Scott Mellanby

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KanadaKanada Scott Mellanby Eishockeyspieler
Scott Mellanby
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 11. Juni 1966
Geburtsort Montréal, Québec, Kanada
Größe 185 cm
Gewicht 95 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Rechter Flügel
Schusshand Rechts
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 1984, 2. Runde, 27. Position
Philadelphia Flyers
Spielerkarriere
1984–1986 University of Wisconsin-Madison
1986–1991 Philadelphia Flyers
1991–1993 Edmonton Oilers
1993–2001 Florida Panthers
2001–2004 St. Louis Blues
2004–2007 Atlanta Thrashers

Scott Edgar Mellanby (* 11. Juni 1966 in Montréal, Québec) ist ein ehemaliger kanadischer Eishockeystürmer und derzeitiger -trainer, der zwischen 1986 und 2007 für die Philadelphia Flyers, Edmonton Oilers, Florida Panthers, St. Louis Blues und Atlanta Thrashers in der National Hockey League spielte.

Karriere[Bearbeiten]

Scott Mellanby begann seine Karriere in der MTJHL und wurde im NHL Entry Draft 1984 von den Philadelphia Flyers in der zweiten Runde an Position 27 ausgewählt. Danach ging er auf die University of Wisconsin, wo er für deren Eishockeyteam zwei Jahre spielte. Am Ende des zweiten Jahres kam er zu seinen ersten zwei Einsätzen in der National Hockey League.

Ab der Saison 1986/87 war er Stammspieler der Flyers und konnte mit ihnen in dieser Saison ins Stanley Cup-Finale einziehen, wo sie den Edmonton Oilers unterlagen. In der Saison 1989/90 fiel er längere Zeit ein, da er sich in einer Kneipenschlägerei schwer verletzte, als er einem Freund helfen wollte. Mit einer zerschlagenen Bierflasche zog er sich einen tiefen Schnitt im Arm zu, durch den vier Sehnen, ein Nerv und eine Arterie durchtrennt wurden. Im Krankenhaus konnten bleibende Schäden mit einer Operation verhindert werden, aber Mellanby stand kurz davor, dass sein Arm hätte amputiert werden müssen.

1991 wurde er zu den Edmonton Oilers transferiert, für die er zwei Jahre spielte. Im NHL Expansion Draft 1993 wurde er von den Oilers nicht gesperrt, sodass er von den Florida Panthers ausgewählt wurde. Dort hatte er die beste Zeit seiner Karriere. Ein Publikumsliebling wurde er, als er in der Mannschaftskabine eine Ratte mit seinem Hockeyschläger tötete. Als das publik wurde, warfen die Fans bei jedem Tor der Panthers Plastikratten aufs Eis. Die beste Saison seiner Karriere hatte Mellanby 1995/96, als er 70 Punkte holte und mit den Panthers bis ins Stanley Cup-Finale kam, wo sie gegen die Colorado Avalanche verloren. Außerdem kam er zu seiner ersten und einzigen Teilnahme im NHL All-Star Game.

Scott Mellanby (rechts) verfolgt Stephen Weiss

1997 wurde er Mannschaftskapitän der Panthers und blieb es, bis er 2001 zu den St. Louis Blues transferiert wurde. Nachdem es mit seiner Punkteausbeute im Laufe der Jahre immer weiter bergab ging, konnte er sich in St. Louis noch einmal aufraffen und schaffte 2002/03 noch einmal 57 Punkte.

Nachdem Ausfall der NHL-Saison 2004/05 erhielt er keinen neuen Vertrag von den Blues, weshalb er zu den Atlanta Thrashers wechselte, die ihn direkt zum Mannschaftskapitän ernannten. Im Sommer 2006 erhielt er einen neuen Ein-Jahres-Vertrag in Atlanta.

In der Saison 2006/07 zeigte Mellanby mit 36 Punkten wieder eine solide Leistung und führte zusammen mit seinen jungen Teamkameraden, wie Marián Hossa, Ilja Kowaltschuk und Kari Lehtonen, die Thrashers erstmals in ihrer Geschichte in die Playoffs. Doch dort unterlagen sie den New York Rangers deutlich in vier Spielen.

Wenige Wochen später beendete Mellanby im Alter von 40 Jahren seine Karriere. Zum Zeitpunkt seines Karriereendes war er mit 1.431 Spielen unter den aktiven Spielern, der mit den zweitmeisten Spielen. Trotz der Vielzahl an absolvierten Spielen, konnte er nie den Stanley Cup gewinnen. Nur Mike Gartner (1.432 Spiele) und Phil Housley (1.495 Spiele) waren öfter in der NHL im Einsatz ohne den Stanley Cup gewonnen zu haben.

Nach seinem Karriereende war Mellanby während der Saison 2007/08 als Experte in der Eishockeysendung Hockey Night in Canada tätig, die sein Vater Ralph Mellanby lange Zeit als ausführender Produzent leitete.

Im Mai 2008 schloss sich Mellanby den Vancouver Canucks an, wo er als Berater von General Manager Mike Gillis tätig war. Am 1. Juni 2010 wurde bekannt, dass er ab der Saison 2010/11 die Position des Assistenztrainers bei seinem früheren Verein, den St. Louis Blues, übernimmt.[1]

Zusammen mit den beiden Eishockeytorhüter Olaf Kölzig und Byron Dafoe ist er Gründungsmitglied von Athletes Against Autism, eine Organisation von Sportlern, die in ihrer Familie oder im Bekanntenkreis von Autismus betroffen sind. Mellanbys Sohn Carter leidet an der Entwicklungsstörung.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. blues.nhl.com, Mellanby Hired as Assistant Coach

Weblinks[Bearbeiten]