Scott Speed

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Scott Speed
Scott Speed 2006
Status aktiv
NASCAR-Sprint-Cup-Statistik
Beste Platzierung 30. – (2010)
Starts Siege Poles Top-10
76 3
NASCAR-Nationwide-Series-Statistik
Beste Platzierung 34. – (2009)
Starts Siege Poles Top-10
13 1 8
NASCAR-Camping-World-Truck-Series-Statistik
Beste Platzierung 21. – (2008)
Starts Siege Poles Top-10
16 1 1 9
Datenstand: 22. November 2010
Scott Speed
Automobil-/Formel-1-Weltmeisterschaft
Nation: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Erster Start: Großer Preis von Bahrain 2006
Letzter Start: Großer Preis von Europa 2007
Konstrukteure
2006–2007 Toro Rosso
Statistik
WM-Bilanz: WM-20. (2006)
Starts Siege Poles SR
28
WM-Punkte:
Podestplätze:
Führungsrunden: — über 0 km
Vorlage:Infobox Formel-1-Fahrer/Wartung/Alte Parameter

Scott Andrew Speed (* 24. Januar 1983 in Manteca, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Automobilrennfahrer. Er startete 2006 und 2007 in der Formel 1 und war zuletzt in der NASCAR aktiv.

Karriere[Bearbeiten]

Anfänge im Motorsport[Bearbeiten]

Die Karriere von Scott Speed begann im Alter von 12 Jahren beim Kart, mit dem er sich von 1995 bis 2000 beschäftigte, bevor er 2001 in die Formel-Serie aufstieg und in der US Formel Russell Champion wurde. Er fuhr sowohl in der US Barber Formel Dodge als auch 2002 in der Star Mazda Series, wobei er keinen der beiden Titel gewinnen konnte. 2003 startete er für das ADR Team in der britischen Formel 3. 2004 gewann Scott Speed zwei Championship-Titel: den ersten im Formel Renault 2000 Eurocup und den zweiten in der deutschen Formel Renault.

Durch seine guten Leistungen konnte er 2005 in der Eröffnungssaison der GP2-Serie als Nummer zwei für das iSport-Team neben Can Artam fahren, später wurde er zum ersten Fahrer des Teams. Er bestritt insgesamt 13 Rennen, erreichte eine Pole Position und schloss die Saison mit 67,5 Punkten als Dritter hinter Nico Rosberg und Heikki Kovalainen ab. Während des Großen Preis von Kanada 2005 arbeitete Scott Speed als Testfahrer für Red Bull Racing und wurde somit der erste US-amerikanische Fahrer seit Michael Andretti, der wieder an einem Formel-1-Wochenende teilnahm. Außerdem nahm Scott Speed im gleichen Jahr für das Team USA in der A1GP-Rennserie teil.

Formel 1[Bearbeiten]

Speed beim GP von Kanada 2006

Nachdem Red Bull Racing Minardi übernommen hatte, gaben sie die Gründung der Scuderia Toro Rosso mit Scott Speed und Vitantonio Liuzzi als Fahrer bekannt. Beim Australien-Grand-Prix 2006 erreichte er als achter Fahrer die Zielflagge und holte somit für die Scuderia Toro Rosso zunächst einen WM-Punkt. Später wurde ihm diese Platzierung aberkannt, weil er während einer der zahlreichen Safety-Car-Phasen überholt hatte. Der achte Platz (und damit der WM-Punkt) wurde David Coulthard, dem ersten Fahrer des Mutterteams Red Bull Racing zugesprochen. Da er bei der Verhandlung den Schotten wüst beschimpfte, musste er zudem noch 5000 $ Strafe zahlen.

Speed beendete die Saison ohne Punkte, und es war lange fraglich, ob er auch 2007 im Cockpit sitzen würde. Nach Tests von Sébastien Bourdais wurde Speed erst kurz vor Saisonbeginn als zweiter Fahrer neben Liuzzi bestätigt - offenbar eine Maßnahme, von der sich Toro Rosso erhoffte, dass sich der US-Amerikaner 2007 steigern würde.

Dennoch hatte Speed auch weiter mit dem schwierig zu fahrenden Auto zu kämpfen. Nach dem Großen Preis von Europa, wo der US-Amerikaner wie sein Teamkollege Liuzzi, der allerdings einen mechanischen Defekt zu beklagen hatte, im Regen von der Strecke rutschte, kam es zu einem Streit mit Teamchef Franz Tost. Laut Speed habe Tost ihm die Faust in den Rücken gerammt und ihn gegen eine Wand gestoßen.[1]

Nach diesem Vorfall gab es keine Basis mehr für eine gemeinsame Zusammenarbeit. Nach langen Spekulationen durch die Fachpresse gab Toro Rosso am 31. Juli 2007 bekannt, dass Scott Speed ab dem Großen Preis von Ungarn durch den damaligen Testfahrer von BMW Sauber, Sebastian Vettel, ersetzt wird.

NASCAR[Bearbeiten]

Im Jahr 2007 gab Speed zur Vorbereitung auf seine NASCAR-Karriere sein Stockcar-Debüt in der ARCA Racing Series. Am 26. April 2008 erlangte er seinen ersten Stockcar-Sieg bei dem ARCA-RE/MAX-Series-Rennen auf dem Kansas Speedway. Es folgten drei weitere Siege, so dass Speed eine Chance hatte, die Meisterschaft zu gewinnen. Im Laufe des letzten Saisonrennens kam es zu einer Kollision mit Meisterschaftsanwärter Ricky Stenhouse Jr. Daraufhin rammte Speed Stenhouse Jr. absichtlich. Aufgrund dessen musste er sich harsche Kritik aus den Reihen der NASCAR und ARCA gefallen lassen.

Neben seinem ARCA-Engagement beteiligte sich Speed auch an Rennen der NASCAR Craftsman Truck Series. Am 30. Mai 2008 gewann er bei seinem insgesamt sechsten Start in dieser Serie das AAA Insurance 200 auf dem Dover International Speedway. [2]

In der Saison 2009 begann Speed als Vollzeitfahrer im NASCAR Sprint Cup, der höchsten NASCAR-Division. Die Saison blieb jedoch ohne Höhepunkte, lediglich einmal erzielte Speed eine Top-10-Platzierung. In der Fahrergesamtwertung reichte es nur zu Platz 35. Auch in der Saison 2010 verbesserten sich seine Leistungen nicht wesentlich, so dass es nur zu Platz 30 der Gesamtwertung reichte. Aufgrund der schwachen Leistungen wurde sein Vertrag am Ende der Saison nicht verlängert.

Im Jahr 2011 schloss Speed einen Vertrag mit Dragon Racing für die 500 Meilen von Indianapolis ab, konnte sich aber aufgrund technischer Probleme nicht für das Rennen qualifizieren. Im Juli desselben Jahres gab er beim Brickyard 400 sein Comeback im NASCAR Sprintcup. [3]

Persönliches[Bearbeiten]

Scott Speed wohnt momentan in Mount Holly, North Carolina.

Statistik[Bearbeiten]

Einzelergebnisse in der GP2-Serie[Bearbeiten]

Jahr Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 Punkte Rang
2005 iSport International ItalienItalien ITA SpanienSpanien ESP MonacoMonaco MON DeutschlandDeutschland GER FrankreichFrankreich FRA Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR DeutschlandDeutschland GER UngarnUngarn HUN TurkeiTürkei TUR ItalienItalien ITA BelgienBelgien BEL BahrainBahrain BRN 67,5 3.
3 DNF 2 3 4 16 12 15 18 4 2 4 3 DNF 19 5 4 DNF 15 4 4 DNF 19

Statistik in der Formel 1[Bearbeiten]

Saison Team Chassis Motor Rennen Siege Zweiter Dritter Poles schn.
Rennrunden
Punkte WM-Pos.
2006 Scuderia Toro Rosso Toro Rosso STR1 Cosworth 3.0 V10 18 20.
2007 Scuderia Toro Rosso Toro Rosso STR2 Ferrari 2.4 V8 10 21.
Gesamt 28

Einzelergebnisse[Bearbeiten]

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18
2006 Flag of Bahrain.svg Flag of Malaysia.svg Flag of Australia.svg Flag of San Marino.svg Flag of Europe.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Canada.svg Flag of the United States.svg Flag of France.svg Flag of Germany.svg Flag of Hungary.svg Flag of Turkey.svg Flag of Italy.svg Flag of the People's Republic of China.svg Flag of Japan.svg Flag of Brazil.svg
13 DNF 9 15 11 DNF 13 DNF 10 DNF 10 12 11 13 13 14 18 11
2007 Flag of Australia.svg Flag of Malaysia.svg Flag of Bahrain.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of the United States.svg Flag of France.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Europe.svg Flag of Hungary.svg Flag of Turkey.svg Flag of Italy.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Japan.svg Flag of the People's Republic of China.svg Flag of Brazil.svg  
DNF 14 DNF DNF 9 DNF 13 DNF DNF DNF                
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Speed wirft seinem Teamchef einen tätlichen Angriff vor“ (Motorsport-total.com am 24. Juli 2007)
  2. „Speed outruns Sprague, Hornaday for first victory“ (NASCAR.com am 30. Mai 2008)
  3. Scott Speed fährt wieder NASCAR (Motorsport-total.com am 27. Juli 2011)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Scott Speed – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien