Seat Cordoba

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Seat Cordoba
Produktionszeitraum: 1993–2008[1]
Klasse: Kleinwagen
Karosserieversionen: Limousine, Kombi
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell:
für Cordoba:
keines
für Cordoba Vario:
Seat Ibiza ST

Der Seat Cordoba, nach der spanischen Stadt Córdoba benannt, ist ein Modell der Automarke Seat.

Allgemeines[Bearbeiten]

Der Cordoba ist eine kompakte Stufenhecklimousine (später auch als Kombi) auf der Basis des Seat Ibiza. Die Technik stammt vom Polo 6N, Golf 3 bzw. Polo 9N (je nach Baujahr und Modell).

Eine weitere Variante ist der Kastenwagen Seat Inca (9KS), baugleich mit dem VW Caddy (9KV). So ist auch das Schwestermodell der VW Polo Classic/Variant (6KV) mit dem Cordoba/Vario baugleich. Es bestehen jedoch Unterschiede zum VW-Schwestermodell, so zum Beispiel die Scheinwerfer, der Kühlergrill, die Rückleuchten und weitere Details. Die Motorenpalette und die Ausstattungslinien sind mit denen im Ibiza nahezu identisch.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Cordoba (6K/C) wurde erstmals im Februar 1993 mit dem Ibiza (6K) eingeführt. Von Anfang 1993 bis Sommer 1999 erhielt der Cordoba (wie auch der Ibiza) mehrere kleine optische Verbesserungen.

Im Sommer 1996 wurde dann auch der Cordoba Vario als Kombi eingeführt. Ab dem Modell 6K/C GP01 gab es eine neue Front- und Heckpartie, Klarglasscheinwerfer sowie ein neues Cockpit, die Basis ist jedoch weiterhin der 6K.

Mit dem im August 1999 eingeführten Cordoba GP01 distanzieren sich Ibiza und Cordoba vom Schwestermodell Polo optisch. Gravierende Unterschiede gibt es beim Cordoba 6L/C: so gibt es keinen Zweitürer mehr, der serienmäßig verbaute Heckflügel wie beim 6K und GP01 fehlt. Auch gibt es keine Cupra-Version und keinen Kombi des Cordoba 6L.

Interne Modellbezeichnungen[Bearbeiten]

  • 6K (von 02/1993 bis 08/1999)
  • 6K GP01 (von 08/1999 bis 09/2002)
  • 6L (von 10/2002 bis 11/2008)

Modelle[Bearbeiten]

  • zweitüriges Stufenheck (nur Sportausführungen)
  • viertüriges Stufenheck
  • fünftüriger Kombi (Vario)

Cordoba (Typ 6K/6C, 1993–2002)[Bearbeiten]

1. Generation
Seat Cordoba (1993–1999)

Seat Cordoba (1993–1999)

Produktionszeitraum: 1993–1999
Karosserieversionen: Limousine, Kombi
Motoren: Ottomotoren:
1,4–2,0 Liter
(44–110 kW)
Dieselmotoren:
1,9 Liter
(47–81 kW)
Länge: 4109 mm
Breite: 1640 mm
Höhe: 1408 mm
Radstand: 2440 mm
Leergewicht: 990−1192 kg

Anfang 1993 wurde der Cordoba eingeführt. Er ergänzte die Seat-Palette als Stufenheckvariante des Ibiza. Ihn gab es zunächst nur als Viertürer.

Im Frühjahr 1996 erschien, zusammen mit kleinen Detailänderungen, die zweitürige Variante. Sie sollte sportlich orientierte Fahrer ansprechen. Die Ausstattungslinie SX war sogar nur dem Zweitürer vorbehalten.

Im September 1996 wurde noch ein Kombi mit dem Namen Cordoba Vario in das Programm aufgenommen.

  • 1993: Einführung des Cordoba 6K/C als viertürige Stufenhecklimousine mit folgenden Motoren: 1,4 l (60 PS), 1,6 l (75 PS), 1,8 l (90 PS), 2,0 l (116 PS), 1,9 D (68 PS) und 1,9 TD (75 PS).
  • 1994: Einführung des 1,8 16V (129 PS).
  • 1996: Leichtes Facelift und Einführung des SX mit zwei Türen. Neue Motoren: 1,6 l (101 PS) statt 1,8 l (90 PS), 2,0 16V (150 PS) statt 1,8 16V (129 PS). Neue 1,9-l-TDI-Dieseldirekteinspritzer (90 bzw. 110 PS), 1,0 l (50 PS), 1,4 16V (101 PS) und 1,9 SDI (64 PS). Einführung der Kombiversion Cordoba Vario mit den Motoren 1,4 l (60 PS), 1,6 l (75 bzw. 101 PS), 1,9 SDI (64 PS) und 1,9 TDI (90 bzw. 110 PS).

Ausstattungsvarianten[Bearbeiten]

Den Seat Cordoba gab es in den Ausstattungslinien S, SE, SXE, CLX, GLX, GT, GTI und als Sportmodell den ausschließlich zweitürigen Cordoba SX. Später folgten noch die Varianten Comfort und Exclusiv. Zudem gab es mehrere Sondermodelle wie Amaro, Aniversario, Spring, und Fresh, basierend auf den Ausstattungslinien CLX und GLX.


Technische Daten[Bearbeiten]

Facelift (Typ 6K GP01, 1999–2002)[Bearbeiten]

1. Generation (Facelift)
Seat Cordoba (1999–2002)

Seat Cordoba (1999–2002)

Produktionszeitraum: 1999–2002
Karosserieversionen: Limousine, Kombi
Motoren: Ottomotoren:
1,0–1,8 Liter
(37–115 kW)
Dieselmotoren:
1,9 Liter
(50–81 kW)
Länge: 4109–4163 mm
Breite: 1640 mm
Höhe: 1408–1424 mm
Radstand: 2443 mm
Leergewicht: 1040–1211 kg

Der überarbeitete Seat Cordoba (intern: 6K-GP01) kam im Sommer 1999 zu den Händlern.

Ähnlich wie beim Vorfaceliftmodell gab es die zwei- und viertürigen Stufenhecklimousinen sowie den fünftürigen Kombi mit dem Zusatznamen Vario. Die Ausstattungslinien wurden umbenannt und hießen nun Stella, Signo, Freeze sowie Sport. Zusätzlich gab es noch die zweitürigen Sportversionen mit 1,9 l TDI (110 PS) und als "Cupra" mit 1,8 T (156 PS).

Im Herbst 2002 wurde ein komplett neues Modell vorgestellt, dass den mittlerweile neun Jahre alten Cordoba 6K ablöste.

  • 1999: Große Modellpflege (6K GP01). Neue Front- und Heckpartie sowie geändertes Cockpit. 1,8 T (156 PS) statt 2,0 16V (150 PS); 1,9 SDI überarbeitet, jetzt mit 68 statt 64 PS.
  • 2000: 1,4 16V (75 PS) statt 1,6 l (75 PS).
Heckansicht
Seat Cordoba Vario (1999–2002)


Technische Daten[Bearbeiten]

Cordoba (Typ 6L, 2002–2008)[Bearbeiten]

2. Generation
Seat Cordoba (2002–2008)

Seat Cordoba (2002–2008)

Produktionszeitraum: 2002–2008
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotoren:
1,2–2,0 Liter
(47–85 kW)
Dieselmotoren:
1,4–1,9 Liter
(47–96 kW)
Länge: 4280 mm
Breite: 1698 mm
Höhe: 1441 mm
Radstand: 2460 mm
Leergewicht: 1066–1263 kg

Die dritte Cordoba-Generation wurde im Oktober 2002 parallel zum neuen Ibiza eingeführt. Das Angebot beschränkte sich jedoch hier nur noch auf eine viertürige Stufenhecklimousine.

Ausstattung[Bearbeiten]

Heck des Cordoba

Anfänglich gab es die Ausstattungslinien Stella, Signo und Sport.

Ab 2004 kam Stylance hinzu und ab 2006 zusätzlich die Ausstattungen Reference und das Sondermodell „Fresh Plus“.

  • 2002: Einführung des Cordoba 6L als viertürige Stufenhecklimousine mit den Motoren: 1,2 12V (64 PS), 1,4 16V (75 bzw. 101 PS), 2,0 l (116 PS), 1,4 TDI (75 PS), 1,9 SDI (64 PS) und 1,9 TDI (101 bzw. 131 PS).
  • 2005: 1,4 TDI überarbeitet in zwei Leistungsstufen: 69 bzw. 80 statt 75 PS.
  • 2006: 1,6 16V (105 PS) ersetzt 1,4 16V (101 PS). 1,4 16V überarbeitet und leistet jetzt 86 statt 75 PS. 1,2 12V überarbeitet (69 statt 64 PS). 1,9 SDI (64 PS) entfällt.
  • 2008: Produktion eingestellt.


Technische Daten[Bearbeiten]

Produktionsende[Bearbeiten]

Im November 2008 wurde die Produktion des Cordoba nach 15 Jahren ohne Nachfolger eingestellt.[1] Der Herbst 2002 eingestellte Cordoba Vario erhielt erst im Frühsommer 2010 mit dem Seat Ibiza ST[2] einen Nachfolger.

Literatur[Bearbeiten]

  • Offizieller Seat Verkaufsprospekt für Baujahr 1996–1999 (6K/C)
  • Offizieller Seat Verkaufsprospekt für Baujahr ab 2002 (6L)
  • Seat Cordoba (6K/C) Betriebsanleitung. Seat, S.A., 1994 (dänisch)
  • Seat Cordoba (6K/C) Betriebsanleitung. Seat, S.A., 1995 (dänisch)
  • Seat Cordoba (6K/C) Betriebsanleitung. Seat, S.A., 1996 (dänisch)
  • Seat Cordoba (6K GP01) Betriebsanleitung. Seat, S.A., Oktober 1999 (dänisch)
  • Seat Cordoba (6L) Betriebsanleitung. Seat, S.A., Juli 2002 (dänisch)
  • Automobil Revue, Katalog 1999, 2000, 2004 und 2008
  • Liste über Seat-Motoren auf vag-codes.com (englisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Seat Cordoba – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Autos ohne Nachfolger (Bild 43) auf Autobild.de (abgerufen am 4. August 2010)
  2. Seat Ibiza ST: Die Preise in autobild.de, abgerufen am 24. April 2014