Schwertberg

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Wappen Karte
Wappen von Schwertberg
Schwertberg (Österreich)
DEC
Schwertberg
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Oberösterreich
Politischer Bezirk Perg (PE)
Fläche 18,8 km²
Koordinaten 48° 16′ N, 14° 35′ O48.27166666666714.583333333333268Koordinaten: 48° 16′ 18″ N, 14° 35′ 0″ O
Höhe 268 m ü. A.
Einwohner 5230 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 278 Einwohner je km²
Postleitzahl 4311
Vorwahl 07262
Gemeindekennziffer 4 11 24
AT314
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Schacherbergstraße 3
4311 Schwertberg
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Marianne Gusenbauer (SPÖ)
Gemeinderat (2003)
(31 Mitglieder)
17 SPÖ, 10 ÖVP, 1 FPÖ,
3 Grüne
Lage der Marktgemeinde Schwertberg
Karte

Schwertberg ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Perg im Mühlviertel mit 5.284 Einwohnern. Der zuständige Gerichtsbezirk ist Mauthausen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Schwertberg liegt auf 268 m Höhe im Mühlviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5,5 km, von West nach Ost 6,4 km. Die Gesamtfläche beträgt 18,7 km². 32,1 % der Fläche sind bewaldet, 53,5% der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Ortsteile der Gemeinde: Aisting, Doppl, Furth, Hart, Josefstal, Lina, Neu-Schwertberg, Poneggen, Windegg, Winden

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Tragwein
Ried Allerheiligen
Mauthausen Naarn Perg

[Bearbeiten] Geschichte

Am 25. November 1287 wurde „Swertberg“ als Forum (= Markt) in einer Urkunde des Herzog Albrecht I. erstmals erwähnt. Der Ort gehörte damals zur Regensburger Herrschaft Windegg, die im Lehensbesitz Leutholds I. von Kuenring war. Zwischen 1357 und 1570 hieß der Markt „Schwerdberg“ und bekam dann unter dem neuen Besitzer Hans Tschernembl den Namen Schwertberg.

1715 und 1822 stand Schwertberg in Flammen, fast der gesamte Markt wurde dabei vernichtet. Während des Donauhochwassers 2002 wurde die Marktgemeinde vom hochwasserführenden Donauzufluss Aist stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Aufbauarbeiten dauerten mehr als ein Jahr.

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum „Österreich ob der Enns“ zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum „Gau Oberdonau“. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

[Bearbeiten] Wappen

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Schwarz über einem goldenen Dreiberg ein silbernes, schräggestelltes Schwert. Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß-Grün.

[Bearbeiten] Partnergemeinde

Seit 1987 besteht mit der bayerischen Gemeinde Schiltberg eine offizielle Partnerschaft.

[Bearbeiten] Politik

Bürgermeisterin ist Frau Marianne Gusenbauer von der SPÖ.

[Bearbeiten] Gemeinderat

Die Gemeindevertretungswahlen vom 28. September 2003 ergaben mit einer Wahlbeteiligung von 85,4 % folgende Mandatsverteilung:

  • SPÖ: 51,9 % (17 Mandate)
  • ÖVP: 32,5 % (10 Mandate)
  • Grüne: 11,1 % (3 Mandate)
  • FPÖ: 4,4 % (1 Mandat)

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Ab den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg veränderte sich das Ortsbild in großem Ausmaß. Nun wird nicht nur im Marktkern eifrig gebaut, die Häuserreihen ziehen sich auch weiter in die Ebene hinaus besetzen Höhenzüge und die Flanken. Im Jahr 1995 zählt der Gemeindekern mehr als 600 Gebäude (um das Jahr 1930 waren es 200), Randzonen nicht miteinbezogen.

Von den 1100 Gebäuden im gesamten Gemeindegebiet sind nur rund 300 älter als 50 Jahre. Allein in der Zeit von 1961 bis 1971 wurden zweihundert Häuser errichtet.

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 4.532 Einwohner, 2001 dann 5.179 Einwohner. 2007 zählte die Gemeinde 5249 Hauptwohnsitz-Einwohner

2007 gab es 57 Geburten in der Gemeinde. Die beiden häufigsten Bubennamen waren Paul und Muhammed. Die beiden häufigsten Mädchennamen Laura und Katharina. [1]

[Bearbeiten] Kultur

[Bearbeiten] Theater

1965 wurde im aufgelassenen Steinbruch Aiser die Aiserbühne, eine Freilichtbühne eingerichtet, die überregional einen hohen Bekanntheitsgrad genießt. Seit der Gründung kommt jährlich in den Sommermonaten ein ausgewähltes Stück zur Aufführung. 2007 gab die Laienspielgruppe rund um den Gründer und Obmann Konsulent Franz Reindl „Der Fächer“ von Carlo Goldoni zum Besten.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • Schloss Schwertberg: erstmalige Erwähnung 1327; am Ortsrand von Schwertberg
  • Schloss Poneggen: im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt; ein ehemaliges Schloss an der Westeinfahrt des Ortes
  • Burgruine Windegg: im 12. Jahrhundert errichtet, in den 1980er Jahren in Privatinitiative von Menschen aller Altersgruppen und verschiedenster Berufe renoviert (Verein "Arbeitskreis Windegg"); nördlich des Ortes


[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Schwertberg ist der Sitz der österreichischen Kaolin- und Montanindustrie Aktiengesellschaft (KAMIG), des größten Kaolin Abbauunternehmen in Österreich. Die Betriebsstätte befindet sich in Kriechbaum-Weinzierl und umfasst die Gemeinden Allerheiligen im Mühlkreis, Perg, Schwertberg und Tragwein. 2004 wurden 16.345 Tonnen Reinkaolin im Tagbau oder im Grubenbau gewonnen.

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

In Schwertberg befinden sich zwei große und international tätige Stammwerke folgender Firmen:

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Referenzen

  1. Nachrichten Überblick, Beliebt: Paul und Laura - Oberösterreichischen Nachrichten, Land und Leute ,18. Jänner 2008, Seite 31

[Bearbeiten] Weblinks

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