenfeld beim Wankdorf-Stadion nach Dübendorf übersiedelt; der erste Aussenposten war Claro im Tessin. Die Piloten traten während des Kriegs selten in Aktion und konzentrierten sich deshalb auf Ausbau und Schulung.

Eine radikale Wendung erfolgte erst in der Zwischenkriegszeit im Oktober 1936. Aufgrund der politischen Entwicklung in Europa und der allgemeinen Aufrüstung wurde die Luftkriegführung auch in der Schweiz als bedeutsam erkannt und die Fliegertruppe zur Waffengattung erklärt. Die Abteilung für Flugwesen und Fliegerabwehr mit einem Divisionär an der Spitze wurde geschaffen. Bereits 1935 war mit dem Aufbau einer wirkungsvollen Fliegerabwehr begonnen worden. Innert kürzester Zeit wurde der Bestand an Flugzeugbesatzungen verdoppelt. Die erste Serie der in Deutschland bestellten Me-109-Jagdflugzeuge traf noch rechtzeitig vor dem Beginn des Zweiten Weltkriegs ein.

Im Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

Die Schweizer Flieger- und Fliegerabwehrtruppen mobilisierten am 28. August 1939, drei Tage vor Kriegsausbruch. Sie verfügten über 86 Jagd- sowie 121 Beobachtungs- und Erdkampfflugzeuge. Von den 21 Fliegereinheiten galten nur drei als kriegstüchtig; fünf besassen keine Flugzeuge. Die Lücke wurde sukzessive durch Ankauf von weiteren Messerschmitt Bf 109 und in Lizenz gefertigten französischen Morane-D-3800 (beide Typen Jäger) geschlossen. 1943 nahm das Eidgenössische Flugzeugwerk in Emmen seinen Betrieb auf. In kürzester Zeit zog sich die Fliegertruppe ins Schweizer Reduit zurück. Es entstanden geschützte Flugzeugkavernen, zum Beispiel in Alpnach, Meiringen und Turtmann. 1942/1943 wurde der Fliegerschiessplatz Ebenfluh/Axalp in Betrieb genommen. Das 1941 gegründete Überwachungsgeschwader konnte ab 1943 aktiv eingreifen. 1944 wurde versuchsweise ein Nachtgeschwader gebildet, das 1950 wieder aufgelöst wurde.

Die Fliegertruppe stand gemeinsam mit der sich im Aufbau begriffenen Fliegerabwehr, teils gesamthaft, teils in Ablösungen im Aktivdienst. In den ersten Kriegsmonaten kamen die Flieger- und Fliegerabwehrtruppen nur sporadisch zum Einsatz. Erst als am 10. Mai 1940 die deutsche Offensive gegen Westen und damit die zweite Generalmobilmachung der Armee ausgelöst wurde, mehrten sich die Grenzverletzungen durch deutsche Flugzeuge.

Der Fieseler Storch bewährte sich besonders bei Einsätzen im Gebirge auf extrem kurzen Pisten

Die Schweizer Besatzungen erfüllten insbesondere Anfang Juni entschlossen ihre defensive Aufgabe. Die Fliegertruppe schoss im Luftkampf elf Flugzeuge der deutschen Luftwaffe ab (6 Kampftage). Sie hatte aber in dieser Zeit auch selber drei Todesopfer zu beklagen (2 abgeschossene Schweizer Flugzeuge). In der Folge protestierte die Reichsregierung am 6. Juni 1940 gegen die schweizerischen Angriffe auf deutsche Flugzeuge, die sich nach ihrer Darstellung grösstenteils im französischen Luftraum befunden oder die schweizerische Lufthoheit nur irrtümlich verletzt hätten. Deutschland verlangte Schadenersatz und eine Entschuldigung durch den Bundesrat. Um der Schweiz einen Denkzettel zu verpassen, wurden Saboteure in die Schweiz geschickt, die am 16. Juni 1940 zwischen 22 und 24 Uhr Sprengstoffanschläge auf den Flugplätzen Spreitenbach, Bözingen, Payerne und Lausanne durchführen sollten. Bis zum 16. Juni konnten dank der Wachsamkeit von zivilen und militärischen Stellen alle Saboteure verhaftet werden[1].

In einer zweiten, noch schärferen Note vom 19. Juni 1940, bezeichnete die deutsche Reichsregierung die Abschüsse als flagranten feindseligen Akt und drohte der Schweiz im Wiederholungsfalle Sanktionen und Vergeltungsmassnahmen an (die Schweiz erhielt weniger der wichtigen Kohle von Deutschland). Am 20. Juni (und bis Ende Oktober 1943) verbot General Guisan deshalb aus politischen Gründen Luftkämpfe über schweizerischem Hoheitsgebiet. Am 1. Juli 1940 entschuldigte sich der Schweizer Bundesrat bei der deutschen Reichsregierung für allfällige Grenzverletzungen durch schweizerische Piloten, ohne solche einzugestehen. Am 16. Juli liess die deutsche Reichsregierung daraufhin verlauten, die Fliegerzwischenfälle seien beigelegt.

Im September 1944 gab es noch einen Abschuss eines Schweizer Flugzeuges mit Todesfolge, diesmal durch eine US-Besatzung.

Im Zweiten Weltkrieg wurden 6501 Grenzverletzungen gezählt, 198 fremde Flugzeuge landeten auf Schweizer Hoheitsgebiet, 56 stürzten ab.

Düsenfliegerei bei der Schweizer Luftwaffe[Bearbeiten]

Schon 1946 erprobte die Schweizer Flugwaffe 4 Düsenflugzeuge des Typs Vampire Mark I. [2] Aufgrund der positiven Resultate wurde eine erste Serie von 75 Vampire der verbesserten Version "Mark 6" beschafft. Die britische Vampire besass noch einen Rumpf aus Holz. Am 20. März 1950 begann die Umschulung der ersten Fliegerstaffel, die vom Milizoffizier Arthur Bill kommandiert wurde. Ein Pilot brauchte im Durchschnitt 27 Flugstunden, um das einsitzige Düsenflugzeug sicher steuern zu können. Damit wurden Bedenken, dass der Vampire nicht miliztauglich sei, widerlegt. Der «Vämpi» war nach der Beschaffung einer weiteren Serie von 100 Flugzeugen bis 1990 als Schulflugzeug im Einsatz.

In den 1950er Jahren erreichte der Kalte Krieg zwischen dem Westen und dem Ostblock einen Höhepunkt. Auch die Schweiz rüstete stark: Es wurden zum Beispiel nie zuvor und auch nie nach dieser Periode so viele Kampfflugzeuge neu hinzugekauft. Lieferant war ausschliesslich Grossbritannien: zuerst die genannten Vampires, dann fast ohne Schnittstelle 250 Venoms und – nach dem Abbruch des Projekts FFA P-16 und N-20 Aiguillon – schliesslich noch über 100 Hawker Hunter, eines der damals fortschrittlichsten Jagdflugzeuge überhaupt, das seine Wendigkeit über lange Jahre hinweg noch bei der Patrouille Suisse unter Beweis stellte.

Eine Delegation erprobte 1959 in Italien die G-91 und in Schweden den Saab Draken; beim Draken war insbesondere die Sicht des Piloten abzuklären und zu modifizieren.[3] In den 1960er Jahren wurde unter erheblichen politischen Nebengeräuschen (Mirage-Affäre) mit der Mirage ein Abfangjäger mit der Fähigkeit zu doppelter Überschallgeschwindigkeit beschafft (siehe Abschnitt unten, Ausgemusterte Fluggeräte)

Flugzeugbeschaffung Siebzigerjahre[Bearbeiten]

Ein unterschriftenreifer Kauf von 60 Corsair A-7G führte 1972 zu so grossen Meinungsverschiedenheiten, dass am Ende weder die A-7 noch die aus der Mirage konstruierte Milan S beschafft wurde. Stattdessen wurde eine Tranche von weiteren 30 Huntern als Occasionen bezogen.[4] 1972/73 lag auch eine Offerte zum Kauf von A-4B Skyhawk-Flugzeugen vor, anfänglich gebrauchte, danach neue Flugzeuge.[5]

Am 27. August 1975 beschloss das Parlament die Beschaffung von 66 F-5E Tiger und 6 F-5F Tiger. Die Northrop F-5 setzte sich in der Evaluation gegen die F-4 Phantom II, Dassault Mirage F1 und Saab 37 Viggen durch, nachdem die Hawker Siddeley Harrier, Fiat G.91Y und Douglas A-4N Skyhawek schon früher aus der Evaluation ausschieden[6]. Mit dem Rüstungsprogramm 1981 wurden weitere 32 F-5E und 6 F-5F beschafft. Alle F-5 wurden in den USA hergestellt und die Endmontage im Eidgenössischen Flugzeugwerk Emmen (F+W) durchgeführt.[7]

Autobahnen als Startbahnen im Kalten Krieg[Bearbeiten]

Auf Abschnitten von einigen Schweizer Autobahnen wurde die Leitplanke durch zwei Kilometer lange Stahlseile ersetzt.

Siehe: Militärische Bedeutung der Autobahn

Bambini-Code und Brevity Code[Bearbeiten]

F/A-18-Initiative 1992/93[Bearbeiten]

Schweizer F/A-18

Als im Frühjahr 1992 beide Kammern des Parlaments der Beschaffung von 34 Kampfflugzeugen des Typs F/A-18 zugestimmt hatten, gelang es der GSoA nach eigenen Angaben innert 32 Tagen fast 500'000 Unterschriften für eine Initiative gegen dieses Vorhaben zu sammeln.[8][9] Konkret wollte die Initiative einen Kauf von Kampfjets bis im Jahre 2000 verhindern. [10]Armeekreise bekämpften auch diese zweite GSoA-Initiative. Sie wurde als Armeeabschaffung in Raten bezeichnet. Die zweite GSoA-Initiative wurde am 6. Juni 1993 abgelehnt, allerdings waren 42,9 % der Abstimmenden für einen Verzicht auf die Flugzeuge. Das Abstimmungsbüchlein suggerierte des Weiteren einen Ersatz von damals kaum mehr vorhandenen 130 Huntern durch "nur" 34 F/A-18.[11] Tatsächlich wurden jedoch die ebenfalls 34 Mirage S ersetzt, welche während des ganzen Kalten Krieges das Rückgrat der Luftverteidigung gebildet hatten. Die F/A-18 wurden explizit dafür beschafft und nicht für die aufgegebene Rolle der Hunter.[12]

Volksinitiative «Gegen Kampfjetlärm in Tourismusgebieten» 2005/2008[Bearbeiten]

Der Verein Helvetia Nostra lancierte unter der Federführung von Umweltschützer Franz Weber die eidgenössische Volksinitiative «Gegen Kampfjetlärm in Tourismusgebieten», welche am 3. November 2005 eingereicht wurde.[13] Auslöser war die Diskussion um den Fluglärm auf dem Flugplatz Meiringen. Im Rahmen eines neuen Stationierungskonzepts wurde die Fliegerstaffel 11, welche F/A-18-Kampfflugzeuge fliegt, per 1. Januar 2006 von Dübendorf nach Meiringen verlegt, wodurch dort die Flugaktivitäten zunahmen. Die Initiative wollte die Erholungsgebiete des Tourismus vor Fluglärm schützen, indem sämtliche militärische Übungsflüge mit Kampfflugzeugen in Friedenszeiten verboten würden. Die Volksinitiative wurde kritisiert, weil die Begriffe «Tourismusgebiete», «Übungsflüge» und «Friedenszeiten» nicht genauer definiert würden. Ausserdem könne dadurch der verfassungsmässigen Auftrag zur Wahrung der Lufthoheit der Schweiz nicht mehr erfüllt werden. Sowohl der Bundesrat wie auch der National- und Ständerat beantragten eine Ablehnung der Initiative. Die Volksabstimmung wurde am 24. Februar 2008 mit 31.9 % Ja-Stimmen und einem Ständemehr (0 : 20 6/2) deutlich abgelehnt.[14] In der vom Fluglärm direkt betroffenen Gemeinde Meiringen wurde der Initiative mit 926 (52 %) zu 856 Stimmen zugestimmt.[15]

Fortsetzung 2010/2011: Rechtliche Abklärung bezüglich der Fluglärmproblematik in Meiringen und Umgebung[Bearbeiten]

Mit einem am 10. Mai 2010 an das VBS gerichteten Begehren forderten die Stiftung Giessbach dem Schweizervolk und weitere Kläger (Hoteliers und Einzelpersonen) die Überprüfung der Rechtmässigkeit der in den Jahren 2006 bis 2009 durch die Flugbewegungen der Kampfjets verursachten Lärm- und Schadstoffimmissionen im Gebiet von Meiringen und Umgebung. Am 23. November 2010 verfügte das VBS, nicht auf das Begehren einzugehen, worauf die Kläger am 6. Januar 2011 den Fall an das Bundesverwaltungsgericht weiterzogen. Dieses verpflichtete das VBS mit dem Urteil vom 7. September 2011 nun doch zum Begehren Stellung zu nehmen.[16][17] Rund zwei Monate später gab das VBS bekannt, dass es vom Bundesgericht überprüfen lässt, ob die Kampfjetflüge in Meiringen rechtens sind.[18]

Initiative Gegen die Beschaffung von neuen Kampfflugzeugen 2008[Bearbeiten]

(siehe Zukunft der Schweizer Luftwaffe und Gruppe für eine Schweiz ohne Armee)

Ablehnung neue Abfangjäger-Beschaffung durch Volksentscheid[Bearbeiten]

Am 18. Mai 2014 lehnte die Schweizer Stimmbevölkerung durch Volksentscheid knapp die von Bundesrat und Parlament beantragte Anschaffung eines neuen Kampfjets Saab Gripen ab.[19]

Zukunft der Schweizer Luftwaffe[Bearbeiten]

Geplant ist die Anschaffung eines neuen F/A-18 Simulators, da der jetzige nicht mehr auf dem neusten Stand der Technik ist. Die bestehende Super-Puma-Flotte soll umfassend modernisiert und auf den Stand der Cougar Helikopter gebracht werden. Unter der Bezeichnung BODLUV 2020 läuft das Projekt der Modernisierung der bodengebundenen Luftabwehr. Es ist vorgesehen die drei heutigen Systeme (Stinger, Rapier und Flugabwehrkanone) durch zwei Systeme zu ersetzen die in das FLORAKO-System eingebunden werden können und so die gesamten boden- und luftgestützten Komponenten miteinander vernetzt sind.

Tiger-Teilersatz (TTE)[Bearbeiten]

Das VBS wollte einen Nachfolger der inzwischen veralteten F-5 Tiger beschaffen. Gegen die Beschaffung von neuen Flugzeugen wurde am 10. Juni 2008 von der GSoA sowie weiteren Verbänden eine Initiative lanciert, die ein Moratorium von zehn Jahren (von Anfang 2010 bis Ende 2019) fordert. Innert eines Jahres wurde die Initiative am 8. Juni 2009 mit 107'787 gültigen Unterschriften eingereicht. Am 25. August 2010 hatte sich der Bundesrat entschieden, die Beschaffung eines neuen Kampfflugzeuges aus finanziellen Gründen bis spätestens 2015 zu verschieben. Daraufhin zog die GSoA ihre Initiative zurück, da der angestrebte Zeitraum ohnehin erreicht würde.

Jedoch wünschte das Parlament im Herbst 2011 eine Beschaffung,[20] auch wenn die Finanzierung völlig ungeklärt ist. Die Delegiertenversammlung der SP Schweiz hat am 1. Oktober 2011 beschlossen, diesen Entscheid je nach Finanzierung mit einem Referendum oder mit einer Initiative dem Volk vorlegen zu lassen.

Für den Teilersatz der F-5 in Erwägung gezogen wurden der Eurofighter Typhoon (Deutschland, Vereinigtes Königreich, Italien, Spanien), Saab JAS-39 Gripen (Schweden), Dassault Rafale (Frankreich)[21], während McDonnell Douglas eine Offerte für die F/A-18E/F Super Hornet (USA) wieder zurückgezogen hatte. Dies vermutlich nicht ganz freiwillig, sondern weil die Schweden und Franzosen das ganze System offerierten, während die Schweiz bei der F/A-18 nur eine "Exportversion" offeriert bekam. Ebenfalls wären die F/A-18E/F aufgrund ihrer Grösse (+30%) in den Schweizer Flugzeugkavernen nur sehr eingeschränkt manövrierbar gewesen.

Weil der Teilersatz finanziell aufwändig und politisch heikel ist, wurden auch kostengünstigere Varianten wie etwa der Erwerb gebrauchter Kampfflugzeuge, primär F/A-18C/D, geprüft. Weiter hatte das VBS am 20. April 2011 entschieden, doch eine Modernisierung der F-5 Tiger zu prüfen.[22]

Am 30. November 2011 entschied sich der Bundesrat zum Kauf von 22 Saab Gripen.[23] Im Herbst 2013 stimmten sowohl der Nationalrat wie auch der Ständerat dem Fonds-Gesetz zur Finanzierung der Beschaffung im zweiten Anlauf zu.[24] Zwei Komitees, eines aus dem links-grünen[25] und eines aus dem bürgerlich-liberalen[26] Lager, ergriffen gegen das Geschäft das Referendum. In der daraus resultierenden Volksabstimmung wurde die Beschaffung der 22 Gripen am 18. Mai 2014 mit 53,4% Nein-Stimmen abgelehnt.

Aufklärungsdrohne ADS 95 Ersatz[Bearbeiten]

Das schweizerische Rüstungsbeschaffungszentrum Armasuisse hat, in Zusammenarbeit mit der Luftwaffe, in der zweiten Hälfte von 2012 eine fliegerische Evaluation für die Nachfolge der bei der Schweizer Luftwaffe im Dienst stehenden Aufklärungsdrohne ADS 95 durchgeführt. Die Super Heron der Firma Israel Aerospace Industries stand der Hermes 900 HFE von Elbit Systems bei der Evaluation gegenüber. Die endgültige Typenwahl soll erst 2014 getroffen werden.[27] Im Juni 2014 fiel die Wahl auf das Drohnensystem Elbit Hermes 900. Es handelt sich um ein unbewaffnetes Aufklärungsdrohnen-System.[28]

Ersatz Cessna C560XL[Bearbeiten]

Am 2. Juli 2014 gab Verteidigungsminister Maurer bekannt das die Cessna C560XL in den kommenden Jahren durch eine Pilatus PC-24 ersetzt werden soll.[29]

Stationierungskonzept[Bearbeiten]

Die Luftwaffe hat auch ein sogenanntes Stationierungskonzept ausgearbeitet, das vor allem bei den Kampfflugzeugen Auswirkungen auf die Anzahl der Flugbewegungen hat. Das Stationierungskonzept wird zurzeit überarbeitet und zusammen mit der Botschaft zum Tiger-Ersatz vorgelegt werden. In Zukunft wird bedeutend weniger geflogen werden, oder aber die Einsätze werden ins Ausland verlegt. Die Gesamtzahl der verbleibenden Flugbewegungen, basierend auf dem ursprünglich geplanten Stationierungskonzept, wurden wie folgt festgelegt:

Anzahl Flugbewegungen (Starts und Landungen pro Jahr) gemäss neuem Stationierungskonzept:

Flugplatz Fluggeräte Flugbewegungen
bisher
Flugbewegungen
neu
Payerne Flugzeuge 20'950
Emmen Flugzeuge 17'500
Sion Flugzeuge 11'180
Locarno Flugzeuge 8500
Meiringen Flugzeuge 7436
Alpnach Helikopter 16'000

Payerne 20.950 (Start und Landungen pro Jahr), an zweiter Stelle steht Emmen (17.500), Sion (11.180), Locarno (8500) und Meiringen (7.436). Die Anzahl der Flugbewegungen in Alpnach sind noch nicht festgelegt. Momentan gibt es dort 16.000 Starts und Landungen vor allem mit Helikoptern.

Organisation[Bearbeiten]

Die Schweizer Luftwaffe wird von Korpskommandant Aldo Schellenberg geführt. Dem Kommandanten sind nebst dem Luftwaffenstab, dem Einsatz Luftwaffe, mit der Operationszentrale der Luftwaffe und sämtlichen Flugplatzkommandos, dem Fliegerärztlichen Institut (FAI) auch die drei Lehrverbände Flieger 31, Flab 33 und Führungsunterstützung 30 unterstellt. Die Lehrverbände beinhalten bei der Luftwaffe – im Gegensatz zum Heer – auch die Einsatzverbände.

Fliegerstaffeln[Bearbeiten]

In der Schweizer Luftwaffe ist ein Flugzeug in der Regel nicht dauerhaft bei einer bestimmten Staffel eingeteilt, besonders trifft das auf die Milizstaffeln zu deren Piloten nur ein paar Wochen pro Jahr im Dienst sind. Auch Staffelflugzeuge wie die F/A-18 J-5017 von der Fliegerstaffel 17 werden von andere Staffeln benutzt. Ältere Flugzeuge werden häufig von Frontlinienstaffeln zu Unterstützung Staffeln umgeteilt, zum Beispiel die Hawker Hunter von einem Jagdbomber der Fliegerstaffel zur Zielflugstaffel 12 als Zielschlepper.

Bild Name Status Home base Flugzeugtyp Historie Bemerkung
Fliegerstaffel 1 Rokh Inaktiv Militärflugplatz Dübendorf F-5E Hawker Hunter, DH-100 Vampire, C-3036,Fokker C.V, Häfeli DH-5 Kommandant der Patrouille Suisse war Mitglied der Fl St 1 die Teil der Fl St 1 war.[30]
Fliegerstaffel 2 Inaktiv Payerne F-5E Hawker Hunter, DH-112 Venom, DH-100 Vampire, Militärflugplatz Ulrichen, Turtmann [31]
Fliegerstaffel 3 Inaktiv Flughafen Sion Mirage IIIRS Hawker Hunter, DH-112 Venom Recon vers, D-3800, C-3603, Dewoitine D.27 [32]
Fliegerstaffel 4 Inaktiv Payerne Mirage IIIRS Hawker Hunter, DH-112 Venom, DH-100 Vampire AFB Turtmann, Sankt Stephan [33]
Fliegerstaffel 5 Lynx Inaktiv Interlaken Hawker Hunter DH-100 Vampire, Häfeli DH-5 Astronaut Claude Nicollierwar Pilot bei der Fl St 5.
Fliegerstaffel 6 Ducks aktiv Payerne F-5E Me109, C-36 [34][35]
Fliegerstaffel 7 Inaktiv Meiringen Hawker Hunter DH-112 Venom, DH-100 Vampire, Me109, Fokker C.V,AFB Ambri, Interlaken [36]
Fliegerstaffel 8 Destructors aktiv Militärflugplatz Meiringen F-5E AFBFlugplatz Buochs [37]
Fliegerstaffel 9 Inaktiv DH-112 Venom DH-100 Vampire, Me109,D-3801,Dewoitine D.27,Fokker C.V [38]
Fliegerstaffel 10 Inaktiv Flugplatz Buochs Dassault Mirage IIIRS DH-112 Venom recon, DH-100 Vampire, C-3603, P-51 Mustang alle mit Fotokameras ausgerüstet[39][40][41]
Fliegerstaffel 11 Tigers aktiv Militärflugplatz Meiringen F/A-18 Dübendorf, F-5E, Hawker Hunter, DH-100 Vampire, D-3801 Mitglied des NATO Tiger Meet[42], F/A-18C J-5011 Staffelflugzeug mit Sonderlackierung[43]
FlSt12new.jpg Zielflugstaffel 12 aktiv Militärflugplatz Emmen Pilatus PC-9/ F-5E Hawker Hunter, C-36 [44]
Fliegerstaffel 13 Inaktiv Payerne F-5E DH-112 Venom, D-3800 Morane, AFB Turtmann, Meiringen Ambri [45]
Fliegerstaffel 14 aktiv Flugplatzkommando Locarno Pilatus PC-7 DH-100 VampirePilatus P-3 [46]
Fliegerstaffel 15 Inaktiv Sankt Stephan Hawker Hunter DH-112 Venom, DH-100 Vampire, D-3801, Me109, Payerne im letzten Jahr erhielt ein Hunter eine "Papyrus" Lackierung, Flugzeug ist nun in Privatgebrauch[47]
Fliegerstaffel 16 aktiv Flughafen Sion F-5F Mirage IIIS, DH-112 Venom und DH-112 R1, DH-100 Vampire, P-51 Mustang C-3603, C-36,Fokker C.V, Buochs
Fliegerstaffel 17 Falcons aktiv Payerne F/A-18 Mirage IIIS, DH-112 Venom, D-3802, C-3603, Häfeli DH-5 Dewoitine D.27 AFB Flugplatz Buochs, Militärflugplatz Emmen, Flugplatz Raron Staffelflugzeug F/A-18C J-5017 mit "Falcons" Lackierung[48][49]
Fliegerstaffel 18 Panthers aktiv Payerne F/A-18 Staffelflugzeug F/A-18C J-5018 mit "Phanters" Lackierung.[50]
Fliegerstaffel 19 Swans aktiv Flughafen Sion F-5E Potez 25,Morane D-3800 P-51 Mustang, DH-112 Venom, Hawker Hunter [51]
Fliegerstaffel 20 Inaktiv Militärflugplatz Mollis Hawker Hunter DH-112 Venom, DH-100 Vampire, P-51 Mustang, D-3801 [52]
Fliegerstaffel 21 Inaktiv Flugplatz Raron Hawker Hunter DH-112 Venom, DH-100 Vampire, P-51 Mustang, Dewoitine D.27, Me109,AFB Flugplatz Buochs, Turtmann, Militärflugplatz Dübendorf [53][54]
Fliegerstaffel 24 aktiv Militärflugplatz Emmen Pilatus PC-9 / F-5F Hawker Hunter Trainer Staffel 22 und Staffel 23 wurden nie gegründet.
Lufttransportstaffel 1 aktiv Payerne AS 532UL, AS 332M-1, EC635 Alouette III [55]
Lufttransportstaffel 2 Inaktiv Militärflugplatz Dübendorf Alouette III Aérospatiale Alouette II, Piper Super Cub, Flugplatz Triengen [56]
Lufttransportstaffel 3 aktiv AS 532UL, AS 332M-1, EC635 [57]
Lufttransportstaffel 4 aktiv Militärflugplatz Dübendorf AS 532UL, AS 332M-1, EC635, B190, DHC-6, B350 Superpuma T-316 mit Staffelsymbol
Lufttransportstaffel 5 aktiv Militärflugplatz Dübendorf AS 532UL, AS 332M-1, EC635 Alouette IIIDornier Do 27
Lufttransportstaffel 6 aktiv Militärflugplatz Alpnach AS 532UL, AS 332M-1 EC635 [58]
Lufttransportstaffel 7 aktiv Militärflugplatz Emmen Pilatus PC-6 [59]
Lufttransportstaffel 8 aktiv Militärflugplatz Alpnach AS 532UL, AS 332M-1 EC635 Aérospatiale Alouette III [60][61]

Andere Staffeleinheiten[Bearbeiten]

Bild Name Status Homebase Flugzeugtyp Historie Bemerkung
Berufsfliegerkorps aktiv Militärflugplatz Dübendorf HQ alle Flugzeugtypen ehemals UeG Überwachungsgeschwader[62]
Lufttransportdienst des Bundes aktiv Flughafen Bern-Belp Cessna Citation Excel, DHC-6, B350, B1900, Falcon 900, EC635 Learjet 35, Falcon 50, Eurocopter Dauphin [63]
Pilotenschule aktiv Emmen Pilatus PC-21 F-5F, BAE Hawk, DH-100 VampireT
Drohnengeschwader 7 aktiv Emmen ADS-95
GRD Armasuisse aktiv Emmen Pilatus PC-6, Pilatus PC-12, Diamond DA42 Aurora Centauer Hawker Hunter, Mirage IIIC, F-5E(J-3001) Flight test Service
Patrouille Suisse aktiv Emmen F-5E Hawker Hunter AFB Militärflugplatz Dübendorf [64]
PC-7 Team aktiv Militärflugplatz Dübendorf Flugplatzkommando Locarno Pilatus PC-7 [65]
MHR Militär Helikopter Rettungsdienst Inaktiv Alouette III SAR, Aufgabe wurde von der zivilen REGA übernommen.
ADDC aktiv Militärflugplatz Dübendorf Air Force HQ, Air Operations Centre, Air Defence & Directions Center
Fallschirmaufklärer Kompanie 17 aktiv Flugplatzkommando Locarno MT-1 Para reccon

Aufgaben[Bearbeiten]

Die Schweiz ist momentan keiner militärischen Bedrohung in herkömmlichen Sinne ausgesetzt. Die Aufgaben der Schweizer Luftwaffe sind folgende:

  • Wahrung der Lufthoheit mittels Luftpolizeidienst (analog der Strassenpolizei) und Luftverteidigung
  • Lufttransportdienst
  • Nachrichtenbeschaffung für militärische und politische Instanzen und Erstellen der Luftlage (siehe auch Luftwaffennachrichtendienst (LWND))

Der Schweizer Luftraum wird zwar seit 2005 (dank FLORAKO) wieder rund um die Uhr elektronisch überwacht, aber Interventionsmittel (Kampfflugzeuge vom Typ F/A-18) stehen nur während der Arbeitszeiten (Montag bis Freitag: 08.00 – 12.00 Uhr, 13.30 – 17.00 Uhr) zur Verfügung.[66] Zur Verbesserung der Bereitschaft überwies das Parlament im September 2010 eine entsprechende Motion von Hans Hess.[67] Das daraufhin gestartete Projekt für eine 24-stündige Bereitschaft wurde von Verteidigungsminister Ueli Maurer im Januar 2012 gestoppt.[68] Es wurde bis heute nicht umgesetzt.[69]

Zum Begriff Sicherheit gehört laut Bundesrat heute aber auch die Rettung und Schadensbehebung bei Natur- und Zivilisationskatastrophen im Rahmen von Unterstützungseinsätzen, zum Beispiel: Bergungen, Löscharbeiten, Lufttransporte (Einsätze bei Lawinenkatastrophen, Sturmschäden usw.), Luftaufklärung (Personensuche, Feststellung von Glutherden bei Waldbränden mit Infrarotgerät) sowie die Erweiterung des schweizerischen Engagements in Krisenregionen. Im Rahmen internationaler Organisationen wie der UNO oder OSZE kann die Schweiz zur Verbesserung ihrer eigenen Sicherheitslage beitragen.

Wirtschaftliche Aspekte machen für den europäischen Luftverkehr das Überfliegen der Schweiz attraktiv. Dank solcher Überflüge konnte zum Beispiel die UNO bei Lufttransporten im Rahmen der Friedensmission im Balkan bis Ende 2000 über 100 Millionen Franken einsparen. Im Konfliktfall ist der Schweizer Luftraum durch seine zentrale Lage in Europa, aber auch wegen der aus den topografischen Gegebenheiten entstehenden Radarschatten interessant. Luftoperationen erfolgen praktisch ohne Vorwarnung. Sie sind betreffend Zeit, Einflugsort und Richtung nicht voraussehbar. Daher ist die permanente Luftraumüberwachung, die ununterbrochen das ganze Jahr mit dem FLORAKO-System und Berufspersonal durchgeführt, wird eine Grundaufgabe der Schweizer Luftwaffe, mit der die Ausführung weiteren Aufgaben der Luftwaffe erst möglich werden.

Luftpolizeidienst[Bearbeiten]

Der Luftpolizeidienst ist zurzeit die Hauptaufgabe der Schweizer Luftwaffe. Unbekannte Flugzeuge müssen kurzfristig und bei jeder Wetterlage identifiziert und nötigenfalls abgefangen werden können. Der Luftpolizeidienst sichert die Integrität und Souveränität des nationalen Luftraumes. Er wird täglich durchgeführt und ist jeweils ein Echteinsatz und zählt nicht zu den Übungen, die parallel dazu stattfinden (z.B. Luftkampfübungen). Mit dem Luftpolizeidienst werden Kontrolle und Souveränität des Schweizer Luftraumes sowie die Sicherheit im gesamten Luftverkehr gewährleistet. Die Luftwaffe erfüllt damit nicht nur die Aufgaben eines unabhängigen Staates, sondern auch Aufgaben zugunsten der zivilen Luftfahrt (BAZL und Skyguide). Den Luftpolizeidienst kann man in zwei Arten aufteilen:

Der Präventive Luftpolizeidienst[Bearbeiten]

Hier werden Luftfahrzeuge von der Schweizer Luftwaffe abgefangen und visuell überprüft, es wird kontrolliert, ob das Luftfahrzeug dem im Flugplan angegebenen Angaben entspricht (Typ, Immatrikulation, Betreiber) und ob auffällige Merkmale ersichtlich sind. Oder es wird Luftfahrzeugen gefolgt und beobachtet, ob der Pilot sich an die Flugverkehrsregeln hält (Sinkrate, Geschwindigkeit, dem Typ, Wetterverhältnissen etc. entsprechend).

Aktive Luftpolizeidienst-Interventionen[Bearbeiten]

  • Hilfe für zivile Flugzeuge, z.B. bei Navigationsproblemen und Funkpannen
  • Sichtbar machen (eskortieren) eines Flugzeuges mit defektem Transponder für die zivile Flugsicherung
  • Peilen von Notsignalen mit Weiterleitung an Notfallorganisationen (z. B. REGA)
  • Identifikation von Luftraumverletzungen wie unbewilligter Einflug oder Abweichungen vom Flugplan
  • Eingreifen zur Verkehrssicherheit, wenn VFR-Flugzeuge in Luftstrassen oder in die An- und Abflugkorridore der Flugplätze eindringen
  • Durchsetzen von Benützungseinschränkungen des Luftraums (z. B. WEF in Davos, G8-Gipfel in Évian-les-Bains 2003)
  • Überwachen des Luftraums bei Flugzeugentführungen
  • Bewältigung von Krisensituationen (z. B. Annäherung feindlicher/terroristischer Luftfahrzeuge an die Landesgrenze)

Die Schweizer Luftwaffe ist berechtigt, jederzeit ohne Rücksicht auf Typ, Nationalität etc. jedes Luftfahrzeug zu kontrollieren, welches sich im schweizerischen (und im Liechtensteiner) Luftraum befindet. Luftpolizeidienst-Interventionen dürfen mit Rücksprache mit der jeweiligen Luftwaffeneinsatzzentrale auch grenzüberschreitend sein.

Durchschnittlich werden gegen 400 Luftpolizeimissionen pro Jahr geflogen, davon sind bis zu 50 aktive Luftpolizeidienst-Interventionen, Tendenz steigend.

Dienstleistungen für andere Organisationen[Bearbeiten]

Die Schweizer Luftwaffe erfüllt nebst diesen Aufgaben mit ihren Mittel und Personal eine Vielzahl Dienstleistungen für diverse andere Organisationen.[70] Sie versorgt mit einem der FLORAKO-Sekundärradare die zivile Skyguide mit Radardaten und ermöglicht so eine sichere Luftverkehrsführung. Hubschrauber und Drohnen der Luftwaffe führen regelmässig Überwachungsflüge für das Grenzwachtkorps GWK durch, werden zudem ebenfalls für Überwachungsflüge (z. B. Streetparade Zürich) und Personensuchflüge zugunsten der Polizei und der REGA verwendet. Auch zur Unterstützung der Feuerwehr zur Brandbekämpfung wobei dort die Drohnen und FLIR-Hubschrauber besonders zur Lokalisierung von Brandnestern bei Waldbränden zum Einsatz kommen. Die Hubschrauber der Schweizer Luftwaffe werden mit dem Bambi Bucket auch als Löschmittel im In- und im Ausland eingesetzt, der grösste Löscheinsatz war mit drei Superpuma in Israel. Drei Hubschrauber sind derzeit bei der Swisscoy zur Unterstützung der KFOR im Kosovo stationiert. Oder bei Grossereignissen zur Soforthilfe auch im Ausland (z. B. Sumatra nach dem Tsunami) eingesetzt werden. Für das Bundesamt für Gesundheit BAG, Nationale Alarmzentrale NAZ und das ENSI führt die Luftwaffe mit Hubschraubern und mit F-5 regelmässig Luftdatensammlungen und Radioaktivitätsmessungen durch. Mit F-5 werden im Rahmen des ARES Programmes Parabelflüge zugunsten der ETH Zürich und anderen Forschungsanstalten durchgeführt. Zudem bearbeitet die Luftwaffe alle Diplomatic Clearance-Anträge die ausserhalb der Öffnungszeiten des BAZL beantragt werden und stellt der REGA (Schweizerische Rettungsflugwacht) Kommunikationsanlagen zur Verfügung. Das Flugplatzkommando 13 von Meiringen betreut in seiner Dienststelle in Belp nebst den Mitteln des LTDB auch die dort stationierten Flugzeuge des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL).

Vorführungen[Bearbeiten]

Kunstflugteams[Bearbeiten]

Die Schweizer Luftwaffe hat das Jetflugzeug-Kunstflugteam Patrouille Suisse, das jeweils 6 F-5E in einer rotweissen Lackierung für die Vorführungen nutzt. Das Propellerflugzeug-Kunstflugteam, das PC-7 Team, nutzt neun PC-7 in Standardausführung. Das F/A-18 Hornet Solo Display zeigt Flugvorführungen mit einer F/A-18C. Das Super Puma Display Team führt mit einem Superpuma oder Cougar die Flugleistungen dem Publikum vor. Oft treten auch die Fallschirmaufklärer der Fallschirmaufklärer Kompanie 17 mit einem Absprung aus einer PC-6T vor Publikum auf.

Axalp[Bearbeiten]

Mit der Bedrohung des Zweiten Weltkrieges und dem Konzept des Rückzuges der Armee ins Gebirge (Reduit) wurde General Guisan klar, dass die Luftwaffe die Fähigkeit benötigt im Gebirge feindliche Bodentruppen angreifen zu können. Um dies zu üben wurde die Axalp ausgewählt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde regelmässig der Erdkampf mit den Jetflugzeugen Vampire, Venom und Hunter auf der Axalp geübt, wobei neben den Bordkanonen auch Übungs- und Napalmbomben eingesetzt wurden. Während dem Kalten Krieg wurden Militärische Verbindungsoffiziere aus West-, Ost- und Blockfreien Nationen zu den Vorführungen eingeladen. Heutzutage ist das Axalpfliegerschiessen Flugschau Axalp eine Leistungsshow der Schweizer Luftwaffe im Gebirge für alle Interessierten. Es ist weltweit der einzige Event, wo Zivilisten (unabhängig ihrer Nationalität) kostenlos eine eigentlichen Airshow in 1700 Meter über Meer den Einsatz der Flugzeugbordkanonen mitverfolgen können. Der Einsatz von Hubschraubern im Gebirge und grosser Höhe nimmt mit den Lösch- und Rettungsdemonstrationen mittlerweile einen grossen Teil der Flugvorführungen ein.

Air14[Bearbeiten]

Im Jahr 1994 hatte die Schweizer Luftwaffe erstmals eine Internationale Airshow in der Schweiz auf dem Militärflugplatz Buochs durchgeführt, die Air94. 2004 wurde wieder so eine Airshow, die Air04 in Payerne durchgeführt. 2014 findet in Payerne die Air14 statt, da dies auch die Feierlichkeit zum 100-jährigen Bestehen der Schweizer Luftwaffe, 50 Jahre Patrouille Suisse und 25 Jahre PC-7 Team ist findet die Air14 während 9 Tagen statt wovon die beiden Wochenenden 30/31 August und 7/8 September die Hauptattraktionen sind. Die air14 ist damit die längste Airshow in Europa. Die Kunstflugteams der Schweizer Luftwaffe treten dabei jeden Tag auf. An diesen Anlässen werden nebst den Mitteln der Schweizer Luftwaffe auch armeekomponenten der Schweizer armee präsentiert. Oldtimer, aktuelle Kampfflugzeuge und Hubschrauber anderer Nationen, sowie Kunstflugteams diverser Luftwaffen.

Air14 Programm [3]

Militärflugplätze[Bearbeiten]

Die Schweizer Luftwaffe besitzt sieben Flugplätze mit Flugbetrieb. Die Militärflugplätze von Dübendorf und Alpnach sollten gemäss dem neuen Stationierungskonzept geschlossen werden. Der Entscheid, Alpnach zu schliessen, wurde rückgängig gemacht. Ebenso wird überprüft, Dübendorf über das Jahr 2014 hinaus als Flugplatz für Helikopter und Propellerflugzeuge zu erhalten.

Militärflugplatz Alpnach (LSMA)

Hauptflugplatz sämtlicher Lufttransporte mit dem Lufttransportgeschwader 2.

Flughafen Bern-Belp (LSMB)

Bern-Belp ist kein eigentlicher Militärflugplatz. Nur der Lufttransportdienst des Bundes ist dort stationiert.

Flugplatz Buochs-Stans (LSZC)

Buochs ist die sogenannte „Sleeping Base“. Auf dieser Basis findet kein militärischer Flugbetrieb mehr statt. Im Kriegsfall kann LSMU/LSZC reaktiviert werden. Der Flugplatz wird in erster Linie von den Pilatus Flugzeugwerke genutzt.

Militärflugplatz Dübendorf (LSMD)

Dübendorf war lange der wichtigste Militärflugplatz der Schweiz. Nachdem die Kampfflugzeuge abgezogen sind, sind dort ein Lufttransportgeschwader sowie einige Propellerflugzeuge stationiert.

Militärflugplatz Emmen (LSME)

Emmen ist ein Trainings- und Ausweichflugplatz für Kampf- und Propellerflugzeuge sowie Helikopter. Nebst der bekannten Kunstflugstaffel Patrouille Suisse, die ihre Homebase in Emmen hat, fliegen dort teilweise auch die Berufs- und Milizstaffeln mit F/A-18 Hornet und F-5 Tiger. Ein Lufttransportgeschwader, Drohnengeschwader, die Pilotenschule (Hauptstandort) sowie die Zielflieger- und Instrumentenflugstaffel sind dort stationiert. Der Hauptsitz der RUAG Aerospace und der Armasuisse ist in Emmen; der Ort ist auch Ausgangspunkt für allfällige Erprobungs- und Evaluationsflüge. Emmen ist das Simulatorzentrum der Luftwaffe. Ein Super Puma, PC-21- und ADS 95 Simulator befinden sich dort. Im Juni 2011 wird noch ein Simulator des Eurocopter EC635 dazu kommen.

Flugplatzkommando Locarno (LSMO)

Locarno ist für die Grundschulung der Piloten und der Fallschirmaufklärer zuständig. Im Weiteren befinden sich dort zwei PC-7 Simulatoren. Von der Airbase in Locarno werden die Drohnenaktivitäten der ADS95 im Tessin zur Grenzüberwachung gelenkt. Locarno verfügt über 3 Pisten (eine Hartbelag und zwei Graspisten), Militärisch wird normal nur die Hartbelagpiste genutzt.

Militärflugplatz Lodrino (LSML)

Der Flughafen in Lodrino wird nicht mehr direkt von der Luftwaffe betrieben, alle Flugoperationen finden im Tessin vom Stützpunkt in Locarno statt. Die RUAG Aviation führt dort das Center for Propeller Aircraft and UAV Systems und wartet dort die Systeme Pilatus PC-6, PC-7 und PC-9 der Schweizer Luftwaffe. Es gibt hier nur noch Trainingsflüge sowie den Werkflug der Luftwaffe. Allerdings ist der Flughafen normalerweise nur für Militärische Flugzeuge freigegeben, nur im Falle eines Maintenance ist es erlaubt zivilen Flugverkehr abzuwickeln. Die Einrichtung des Towers wurde im Jahr 2010 komplett demontiert.

Militärflugplatz Meiringen (LSMM)

Meiringen ist seit 2006 Heimatsbasis eines Fliegergeschwaders. Es ist ein Kriegsflugplatz mit Flugzeugkavernen und ist neben Payerne das zweite Standbein für die Luftverteidigung und den täglichen Flugbetrieb. Meiringen gilt als der einzige noch benutzte Kavernenflugplatz der Schweiz[71][72].[73]

Militärflugplatz Payerne (LSMP)

Payerne ist ein Kriegsflugplatz, auf dem vor allem die F/A-18 operieren. Stationiert sind dort zwei Fliegerstaffeln mit einem Fliegergeschwader, ein Lufttransportgeschwader, teilweise das Drohnengeschwader, eine Ausbildungsstaffel und teilweise die Pilotenschule. Der Kriegsflugplatz Payerne ist der wichtigste Kampfjet-Militärflugplatz der Luftwaffe.

Flughafen Sion (LSMS)

Sion ist ein Zivil- und Militärflugplatz. Ein Fliegergeschwader mit F/A-18 und F-5 und ein Teil der Pilotenschule sind dort beheimatet. Es ist ebenfalls ein Kriegsflugplatz. Im Gegensatz zu Payerne und Meiringen fliegen dort die Jetflugzeuge nur unregelmässig.

Aufgegebene Militärflugplätze

Während des Zweiten Weltkriegs sowie im Kalten Krieg wurden zudem noch die folgenden Militärflugplätze genutzt, wobei einige lediglich über Graspisten verfügten und keine eigene Infrastruktur besassen:

Mittel[Bearbeiten]

Kommandanten seit 1914[Bearbeiten]

Die Bezeichnung der Schweizer Luftwaffe wechselte im Lauf der Zeit mehrfach: 1914 bis 1924 Fliegerabteilung, 1925 bis 1936 Fliegertruppe, 1936 bis 1995 Flieger- und Fliegerabwehrtruppen, seit 1996 Luftwaffe. Die Rangbezeichnung lautete bis 1935 nur Kommandant, von 1936 bis 1967 Kommandant bzw. Waffenchef, ab 1968 wieder nur Kommandant.

Literatur[Bearbeiten]

  • Arthur Bill: Fliegerlatein. Geschichten aus 70 Jahren Schweizer Fliegerei., Verlag Stämpfli, Bern 2003, ISBN 3-7272-1274-8.
  • Hanspeter Ruckli und Adrian Urscheler: Das Ueberwachungsgeschwader / L’Escadre de surveillance 1992–2005. Baden-Verlag, Baden-Dättwil 2006, ISBN 3-85545-141-9.
  • Gustav Westphal: Die Schweizer Flugwaffe in Vergangenheit und Gegenwart. in: Wolfgang Sellenthin (Hg.): Fliegerkalender der DDR 1985. Militärverlag der DDR, Berlin 1984, S. 152–162.
  • Roman Schürmann: Helvetische Jäger. Dramen und Skandale am Militärhimmel. Rotpunktverlag, Zürich 2009, ISBN 978-3-85869-406-5.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Walter Lüem, Max Rudolf: Abwehr in Nahaufnahme. Probleme der Limmatverteidigung 1939/40 im Abschnitt Spreitenbach-Killwangen. Herrliberg/Birmenstorf 2003. Vertrieb: Schweizerische Gesellschaft für militärhistorische Studienreisen GMS, Zürich
  2. Schweizer Luftwaffe: Das Flugzeug Vampire
  3. Bundesarchiv; Abkommandierung einer Delegation nach Schweden zur Abklärung der Verbesserung der Sichtverhältnisse des Piloten beim Flz. «DRAKEN», 1959
  4. Flugzeugbeschaffungen in früheren Jahrzehnten in der WOZ zusammengefasst
  5. Bundesarchiv, Offerte Occasions-Skyhawk
  6. [1]
  7. [2]
  8. Eine kleine Geschichte der Schweizer Kampfflugzeuge
  9. Niklaus Ramseyer: Der F/A-18 macht Ueli Maurer Mut. In: Tages-Anzeiger vom 16. September 2013
  10. Abstimmungstext der Initiative abgerufen am 7. Mai 2014
  11. Abstimmungsbüchlein mit falschen Behauptungen, Titel und Seite 11
  12. Rollendefinition F/A-18 des Bundesrats
  13. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDen Kampf-Jets die Flügel stutzen. swissinfo.ch, 3. November 2005, abgerufen am 19. September 2009.
  14. Eidgenössische Volksabstimmung vom 24. Februar 2008: Vorläufige amtliche Endergebnisse
  15. Eidgenössische Volksabstimmung vom 24. Februar 2008: Resultate der Berner Amtsbezirke und Gemeinden (PDF)
  16. Kampfjetlärm: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts gegen die Armee, Fondation Franz Weber, 15. September 2011
  17. Bundesverwaltungsgericht, Abteilung I: Urteil vom 7. September 2011, Dossier A-101/2011
  18. Fluglärm: VBS gelangt ans Bundesgericht, Der Bund, 16. November 2011
  19. "Der Bund" vom 19. Mai 2014
  20. Parlament wünscht 2011 neue Kampfflugzeuge
  21. Die Schweizer Bundesverwaltung über die Beschaffung: Ersatz für Tiger-II
  22. Siehe dazu ausführlich: Roman Schürmann: Helvetische Jäger. Dramen und Skandale am Militärhimmel.Rotpunktverlag. Zürich 2009. ISBN 978-3-85869-406-5. Kapitel «Die Zukunft der Luftwaffe», Seiten 217–242.
  23. Bericht über den Entscheid des Bundesrates, Tagesschau vom 30. November 2011, Schweizer Fernsehen.
  24. Ständerat gibt grünes Licht für die Gripen-Beschaffung, moneycab vom 18. September 2013
  25. Website des Komitees "Nein zu den Kampfjet-Milliarden", abgerufen am 5. Januar 2014
  26. Website des Liberalen Komitees "Nein zum Gripen", abgerufen am 5. Januar 2014
  27. http://www.ar.admin.ch/internet/armasuisse/de/home/aktuell/evaluation_ads_15.html
  28. http://www.vbs.admin.ch/internet/vbs/de/home/documentation/news/news_detail.53246.nsb.html
  29. http://www.20min.ch/finance/news/story/Ueli-Maurer-will-Pilatus-Jet-kaufen-22446035
  30. http://old.hermannkeist.ch/fliegerstaffel-1.html
  31. http://old.hermannkeist.ch/fliegerstaffel-2.html
  32. http://old.hermannkeist.ch/fliegerstaffel-3.html
  33. http://old.hermannkeist.ch/fliegerstaffel-4.html
  34. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/staffeln/flst6.html
  35. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/staffeln/flst6.parsys.20370.downloadList.87294.DownloadFile.tmp/broschurehistoriqueescdav6low.pdf
  36. http://old.hermannkeist.ch/fliegerstaffel-7.html
  37. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/staffeln/flst8.html
  38. http://old.hermannkeist.ch/fliegerstaffel-9.html
  39. http://old.hermannkeist.ch/fliegerstaffel-10.html
  40. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/themen/history/reggesch.parsys.0030.downloadList.38629.DownloadFile.tmp/fliegerstaffel10.pdf
  41. http://www.fliegerstaffel10.ch/include.php?path=news&catid=1&type=2
  42. http://www.natotigers.org/tigerunits/detail.php?unitID=10
  43. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/en/home/verbaende/einsatz_lw/staffeln/flst11.html
  44. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/staffeln/zielflugstaffel.html
  45. http://old.hermannkeist.ch/fliegerstaffel-13.html
  46. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/themen/history/reggesch.parsys.0023.downloadList.00231.DownloadFile.tmp/knowhow.pdf
  47. http://old.hermannkeist.ch/fliegerstaffel-15.html
  48. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/en/home/verbaende/einsatz_lw/staffeln/fightersquad17.html
  49. http://www.fightersquadron17.ch/index.php?id=8
  50. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/en/home/verbaende/einsatz_lw/staffeln/flst18.html
  51. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/staffeln/flst19.html
  52. http://old.hermannkeist.ch/fliegerstaffel-20.html
  53. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/staffeln/flst19/chronik/kmob.html
  54. http://old.hermannkeist.ch/fliegerstaffel-21.html
  55. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/staffeln/esc_ta1.html
  56. http://old.hermannkeist.ch/leicht-fliegerstaffel-2.html
  57. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/staffeln/lttrspst5.html
  58. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/flpl_kdo_alp/flplkdo2/ltgeschw2/ltrspst6.html
  59. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/flpl_kdo_emm/ltst7.html
  60. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/flpl_kdo_alp/flplkdo2/ltgeschw2/lttrspst8.html
  61. http://www.lufttransportstaffel8.ch
  62. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/bfk.html
  63. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/ltdb.html
  64. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/kunstflugteam/ps.html
  65. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/kunstflugteam/pc_7_team.html
  66. Faktenblatt der Luftwaffe: «Fakten zum Luftpolizeidienst (LPD)», abgerufen am 18. Februar 2014
  67. Limmattaler Zeitung online vom 15. September 2010: «National- und Ständerat wollen Luftpolizeidienst rund um die Uhr», abgerufen am 18. Februar 2014
  68. Tages-Anzeiger online vom 23. Januar 2013: «Maurer stoppt heimlich Luftwaffen-Projekt», abgerufen am 18. Februar 2014
  69. NZZ online vom 18. Februar 2014: «Schmalspurige Luftraumsicherung», abgerufen am 18. Februar 2014
  70. Zeitschrift armee.ch 2/12. Jahrespublikationen der Luftwaffe 2009, 2010, 2011, 2012
  71. Flugplätze stehen unter Schutz bernerzeitung.ch
  72. FLUGPLATZKOMMANDO MEIRINGEN
  73. Manfred Hildebrand: Übersicht über die Entwicklung und den Ausbau der Schweizer Militärflugplätze. In: Militärische Denkmäler im Bereich der Luftwaffe. Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, 2008, S. 11, abgerufen am 26. August 2014 (PDF): „S. 30“