Scientific Linux

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Scientific Linux
Logo von Scientific Linux
Bildschirmfoto
Screenshot von Scientific Linux 6.0
Scientific Linux 6.0 (Carbon)
Basisdaten
Entwickler Fermilab und CERN
Version 6.2
(15. Februar 2012)
Abstammung \ GNU/Linux
  \ SLS
    \ Slackware
       \ Red Hat Linux
         \ Fedora
           \ Red Hat Enterprise Linux
             \ Scientific Linux
Architekturen i386, AMD64
Lizenz GPL (Freie Software)
Website www.scientificlinux.org

Scientific Linux (SL) ist eine Linux-Distribution, die auf der Distribution Red Hat Enterprise Linux (RHEL) der Firma Red Hat basiert, und zu dieser binärkompatibel ist. Die Distribution wird hauptsächlich von Entwicklern am Fermilab, am CERN, der ETH Zürich und dem DESY weiterentwickelt.[1]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Hintergrund

Red Hat stellt alle Quellpakete für die RHEL-Distribution im Netz bereit und ermöglicht es so, auf dieser Basis eine zu RHEL binärkompatible Linux-Distribution zu entwickeln. RHEL kann nur im Zusammenhang mit Supportverträgen erworben werden, durch kompatible Alternativen besteht aber die Möglichkeit, Computer mit RHEL-kompatiblen Linux-Distributionen zu nutzen. Auch ergibt sich so der Vorteil, dass Linux-Software, die für RHEL angeboten wird, auch direkt und ohne Einschränkungen unter Scientific Linux genutzt werden kann.

[Bearbeiten] Ziel von Scientific Linux

Scientific Linux entstand im Umfeld von verschiedenen Forschungslaboren und Universitäten und wurde geschaffen, um verschiedene Ansprüche dieser Institutionen zu erfüllen:[2]

  • Nicht jedes Institut und jedes Labor soll eine eigene Distribution erstellen – das Bündeln der Anstrengungen vermeidet doppelte Arbeit.
  • Durch eine gemeinsame Distribution steht allen Forschern eine gemeinsame Installations-Basis für verschiedene Experimente zur Verfügung.
  • Durch die Kompatibilität zu RHEL wird gewährleistet, dass auch Enterprise-Linux-Software, die häufig nur für RHEL zur Verfügung steht, problemlos auf Scientific Linux läuft. Eine einfache Anpassung der Distribution ermöglicht, dass Institutionen oder Labore eine optisch angepasste Variante der Distribution veröffentlichen, ohne die anderen Ziele einzuschränken.
  • Scientific Linux wird um in der Wissenschaft häufig notwendige oder praktische Software erweitert, um den Software-Ansprüchen der wissenschaftlichen Einrichtungen zu genügen.

[Bearbeiten] Geschichte von Scientific Linux

Scientific Linux entstand im Umfeld verschiedener Universitäten und Forschungsinstitute wie CERN und Fermilab. Es baute am Anfang auf der Linux-Distribution Fermi Linux LTS 3.0.1 auf, die um einige Programme und Updates erweitert worden war. Danach entschied man sich aber, die Quellen von RHEL zu nutzen, um zu dieser Linux-Distribution eine binäre Kompatibilität zu halten, da die meiste Enterprise-Linux-Software für diese Distribution angeboten wird.[3]

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Scientific Linux – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. About S.L. abgerufen am 19. Mai 2011 (englisch): „Giving credit where credit is due.“
  2. Scientific Linux - The Experiment that worked (PDF). Abgerufen am 19. Mai 2011 (englisch).
  3. Indepth History. abgerufen am 19. Mai 2011 (englisch): „Scientific Linux's History“
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