Schwertstör

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Schwertstör
Schwertstör (Psephurus gladius)

Schwertstör (Psephurus gladius)

Systematik
Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse: Knorpelganoiden (Chondrostei)
Ordnung: Störartige (Acipenseriformes)
Familie: Löffelstöre (Polyodontidae)
Gattung: Psephurus
Art: Schwertstör
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Psephurus
Günther, 1873
Wissenschaftlicher Name der Art
Psephurus gladius
(Martens, 1862)

Der Schwertstör (Psephurus gladius) ist die einzige Art der monotypischen Gattung Psephurus. Sein nächster Verwandter in der Familie der Löffelstöre ist der amerikanische Löffelstör (Polyodon spathula).

Aussehen[Bearbeiten]

Die Stirnpartie ist zu einem mächtigen Fortsatz, der etwa ein Drittel der Gesamtlänge des Fisches erreicht, ausgezogen. Schwertstöre werden über drei Meter lang und bis zu 500 kg schwer (Angaben über früher größere Längen, bis 7 m, sind nicht unmöglich, aber mit großer Vorsicht aufzufassen). Die Augen sind sehr klein und schwach (der Yangtse ist stets trüb). Ein großes Maul dient dem Raubfisch zum Fischfang. Offenbar kann er Schwärme kleiner Fische (z.B. Heringe) durch Seihen einschlürfen. Er frisst aber auch vom Grund Krebstiere. Die obere Seite der Schwanzflosse ist mit großen glänzenden Ganoidschuppen, den Fulkren, bedeckt, woraus sich der Gattungsname erklärt: (altgr.) Psephurus bedeutet "Glattschwanz" (von psēphos "glatter Kiesel")

Durch weißliche Färbung, nackte Haut, kurze Flossen, breiten Kiemendeckelsaum und geringe Verknöcherung macht der Fisch trotz seiner Größe einen "unreifen" Eindruck, so dass ihn Grande und Bemis in ihrer großen vergleichend-osteologischen Studie (1991) sogar mit dem pädomorphen Axolotl vergleichen.

Vorkommen[Bearbeiten]

Der bis zu 3,0 m lange Schwertstör ist in China im Yangtse und seinen Nebenflüssen endemisch. Deswegen ist er durch den Bau des Drei-Schluchten-Damms zusätzlich bedroht. Es gibt Forscher, die ihn bereits für ausgestorben halten. Fachleute in China hoffen auf den "Glücksfall", dass man noch ein fortpflanzungsbereites Weibchen fängt, denn da man tiefgekühltes Sperma hat, könnte man damit bald hunderttausende Larven aufziehen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Psephurus gladius – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien