Schwentine
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| Schwentine | |
|---|---|
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Die Schwentine bei Kiel |
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| Daten | |
| Lage | Holstein |
| Gewässerkennzahl | 9614 |
| Länge | 62 km |
| Quelle | Bungsberg |
| Mündung | zwischen den Kieler Stadtteilen Neumühlen-Dietrichsdorf und Wellingdorf in die Kieler Förde54.327510.186111111111Koordinaten: 54° 19′ 39″ N, 10° 11′ 10″ O 54° 19′ 39″ N, 10° 11′ 10″ O54.327510.186111111111 |
| Flusssystem | Schwentine |
| Linke Nebenflüsse | Alte Schwentine |
| Durchflossene Seen | Stendorfer See, Sibbersdorfer See, Großer Eutiner See, Kellersee, Dieksee, Langensee, Behler See, Höftsee, Großer Plöner See, Stadtsee, Schwanensee, Kleiner Plöner See, Kronsee, Fuhlensee, Lanker See, Kirchsee |
| Durchflossene Stauseen | Rosensee |
| Großstädte | Kiel |
| Kleinstädte | Eutin, Plön, Preetz, Schwentinental |
| Gemeinden | Malente |
Die Schwentine ist mit 62 km einer der längsten Flüsse Schleswig-Holsteins. Sie entspringt am höchsten Punkt des Bundeslandes, dem Bungsberg, und durchfließt die gesamte Holsteinische Schweiz mit zahlreichen großen Seen. Der Fluss fließt durch die Orte Eutin, Bad Malente, Plön, Preetz, Schwentinental und mündet in Kiel zwischen den beiden Stadtteilen Neumühlen-Dietrichsdorf und Wellingdorf in die Kieler Förde.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Wasserwirtschaft
Für die Trinkwassergewinnung der Stadtwerke Kiel AG hat die Schwentine eine große Bedeutung: In der Nähe von Klausdorf befindet sich seit ca. 1900 das Wasserwerk Schwentinetal.
Obwohl das Schwentinetal praktisch auf der gesamten Länge einen außerordentlich naturbelassenen Eindruck macht, ist es eng mit der Industrialisierung der Stadt Kiel verbunden. Zwei Wasserkraftwerke (eins am Rosensee) wurden von dem Werftgründer Bernhard Howaldt angelegt und sind bis heute in Betrieb. Die große Schwebefähre über die Schwentinemündung existiert heute nicht mehr, ebenso wenig wie große Mühlenbetriebe und die alte Howaldt-Werft (die im HDW-Konzern aufging), von der nur noch die Alte Metallgießerei übrig geblieben ist, die heute als Industriemuseum wiederbelebt wurde. Dank diverser Förderprogramme (z. B. URBAN II) verliert der Bereich Schwentinemündung nach und nach den Charakter einer Industriebrache.
Abgesehen vom unmittelbaren Mündungsgebiet findet auf der Schwentine keine Frachtschifffahrt statt, umso mehr sind Ausflugsschiffe (5-Seen-Fahrt, Schwentinetalfahrt) und Paddler anzutreffen.
[Bearbeiten] Historisches
Schwentine = slawisch Sventana „die Heilige“
Die ursprüngliche Quelle der Schwentine ist nicht am Bungsberg, sondern in der Nähe von Bornhöved zu finden. Die Quelle der heutigen Alten Schwentine ist aus Sicht von Historikern, Naturwissenschaftlern und Sprachforschern die ursprüngliche Quelle der Schwentine. Der kleine Fluss markierte im Früh- und Hochmittelalter die Grenze zwischen dem deutschen bzw. sächsischen Gebiet, das bei Kiel an die Ostsee stieß, und den slawisch besiedelten Gebieten im heutigen Ostholstein.
Siehe auch: Wagrien, Limes Saxoniae
[Bearbeiten] Bilder
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Quelle der Alten Schwentine bei Bornhöved |
[Bearbeiten] Lauf
Liste der von der Schwentine durchquerten Seen (Reihenfolge flussabwärts):
- Stendorfer See
- Sibbersdorfer See
- Großer Eutiner See
- Kellersee
- Dieksee
- Langensee
- Behler See
- Höftsee
- Großer Plöner See
- Stadtsee
- Schwanensee
- Kleiner Plöner See
- Kronsee
- Fuhlensee
- Lanker See
- Kirchsee
- Rosensee, ein Stausee

