Schwoich

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Schwoich
Wappen von Schwoich
Schwoich (Österreich)
Schwoich
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Kufstein
Kfz-Kennzeichen: KU
Fläche: 18,79 km²
Koordinaten: 47° 33′ N, 12° 8′ O47.5512.133333333333583Koordinaten: 47° 33′ 0″ N, 12° 8′ 0″ O
Höhe: 583 m ü. A.
Einwohner: 2.332 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 124 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6334
Vorwahl: 05372
Gemeindekennziffer: 7 05 25
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorf 1
6334 Schwoich
Website: www.schwoich.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Josef Dillersberger (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
11 (ÖVP), 4 (SPÖ)
Lage der Gemeinde Schwoich im Bezirk Kufstein
Alpbach Angath Angerberg Bad Häring Brandenberg Breitenbach am Inn Brixlegg Ebbs Ellmau Erl Kirchbichl Kramsach Kufstein Kundl Langkampfen Mariastein Münster Niederndorf Niederndorferberg Radfeld Rattenberg Reith im Alpbachtal Rettenschöss Scheffau am Wilden Kaiser Schwoich Söll Thiersee Walchsee Wildschönau Wörgl Tirol (Bundesland)Lage der Gemeinde Schwoich im Bezirk Kufstein (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Schwoich ist eine Gemeinde mit 2332 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Kufstein, in Tirol, Österreich. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Kufstein.

Geografie[Bearbeiten]

Das Dorf liegt im Tiroler Unterland, 5,5 km südlich von Kufstein, auf einem Hochplateau rechts des Flusses Inn. Die Gemeindefläche erstreckt sich vom Innufer bis auf die Walleralm am Fuße des Wilden Kaisers sowie von der Locherer Kapelle bis zum „Häringer Wasserfall“. Somit liegt die Gesamtfläche des 2.200 Einwohner zählenden Kleindorfes bei 18,77 km², wobei jedoch große Teile von Wäldern und Alm- bzw. Weideland eingenommen werden.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Bad Häring, Kirchbichl, Kufstein, Langkampfen, Söll

Weiler[Bearbeiten]

Dorf (mit Moosham), Am Bach, Sonnendorf, Osterndorf („Letten“), Amberg, Höhe, Achrain, Habring, Egerbach

Musikkapelle[Bearbeiten]

Die Musikkapelle zählt zurzeit 59 aktive Mitglieder. Im August 2007 feierte die Kapelle ihr 130-Jahr-Jubiläum.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Besiedelung des Gemeindegebietes begann schon Mitte des sechsten Jahrhunderts, und der Name Schwoich wurde erstmals 1280 erwähnt. Damals wurden die Bezeichnungen „Swiuch“ und „Schweng“ benutzt, was auf des moosigen Untergrund in Teilen des Ortes hinweist. Dieser ist auch Grund für das größte Vorkommen von Heidelbeeren, den sogenannten „Moosbeeren“, die Schwoich im Umland berühmt machten und machen.

Bereits 1841 wurde in der Gemeinde, im sogenannten „Russland“, von Anton Kink Zement gebrannt, das Wappen der Gemeinde unterstreicht dies mit einem Brennofen auf blauem Grund. Damit gilt Schwoich als Geburtsstätte der österreichischen Zementindustrie.

Sport[Bearbeiten]

Bekannt ist das Erholungsdorf unter Anderem auch für seine zahlreichen Sportmöglichkeiten. Neben Wandern und Bergsteigen kann man hier auch hervorragend Mountainbiken, Tennis und Fußball spielen, sowie im Bananensee schwimmen. Bekannt ist die Gemeinde jedoch vor Allem für seine Wintersportarten. So beherbergt Schwoich einen der besten Eisstockvereine Mitteleuropas und hat bereits viele Olympioniken in den Sportarten Langlauf, Biathlon und Rodeln hervorgebracht.

Der lokale Fußballverein FC Schwoich spielt in der Gebietsliga Ost.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Schwoich
  • Die barocke Pfarrkirche St. Ägidius mit mittelalterlichem Turm wurde 1975 beim Langhaus nach den Plänen von Clemens Holzmeister erweitert.
  • Feldkapelle bei der Einschicht Örlach
  • Freiluft-Zementmuseum: Am Ortseingang von Schwoich befinden sich zwei in den Jahren 1987/88 restaurierte Kalköfen, die an die Gründung des Schwoicher Zementwerkes erinnern.
  • Kapelle im Weiler Waldschönau [1]
  • Locherer Kapelle, die 1736 zur Erinnerung an die Blockade Kufsteins während des Spanischen Erbfolgekrieges (1701–1714) erbaut wurde.

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schwoich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dehio Tirol 1980, S. 717f