Scott Nichol

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KanadaKanada Scott Nichol Eishockeyspieler
Scott Nichol
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 31. Dezember 1974
Geburtsort Edmonton, Alberta, Kanada
Größe 173 cm
Gewicht 78 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Center
Nummer #21
Schusshand Rechts
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 1993, 11. Runde, 272. Position
Buffalo Sabres
Spielerkarriere
1992–1994 Portland Winter Hawks
1994–2000 Rochester Americans
2000–2001 Detroit Vipers
2001–2003 Calgary Flames
2003–2004 Chicago Blackhawks
2004–2005 London Racers
2005–2009 Nashville Predators
2009–2011 San Jose Sharks
2011–2013 St. Louis Blues

Scott B. Nichol (* 31. Dezember 1974 in Edmonton, Alberta) ist ein kanadischer Eishockeyspieler auf der Position des Centers, der während seiner aktiven Laufbahn von 1992 bis 2013 unter anderem für die Buffalo Sabres, Calgary Flames, Chicago Blackhawks, Nashville Predators, San Jose Sharks und St. Louis Blues in der National Hockey League aktiv war.

Karriere[Bearbeiten]

Nichol spielte als Jugendlicher in der Saison 1991/92 zunächst für die Calgary AAA Flames in der Alberta Midget Hockey League, ehe er im Sommer 1992 in die höherklassige Western Hockey League wechselte. Dort schloss er sich den Portland Winter Hawks an. Der Stürmer verblieb insgesamt zwei Spielzeiten in Portland und wurde nach dem ersten Jahr in der Liga – trotz seiner für einen Eishockeyspieler geringen Körpergröße von 1,73 Metern – im NHL Entry Draft 1993 in der elften Runde an 272. Stelle von den Buffalo Sabres ausgewählt. Zuvor hatte Nichol mit den Winter Hawks das Finale um die WHL-Meisterschaft im siebten Spiel gegen die Swift Current Broncos verloren. Auch im folgenden Spieljahr erreichte das Team souverän die Playoffs, konnte den Meisterschaftsgewinn nach dem Ausscheiden im Halbfinale dennoch nicht verwirklichen. Der Center sammelte in den zwei Spielzeiten in insgesamt 158 Partien 184 Scorerpunkte sowie 347 Strafminuten.

Nach der Saison 1993/94 wechselte der 19-jährige in den Profibereich, nachdem er in der Off-Season einen Vertrag im Franchise der Buffalo Sabres unterzeichnet hatte. Dieser war sowohl für die National Hockey League als auch die American Hockey League gültig. Größtenteils kam Nichol in den folgenden sechs Spielzeiten in der AHL beim Sabres-Farmteam, den Rochester Americans, zum Einsatz und entwickelte sich dort zu einem soliden Scorer mit den Zügen eines sogenannten Agitators. Die größten Erfolge in dieser Zeit waren sein Debüt für die Sabres in der NHL im Verlauf der Saison 1995/96, als er in zwei Begegnungen zum Einsatz kam, sowie der Gewinn des Calder Cups mit den Rochester Americans am Ende der gleichen Saison. Sein persönlich erfolgreichstes Jahr für die Americans absolvierte Nichol in der folgenden Spielzeit, in der er 43 Punkte in 68 Partien beisteuern konnte. Zudem kam er in der Saison 1997/98 zu weiteren drei NHL-Einsätzen für die Sabres. Nach dem Spieljahr 1999/2000, in der der Stürmer wegen einer Knieverletzung lange ausgefallen war, endete sein Engagement in der Organisation der Sabres. Der Free Agent schloss sich daraufhin für ein Jahr den Detroit Vipers aus der International Hockey League an, die zu diesem Zeitpunkt als Farmteam der Tampa Bay Lightning fungierten. Für Tampa kam Nichol jedoch nicht zum Einsatz.

Im Sommer 2001 lief der Vertrag des Kanadiers erneut aus, woraufhin er zu den Calgary Flames wechselte, bei denen er einen Zweijahres-Vertrag unterschrieben hatte. Bei den Flames gelang dem inzwischen 26-jährigen der Durchbruch, als er sich einen Stammplatz im NHL-Kader des Teams erarbeiten konnte. In den folgenden zwei Spielzeiten zwischen 2001 und 2003 bestritt er 128 Partien für Calgary und erreichte 27 Scorerpunkte, obwohl ihn mehrere Verletzungen immer wieder zurückgeworfen hatten. Sein Vertrag wurde im Sommer 2003 nicht verlängert und die Chicago Blackhawks sicherten sich für ein Jahr die Dienste des kleingewachsenen Centers. Auch bei den Blackhawks wusste Nichol zu überzeugen und stellte neue Karrierebestmarken in den Kategorien Spiele, Vorlagen und Punkte auf. Seine negative Plus/Minus-Bilanz zeigte – wie schon in Calgary – Schwächen im Defensivspiel aus.

Nichol im Trikot der San Jose Sharks

Da die NHL-Saison 2004/05 wegen des Lockouts ausfiel, wechselte Nichol nach Europa, wo er am 26. Oktober 2004 einen Vertrag bei den London Racers aus der britischen Elite Ice Hockey League unterschrieben hatte. In diversen Wettbewerben auf der Insel kam der Kanadier auf insgesamt 24 Einsätze, in denen er 28 Punkte sowie 102 Strafminuten sammelte. Zur Spielzeit 2005/06 wurde der Spielbetrieb in der NHL wieder aufgenommen und die Nashville Predators sicherten sich im August 2005 die Dienste Nichols. Zunächst gehörte der Stürmer zum Stammpersonal des Teams, brach sich dann aber im November 2005 den Fuß. Er kehrte nach einer zweimonatigen Verletzungspause im Januar des folgenden Jahres zurück und spielte sechs Mal für die Milwaukee Admirals in der AHL, um Spielpraxis zu erlangen. Für Nashville reichte es zu 34 Einsätzen, nachdem er zwischenzeitlich wegen einer Kopfverletzung erneut pausieren musste. Ab der Spielzeit 2006/07 wurde er regelmäßiger eingesetzt, da er auch seltener verletzt war. Lediglich ein gebrochener Daumen zum Ende der regulären Saison ließ ihn elf Partien aussetzen. Allerdings überschattete ein Zwischenfall die Saison, da Nichol am 21. Dezember 2006 für neun Spiele suspendiert worden war, nachdem er Jaroslav Špaček, der ihn zuvor hart gecheckt hatte, als Revanche von hinten auf dem Kopf schlug. In der Folgezeit rehabilitierte sich Nichol und egalisierte in der Saison 2007/08 seine Punktausbeute aus dem Spieljahr 2003/04, als er für die Blackhawks aufgelaufen war. Zudem besserte sich auch seine Plus/Minus-Bilanz. Eine Gehirnerschütterung limitierte ihn in der Saison 2008/09 auf 43 Einsätze, nachdem er im Jahr zuvor weitestgehend verletzungsfrei geblieben war. Da sein Vertrag nach Ende der Saison auslief, verpflichteten ihn am 15. Juli 2009 die San Jose Sharks für ein Jahr.

Am 5. Juli 2011 unterzeichnete Nichol einen Kontrakt für ein Jahr bei den St. Louis Blues. Nachdem er auch die Saison 2012/13 bei den Blues gespielt hatte, gab er am 5. Juni 2013 bekannt, dass er seine aktive Laufbahn beenden werde und sich fortan seinem ehemaligen Klub, den Nashville Predators, als director of player development anschließen werde.[1]

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten]

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1992–93 Portland Winter Hawks WHL 67 31 33 64 146 16 8 8 16 41
1993–94 Portland Winter Hawks WHL 65 40 53 93 144 10 3 8 11 16
1994–95 Rochester Americans AHL 71 11 16 27 136 5 0 3 3 14
1995–96 Rochester Americans AHL 62 14 17 31 170 19 7 6 13 36
Buffalo Sabres NHL 2 0 0 0 10
1996–97 Rochester Americans AHL 68 22 21 43 133 10 2 1 3 26
1997–98 Rochester Americans AHL 35 13 7 20 113 17 0 6 6 18
Buffalo Sabres NHL 3 0 0 0 4
1998–99 Rochester Americans AHL 52 13 20 33 120
1999–00 Rochester Americans AHL 37 7 11 18 141 12 0 3 3 10
2000–01 Detroit Vipers IHL 67 7 24 31 198 11 1 1 2 12
2001–02 Calgary Flames NHL 60 8 9 17 107
2002–03 Calgary Flames NHL 68 5 5 10 149
2003–04 Chicago Blackhawks NHL 75 7 11 18 145
2004–05 London Racers EIHL 24 9 19 28 102
2005–06 Nashville Predators NHL 34 3 3 6 79 3 0 0 0 2
Milwaukee Admirals AHL 6 3 5 8 18
2006–07 Nashville Predators NHL 59 7 6 13 79 5 0 0 0 17
2007–08 Nashville Predators NHL 73 10 8 18 72 2 0 0 0 0
2008–09 Nashville Predators NHL 43 4 6 10 41
2009–10 San Jose Sharks NHL 79 4 15 19 72 15 1 1 2 17
2010–11 San Jose Sharks NHL 56 4 3 7 50 15 0 0 0 26
2011–12 St. Louis Blues NHL 80 3 5 8 83 9 0 1 1 14
2012–13 St. Louis Blues NHL 30 1 0 1 25
WHL gesamt 132 71 86 157 290 26 11 16 27 57
AHL gesamt 331 83 97 180 831 63 9 19 28 104
IHL gesamt 67 7 24 31 198 11 1 1 2 12
NHL gesamt 662 56 71 127 916 49 1 2 3 76
EIHL gesamt 24 9 19 28 102

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nichol retires to join Predators' front office. nhl.com, 5. Juni 2013, abgerufen am 14. August 2013.