Schwimmerventil

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Schwimmerventil für den Spülkasten eines WCs

Ein Schwimmerventil oder Füllventil ist ein durch einen Schwimmer gesteuertes Ventil: Wird ein bestimmter Pegelstand unterschritten, öffnet sich das Ventil, beim Erreichen des Sollpegels schließt es sich wieder.

Einsatzgebiet[Bearbeiten]

Schwimmerventile werden eingesetzt, um in Behältern einen bestimmten Füllstand einer Flüssigkeit zu gewährleisten. Prominentestes Beispiel ist der Spülkasten einer Toilette. Außerdem werden sie bei dieselelektrischen U-Booten (zum Beispiel in der deutschen U-Boot Klasse XXI aus dem Zweiten Weltkrieg) für die Schnorchelanlage verwendet, um zu verhindern, dass Wasser in die Luftansaugöffnung gerät.

Funktionsweise[Bearbeiten]

Prinzipskizze Schwimmerventil

Der an einem Hebel befestigte Schwimmer sinkt mit dem Flüssigkeitsspiegel. Der mit dem Hebel gekoppelte Absperrkörper wird vom Ventilsitz entfernt, das Ventil somit geöffnet. Steigender Flüssigkeitspegel sorgt hingegen dafür, dass der Absperrkörper gegen den Ventilsitz gepresst und das Ventil somit geschlossen wird.

Weitere Ausführungen[Bearbeiten]

Prinzipskizze Schwimmerventil mit Pilotventilsteuerung

Bei den im Spülkasten einer Toilette eingesetzten Füllventil wird meist nicht die einfache Form des Schwimmerventils genutzt, sondern eine integrierte Version aus Pilot- und Hauptventil, da sich so die Länge des Hebels, an dem der Schwimmer befestigt ist, wesentlich verkürzen lässt. Über den Hebel am Schwimmer wird das Pilotventil (mit gegenüber dem Hauptventil wesentlich kleinerem Durchmesser) geschlossen. Der dadurch ansteigende Druck in der Pilotventilkammer drückt den zwangsgeführten Absperrkörper des Hauptventils in die geschlossene Position.

Siehe auch[Bearbeiten]