Scream 4

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Filmdaten
Deutscher Titel Scream 4
Originaltitel Scream 4
Scream 4.jpg
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2011
Länge 111 Minuten
Altersfreigabe FSK 16[1]
JMK 14[2]
Stab
Regie Wes Craven
Drehbuch Kevin Williamson
Ehren Kruger
Produktion Iya Labunka
Wes Craven
Kevin Williamson
Musik Marco Beltrami
Kamera Peter Deming
Schnitt Peter McNulty
Besetzung

Scream 4 (auch SCRE4M) ist ein US-amerikanischer Horrorfilm und vierter Teil der Scream-Reihe. Regie führt wie bei den ersten drei Teilen der Regisseur Wes Craven.

Handlung[Bearbeiten]

Sidney Prescott kehrt im Zuge einer Lesereise zu ihrem aktuellen Buch pünktlich zum 15. Jahrestag des Woodsboro-Massakers in die Kleinstadt zurück. Sheriff Dewey und die Journalistin Gale – mit ihr die einzigen Überlebenden von damals – bereiten ihr ein herzliches Wiedersehen. Während des Aufenthalts bleibt Sidney bei ihrer Tante Kate Roberts und ihrer Cousine Jill, die mit ihrem aufdringlichen Ex-Freund, Trevor Sheldon, zu kämpfen hat. Doch kaum ist Sidney angekommen, beginnt eine Mordserie, die die Ghostface-Morde von vor 15 Jahren imitiert. Als das Handy eines der Opfer in Sidneys Kofferraum gefunden wird, kommt diese unter Mordverdacht und wird von Dewey gebeten, bis zum Ende der Ermittlungen in der Stadt zu bleiben.

Die Morde gehen weiter und Sidney und Jill müssen mitansehen, wie im Nachbarhaus Olivia Morris ermordet wird. Kurz darauf fällt auch Sidneys Pressesprecherin dem Mörder zum Opfer.

Gale Weathers-Riley will den Mörder unbedingt schnappen, und da ihr Mann ihre Mithilfe bei dem Fall nicht will, verbündet sie sich mit den Schülern Robbie Mercer und Charlie Walker. Die zwei sind Filmfreaks und meinen, der Mörder versuche, das Original zu übertreffen – er werde auf einer Party erneut zuschlagen.

Jill hat Hausarrest und darf ihre Freundin Kirby nicht zum jährlich stattfindenden Stab-Filmmarathon begleiten. Auch dort lauert Ghostface auf neue Opfer. Gale versucht, die Party mithilfe von Kameras zu überwachen, doch der Ghostface-Mörder taucht auf und dreht die Kameras zu Boden. Als Gale daraufhin zur Party zurückgeht, sticht ihr der Mörder in die Schulter, tötet sie aber nicht.

Danach findet eine After-Party im Haus von Kirby Reed statt. Sidney, die gerade eben ebenfalls von Ghostface attackiert worden ist, hat mittlerweile erfahren dass sich Jill zu Kirby weggeschlichen hat und macht sich auf den Weg. In Kirbys Haus befinden sich Jill, Kirby, Robbie, Charlie und Jills Exfreund Trevor, der scheinbar uneingeladen aufgetaucht ist. Als Sidney ankommt, findet sie Robbie Mercer erstochen auf der Veranda vor. Im Haus werden sie und Kirby von Ghostface angegriffen und flüchten in den Keller. Charlie, der im Garten ist, sieht die zwei und bittet sie, ihn hinein zu lassen. Sie trauen dem Jungen aber nicht und müssen daraufhin mitansehen, wie Ghostface ihn zu einem Stuhl zieht und fesselt. Kirby wird vom Killer angerufen und muss Fragen zu Horrorfilmen beantworten, damit Charlie verschont bleibt. Als sie denkt, das Spiel gewonnen zu haben, öffnet sie die Tür und befreit Charlie. Daraufhin gibt er sich als der Mörder zu erkennen und ersticht Kirby. Gemeinsam mit Jill, die seine Komplizin ist, nimmt er Sidney gefangen und erklärt, sie wollten das Woodsboro-Massaker nachstellen und Trevor dafür verantwortlich machen. Jill erschießt den zuvor gefangen genommenen Trevor, hintergeht aber auch Charlie und ersticht ihn. Dann sticht sie auf Sidney ein, bis sie scheinbar tot ist, verwundet sich selber und wird als scheinbar einziges überlebendes Opfer des Massakers aufgefunden.

Als Jill im Krankenhaus aufwacht, erfährt sie, dass Sidney überlebt hat und versucht, sie umzubringen. Mit der Hilfe von Gale, Dewey und Judy Hicks schafft es Sidney, Jill zu überlisten und attackiert sie mit einem Defibrillator. Zunächst scheint sie tot auf dem Boden zu liegen. Als Jill sich jedoch noch einmal erhebt, um Sidney mit einer Glasscherbe zu töten, wird sie von Sidney durch einen Schuss in die Brust getötet.

Hintergrund[Bearbeiten]

Dieser Teil der Horrorreihe wurde, wie schon Scream – Schrei! und Scream 2, von Kevin Williamson geschrieben. Nach einem Streit mit dem Produzenten Bob Weinstein verließ Williamson jedoch die Produktion und man holte Ehren Kruger dazu, der bereits Scream 3 schrieb. Williamson sagte in einem Interview, dass der Autorenwechsel aufgrund künstlerischer Differenzen zu Stande kam.[3]

Neve Campbell, Courteney Cox und David Arquette kehren nach zehn Jahren wieder in ihre alten Rollen zurück. Nachdem Cox und Arquette bereits sehr schnell unterschrieben, war lange unklar, ob auch Neve Campbell wieder mit an Bord sein würde. Diese war lange gegen eine Fortsetzung, unterzeichnete jedoch im September 2009 ebenfalls den Vertrag.[4]

Die Reihe war ursprünglich als Trilogie geplant. Bob Weinstein dachte jedoch, dass es Zeit für einen neuen Film war. Sollte der Film erfolgreich in den Kinos laufen, möchte man sich die Option offenhalten, mit Scream 4 den Auftakt einer neuen Trilogie zu bilden. Der Film startete am 15. April 2011 in den amerikanischen Kinos. Der deutsche Kinostart war am 5. Mai 2011.

Kritiken[Bearbeiten]

„Wenig gelungener Aufguss der populären Horror-Reihe, der zwar versucht, durch eine selbstreflexive Metaebene dem allzu Bekannten erneut eine besondere Note zu verleihen, dabei aber zu wirr und zahnlos entwickelt ist, um Spannung aufzubauen.“

Lexikon des Internationalen Films[5]

"Mittels Pathos, echtem Gefühl und großen Gesten lassen die Figuren in der finalen Szene alle postmodernen, ironischen Genre-Spielereien hinter sich. Sidney Prescott ist die große tragische Figur von beinahe antikem Format, die nicht nur ihr Leben, sondern am Ende auch die Wirklichkeit vor der Simulation retten will." - Die Filmanalyse[6]

Besetzung[Bearbeiten]

Schauspieler Rollenname Deutsche Synchronstimme
Neve Campbell Sidney Prescott Stefanie von Lerchenfeld
Courteney Cox Gale Weathers-Riley Madeleine Stolze
David Arquette Sheriff Dewey Riley Frank Röth
Emma Roberts Jill Roberts Lisa Mitsching
Hayden Panettiere Kirby Reed Tanya Kahana
Nico Tortorella Trevor Sheldon Nick Forsberg
Marielle Jaffe Olivia Morris Damineh Hojat
Rory Culkin Charlie Walker Fabian Hollwitz
Alison Brie Rebecca Walters Caroline Combrinck
Adam Brody Deputy Ross Hoss Benedikt Gutjan
Erik Knudsen Robbie Mercer Tobias Nath
Marley Shelton Deputy Judy Hicks Stephanie Kellner
Mary McDonnell Kate Roberts Andrea Solter
Anthony Anderson Deputy Anthony Perkins Tobias Müller
Brittany Robertson Marnie Cooper Jill Schulz
Aimee Teegarden Jenny Randall Farina Brock
Shenae Grimes Trudie Maren Rainer
Lucy Hale Sherrie Esra Vural
Anna Paquin Rachel Berenice Weichert
Kristen Bell Chloe Manja Doering
Roger Jackson Stimme von Ghostface Kai Taschner
Dane Farwell Ghostface

Soundtrack[Bearbeiten]

Scream 4: Original Motion Picture Soundtrack
Soundtrack von Various Artists
Veröffentlichung 2011
Label Lakeshore Records
Format Audio-CD, Download
Genre Soundtrack
Anzahl der Titel 12
Laufzeit 33:04 Min

Besetzung

siehe Abschnitt Trackliste

Zum Filmstart wurde ein Soundtrack mit Musik aus dem Film veröffentlicht. Am 19. April wurde der Score von Marco Beltrami zusätzlich veröffentlicht.

Trackliste (Soundtrack)[Bearbeiten]

  1. Something To Die ForThe Sounds
  2. Bad KarmaIda Maria
  3. Cup of Coffee − The Novocaines
  4. Make My Body − The Chain Gang Of 1974
  5. Don’t Mess with the OriginalMarco Beltrami
  6. Yeah Yeah YeahThe Sounds
  7. Run For Your Life6 Day Riot
  8. Axel F − Raney Shockne
  9. On Fire − Locksley
  10. Devils − Say Hi
  11. Denial − Stereo Black
  12. Jill’s AmericaMarco Beltrami

Wissenswertes[Bearbeiten]

  • Beginn der Produktion war bereits 2009. Neun Jahre nach dem Erscheinen des letzten Scream-Filmes verkündete Wes Craven über Twitter, dass die Verhandlungen zu einer Fortsetzung wieder aufgenommen seien.
  • Am 6. Januar 2011 fand in Pittsburgh, Pennsylvania eine Testvorführung des Films statt.[7] Die Zuschauer mussten eine Verschwiegenheitsvereinbarung unterzeichnen, die es ihnen verbietet, nähere Hinweise zu dem Film preiszugeben. Aufnahmegeräte wie Handys oder Videokameras waren strikt verboten. Erste Berichte über den Film fielen durchweg positiv aus.[7]
  • Es gibt zahlreiche Anspielungen auf soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook. Außerdem wird auf die Saw-Reihe und ähnliche Horrorfilme der letzten Jahre eingegangen, die ihren Erfolg nicht zuletzt der Scream-Reihe verdankten.
  • Das Budget des Films betrug etwa 40 Millionen Dollar. Die Dreharbeiten begannen am 28. Juni 2010 in Ann Arbor, Michigan und sollten am 6. September abgeschlossen werden. Sie wurden jedoch bis zum 24. September fortgesetzt.
  • Der Film startete in Amerika hinter den Erwartungen und spielte am Startwochenende 19,8 Millionen Dollar ein. Weltweit spielte Scream 4 nach drei Wochen das Doppelte seines Budgets ein. Auch in Deutschland startete der Film hinter den Erwartungen. Es gingen am Startwochenende 140.000 Zuschauer in die deutschen Kinos und der Film schaffte es auf Platz 3 der deutschen Kinocharts.[8]
  • In der deutschen Version wurde die Rolle der Sidney in den ersten drei Teilen der Reihe von Veronika Neugebauer synchronisiert. Nachdem diese am 11. Oktober 2009 infolge einer Darmkrebserkrankung verstorben war, musste erstmals die Stimme eines der Hauptcharaktere neu besetzt werden.
  • Die Rolle des Deputy Anthony Perkins wurde nach dem Schauspieler Anthony Perkins benannt, der die Hauptrolle in Alfred Hitchcocks Psycho (1960) spielte.

Gastauftritte[Bearbeiten]

  • Heather Graham ist wie bereits in Scream 2 im Film Stab als Casey Becker zu sehen.
  • Die Schauspielerinnen Shenae Grimes und Lucy Hale haben einen Cameo-Auftritt im Film.
  • Die Schauspielerinnen Anna Paquin und Kristen Bell haben ebenfalls einen gemeinsamen Cameo-Auftritt im Film.
  • Die amerikanische Journalistin Nancy O’Dell ist in Scream 4 erneut als Reporterin zu sehen. Sie war bereits in Scream 2 als Interviewerin von Tori Spelling und in Scream 3 als Reporterin zu sehen.
  • Robert Rodriguez wird im Vorspann des Filmes Stab als Regisseur genannt, tritt jedoch nicht im Film auf.
  • Regisseur Wes Craven hat, wie auch in den ersten Teilen der Reihe, einen Cameo-Auftritt. Er ist einer der Besucher, während Sidneys Lesungen im Buchladen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabe der FSK (PDF; 38 kB), abgerufen am 24. November 2012
  2. Freigabe der JMK, abgerufen am 24. November 2012
  3. BlairWitch.de: „Scream 4 – Kevin Williamson spricht über Hintergründe des Buch-Wechsels“, 7. April 2011
  4. Dimension goes back to its roots, 7. April 2011
  5. Scream 4 im Lexikon des Internationalen Films
  6. Filmanalyse zu Scream 4
  7. a b Scream 4 Test Screening Confirmed, wicked-scribe, 6. Januar 2011
  8. Scream 4 – Startet auch in deutschen Kinosälen hinter seinen direkten Vorgängern. BlairWitch.de, 9. Mai 2011