Scipione de’ Ricci

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Scipione de’ Ricci.

Scipione de’ Ricci (* 1741 in Florenz;[1]28. Dezember 1810) war ein katholischer italienischer Geistlicher, der von 1780 bis 1791 Bischof von Pistoia war. Er sympathisierte mit jansenistischen Ideen.

Mit Unterstützung des nachmaligen Kaisers Leopold II., damals Großherzog der Toskana, versuchte er, religiöse Reformen umzusetzen, wozu er 1786 die Synode von Pistoia einberief,[2][3] die vom Febronianismus und Gallikanismus inspirierte Beschlüsse fasste. Nachdem die Akzeptanz der Dekrete gering blieb, musste Ricci nach Leopolds Kaiserkrönung 1790 als Bischof zurücktreten. Papst Pius VI. setzte eine Untersuchungskommission ein,[4] verurteilte die Synode 1794 in der Bulle Auctorem fidei. 1805 erkannte Ricci diese gegenüber dem neuen Papst Pius VII. an.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The Cambridge History of Eighteenth-Century Political Thought, ed. Mark Goldie and Robert Wokler, Cambridge University Press, 2006, p. 769-70
  2. The Age of Absolutism and Unbelief: Febronianism and Josephism @ ELCore.Net
  3. Nicholas Terpstra (2002), The Politics of Ritual Kinship: Confraternities, p. 272.
  4. Catholic Encyclopedia: Synod of Pistoia