Scrabble

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Scrabble
Daten zum Spiel
Autor Alfred Mosher Butts
Verlag James Brunot (1949),
Selchow & Righter (1953),
Spear-Spiele (1953),
Schowanek (1953),
Hasbro,
Mattel,
u.a.
Erscheinungsjahr 1949, 1953
Art Buchstabenspiel
Mitspieler 2 bis 4
Dauer 50-90 Minuten
Alter ab 10 Jahre

Scrabble ist ein Brettspiel für zwei bis vier Personen, bei dem die Spieler aus zufällig gezogenen Buchstaben Wörter legen und dabei die verschiedenen Bonusfelder auf dem Spielbrett nutzen müssen. Es wurden bisher über 100 Millionen Spiele verkauft, jedes Jahr werden allein in Nordamerika mehr als eine Million Spiele verkauft.[1]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

1931 erfand der amerikanische Architekt Alfred Mosher Butts die Urform des Spiels, das er zunächst „Lexico“ nannte. Laut Firmengeschichte war es Butts Ziel, ein Spiel zu schaffen, das zur Hälfte von den Fähigkeiten der Spieler und zur anderen Hälfte durch Glück beeinflusst wird.

Die Grundregeln des Spiels waren bereits in der Urfassung „Lexico“ dem heutigen „Scrabble“ vergleichbar (unterschiedliche „Buchstabenwerte“, ungleichmäßige Verteilung des Buchstabenvorkommens, etc.), es wurde jedoch nicht auf einem Brett gespielt, sondern Punkte wurden ausschließlich anhand der Länge und Buchstabenzusammensetzung der Wörter vergeben.

Der Legende nach soll sich Butts bei der Frage, wie oft welche Buchstaben vorkommen müssen, an einer von ihm vorgenommenen statistischen Auswertung der Buchstabenhäufigkeit einer Titelseite der New York Times orientiert haben.

Kommerziell war „Lexico“ kein Erfolg. Butts erhielt kein Patent auf seine Erfindung und verkaufte nur rund 200 selbstgefertigte Exemplare. Er bot das Spiel Parker Brothers und Milton Bradley an, diese zeigten aber kein Interesse, sein Spiel zu verkaufen.

Inspiriert durch die gerade aufgekommenen Kreuzworträtsel entschloss sich Butts 1938, „Lexico“ um ein eigenes Spielfeld zu erweitern und es in „Criss-Crosswords“ umzubenennen. In den folgenden Jahren änderte er Details am Spielfeld ebenso wie an den Regeln, ohne jedoch das Spielprinzip im Wesentlichen zu verändern. Doch auch dies versprach keinen kommerziellen Erfolg – kein Hersteller kaufte das Spiel und Butts legte die weitere Entwicklung bis 1948 auf Eis.

Der Siegeszug des Spiels begann mit James Brunot, einem Anwalt und „Criss-Crosswords“-Spieler der ersten Stunde, der die Herstellungs- und Vertriebsrechte an dem Spiel gegen Zahlung einer Provision pro verkauftem Spiel im Jahr 1948 von Butts übernahm. Am 1. Dezember 1948 wurde es erfolgreich patentiert. Es war Brunot, der dem Spiel seinen heutigen Namen gab und die Marke „Scrabble“ am 16. Dezember 1948 beim Markenamt anmeldete.

In den Jahren von 1949 bis 1952 stellte Brunot das Spiel in eigener Regie her und verkaufte bis zu 90.000 Exemplare im Jahr. 1952/53 lizenzierte Brunot die Herstellung für die USA und Kanada an den amerikanischen Spielehersteller Selchow and Righter. 1972 kaufte Selchow and Righter das Warenzeichen und die Exklusivrechte an Scrabble von Butts für den nordamerikanischen Markt. 1986 wurde Selchow and Righter von Coleco übernommen; nach der Insolvenz von Coleco 1987 übernahm Hasbro 1989 Coleco und damit die Rechte für den nordamerikanischen Markt.

Für Großbritannien lizenzierte J. W. Spear & Sons 1953 das Spiel. Schowanek lizenzierte das Spiel 1953 für Deutschland, Italien und einige andere europäische Länder. 1958 konnte J.W. Spear & Söhne eine Übernahme dieser Lizenz erreichen.[2] 1968 wurden die Lizenzrechte (mit Ausnahme von USA und Kanada) komplett von Brunot an Spear veräußert. Spear wurde 1994 an Mattel verkauft.

Brunot starb im Oktober 1984, Butts im April 1993.

[Bearbeiten] Spielmaterial

Scrabble-Spielbrett
██ doppelter Buchstabenwert
██ dreifacher Buchstabenwert
██ doppelter Wortwert
██ dreifacher Wortwert

Zum Scrabblespiel gehören das Spielbrett und die Buchstabensteine, die aus einem Stoffsäckchen gezogen und auf ein Plastikbänkchen gelegt werden.

[Bearbeiten] Spielbrett

Auf dem Spielbrett finden sich 225 (15 × 15) Spielfelder, von denen 60 Bonusfelder sind: 24 × doppelter Buchstabenwert (hellblaue Felder), 16 × doppelter Wortwert (rosafarbene Felder), 12 × dreifacher Buchstabenwert (dunkelblaue Felder), 8 × dreifacher Wortwert (rote Felder). Hinzu kommt der Stern in der Mitte des Spielbretts, der ebenfalls den Wert eines Wortes verdoppelt. Der Untergrund des Spielplans ist in der Regel in dunkelgrün gehalten.

[Bearbeiten] Buchstabensteinchen

In der deutschen Version wird Scrabble seit 1989 mit 102 Steinchen gespielt (100 mit Buchstaben bedruckt und zwei ohne Aufschrift). Die einzelnen Buchstaben kommen unterschiedlich häufig vor und werden unterschiedlich gewertet. Häufigkeit und Punktwert richten sich dabei wesentlich nach der Häufigkeit des Buchstabens in der Sprache, zum Beispiel in der deutschen Version:

  • 1 Punkt: E (15×), N (9×), S (7×), I (6×), R (6×), T (6×), U (6×), A (5×), D (4×)
  • 2 Punkte: H (4×), G (3×), L (3×), O (3×)
  • 3 Punkte: M (4×), B (2×), W (1×), Z (1×)
  • 4 Punkte: C (2×), F (2×), K (2×), P (1×)
  • 6 Punkte: Ä (1×), J (1×), Ü (1×), V (1×)
  • 8 Punkte: Ö (1×), X (1×)
  • 10 Punkte: Q (1×), Y (1×)

Hinzu kommen zwei Blankosteine, die als Joker für jeden beliebigen Buchstaben gelegt werden können, aber keinen Punkt bringen. Dies ist eine in vielen Punkten geänderte Verteilung gegenüber den ursprünglich 117 + 2 Steinchen der ersten deutschen Ausgabe aus den 1950 bis 80er Jahren:

Steine der Ausgabe von 1955
Druck der Ausgabe von 1955
  • 1 Punkt: E (16×), N (10×), S (8×), I (9×), R (7×), U (6×), A (6×), D (6×)
  • 2 Punkte: T (5×), H (5×), G (3×), C (4×), L (4×), O (4×), W (2×)
  • 3 Punkte: M (4×), B (2×), Z (2×), F (3×), K (2×)
  • 4 Punkte: P (1×), V (1×)
  • 5 Punkte: Ü (1×)
  • 6 Punkte: Ä (1×), J (1×)
  • 8 Punkte: Ö (1×), X (1×)
  • 10 Punkte: Q (1×), Y (1×)

Gespielt wurde mit 8 Spielsteinen. Das ist manchmal etwa einfacher und ermöglicht gelegentlich längere Wörter.

Eine andere frühe Ausgabe aus dem Jahr 1955 hatte folgende Buchstabenverteilung, in dieser Ausgabe waren nicht nur die Spielsteine, sondern auch die Bänkchen aus Holz (98+2 Spielsteine):

  • 1 Punkt: E (14×), N (8×), S (6×), I (8×), R (6×), U (3×), A (6×), T (6×), O (3×)
  • 2 Punkte: D (4×), G (3×), L (3×), Ö (1×), Ä (1×), Ü (1×)
  • 3 Punkte: H (3×), C (2×), M (3×), B (2×), P (2×), K (2×), F (2×)
  • 4 Punkte: W (2×), V (2×)
  • 8 Punkte: Z (1×), Y (1×), J (1×)
  • 10 Punkte: Q (1×), X (1×)

[Bearbeiten] Spielregeln

Die Scrabble-Regeln lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

[Bearbeiten] Spielablauf

  • Zu Beginn des Spiels wird durch Ziehen eines Buchstabens die Reihenfolge bestimmt. Wessen Buchstabe im Alphabet an vorderster Stelle steht, beginnt zu legen. Danach geht es im Uhrzeigersinn weiter.
  • Die Spieler ziehen nun nacheinander in der Reihenfolge sieben Buchstaben aus dem Beutel und legen sie so auf ihre jeweilige Ablagebank, dass die Mitspieler sie nicht sehen können. Ziel ist es nun, mit den gezogenen Buchstaben ein Wort zu legen, das möglichst viele Punkte einbringt. Dabei muss der erste Spieler sein Wort in jedem Fall auf den Stern in der Spielfeldmitte legen. Die Wörter müssen einen Sinn ergeben. Möglich sind auch grammatische Ableitungen (beispielsweise Feldes, legte, schönes).
  • Nachdem das erste Wort gelegt wurde, füllt der Spieler sein Bänkchen wieder bis auf sieben Buchstaben auf. Nun ist der nächste Spieler an der Reihe und versucht ebenfalls, mit seinen Buchstaben eine hohe Punktzahl zu erreichen. Im Scrabble kann generell ein neues Wort gelegt oder ein bestehendes Wort durch Anhängen von Buchstaben erweitert werden, allerdings muss immer an einen Buchstaben des bestehenden „Wortgerüsts“ angelegt werden. Es wird immer die Punktzahl des gesamten neuen Wortes beziehungsweise aller neu entstandenen Wörter berechnet. Ausgenommen hiervon sind bereits belegte Bonusfelder. Für das Ablegen aller sieben Buchstaben gibt es 50 Bonuspunkte.
  • Sind alle Spieler einmal an der Reihe gewesen, ist die erste Runde abgeschlossen und die zweite Runde beginnt in der gleichen Reihenfolge. Falls ein Spieler mal nicht legen kann oder legen möchte, kann er auch passen und entweder keinen oder bis zu sieben Buchstaben austauschen. Es müssen jedoch noch mindestens sieben Buchstaben im Buchstabenvorrat vorhanden sein. Er darf dann erst wieder in der folgenden Runde ein neues Wort legen.
  • Das Spiel ist beendet, wenn keine Buchstaben mehr im Säckchen sind und ein Spieler keine Buchstaben mehr auf dem Bänkchen hat beziehungsweise alle Spieler einmal gepasst haben. Der Punktewert der auf dem Bänkchen verbliebenen Buchstaben wird abgezogen und demjenigen Spieler, der das Spiel durch Aufbrauchen des Buchstabenvorrates beendete, gutgeschrieben. Sieger ist der Spieler mit den meisten Punkten.

[Bearbeiten] Was nicht erlaubt ist

  • Kein Wort darf diagonal gelegt werden − nur waagerecht und senkrecht.
  • Eigennamen von Personen und geografischen Objekten dürfen nicht gelegt werden: Karl, Anne, Schmidt, Kowalski, Berlin, Hamburg, Schweiz, Uruguay, Rhein und so weiter sind verboten. Gesetzt werden dürfen hingegen Namen, die im allgemeinen Sprachgebrauch noch eine andere Bedeutung haben, zum Beispiel Horst (Raubvogelnest), Urs (Genitiv von Ur), Müller (Beruf) oder Seine (Possessivpronomen).
  • Markenbezeichnungen (Opel, Audi, Persil etc.) dürfen auch nicht gelegt werden. Darunter fällt beispielsweise auch Fön, welches ein eingetragenes Warenzeichen ist, auch wenn im allgemeinen Sprachgebrauch damit kein Produkt eines bestimmten Herstellers gemeint ist.
  • Abkürzungen sind verboten (UKW, WC, TNT etc.). Kurzwörter, die als ein Wort gesprochen werden, dürfen aber gelegt werden (Moped, Trafo, Kilo). Ufo und Radar sind beispielsweise keine Kurzwörter sondern unzulässige Abkürzungen.
  • Für zusammengesetzte Substantive gibt es keine verbindlichen Regeln. Substantive, die nicht eindeutig und selbstverständlich, beziehungsweise nicht in einem Wörterbuch verzeichnet sind, sollten nicht gelegt werden − so darf zum Beispiel Schneckenhaus oder Pfeffermühle gelegt werden, Würmerhaus, Bachkippe, Quallenknödel oder Schwimmbesteck hingegen nicht.

[Bearbeiten] Super Scrabble

Super-Scrabble-Spielbrett (Ausschnitt)
grün: vierfacher Buchstabenwert
lila: vierfacher Wortwert

2007 brachte Mattel Super Scrabble auf den deutschen Markt, welches von Piatnik vertrieben wird. Die Anzahl der Spielfelder und des Buchstabenvorrates wurden gegenüber dem Standardspiel jeweils knapp verdoppelt. Es finden sich neue Bonusfelder auf dem Spielplan: viermal ein vierfacher Wortwert und achtmal ein vierfacher Buchstabenwert. Die Spielregeln sind unverändert geblieben – genau wie die Anzahl der Buchstaben, die für einen Spielzug zur Verfügung stehen. Die Spielregeln empfehlen auch ein Spiel mit fünf oder sechs Spielern – dazu müssen aber Bänkchen aus einem anderen Scrabble-Spiel hinzugezogen werden.

Das Spielfeld der Standardversion ist in jeder Richtung um drei Felder erweitert worden und auf systematische und symmetrische Weise mit alten und den neuen Bonusfeldern versehen worden. Es weist 441 (21 × 21) Spielfelder mit 120 Bonusfeldern auf. Um den Buchstabenvorrat von Super Scrabble zu erhalten, müssen aus dem doppelten Buchstabensatz des herkömmlichen Spiels die folgenden vier Buchstaben je einmal entfernt werden: E, I, N, R. Es gibt also auch vier Blankosteine.

[Bearbeiten] Turniere und Meisterschaften

Das traditionsreichste deutschsprachige Turnier ist das seit dem Jahr 2000 jährlich durchgeführte ZEIT-Scrabble-Turnier. Da es in den ersten Jahren seines Bestehens das einzige große Turnier war, wurde hierfür - insbesondere von der ZEIT selbst - der Begriff inoffizielle deutsche Meisterschaft geprägt.

Jahr Gewinner(in)
2000 Bernt-Dieter Köhler
2001 Ulrike Aka
2002 Claudia Aumüller
2003 Claudio Maniglio
2004 Anna Elisabeth Grabbe
2005 Blanca Gröbli-Canonica
2006 Blanca Gröbli-Canonica
2007 Maria Feige
2008 Lydia Beyer

Weitere regelmäßig stattfindende Scrabble-Turniere sind/waren die Braunschweig Open (zuletzt 2007), die Westerwald Open, das Scrabble Masters in Düsseldorf, das Hamburger Fairmasters, der Syker Scrabble-Herbst sowie die Scrabbinale in Berlin.

[Bearbeiten] Varianten

  • Simultan-Scrabble

Bei dieser Variante[3] werden für alle Mitspieler die gleichen Buchstaben gezogen und jeder notiert auf einem Zettel, welches Wort er auf den Plan legen würde, wenn er in dieser Situation an der Reihe wäre. Nach einer für alle gültigen Bedenkzeit, zum Beispiel drei Minuten, bekommt jeder Mitspieler die Punkte für sein Wort. Auf dem Plan wird das beste Wort gelegt, die nicht verlegten Buchstaben werden wieder auf sieben Stück aufgefüllt und die nächste Runde beginnt. Zum Schluss gewinnt der Mitspieler mit der höchsten Punktsumme.

Strategisches Denken ist bei dieser Variante nicht sinnvoll. Es gilt hier jeweils den Scrabble-Zug zu finden, der die meisten Punkte einbringt.

Vorteile
  • Es können beliebig viele Personen mitspielen.
  • Das Buchstabenglück ist ausgeschaltet – für jeden Mitspieler gelten immer die gleichen Voraussetzungen.
  • Keine Wartezeit, bis man an der Reihe ist – alle Mitspieler denken gleichzeitig.
„Nachteile“
  • Ein schlechtes Abschneiden kann nicht auf das Pech beim Buchstabenziehen geschoben werden.
  • Das Umstellen der Buchstaben (also das Denken mit den Fingern) ist nicht möglich – es sei denn man verfügt über je einen Satz Steine pro Spieler und scheut nicht den Aufwand, jede Runde die Auslosung für alle herauszusuchen.

Diese Variante wird im Postspiel, im Internet (zum Beispiel Simultan-Scrabble) und seit 2000 jeden Sommer in der Zeit[4] gespielt. Die Bedenkzeit bei diesen Fernpartien liegt zwischen einer und drei Wochen, und es beteiligen sich zwischen zehn und (bei der Zeit) mehrere tausend Mitspieler an einer Partie.

  • Scrabble solo (auch: Solitair-Scrabble)

Scrabble kann auch allein gespielt werden. Man kann dabei versuchen, möglichst viele Punkte zu erreichen oder alle Buchstaben unterzubringen. Gespielt werden kann mit einer oder zwei Bänkchen (man simuliert dann einen Spielgegner). Diese Variante eignet sich zum Scrabble-Training oder als Wortfindungs- und Gedächtnistrainingsspiel. Wenn man mit 8 (oder mehr) Steinen spielt, wird das Spiel einfacher. Es kann dann sogar mit Demenzkranken gespielt werden, soweit deren Konzentrationsfähigkeit dafür noch ausreicht. Eine Vereinfachung kann auch durch Trennung von Vokalen und Konsonanten erreicht werden, man kann dann jeweils wählen, von welchem Stapel (oder aus welchem Säckchen) man einen Buchstabenstein nehmen möchte.

[Bearbeiten] Film und Literatur

  • Eine Kultszene zum Thema Scrabble findet sich im Loriot-Film Ödipussi. Paul Winkelmann alias Loriot verbringt mit seiner Mutter und deren Damenkränzchen einen Spieleabend, bei dem Scrabble gespielt wird. Eine der alten Damen verlängert das Wort Hund zu dem Wort Hundnase. Als sie jedoch von ihren Mitspielern darauf hingewiesen wird, dass es korrekt „Hundenase“ heißen müsse, nimmt sie das Wort vom Spielbrett und legt stattdessen das Wort „Schwanzhund“, was jedoch nur zu noch größeren Diskussionen führt („dann hätte ich vorhin auch meine Quallenknödel legen können“).
  • Ebenfalls Kultstatus erhielten die Wörter „Tropenhelm(ut)“, Schutzengel(bert) und „Bienenvolk(er)“, die bei Sketchup mit Diether Krebs und Partnerin verlängert wurden, um mehr Punkte zu bekommen.
  • Auch im Roman Per Anhalter durch die Galaxis wird Scrabble gespielt. Während sein Freund Zaphod Beeblebrox spurlos verschwunden ist, heißt es, dass Arthur Dent sorgenvoll auf das Bord vor sich blickte. Ein paar Zeilen weiter erfährt der Leser jedoch, dass ihn keineswegs die Sorge um Zaphod plagt, sondern er vielmehr mit Tricia McMillan in einer Partie Scrabble versunken ist. Wenig später ermittelt er mit Hilfe eines Scrabblespiels die Frage, die zur Antwort auf den Sinn des Lebens gehört (Antwort 42; Frage: „Wieviel ist neun multipliziert mit sechs?“)
  • Brad, der älteste Sohn aus der Fernsehserie Hör mal wer da hämmert erweiterte das von Randy gelegte Wort Melone zu „Meloneologie“. Als Tim dies sah, bezeichnet er es als „Die Lehre von Leuten die Mel heißen.
  • In dem Film Black Hawk Down wird während eines Routinefluges diskutiert, ob „Limo“ (englische Kurzform von Limousine) nach den Scrabble-Regeln als Wort gilt.
  • Eine Scrabble-Szene findet sich auch bei Calvin & Hobbes (1. Album, „Jetzt geht’s rund“): Calvin legt stolz „es“. Die zwei Punkte, die er dafür erhält, machen ihn wenig zufrieden – und er flucht lautstark. „Man lernt wirklich neue Wörter“, kommentiert Hobbes. Er selbst legt anschließend „Zyklothymie“ auf 3-fachen Wortwert (150 Punkte). Calvin kontert mit „in“ (3 Punkte). Hobbes erwidert mit „Nukleoplasma“ (40 Punkte). Am Ende pfeffert Calvin das Spiel empört in die Ecke.
  • In der Comedy-Serie Little Britain , 1. Staffel, Folge 3 verlängert der Hypnotiseur Kenny Craig (Er spielt mit seiner Mutter) das Wort CUPBOARD zu CUPBOARDY (was es nicht gibt, aber es zählt mehr als 100 Punkte). Seine Mutter akzeptiert das Wort nach einer Hypnose und meint, es bedeute „etwas schrankartiges“.
  • In dem Film Snow Cake spielt Alex Hughes mit der Autistin Linda eine Partie Scrabble nach den Regeln ihrer bei einem Unfall ums Leben gekommenen Tochter. Deren Regeln, die den besonderen Zustand ihrer Mutter berücksichtigen, besagen, dass Wörter erfunden werden dürfen, so lange man sie durch einen Beispielsatz belegen kann. Linda erfindet das Wort DAZLIOUS, um etwas unbeschreiblich Schönes auszudrücken und schlägt damit Alex. Dieser ärgert sich zunächst über die erfundene Sonderregel, doch als er Linda wieder verlassen muss, kann er die Schönheit der kanadischen Landschaft nur mit diesem Wort beschreiben. Das Scrabble-Spiel wird somit zur Metapher für Alex' neu entstandene Fähigkeit, die Welt mit den Augen der Autistin Linda zu sehen.
  • In der Simpsons-Folge „Bart wird ein Genie“ spielt die Familie Scrabble. Homer hat zufällig das Wort OXIDIZE (oxidieren) auf seinem Ablagebänkchen, kennt das Wort aber nicht und legt stattdessen das D an ein O zum Wort DO. Bart legt das Wort KWYJIBO, was angeblich einen dicken, fetten, blöden, nordamerikanischen Affen, der die Haare verliert, darstellt. Daraufhin versucht Homer, der gerade eine Banane isst, Bart zu verhauen.
  • In der Folge „Pumuckl will Schreiner werden“ aus der Sendung „Meister Eder und sein Pumuckl“ spielen die Frau und der Mann, in dessen Wohnung Meister Eder eine Kommode richten soll, ebenfalls Scrabble. Dort legt die Frau das Wort „Hyperpopo“ und gibt als Worterklärung „Nilpferdpopo“ an. Daraufhin ficht der Mann das Wort an, bis er nachgibt und das Wort zu „Hyperpopos“ verlängert. Das Ganze endet in einem Streit.
  • In dem Film „Sneakers - Die Lautlosen“ mit Robert Redford wird ein Scrabble-Spiel zum Lösen von Anagrammen benutzt.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. History of Scrabble (englisch)
  2. Helmut Schwarz, Marion Faber: Die Spielmacher. J.W. Spear & Söhne - Geschichte einer Spielefabrik. Nürnberg, Museen der Stadt Nürnberg Spielzeugmuseum 1997
  3. Scrabble-Spielregeln
  4. Der ZEIT-Scrabble-Sommer
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