Searchlight Magazine

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Searchlight ist eine britische antifaschistische Zeitschrift, die 1975 gegründet wurde und die ausführliche Berichte über Rassismus, Antisemitismus und Faschismus in Großbritannien veröffentlicht. Der Hauptfokus von Searchlight liegt auf der British National Party (BNP), Combat 18 und anderen Vertretern des Rechtsextremismus, obgleich auch Kritik der an der United Kingdom Independence Party und Teilen der Conservative Party veröffentlicht wurde. Sie ist Mitglied im Antifa-Net. International Antifascist Network for Research and Action.

Verhältnis zum Kommunismus[Bearbeiten]

Die treibende Kraft hinter Searchlight ist Herausgeber Gerry Gable. Gable als auch Morris Ludmer, der erste Herausgeber von Searchlight, waren Mitglieder der Communist Party of Great Britain.[1] Im Oktober 1992 veröffentlichte Searchlight eine anonyme Besprechung einer Ausstellung von Werken des kommunistischen Künstlers John Heartfield in der Barbican Art Gallery. Darin wurde der Kommunismus im 20. Jahrhundert verteidigt und verherrlicht:

„Contrary to popular myth Communists are no evil, scheming oppressors. The history of the 20th century has provided sufficient proof of the falsity of this particular piece of ideological defamation, recording for all time the acts of heroism and selflessness on the part of countless dedicated Socialists in the face of tyranny.”[1]

Kritik[Bearbeiten]

Über die Jahre hinweg in einer Monopolstellung entwickelte Searchlight den Anspruch die alleinge Expertise auf dem Gebiet des Rechtsextremismus zu besitzen.[1] Searchlight wurde indessen sowohl durch radikal linke als auch durch extrem rechte Organisationen als zweifelhafte Quelle kritisiert.[1] Linksgerichtete Kritiker werfen Searchlight Verbindungen zu britischen Sicherheitsbehörden vor.[1] Die aufgelöste Gruppe Anti-Fascist Action lehnte eine Zusammenarbeit mit der Zeitschrift wegen dieser Verbindung ab.

Der anhaltendste und eingehendste linke Kritiker der Organisation Searchlight ist der Antifaschist und Herausgeber der Notes From the Borderland, Dr. Larry O’Hara.[2][3][4] 1992 äußerte sich O’Hara wie folgt:

„Without doubt there are matters on which Searchlight is usually reliable — election results, court-cases, as well as the occasional publication of primary source documents. Outline sketches of individual careers are of rather more mixed reliability, and when it comes to actual interpretation of the significance of events on the far Right, Searchlight is often very questionable indeed.“[1]

In seiner Studie Searchlight for beginners von 1996 warf O’Hara Searchlight vor, wissentlich Schauermärchen zu fabrizieren und in der Darstellung gegenwärtigen Antisemitismus zu übertreiben, um finanzielle Unterstützung durch jüdische Interessenvertreter zu erhalten.[5] Searchlight bezeichnete dies als Verschwörungstheorie und stufte darüber hinaus O’Haras Studie A Lie Too Far als Produkt der „Nazi counter-intelligence“ ein. In O’Hara, der Mitglied der Green Party ist, sah Searchlight keinen unabhängigen Publizisten, sondern „a political errand boy for Patrick Harrington“ (vormals Anführer der National Front) und einen „nazi fellow traveller“ (Searchlight Nr. 216, Juni 1993).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Vgl. Paul Mercer: Directory of British political organisations 1994, Longman, 1994, S. 299
  2. Vgl. Larry O’Hara: At war with the truth. The true story of Searchlight agent Tim Hepple, 1993
  3. Vgl. Larry O’Hara: A lie too Far — Searchlight, Hepple and the Left, London 1993
  4. Vgl. Larry O’Hara: Searchlight for beginners, 1996
  5. Nigel Copsey: Anti-fascism in Britain, Macmillan, 2000, S. 82

Weblinks[Bearbeiten]