Scooter (Band)

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Scooter
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Scooter auf dem Viva Comet 2010 in Berlin
Scooter auf dem Viva Comet 2010 in Berlin
Allgemeine Informationen
Genre(s) Eurodance, Hands up, Hard Trance, Happy Hardcore,
Gründung 1993 als The Loop
Website scootertechno.com
Gründungsmitglieder
H.P. Baxxter
Rick J. Jordan (bis 2014)
Synthesizer
Ferris Bueller (bis 1998)
Aktuelle Besetzung
Gesang
H.P. Baxxter
Synthesizer
Phil Speiser (aka. Dirty Disco Youth, seit 2014)
Synthesizer
Michael Simon (seit 2006)
Ehemalige Mitglieder
Synthesizer
Ferris Bueller (1993–1998)
Synthesizer
Axel Coon (1998–2002)
Synthesizer
Jay Frog (2002–2006)
Synthesizer, Audio Engineering
Rick J. Jordan (1993–2014)
Scooter beim Münchner Sommernachtstraum (2013)

Scooter [ˈskuːtɐ] ist eine deutsche Band im Bereich der elektronischen Tanzmusik, die aus vier Mitgliedern besteht, wobei Jens Thele nur im Hintergrund als Manager und Labelchef (Sheffield Tunes / Kontor Records) aktiv ist. Seit 1993 ist die Band international erfolgreich und verkaufte über 30 Millionen Tonträger. Scooter wurde durch Musikpreise wie den Echo ausgezeichnet. Gemessen an Chartsplatzierungen ist Scooter mit über 20 Top-Ten-Hits in den Media-Control-Single-Charts ein Rekordhalter und damit eine der erfolgreichsten Bands Deutschlands.

Geschichte[Bearbeiten]

1986–1993[Bearbeiten]

Der Frontmann von Scooter, H.P. Baxxter, lernte 1986 Rick J. Jordan, damals Keyboarder in mehreren hannoverschen Bands, über eine Kleinanzeige kennen. Sie gründeten zusammen mit H.P.s Schwester Britt und dem Schlagzeuger Slin Tompson (Nils Enghusen, ehemals The P.O.X.) die Synthie-Pop-Band Celebrate the Nun. Zwei Alben und fünf Singles wurden zwischen 1988 und 1991 veröffentlicht, wobei außer der Top-5-Platzierung der Single Will You Be There in den US-Dance-Charts der Erfolg ausblieb.[1] Nach der Auflösung der Gruppe baute sich Rick J. Jordan in seinem Keller sein erstes Tonstudio ein, wo er 1993 die CD Real Life von Crown of Creation produzierte. H.P. Baxxter fing beim Indie-Label Edel Music an zu arbeiten und lernte dort den heutigen Manager Jens Thele kennen. Eine Woche nach der Loveparade 1993 gründeten H.P. Baxxter, Rick J. Jordan, Jens Thele sowie Baxxters Cousin Sören Bühler (Künstlername: Ferris Bueller) die Remix-Band The Loop. Diese veröffentlichte Remixe für Marky Mark, Holly Johnson und RuPaul.

1993–1998[Bearbeiten]

Bei der Produktion des Tracks Vallée de Larmes entstand Scooter. Die Hauptsequenz des Tracks erinnerte an Kirmes und den bekannten Autoscooter. Der Track erschien Februar 1994 auf CD und erreichte in den deutschen Dance-Charts Platz 8.

Im Mai wurde Hyper Hyper veröffentlicht, dessen gleichnamige Vocals auf Annihilating Rhythm des schottischen Acts Ultra-Sonic basiert. Dieser Titel war stilbildend für viele der später produzierten Stücke Scooters. Hyper Hyper erreichte europaweit die Top 5. Dieses Ereignis beschrieb H.P. Baxxter mit den Worten „Da sitzt du jahrelang im Keller, produzierst wie ein Irrer, erlebst nur Flops, und wenn du denkst, jetzt wird es nichts mehr, hast du plötzlich einen europaweiten Top-Five-Hit.“

Nach Hyper Hyper wurde Scooter bereits als One-Hit-Wonder abgetan, die nachfolgenden Hits Move Your Ass!, Friends, Endless Summer und Back In The UK landeten jedoch allesamt in den Top 5 der Charts. Mit Back in the UK gelang Scooter sogar der Einstieg in die britischen Charts. Das im Januar 1995 veröffentlichte Debüt-Album …and the Beat Goes On! erreichte allerdings nur Platz 29. Die Folgealben Our Happy Hardcore und Wicked!, die beide 1996 veröffentlicht wurden, waren kommerziell erfolgreicher, die zweite Single-Auskopplung aus Our Happy Hardcore, Let Me Be Your Valentine, erreichte Platz 14 der Charts. Rebel Yell war eine Coverversion von Billy Idols gleichnamigem Hit von 1984. Mit Wicked! drosselten Scooter die bpm-Zahl deutlich. Die erste Auskopplung I’m Raving (basierend auf der Ballade Walking in Memphis von Marc Cohn aus dem Jahr 1991) erreichte Platz 4, die Ballade Break It Up Platz 15. In zahlreichen Songs fanden sich immer wieder entliehene Passagen aus der Radiosendung The Steve Mason Experience, die wöchentlich auf BFBS ausgestrahlt wurde, insbesondere aus den Vocals des gelegentlichen Gastes MC Mystic Man.

Im Folgejahr gelang mit dem Song Fire einer der höchsten Neueinstiege in die Singlecharts, welcher außerdem als Entrance- und Touchdown-Theme von Düsseldorf Rhein Fire Bekanntheit erlangte. Das Album Age of Love wurde veröffentlicht, und mit der Age-of-Love-Tour startete die erste Scooter-Hallentour. Ende des Jahres 1997 erschien mit No Fate eine eher ruhige Single. Die Single erreichte Platz 39 der Charts.

1998–2002[Bearbeiten]

Während der Produktion zu How Much Is the Fish? 1998 verließ Ferris die Band und wurde durch Axel Coon ersetzt. Kurz darauf wurde How Much is the Fish? veröffentlicht. Der Song wurde in Deutschland ein großer Erfolg. Die zweite Single-Auskopplung des am 20. Juli 1998 veröffentlichten Albums No Time to Chill wurde als Doppel-A-Single veröffentlicht. Sowohl für We Are the Greatest, als auch für I Was Made for Lovin’ You (Cover des gleichnamigen Hits der amerikanischen Rockband Kiss von 1979) wurde ein eigenes Musikvideo gedreht. Die Single war allerdings kein kommerzieller Erfolg.

Die nächste Single-Auskopplung des Albums No Time to Chill war Call Me Mañana. Diese erschien Anfang 1999 und enthielt wieder eine bekannte Melodiepassage aus James Brown Is Dead von L.A.Style (Denzil Slemming um 1991). Die Album-Version enthielt dieses Sample nicht.

Gegen Ende des Jahres wurde ein neues Album namens Back to the Heavyweight Jam veröffentlicht. Es brachte Scooter in Deutschland zum ersten Mal eine Gold-Auszeichnung für eine LP ein. Singles waren Faster Harder Scooter und Fuck the Millennium. Letzteres wurde für den Single-Release völlig umstrukturiert und hat mit der Album-Version nur noch einige Textstellen gemein. Hier wurde ebenfalls eine sehr bekannte fremde Melodie eingebaut: Wheels von Jimmy Torres aus dem Jahr 1960, von dem bereits dutzende Coverversionen existieren.

Die Single I'm Your Pusher (basierend auf Flieger, grüß mir die Sonne), die am 1. Mai 2000 erschien, wurde zum Titelsong der VIVA On Road Tour 2000 ernannt und war die erste Auskopplung aus dem folgenden Album Sheffield. Auch die zweite Single, She's the Sun, kam beim Publikum nicht an. Unter dem Pseudonym Ratty veröffentlichen Scooter im Jahr 2000 außerdem die Single Sunrise (Here I Am). Der Titel wurde in den Großraum-Techno-Clubs ein Hit. Rattys Nachfolge-Track Living on Video wurde dann kein großer Erfolg.

Für das Projekt Pop 2001 steuerten Scooter eine Coverversion des 1978er Hits Am Fenster der Band City bei.

Im Mai 2001 wurde die nächste Single, Posse (I Need You on the Floor), veröffentlicht, die es bis auf Platz 7 in Deutschland schaffte. Auch das neue Album We Bring the Noise! konnte sich durchsetzen. Die zweite Single-Auskopplung, Aiii Shot the DJ, schaffte es auf Platz 29. Im dazugehörigen Videoclip gibt es einen Gastauftritt des Komikers und Musikers Helge Schneider. Im Dezember wurde die Single Ramp! (The Logical Song), eine Coverversion des Supertramp-Songs The Logical Song veröffentlicht.

Bei der darauffolgenden Tour Anfang 2002 musste Axel ins Krankenhaus. DJ Jay Frog vertrat ihn. Kurz darauf trennt sich Axel Coon von Scooter und Jay Frog ersetzt ihn.

2002–2006[Bearbeiten]

Am 11. Februar 2002 wurde unter dem Pseudonym 3 A.M. die Single Nessaja zunächst ohne Gesang von H.P. auf Kontor Records veröffentlicht. Es enthält eine Textstelle aus einem gleichnamigen Lied von Peter Maffays Musicalreihe Tabaluga. Zwei Monate später erschien am 8. April 2002 auch die Version mit H.P. Baxxters Stimme. Der Song stieg von 0 auf 1 an die Spitze der deutschen Single-Charts. Im März 2003 veröffentlichte die Band das Album The Stadium Techno Experience.

Den letzten großen Auftritt hatten Scooter im März 2004 beim Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2004 mit dem Namen Germany 12 Points!, wo sie ihren Song Jigga Jigga! vortrugen. Sie erreichten den zweiten Platz hinter Max Mutzke. Im Februar bekamen Scooter zum zweiten Mal den Echo in der Kategorie Dance Act National verliehen. 2004 tourte Scooter mit der We Like It Loud-Tour zum zehnjährigen Bandbestehen durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Am 6. Dezember 2004 veröffentlichten Scooter die Nachfolge-Single von Shake That! (eine Coverversion von Shake Your Booty von KC and the Sunshine Band) namens One (Always Hardcore), die die Top 10 der Charts erreichte. Diese Single enthält eine nachgespielte Melodie aus Cappellas Move on Baby (1994). Die Vocals und eine weitere, dezente Melodie basieren außerdem auf dem Happy-Hardcore-Song Always Hardcore (Radio Mix) (dessen Vocals wiederum auf Pearl Jams Alive basieren) von Bodylotion (Neophyte) aus dem Jahre 1996.

2004 veröffentlichten sie auch ihr Studioalbum Mind the Gap, das unter anderem eine Coverversion des Songs Stripped von Depeche Mode enthielt in allen Versionen des Albums. Der gleiche Song erschien auch auf Ihren späteren Live-Album Excess All Areas. 2007 produzierten sie für den Song eine Orchester-Version, der als Download veröffentlicht wurde.

Am 7. März 2005 kam die Single Suavemente in den Handel, die den gleichnamigen Merengue-Hit von Elvis Crespo sampelt.

Am 9. September 2005 gaben Scooter zum ersten Mal ein Konzert in den USA. In der Allstate Arena (Chicago) waren Scooter nach drei lokalen DJs und Aquagen sowie den Benassi Brothers der Mainact und präsentierten 8000 Fans eine spektakuläre Show. Hier wurde auch die neue Single Hello! (Good to Be Back) zum ersten Mal vorgestellt.

Hello! (Good to Be Back) wurde am 14. Oktober 2005 veröffentlicht. Das Album Who’s Got the Last Laugh Now? erschien am 4. November 2005. Am 30. Dezember 2005 folgte die 33. Single Apache Rocks the Bottom!

Am 6. März 2006 starteten Scooter im deutschsprachigen Raum ihre Who’s Got the Last Laugh Now?-Tour in Hannover, die am 26. März 2006 mit dem Konzert in der Alsterdorfer Sporthalle zu Hamburg vor über 5.000 Fans endete. Hier wurde auch die neue Live-DVD aufgenommen, welche am 2. Juni 2006 in den Verkauf ging.

Scooter ist die erste deutsche Band, welche eine DVD (Excess All Areas) in HD-Qualität aufgenommen hat. Auch auf dieser DVD sind alle bisher erschienenen Videos der Band enthalten.

2006–2008[Bearbeiten]

Scooter in München (2008)

Seit dem 14. August 2006 ist der Hamburger DJ und Produzent Michael Simon neues Mitglied der Band. Er ersetzt Jay Frog. Mit diesem Wechsel beginnt bei Scooter nun das vierte Kapitel. Am 1. Dezember 2006 präsentierte die Band ihre neue Single Behind the Cow, welche Platz 17 der deutschen Charts erreichte. Das Album The Ultimate Aural Orgasm war ab dem 9. Februar 2007 im Handel erhältlich und schoss sofort auf Platz 6 der Album-Charts.

Am 23. März 2007 erschien die zweite Singleauskopplung, Lass uns tanzen, welche es auf Platz 19 der Single-Charts schaffte. Im April 2007 folgte eine Club-Tour.

Am 7. August 2007 trat die Band als Live-Act bei der Hochzeit von Gülcan und Sebastian Kamps auf, wo sie ein Medley, das aus The Question Is What Is the Question?, Maria (I Like It Loud) und One (Always Hardcore) bestand, spielten. Am 10. August erschien die Single The Question Is What Is the Question?, wodurch Scooter es geschafft haben, als einzige deutsche Band in Deutschland 20 Top-10 Hits in ihrer Karriere zu platzieren. The Question Is What Is the Question? erreichte Platz 5 der Deutschen Single Charts.[2]

Am 30. November 2007 erschien das 13. Scooter-Album Jumping All Over the World. Eine Woche zuvor, am 23. November 2007, erschien bereits die Singleauskopplung And No Matches aus diesem Album. Damit erschien erstmals wieder seit 1996 ein zweites Studioalbum innerhalb eines Jahres. Die neue Single And No Matches erreichte auf Anhieb Platz 9 der deutschen Single Charts und ist somit der 21. Top-Ten-Hit von Scooter. Am 1. Februar 2008 wurde die 3. Singleauskopplung, Jumping All Over the World, veröffentlicht. Die Single wurde zur Albumversion leicht verändert und erreichte Platz 15 der deutschen Singlecharts. In dem Video sind Jumpstyle-Tänzer auf der ganzen Welt zu sehen, unter anderem in Berlin vor dem Fernsehturm, in Paris vor dem Eiffelturm, in der Wüste von Tunesien, in Indien vor dem Taj Mahal und in London am Piccadilly Circus. Ende März begann die Jumping All Over the World Tour in Karlsruhe und endete Mitte April in Köln. Die Jumping All Over the World-Tour gilt als die erfolgreichste Scooter-Tour seit Bestehen der Band. Die vierte Singleauskopplung, eine komplett überarbeitete Version von I'm Lonely, erlangte #8 in den deutschen Single Charts. Am 30. April 2008 wurde das Album Jumping All Over the World in England veröffentlicht und erlangte am 11. Mai 2008 Platz 1 in den offiziellen englischen Album Charts als auch eine Platinauszeichnung für 300.000 verkaufte Alben. In derselben Woche gewann Scooter den Golden Music Award für das Album Jumping All Over the World, das sich bis dato 100.000-mal in Deutschland verkaufte. Insgesamt verkaufte sich der Tonträger in Deutschland 175.000-mal. Das Album stellt für Scooter einen Chartrekord dar: Kein anderes Album der Band blieb so lange in den Charts (38 Wochen). Für einen weiteren Verkaufsschub sorgte die Wiederveröffentlichung des Albums unter dem Titel Jumping All Over the World - Whatever You Want. Die neue Version enthielt neben der überarbeiteten Version von I’m Lonely sieben neue „alte“ Tracks; erfolgreiche Scooter-Singles wurden unter dem Projektnamen Hands on Scooter von diversen Künstlern wie der Bloodhound Gang oder den Klostertalern neu interpretiert. Der Song Beweg dein Arsch (Move Your Ass) von Sido erschien als Single, die die deutschen Top 20 erreichte.

Eine zweite CD des Albums enthielt sämtliche Top-Ten-Hits der Band und den neuen Song Jump That Rock (Whatever You Want), der, ebenfalls als Single veröffentlicht, auf Platz 11 der deutschen Charts kletterte.

Am 20. Dezember spielte die Band das letzte Konzert ihrer Jumping All Over the World Tour vor etwa 4000 Besuchern in der Bielefelder Stadthalle und beendete somit eines der erfolgreichsten Jahre ihrer bisherigen Bandgeschichte.

2009–2013[Bearbeiten]

Scooter in München (2012)
Scooter in München (2012)

Am 14. August 2009 veröffentlichten Scooter die Single J’adore Hardcore als Vorboten für das neue Album Under the Radar over the Top. Die Single erreichte Platz 12 in den Deutschen Single-Charts. Neben dem Album erschien am 2. Oktober 2009 auch die zweite Auskopplung Ti Sento, eine Cover-Version des gleichnamigen Songs der italienischen Band Matia Bazar aus dem Jahr 1985. Die weiblichen Vocals stammen von Antonella Ruggiero, die bereits das Original sang. Die Sängerin ist auch in dem Video Ti Sento zu sehen. Der Song stieg direkt auf Platz 11 der Charts ein, konnte sich in der folgenden Woche aber auf Platz 10 verbessern und ist somit der 23. Top Ten-Hit der Gruppe.

Am 27. November wurde die Single The Sound Above My Hair veröffentlicht.

Mit Stuck on Replay lieferten Scooter das offizielle Lied der Eishockeyweltmeisterschaft 2010, die im Mai 2010 in Deutschland stattfand. Die Single ist im März erschienen. Zudem traten Scooter beim Eröffnungsspiel Deutschland - USA live vor 77.803 Zuschauern in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen auf.[3]

Im März 2010 begannen Scooter ihre Under-the-Radar-over-the-Top-Tour zum gleichnamigen Album.

Am 15. April 2011 wurde die Single Friends Turbo veröffentlicht. Sie ist auch der Soundtrack des am 21. April 2011 in den Kinos angelaufenenen Films New Kids – Turbo. Am 20. Mai 2011 veröffentlichten Scooter die Single The Only One.

Scooter engagierten sich darüber hinaus für das Lesen- und Schreibenlernen. Im Rahmen der Kampagne „iCHANCE“, die vom Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung durchgeführt wird, gab H.P. Baxxter sein Statement gegen Analphabetismus ab.[4][5]

Am 14. Oktober 2011 erschien mit der Single David Doesn’t Eat das neue Album The Big Mash Up. In diesem Album, aus dem insgesamt vier Singles ausgekoppelt wurden, integrierte Scooter die immer populärer werdende elektronische Musikrichtung Dubstep, was unter den Fans polarisierend wirkte. Als Besonderheit des Albums war auf einer separaten CD der sogenannte Suck My Megamix, ein 80-minütiger Mix sämtlicher bis dahin erschienenen Singles, beigelegt. Außerdem erschienen von dem Album zwei Ausgaben mit einer dritten Disc im Digipack; in der ersten „Limited Edition“ die DVD des Stadium Techno Inferno in der Hamburger Imtech Arena, in der zweiten „Tour Edition“ (zur gleichnamigen Livetournee) die offizielle „Toursingle“ It's a Biz.

Am 7. September 2012 erschien die Single 4 AM als Vorabveröffentlichung des neuen Albums Music for a Big Night Out, das am 2. November 2012 veröffentlicht wurde. Auf diesem Album, mit dessen Erscheinung auch die Single Army Of Hardcore veröffentlicht wurde, finden sich kaum Dubstep-Elemente, dafür aber mehr House- und Progressive-Trance-Elemente. Das Album konnte sich im Gegensatz zum verhältnismäßig schlecht angenommenen The Big Mash Up auch unter den Top Ten der deutschen Charts platzieren.

Anlässlich des 20-jährigen Bandjubiläums gab die Band 2013 bekannt, alle Scooter-Alben bis einschließlich The Big Mash Up in einer Sonderedition namens 20 Years Of Hardcore neu aufzulegen.[6] Diese remasterten Fassungen enthalten neben dem jeweiligen Originalalbum auch Singleversionen und Remixe sowie B-Seiten. Außerdem bilden alle Digipacks nebeneinandergestellt ein Rückenmotiv, das H.P. Baxxter zeigt.

2014 bis heute[Bearbeiten]

Seit dem Jahr 2014 ist Phil Speiser neues Mitglied der Band. Er ersetzt das Gründungsmitglied Rick J. Jordan. Dieser Wechsel läutet bei Scooter das fünfte Kapitel ein. Am 23. Mai 2014 präsentierte die Band ihre neue Single Bigroom Blitz. Hierbei handelt es sich um eine weitere Coverversion. Des Weiteren enthält das Lied einen Rap-Part des US-amerikanischen Rappers Wiz Khalifa, der ursprünglich vom Lied Yoko von Berner, Chris Brown und Khalifa stammt. Über die Rechte zum Verwenden von Khalifas Vocals auf diesem Track verfügt das Plattenlabel Kontor Records, bei dem Scooter unter Vertrag steht.

Bandmitglieder[Bearbeiten]

H.P. Baxxter[Bearbeiten]

H.P. Baxxter, 2013
Hauptartikel: H.P. Baxxter

H.P. Baxxter (* 16. März 1964 in Leer (Ostfriesland); bürgerlich Hans Peter Geerdes) gründete Scooter 1993 und ist noch heute Frontmann. Baxxter studierte einige Semester Jura, absolvierte dann jedoch eine Lehre zum Industriekaufmann. Dem folgte eine Arbeit in einem Plattenladen. Bei einem Auftritt von Jordan und Bueller 1993 trat er spontan als MC auf – Scooter war geboren. Neben seinen Shouts ist H.P. auch dafür bekannt, sich für jedes Album ein Alias zuzulegen (z. B. Chicks Terminator, Mic Enforcer, Whistling Dave, MC H.P.). Am 6. Mai 2006 heiratete Hans Peter seine Freundin Simone, von der er sich 2011 trennte. Er lebt heute im Hamburger Stadtteil Duvenstedt.

Rick J. Jordan (1993 bis 2014)[Bearbeiten]

Rick J. Jordan
Hauptartikel: Rick J. Jordan

Rick J. Jordan (* 1. Januar 1968 in Hannover, eigentlich Hendrik Stedler) lebt heute, genau wie Baxxter, in Hamburg. Er lernte mit fünf Jahren Klavier spielen und ist heute bei Scooter sowohl für den Bereich „Musikalisches“ als auch für das Sounddesign zuständig. Außerdem ist der studierte Tonmeister für den Endmix der Produktionen hauptverantwortlich. Am 15. Oktober 2013 wurde bekanntgegeben, dass Jordan die Band verlassen wird. Ein letzter gemeinsamer Auftritt fand beim Abschlusskonzert der 20 Years Of Hardcore-Tour am 24. Januar 2014 in Hamburg statt.[7]

Ferris Bueller (1993 bis 1998)[Bearbeiten]

Ferris Bueller (* 29. September 1971 in Freiburg, eigentlich Sören Bühler) ist der Cousin von Baxxter und verließ die Band bei der Vorproduktion von How much is the Fish?. Seinen Künstlernamen wählte Bueller aufgrund der gleichnamigen Hauptrolle des Filmes Ferris macht blau.

Er veröffentlichte nach seiner Zeit bei Scooter mehrere Singles. Bekannt ist das Cover von Bryan Adams' Hit Heaven.

DJ Axel Coon (1998 bis 2002)[Bearbeiten]

DJ Axel Coon (* 23. März 1975 in Hamburg, eigentlich Axel Broszeit) veröffentlichte nach dem Ausstieg bei Scooter die Single Close to You (2002). Im Jahr 2004 kam die Nachfolge-Single Lamenting City. Derzeit ist er mit Kelly Trump liiert und wohnt mit ihr in Gelsenkirchen. Sie lernten sich beim Videodreh zu Ramp – The Logical Song kennen.

Jay Frog (2002 bis 2006)[Bearbeiten]

Jay Frog (* 7. Mai 1976 in Ludwigshafen, eigentlich Jürgen Frosch) begann im Kindesalter seine musikalische Karriere mit dem Umgang mit Flöten und Xylophonen. Als Jugendlicher wechselte er dann zur Gitarre und spielte in einer Band. Nebenbei legte er Platten in einer Tanzschule auf, was er allerdings nicht lange tat, da er sich bei der Auswahl nicht an den Charts orientierte. Beeindruckt von den Spielesounds seines Amigas, begann er zu sampeln und zu mixen. Zu dieser Zeit beendete er das Technische Gymnasium Ludwigshafen mit dem Abitur. Nach seiner Zivildienstzeit fing er 1997 mit einer Ausbildung als Industriekaufmann an, welche er 1999 abschloss. Heute ist Jay Frog einer der Resident DJs in einem Club in Hamburg, dem H1-Club & Lounge.

Michael Simon Minsk 2009

Michael Simon (seit 2006)[Bearbeiten]

An Frogs Stelle trat der Hamburger DJ und Produzent Michael Simon (* 29. August 1972). Er machte das erste Mal Mitte der 1990er mit seinem Dance-Projekt Shahin & Simon auf sich aufmerksam. Die Verbindung zwischen Michael Simon und Scooter ist nicht neu: Bereits 1996 fertigte er mit seinem Produktionspartner Shahin Moshirian Remixe für die Band an (I'm Raving, Let Me Be Your Valentine) und war mit Shahin & Simon sogar als Vorgruppe für Scooter mit auf Tour. Im Gegenzug dazu produzierten Scooter den Mix zu Shahin & Simons Single Do the Right Thing, dessen Refrain auf dem des gleichnamigen 1989er Hits von Redhead Kingpin and the F.B.I. basiert.

Phil Speiser (seit 2014)[Bearbeiten]

Als Ersatz für das Gründungsmitglied Rick J. Jordan wurde Phil Speiser 2014 Mitglied der Band. Bereits im Jahr 2013 arbeitete er mit H.P. Baxxter und Michael Simon für die Single Sweater Weather zusammen.

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Scooter/Diskografie
Übersicht über die Studioalben

Tour[Bearbeiten]

  • 1997: The Age of Love Tour '97
  • 1999: No Time To Chill Tour '99
  • 2000: Sheffield Tour 2000
  • 2002: Push The Beat For This Jam Tour 2002
  • 2004: We Like It Loud! Tour 2004
  • 2006: Who's Got The Last Laugh Now Tour 2006
  • 2007: Lass Uns Tanzen Club Tour 2007
  • 2008: Jumping All Over The World Tour 2008
  • 2010: Under The Radar Over The Top Tour 2010
  • 2010: Stuff The Turkey X-Mas Tour 2010
  • 2012: The Big Mash Up Tour 2012
  • 2014: 20 Years Of Hardcore Tour 2014

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Comet
    • 2000: für Dance Act
    • 2003: für Dance Act
    • 2010: Platin-Comet
  • Echo
    • 2003: für Dance-Single des Jahres National[8]
    • 2004: für Dance-Produktion des Jahres National[9]
  • The Dome
    • 2009: für 20 absolvierte Auftritte (bei The Dome 52)

Literatur[Bearbeiten]

  • Max Dax mit Robert Defcon: Scooter. Always Hardcore. Edel, Hamburg 2013, ISBN 978-3-8419-0243-6. (Bandbiografie mit zahlreichen Fotos aus Privatarchiven)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Scooter – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bandbeschreibung in: Blazek, Matthias: Das niedersächsische Bandkompendium 1963–2003 – Daten und Fakten von 100 Rockgruppen aus Niedersachsen, Celle 2006, S. 34 f., ISBN 978-3-00-018947-0. Nach dem Weggang von Rick J. Jordan und H.P. Baxxter wurde aus der Band Celebrate the None.
  2. „Scooter sind die Single-Champions“, Artikel bei RauteMusik.FM.
  3. WM-Song von Scooter auf sport1.de.
  4. iCHANCE Profi Portal: Promis. Abgerufen am 2. August 2011.
  5. YouTube: H.P. Baxxter von Scooter über seine Musik und Schulzeit. 5. September 2008, abgerufen am 2. August 2011.
  6. Übersicht auf der Webseite von Kontor Records.
  7. Scooter: Rick J. Jordan steigt aus auf laut.de vom 16. Oktober 2013 (abgerufen am 22. Oktober 2013).
  8. Preisträger Echo 2003 (Version vom 27. Juli 2011 im Internet Archive).
  9. Die Preisträger Echo 2004 (Version vom 27. Juli 2011 im Internet Archive).