Scoubidou

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Schlüsselanhänger mit Scoubidou-Plastikbändern
Diverse Accessoires, z. B. Krokodil, Fischli, Kugelschreiber
Der Stein des Anstoßes, Plastikbänder mit 2 mm ø, das Ausgangsmaterial für Scoubidou

Scoubidou bezeichnet geknüpfte Gegenstände (vor allem Schlüsselanhänger) aus bunten Plastikbändern (tatsächlich dünnwandige PVC-Schläuche). Vermutlich zunächst von Frankreich über das Saarland breitete sich das Scoubidou-Basteln aus. Es wurden schon in den 1980er Jahren Scoubidous aus Isolierungen von Elektrodrähten oder auch aus Wollfäden geknüpft.

Der Name soll von einem gleichnamigen Schlager des Chansonniers Sacha Distel (1933–2004) stammen, dessen Fans kleine Flechtwerke aus Gitarrensaiten trugen.

Gesundheitsrisiken[Bearbeiten]

Das Scoubidou-Knüpfen ist 2004 in die Kritik geraten, weil die verwendeten Kunststoffbänder Weichmacher (Phthalate) enthalten, die Gesundheitsschäden verursachen und das Krebsrisiko erhöhen, wobei Kinder besonders gefährdet sind.

  • Aus diesem Grunde sollen die Schnüre vor der Verarbeitung aus der Verpackung genommen und ausgelüftet werden. Kinder sollten die Scoubidous nicht in den Mund nehmen.
  • Ökotest hat die Freisetzung bei einer recht hohen Temperatur von 50 °C gemessen. Bei Raumtemperatur ist die Freisetzung jedoch wesentlich geringer.

Markenschnüre von Firmen wie Kim Play, Potentier oder Marki haben ein Prüfzeichen und riechen weniger stark. Ganz neu sind auch Bio-Schnüre, die man allerdings selten findet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Inge Walz: Knoten-Spaß mit Scoubidou. Alle Knoten, Tipps und Tricks, Frech Verlag, 2004, ISBN 3-772-45218-3.
  • Sabine Koch: Tiere und Figuren mit Scoubidou. Witzige Knüpf-Ideen, Frech Verlag, 2004, ISBN 3-772-43314-6.
  • Jean-Claude Painsecq, Jean-Pierre Hurtrer, Sandrine Deon: Scoubidou total. 222 Knüpf-Hits für coole Kids. OZ Verlag, 2004, ISBN 3-898-58722-3.

Weblinks[Bearbeiten]