Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Die Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) hat ihren Sitz in Schaffhausen und ist eine Aktiengesellschaft. Sie betreibt einen fahrplanmässigen Schiffsverkehr auf dem Hochrhein und Untersee zwischen Schaffhausen und Kreuzlingen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
| Dieser Artikel oder Abschnitt besteht hauptsächlich aus Listen, an deren Stelle besser Fließtext stehen sollte. |
- Am 19. Mai 1864 wurde in Diessenhofen die Gründungs-Generalversammlung der Schweizerischen Dampfbootgesellschaft Untersee und Rhein abgehalten.
- Im April und Mai wurden die beiden ersten Dampfboote Arenaberg und Rheinfall in Betrieb gesetzt. Gebaut wurden die beiden Schiffe von Escher Wyss & Cie in Zürich.
- 1913 Indienststellung der GD Schaffhausen, das letzte Dampfschiff der URh (Gebrüder Sulzer Winterthur)
- 1936 Indienststellung der MS Arenenberg und MS Munot, erbaut von der Bodan-Werft in Kressbronn.Die Schiffschale des M/S Arenenberg war vollständig geschweisst, also absolutes High - Tech zur damaligen Zeit. Hersteller der Schiffschale und des Antriebsmotors waren die Gebrüder Sulzer in Winterthur. Der Transport der Schale erfolgte mittels Tieflader in einem spektakulären Strassentransport.
- 1936 Umbenennung in Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein
- 1939–1945 Im Zweiten Weltkrieg hielt das GD Schaffhausen zusammen mit dem GD Hohenklingen (1870 - 1957) den Bedarfsverkehr zwischen Schaffhausen und der provisorischen Endstation Gottlieben (der Konstanzer Seerhein durfte während des Krieges nicht befahren werden) aufrecht. Aufgrund der Kohleknappheit wurden die Schiffe mit Holz aus angelegten Depots befeuert.
- 1953 Umstellung des GD Schaffhausen von Kohlen- auf Ölfeuerung
- 1956 Indienststellung der MS Kreuzlingen (Bodan-Werft, Sulzer)
- 1957 Indienststellung der MS Stein am Rhein (Bodan-Werft, Sulzer)
- 1957 Abbruch des Raddampfers "Hohenklingen"
- 1965 Indienststellung der MS Thurgau (Bodan-Werft, Mercedes, ab 1982 MWM)
- 1965 Kauf des Rundfahrtenbootes Ursula von der Duisburger Hafenverwaltung
- 1967 Trotz heftiger Proteste aus der Bevölkerung und Rettungsversuchen wurde das letzte Dampfschiff des Bodensees, die GD Schaffhausen im Juni 1967 in Romanshorn verschrottet.
- 1970 Indienststellung der MS Schaffhausen, dem Flaggschiff der Reederei, gebaut von der Bodan-Werft. Als erstes Schiff auf dem Bodensee erhält es Schottel - Ruderpropeller. Die Hauptmotoren liefert MWM (Motorenwerke Mannheim). Die MS Schaffhausen, mit einer Länge von 50 Metern und einer Tragkraft von 700 Personen, ist das grösste Schiff der URh-Flotte. Von allen Schweizer Schiffen auf dem ganzen Bodensee hat es die grösste Tragkraft.
- 1983 Indienststellung der neuen MS Arenenberg (Bodan-Werft, MWM)
- 1983 Verschrottung der alten MS Arenenberg von 1936 und Verkauf des MB Ursula
- 1998 Indienststellung der neuen MS Munot (Bodan-Werft,MTU) Als erstes Schiff auf dem Bodensee erhält es eine doppelte Schiffschale und Twin Schottel - Ruderpropeller. Durch das Mehrgewicht der doppelten Schale steigt die Verdrängung und bewirkt, dass das modernste Schiff den meisten Treibstoff der ganzen Flotte verbraucht!
- 1998 Verkauf der alten MS Munot an den Holländer Jan Hofstra, der das Schiff Top - Restauriert im Originalzustand in Holland betreibt.
- 2001 Verkauf der MS Kreuzlingen an die EPH Nautic AG. Standort des Schiffes ist das ehemalige Kloster St. Katharinental.Obwohl der Verwaltungsrat im Jahr 1997 beschloss, die Schwesternschiffe "Stein am Rhein" und "Kreuzlingen" für 1.5 Millionen Franken zu renovieren, versickerte das Geld im Bau der neuen "Munot". Schliesslich musste die "Kreuzlingen" für die Renovation der "Stein am Rhein" verkauft werden.
- 2005 Übernahme der operativen Führung durch die Schaffhauser Verkehrsbetriebe.
[Bearbeiten] Streckennetz
Zwischen April und Oktober verkehren täglich mehrerer Kursschiffe in beiden Richtungen zwischen Schaffhausen und Kreuzlingen. Es werden folgende Stationen angefahren: Schaffhausen, Büsingen am Hochrhein, Diessenhofen, Stein am Rhein, Öhningen, Mammern, Wangen, Hemmenhofen, Steckborn, Gaienhofen, Berlingen, Mannenbach, Reichenau (Insel), Ermatingen, Gottlieben, Konstanz und Kreuzlingen.
Hoch- und Niederwasser können den Schiffsverkehr beeinträchtigen oder sogar ganz zum Erliegen bringen. Bei Hochwasser ist die Holzbrücke bei Diessenhofen ein unpassierbares Hindernis. Die Fahrgäste müssen dann jeweils die Brücke zu Fuss umlaufen und auf ein anderes Schiff umsteigen.
[Bearbeiten] Flotte
Die folgenden Schiffe gehören zur aktuellen Flotte (Stand 2006):
- MS Schaffhausen
- MS Munot
- MS Arenenberg
- MS Thurgau
- MS Stein am Rhein
- MS Konstanz
Die Werft befindet sich in Langwiesen.

