Schwenningen (Heuberg)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schwenningen
Schwenningen (Heuberg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schwenningen hervorgehoben
48.1044444444448.9986111111111870Koordinaten: 48° 6′ N, 9° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Sigmaringen
Höhe: 870 m ü. NHN
Fläche: 19,33 km²
Einwohner: 1594 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 82 Einwohner je km²
Postleitzahl: 72477
Vorwahl: 07579
Kfz-Kennzeichen: SIG
Gemeindeschlüssel: 08 4 37 102
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Alte Pfarrstraße 9
72477 Schwenningen
Webpräsenz: www.schwenningen.de
Bürgermeister: Herbert Bucher
Lage der Gemeinde Schwenningen im Landkreis Sigmaringen
Alb-Donau-Kreis Bodenseekreis Landkreis Biberach Landkreis Konstanz Landkreis Ravensburg Landkreis Reutlingen Landkreis Tuttlingen Zollernalbkreis Bad Saulgau Beuron Bingen (bei Sigmaringen) Gammertingen Herbertingen Herdwangen-Schönach Hettingen Hohentengen (Oberschwaben) Illmensee Inzigkofen Krauchenwies Leibertingen Mengen Mengen Meßkirch Neufra Ostrach Pfullendorf Sauldorf Scheer Schwenningen (Heuberg) Sigmaringen Sigmaringendorf Sigmaringendorf Stetten am kalten Markt Veringenstadt Wald (Hohenzollern)Karte
Über dieses Bild

Die Gemeinde Schwenningen liegt im Landkreis Sigmaringen in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Schwenningen liegt auf 870 m Höhe im Naturpark Obere Donau auf dem Heuberg, der südwestlichen Hochfläche der Schwäbischen Alb.

Die höchste Erhebung des Landkreises Sigmaringen ist der Schnaitkapf mit 921 Metern über Normalnull und liegt im Westen von Schwenningen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Schwenningen behielt 1973 bei der Gemeinde- und Kreisreform ihre Selbständigkeit.

Wappen Ortsteil Einwohner Fläche (ha)
Schwenningen Schwenningen (Kernort) 1.616 1.930

Geschichte[Bearbeiten]

Schwenningen gehörte zur Herrschaft Werenwag und feierte 2005 sein 1000 jähriges Jubiläum.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen von Schwenningen sind seit mehreren Jahren rückläufig:

Jahr Einwohnerzahlen[2]
2000 1681
2010 1489

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahlen in Baden-Württemberg 2009 vom 7. Juni 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 71,7 % (+ 1,7) zu folgendem Ergebnis:[3]

Partei / Liste Stimmenanteil +/- Sitze +/-
CDU 70,8 % - 7 -
FW 29,2 % - 3 -

Bürgermeister[Bearbeiten]

Am 24. Februar 2008 wurde Herbert Bucher mit 53,1 Prozent der Stimmen, bei einer Wahlbeteiligung von 81 Prozent, im ersten Wahlgang in seinem Amt als Bürgermeister bestätigt.[4] Bei der vorherigen Bürgermeisterwahl im Jahr 2000 gewann Herbert Bucher als einziger Kandidat.[5]

  • 1972–1988: Peter Allgaier[6]
  • seit 1992: Herbert Bucher[7] (FWV)

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen von Schwenningen zeigt auf Gold einen schwarzen Zickzackbalken mit drei nach unten weisenden Zacken.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schwenningen liegt an der Hohenzollernstraße. Die Kommune ist dem Tourismusverband „Donaubergland“ angeschlossen.

Bauwerke[Bearbeiten]

Kirche St. Kolumban, Altarraum
Kirche St. Kolumban, Innenraum
  • Die 1819 erbaute katholische Pfarrkirche St. Kolumban hat ein modernes Stuckschnittrelief des einheimischen Bildhauers Oskar Steidle an der Chorrückwand. Die Pfarrgemeinde gab im Mai 2010 bekannt, dass eine komplette Dachsanierung nötig ist, sich aber auf die Sanierung von Kirchturm, Glockenstuhl, Turmuhr und Aufgang zum Glockenstuhl konzentrieren zu wollen.[8][9]
  • Antoniuskapelle
  • Wendelinuskapelle
  • Lourdeskapelle
  • Kunsthandwerk im Alten Schulhaus

Sport[Bearbeiten]

Schwenningen verfügt über präparierte Loipen, die sich zwischen 810 und 950 Meter über Normalnull bewegen.[10] Die „Heubergloipe“ ist eine insgesamt 16 Kilometer lange Rundwander- und Doppelspurloipe. Die Gemeinden Bärenthal, Irndorf, Nusplingen und Schwenningen schufen im Jahr 2011 ein gemeinsames Loipennetz für Wintersportler. Nachdem der Anschluss der neu geschaffenen Loipe auf Gnadenweiler an das Indorfer Loipennetz geschaffen werden konnte, entstand nunmehr durch den Zusammenschluss mit dem bestehenden Nusplinger und Schwenniger Loipen durch das Irndorfer Hardt ein großflächiges Loipengebiet für den Skilanglauf.[11]

Strohpark[Bearbeiten]

Strohaus im Strohpark
Burg im Strohpark

Seit 1996 bauen jedes Jahr im Spätsommer Schwenninger Vereine, Gruppen, Kinder und Unternehmen den Strohpark auf. Von September bis Mitte Oktober werden etwa 30, teilweise überlebensgroße Figuren, Bauwerke und Ensembles auf der Wiese an der Heuberghalle gezeigt. Alle Arbeiten sind von Hand gefertigt. Die Ausstellung wird von verschiedenen Aktionen, wie Benefizkonzerte, Konzert der Rentnerkombo, traditionelles Hähnchenessen und mehr abgerundet. Auch überregional findet die Freiluftveranstaltung große Beachtung, wovon Tausende Besucher zeugen. An allen Ortseingängen stehen zu dieser Zeit interessante Stroh-Kunstwerke des letztjährigen Spektakels.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Gemeinde befindet sich in der Wabe 440.

Eisenbahnverkehr[Bearbeiten]

Im Naturpark Obere Donau wird an Wochenenden ein verdichtetes, vertaktetes Angebot im Schienenverkehr auf allen Strecken gefahren. Triebwagen wie der Naturpark-Express, welche von der Hohenzollerischen Landesbahn betrieben werden, verkehren hier sonn- und feiertags auf der Donautalbahn, um über den sechs Kilometer entfernten Bahnhof Hausen im Tal das Naherholungsgebiet für den Tourismus attraktiver zu machen. Radfahrer wählen meist die geschotterte Werenwager Steige(48° 4′ 40″ N, 9° 1′ 11,95″ O48.0777789.019986) über Schloss Werenwag. Die Zollernalbbahn wird in Storzingen mit Zubringerbussen erreicht.

Bildung[Bearbeiten]

  • Grundschule
  • Katholisches Bildungswerk
  • Workshops und Kurse im Alten Schulhaus
  • Unterricht der Jugendmusikschule Zollernalb e. V.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Wilfried Koch (wk): Flächennutzungsplan: Streit um fehlerhafte Einwohnerzahl. In: Südkurier vom 20. Juni 2011
  3. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
  4. Bucher bleibt Bürgermeistere. Soldat fordert umstrittenen Bürgermeister heraus. In: Südkurier vom 24. Februar 2008
  5. Ursula Mallkowsky (sky): Ergebnis etwa 19 Uhr. In: Südkurier vom 23. Februar 2008
  6. Manfred Dieterle-Jöchle (dim): Start als Zimmermann. In: Südkurier vom 26. März 2004
  7. Ursula Mallkowsky (sky): Herbert Bucher. In: Südkurier vom 30. September 2005
  8. Wilfried Koch (wk): Kirchturmsanierung in Schwenningen. Gemeinde wartet mit dem Zuschuss. In: Schwäbische Zeitung vom 26. Mai 2010
  9. Hermann-Peter Steinmüller (hps): Gemeinde beim Zahlen dabei. In: Südkurier vom 26. Mai 2010
  10. Karlheinz Fahlbusch (kf): Winterspaß im Landkreis. Loipen sind gespurt. In: Südkurier vom 9. Januar 2009
  11. Gemeinsame Loipe geschaffen. In: Südkurier vom 5. Januar 2011

Literatur[Bearbeiten]

  • Herbert Bucher: Schwenningen auf dem Heuberg (hrsg. von der Gemeinde Schwenningen). Sigmaringen: M. Liehners Hofbuchdruckerei – Verlagsanstalt, 1991.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schwenningen (Heuberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien