Schwimmerschalter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ein Schwimmerschalter in einem Fass (im beweglichen Teil befindet sich ein Magnet, im befestigten Teil ein Reed-Relais)

Schwimmerschalter sind Schaltvorrichtungen, die durch einen von Flüssigkeit bewegten Schwimmer betätigt werden.

Zweck[Bearbeiten]

Schwimmerschalter dienen zur automatisierten Steuerung von Füllständen in Flüssigkeitsbehältern. Charakteristisch ist für jeden Schwimmerschalter die Hysterese zwischen dem Ein- und Ausschaltpunkt, wodurch sich entsprechende Pegelschwankungen ergeben.

Beispiel[Bearbeiten]

So kann ein Schwimmerschalter z. B. bei Unterschreitung eines bestimmten Niveaus ein Ventil öffnen, um Flüssigkeit in den Behälter nachzufüllen oder bei Überschreitung eines gewissen Pegels eine Pumpe einschalten, um den Füllstand abzusenken.

Eine andere typische Anwendung sind Tauchpumpen, die üblicherweise mit einem elektrischen Schwimmerschalter ausgerüstet sind, der bei Erreichen eines Minimumpegels den Antrieb abschaltet, um Trockenlauf zu vermeiden.

Ausführungen[Bearbeiten]

Die gebräuchlichsten Arten sind Schwimmerschalter,

  • deren Schwimmer in einem hermetisch dichten Gehäuse mit einer Kugel bestückt ist, die abhängig von der Neigung infolge der Schwerpunktverlagerung auf einer vorgegebenen Leitbahn die Position verändert. Über ein Hebelsystem wird ein elektrischer Kontakt betätigt.
  • deren Schwimmer geführt und mit einem Permanentmagneten versehen ist, dessen Magnetfeld einen Reedkontakt oder einen Hall-Sensor mit einer elektronischer Auslöseschaltung aktiviert.
  • deren Schwimmer über ein mechanisches Gestänge einen elektrischen Schalter betätigt.
Schwimmerventil (Float/Valve) in einem Vergaser

Niveauschalter[Bearbeiten]

  • Niveauschalter werden über eine Membran durch den Druck einer Flüssigkeitssäule betätigt. Solche Niveauschalter sind häufig in Wasch- oder Geschirrspülmaschinen anzutreffen. Eine Variante ist der Differenzdruck-Membranschalter mit dann zwei Medienanschlüssen.
  • Elektronische Niveauregler werten den elektrischen Widerstand einer Flüssigkeitssäule aus.

Echofüllstandsmessungen[Bearbeiten]

Echofüllstandsmessungen dienen zwar auch zur Füllstandsregelung, zählen aber nicht zu den Schwimmerschaltern. Bezogen auf das Konstruktionsprinzip gibt es als Alternative den Vibrationsgrenzschalter.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang E. Schmidt: Lernsituationen Energie- und Gebäudetechnik für Elektroniker und Elektroinstallateure. 1. Auflage, Verlag Handwerk und Technik GmbH, Hamburg, 2005, ISBN 3-582-03671-5
  • FANAL Schaltungspraxis. 7. Auflage, Metzenauer & Jung GmbH, Wuppertal

Siehe auch[Bearbeiten]