Seat Ibiza

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Seat Ibiza
Produktionszeitraum: seit 1984
Klasse: Kleinwagen
Karosserieversionen: Kombilimousine, Kombi
Vorgängermodell:
für Ibiza:
Seat Fura
für Ibiza ST:
Seat Cordoba Vario
Nachfolgemodell: keines

Seat Ibiza ist die Handelsbezeichnung verschiedener Kleinwagen der Automarke Seat. Die Bezeichnung ist von der Baleareninsel Ibiza entlehnt, die Karosserien der Wagen haben bisher stets Fließheck. Der Ibiza wird seit über 25 Jahren gebaut. Die in der zweiten und dritten Generation angebotene Stufenheck-Version und deren Kombi-Pendant wurde Cordoba genannt.

Ibiza (Typ 021A)[Bearbeiten]

1. Generation
Seat Ibiza (1984–1991)

Seat Ibiza (1984–1991)

Produktionszeitraum: 1984–1993
Karosserieversionen: Kombilimousine
Motoren: Ottomotoren:
0,9–1,7 Liter
(29–80 kW)
Dieselmotoren:
1,7 Liter
(40–42 kW)
Länge: 3638 mm
Breite: 1610 mm
Höhe: 1394 mm
Radstand: 2443 mm
Leergewicht: 840–970 kg
Seat Ibiza „New-Style“ (1991–1993)
Heck des überarbeiteten Ibiza
Seat Ibiza Sportline 1,7i

Der im Juli 1984 eingeführte erste Ibiza war eine Eigenentwicklung von Seat. Das Design des Ibiza stammt von Giorgetto Giugiaro, welcher auch den VW Golf, den Fiat Uno und viele andere Fahrzeuge entworfen hat. Die Motoren ab 1,2 l Hubraum wurden mit Ausnahme des 1,7-l-Dieselmotors von Porsche entwickelt. Dabei handelte es sich um Motoren des Typs EA801 von VW, deren Hubraum auf 1,5 l vergrößert und die (teilweise) mit L-Jetronic ausgerüstet wurden. Die anderen Motoren stammen von Fiat.

Das erste Modell des Seat Ibiza war in folgenden Ausstattungsvarianten erhältlich:

Special, J, L, XL, CL, CLX, GLX, SX, SXI, Crono, Comfort, Disco, Friend und Sportline, wobei die Varianten SXI und Sportline ’93 über die beste Ausstattung verfügten:

  • 07/84: Beginn der Auslieferung des ersten Ibiza in Spanien
  • 01/85: Ibiza mit 1,7-Liter-Dieselmotor von Fiat lieferbar
  • 10/86: Vorstellung der fünftürigen Variante des Ibiza; außerdem: Auspuffanlage mit Absorptionsdämpfer, dämpft die Stand- und Fahrtgeräusche und 6 Jahre Garantie gegen Durchrostung
  • 06/87: überarbeitetes Fahrwerk für höhere Fahrleistungen
  • 04/88: Ibiza mit 1,5-Liter-Motor ist mit Katalysator lieferbar
  • 11/88: Kühlergrill in Wagenfarbe mit 4 Querstreben, neues Armaturenbrett mit Ablagefach, größeres Handschuhfach, neues Lenkrad, Heizung und Lüftung überarbeitet und leistungsfähiger, neu geformte Sitze mit größerem Verstellbereich; Einsatz des 1,5-l-Motor mit LU-Jetronic (Zündsteuergerät Bosch EZ 11)
  • 03/89: Beifahrerhaltegriff und Außenspiegel rechts serienmäßig und überarbeitetes Getriebe
  • 11/89: Ibiza mit 1,2-l-Motor 52 kW mit Katalysator lieferbar
  • 03/91: Facelift (021A) mit:
  • neben die Scheinwerfer verlegte Blinkleuchten vorn mit weißem Abdeckglas
  • neu geformter Kühlergrill/Kühllufteinlass
  • überarbeitete Stoßfänger mit neuer Profilierung
  • Außenspiegel vergrößert
  • teilgetönte Heckleuchten der Firma HELLA mit VW-Elektrik
  • Kotflügelverbreiterung beim Modell Sportline
  • geänderte Leichtmetallfelgen
  • VW-Lenkstockschalter sowie einige Schalter im Innenraum
  • 11/91: 1,7-l-Motor mit 74 kW und LU2-Jetronic von Bosch; Einführung des Sondermodells Sportline mit 1,7-l-Motoren lieferbar

Die Serienausstattung des Sportline:

  • Zentralverriegelung
  • elektrische Fensterheber vorne, beim Zweitürer Ausstellfenster hinten
  • in Wagenfarbe lackierte Kotflügelverbreiterungen und Außenspiegel
  • Nebelscheinwerfer im Stoßfänger integriert
  • kleine Mittelkonsole
  • geändertes Lenkrad mit Schriftzug „Sportline“
  • geänderter quadratischer Schalthebel „Sport“
  • außen an den Türen und der Heckklappe angebrachte Aufkleber mit dem Schriftzug „Sportline“
  • Kopfstützen-Einsätze mit eingesticktem „Sportline“-Schriftzug
  • Sportsitze
  • Stoßfänger und Dachkantenspoiler in Wagenfarbe lackiert
  • Metallic-Lackierung

Zusätzlich existierten einige Fahrzeuge, die über eine Klimaanlage verfügten. Weiterhin wurde in wenigen Ländern, z. B. Österreich und der Schweiz, ein Modell mit Turbo-Motor vertrieben. Es verfügte über den 1,5-l-Motor mit Katalysator und 109 PS (80 kW).[1]

  • 02/93: Einstellung der Produktion in Barcelona. Vorstellung des Nachfolgers auf VW Basis.
  • 08/97: Verkauf der Produktionsanlagen an Nanjing (China)
  • 01/99: Wiederaufnahme der Produktion mit leichten Änderungen unter dem Namen Nanjing Yuejin NJ6400
  • 02/03: Facelift und neue Modellbezeichnung Nanjing Yuejin NJ6400/7150 Encore / Soyat

Ibiza 021/021A (1984–1993)
Motoren

Modell Hubraum Motortyp Zylinder Leistung Bemerkung Bauzeitraum
Benziner
0.9 903 Vergaser 4 29 kW (40 PS) (Fiat-Motor) 1990–1993
0.9 903 Vergaser 4 32 kW (44 PS) (Fiat-Motor) 1986–1993
1.2 1193 Vergaser 4 44 kW (60 PS) (System Porsche-Motor) 1984–1993
1.2 i 1193 Einspritzer 4 52 kW (71 PS) (System Porsche-Motor) 1989–1993
1.5 1461 Vergaser 4 63 kW (86 PS) (System Porsche-Motor) 1984–1993
1.5 i 1461 Einspritzer 4 65 kW (88 PS) (System Porsche-Motor) 1986–1993
1.5 i KAT 1461 Einspritzer 4 66 kW (90 PS) (System Porsche-Motor) 1986–1993
1.5 Turbo 1461 Turbo 4 80 kW (109 PS) nur für den Schweizer Markt
1.7 1675 Einspritzer 4 72 kW (98 PS) (System Porsche-Motor) 1991–1993
1.7 1675 Einspritzer 4 76 kW (103 PS) (System Porsche-Motor) 1991–1993
Diesel
1.7 D 1714 Sauger 4 40 kW (54 PS) (Fiat-Motor) 1984–1993
1.7 D 1714 Sauger 4 42 kW (57 PS) (Fiat-Motor) 1990–1993

Ibiza (Typ 6K)[Bearbeiten]

2. Generation
Seat Ibiza (1993–1999)

Seat Ibiza (1993–1999)

Produktionszeitraum: 1993–2002
Karosserieversionen: Kombilimousine
Motoren: Ottomotoren:
1,0–2,0 Liter
(33–132 kW)
Dieselmotoren:
1,9 Liter
(47–81 kW)
Länge: 3813 mm
Breite: 1640 mm
Höhe: 1414 mm
Radstand: 2443 mm
Leergewicht: 975–1090 kg

Der Ibiza wurde Anfang 1993 vorgestellt.

Während die Technik jetzt ausschließlich von VW stammte, war für die Karosserie wieder Giorgetto Giugiaro zuständig, der dem neuen Ibiza zu einem unverwechselbaren Erscheinungsbild verhalf. Der Ibiza (6K) wurde komplett unter Regie der VW-Gruppe gebaut, die vielen Ausstattungsmerkmale übernahm Volkswagen für den ein Jahr später erschienenen Polo 6N. Anfänglich wurde dieser erste „VW-Seat“ als billige Alternative zu VW gesehen, doch die Einführung der Cupra-Modelle und die Erfolge im Rallye-Bereich verschafften Seat ein sportliches Ansehen. Der Seat Ibiza hat einen Strömungswiderstandskoeffizienten von 0,33 cw.

Der Ibiza 6K wurde in Südafrika als VW Polo Playa (mit VW-Markenzeichen im Kühlergrill) verkauft.

Heckansicht des Ibiza
Seat Ibiza (1999–2002)
Südafrikanischer VW Polo Playa

Modellgeschichte[Bearbeiten]

  • 1993: Einführung des Ibiza (6K) mit den Motoren: Benziner: 1,05 i (45 PS), 1,3 i (54 PS), 1,6 i (75 PS), 1,8 i (90 PS) und 2,0 MPI (116 PS); Diesel: 1,9 D (64 bzw. 68 PS) und 1,9 TD (75 PS).
  • 1994: Einführung des Motors 1,8 MPI 16V (129 PS). 1,4 i (60 PS) statt 1,3 i (54 PS).
  • 1996: Leichte Modellpflege. Neue Motoren:
    • 2,0 MPI 16V (150 PS) statt 1,8 MPI 16V (129 PS).
    • 1,6 MPI (101 PS) statt 1,8 i (90 PS).
    • 1,4 MPI (60 PS) statt 1,4 i (60 PS).
    • 1,0 MPI (50 PS) statt 1,05 i (45 PS).
    • 1,9 SDI (64 PS).
    • 1,4 MPI 16V (101 PS).
    • 1,9 TDI (90 bzw. 110 PS) statt 1,9 TD (75 PS).
  • 1997: 1,6 MPI (75 PS) statt 1,6 i (75 PS). 1,6 MPI (101 PS) bleibt unverändert.
  • 1999: Große Modellpflege. Neu: Cockpit, Front, Heck und Motoren:
    • 1,6 MPI (101 PS), überarbeitet mit 145 statt 140 Nm.
    • 1,8 T (156 PS) statt 2,0 MPI 16V (150 PS).
    • 2,0 MPI (116 PS) entfällt.
    • 1,9 D (64 PS) entfällt.
    • 1,9 SDI überarbeitet mit 68 PS/133 Nm statt 64 PS/125 Nm
    • 1,9 TDI (90 PS) überarbeitet mit 210 statt 202 Nm
  • 2000: Neue Motoren:
    • 1,4 MPI 16V (75 PS) statt 1,6 MPI (75 PS). 1,6 MPI (101 PS) bleibt im Angebot.
    • 1,0 MPI 16V (69 PS).
    • Sonderedition 1,8 T Cupra R (180 PS).
  • 2002: Modellwechsel. Baureihe ersetzt durch Ibiza 6L.

Motoren[Bearbeiten]

Der Seat Ibiza 6K (1993–1999) basiert auf dem Polo 6N und damit erstmals auf der VW-Konzern-Plattform. Jedoch wurde beim Seat Ibiza im Gegensatz zum Polo 6N die Vorderachse und Motoraufhängung vom Golf 3 übernommen und somit zum größten Teil andere Motoren aus dem VW-Regal verwendet, wie beispielsweise der 2,0 16V (150 PS) ABF; ein Motor, der identisch ist mit dem Motor des Golf 3 GTI 16V, der im Seat Ibiza Cupra verbaut wurde, oder auch die Diesel Motoren mit dem SDI-Motor mit 47 kW, die TDI-Motoren mit 66 kW (90 PS) und später 81 kW (110 PS). Dieser 110-PS-TDI kam auch im Golf-3-Sondermodell „GTI TDI“ zum Einsatz. Dieser Motor verhalf dem Ibiza im stetig wachsenden Dieselsegment zu guten Absatzzahlen. Der Vorteil durch die geänderte Motoraufhängung und andere Motorengrundformen (827er-Motorblock) war, dass der Seat Ibiza im Vergleich zum Polo 6N mit weitaus weniger Getriebeschäden zu kämpfen hatte. Es wurden die Getriebe VW 020 bzw. VW 02A eingesetzt, welche deutlich standfester waren als die Getriebe des Typs 085 im Polo 6N.

Ibiza 6K (1993 bis 1999)[Bearbeiten]

Benziner

Modell Hubraum Ventile Max. Leistung
bei min-1
Max. Drehmoment
bei min-1
Motorkenn-
buchstaben
Bauzeit
1.0 MPI 999 cm³ 8 37 kW (50 PS)/ 5000 86 Nm / 3000–3600 AER 1996–1999
1.05 i 1043 cm³ 8 33 kW (45 PS)/ 5200 76 Nm / 2800 AAU 1993–1996
1.3 i 1272 cm³ 8 40 kW (54 PS)/ 5000 95 Nm / 3200–3400 AAV 1993–1994
1.4 i 1391 cm³ 8 44 kW (60 PS)/ 5200 107 Nm / 2400–2800 ABD 1994–1996
1.4 MPI 1390 cm³ 8 44 kW (60 PS)/ 4700 116 Nm / 2800–3200 AEX / APQ 1996–1999
1.4 MPI 1390 cm³ 16 74 kW (101 PS)/ 6000 128 Nm / 4400 AFH 1996–1999
1.6 i 1598 cm³ 8 55 kW (75 PS)/ 5200 126 Nm / 3400 ABU 1993–1994
1.6 i 1595 cm³ 8 55 kW (75 PS)/ 5200 125 Nm / 2600 1F 1994–1997
1.6 MPI 1598 cm³ 8 55 kW (75 PS)/ 4800 135 Nm / 2800–3600 AEE 1997–1999
1.6 MPI 1595 cm³ 8 74 kW (101 PS)/ 5800 140 Nm / 3500 AFT 1996–1999
1.8 i 1781 cm³ 8 66 kW (90 PS)/ 5500 145 Nm / 2700–2900 ABS / ADZ 1993–1996
1.8 MPI 1781 cm³ 16 95 kW (129 PS)/ 6000 165 Nm / 4800 ADL 1994–1996
2.0 MPI 1984 cm³ 8 85 kW (115 PS)/ 5400 166 Nm / 3200 2E 1993–1996
2.0 MPI 1984 cm³ 8 85 kW (115 PS)/ 5400 166 Nm / 2600 AGG 1996–1999
2.0 MPI 1984 cm³ 16 110 kW (150 PS)/ 6000 180 Nm / 4200–5000 ABF 1996–1999

Diesel

Modell Hubraum Ventile Max. Leistung
bei min-1
Max. Drehmoment
bei min-1
Motorkenn-
buchstaben
Bauzeit
1.9 D 1896 cm³ 8 47 kW (64 PS)/ 4400 124 Nm / 2000–3000 1Y 1996–1999
1.9 D 1896 cm³ 8 50 kW (68 PS)/ 4400 127 Nm / 2200–2600 1Y 1993–1996
1.9 SDI 1896 cm³ 8 47 kW (64 PS)/ 4200 125 Nm / 2200–2800 AEY 1996–1999
1.9 TD 1896 cm³ 8 55 kW (75 PS)/ 4200 150 Nm / 2400–3400 AAZ 1993–1996
1.9 TDI 1896 cm³ 8 66 kW (90 PS)/ 4000 202 Nm / 1900 1Z 07.1996–12.1996
1.9 TDI 1896 cm³ 8 66 kW (90 PS)/ 4000 210 Nm / 1900 AHU 1996–1999
1.9 TDI 1896 cm³ 8 81 kW (110 PS)/ 4150 235 Nm / 1900 AFN 1996–1999

Ibiza 6K GP 01 (1999 bis 2002)[Bearbeiten]

Benziner

Modell Hubraum Ventile Max. Leistung
bei min-1
Max. Drehmoment
bei min-1
Motorkenn-
buchstaben
Vmax Bauzeit
1.0 MPI 999 cm³ 8 37 kW (50 PS)/ 5000 86 Nm / 3000–3600 ALD / ANV / AUC 145 km/h 1999–2002
1.0[6K 1] MPI 999 cm³ 16 51 kW (70 PS)/ 6200 91 Nm / 4500 AVZ 165 km/h 2000–2002
1.4 MPI 1390 cm³ 8 44 kW (60 PS)/ 4700 116 Nm / 3500 AKK / ANW / AUD 157 km/h 1999–2002
1.4 MPI 1390 cm³ 16 55 kW (75 PS)/ 5000 128 Nm / 3300 APE / AUA 170 km/h 1999–2002
1.4 MPI 1390 cm³ 16 74 kW (101 PS)/ 6000 128 Nm / 4500 AFK / AUB 188 km/h 1999–2002
1.6 MPI 1598 cm³ 8 55 kW (75 PS)/ 4800 135 Nm / 3200 ALM 170 km/h 1999–2000
1.6 MPI 1595 cm³ 8 74 kW (101 PS)/ 5600 145 Nm / 3800 AKL / APF / AEH / AUR 184–188 km/h 1999–2002
1.8 T 20V Cupra 1781 cm³ 20 115 kW (156 PS)/ 5800 210 Nm / 1800–5000 AQX / AYP 218 km/h 1999–2002
1.8 T Cupra R[6K 1] 1781 cm³ 20 132 kW (180 PS)/ 5600 235 Nm / 2100–5000 AYP 225 km/h 2000–2002
  1. a b nicht auf dem deutschen Markt.


Diesel

Modell Hubraum Ventile Max. Leistung
bei min-1
Max. Drehmoment
bei min-1
Motorkenn-
buchstaben
Vmax Bauzeit
1.9 SDI 1896 cm³ 8 50 kW (68 PS)/ 4200 133 Nm / 2200–2600 AGP / AQM 161 km/h 1999–2002
1.9 TDI 1896 cm³ 8 66 kW (90 PS)/ 3750 210 Nm / 1900 AGR / ALH 180 km/h 1999–2002
1.9 TDI 1896 cm³ 8 81 kW (110 PS)/ 4150 235 Nm / 1900 ASK / ASV 193 km/h 1999–2002

Änderungen der Überarbeitung von August 1999:

  • neues Front- und Heckdesign
  • veränderte Innenausstattung
  • neue Motorenpalette


Ibiza (Typ 6L)[Bearbeiten]

3. Generation
Seat Ibiza (2002–2006)

Seat Ibiza (2002–2006)

Produktionszeitraum: 2002–2008
Karosserieversionen: Kombilimousine
Motoren: Ottomotoren:
1,2–2,0 Liter
(40–132 kW)
Dieselmotoren:
1,4–1,9 Liter
(47–118 kW)
Länge: 3953 mm
Breite: 1698 mm
Höhe: 1441 mm
Radstand: 2460 mm
Leergewicht: 1015–1215 kg

Die im Oktober 2002 erschienene dritte Generation des Seat Ibiza (6L) basiert auf dem VW Polo IV (9N) des Mutterunternehmens Volkswagen, ist jedoch ein klein wenig größer und eher auf Sportlichkeit ausgelegt. Eigentlich wurde der Polo 9N und somit auch der Ibiza 6L auf der Plattform des Škoda Fabia I gebaut. Dieser kam vor dem Polo 9N auf den Markt; seine Plattform wurde von Škoda als „Entwicklungsdienstleister“ für Volkswagen gebaut. Der Ibiza ist ebenso wie sein Schwestermodell aus dem Volkswagen-Konzern als Drei- und Fünftürer erhältlich (Škoda Fabia nur als Fünftürer).

Der 2,0-Liter-Motor mit 85 kW (116 PS) war nicht in Deutschland erhältlich. Es gab ihn z. B. in der Schweiz und den Niederlanden, jedoch wurde die Produktion Mitte 2004 eingestellt.

Mitte 2006 erhielt der Ibiza ein leichtes Facelift, u. a. zu erkennen an dem vorderen Stoßfänger mit getrennten Lufteinlässen.

FR und Cupra[Bearbeiten]

Der Ibiza FR (Formula Racing) als Nachfolger des anfangs erhältlichen Ibiza Sport verbindet sportliche Komponenten und stärkere Motorisierung mit Komfortfunktionen. Neben dem Modell Stylance bietet der FR die meisten Sonderausstattungen für den Ibiza.

Cupra steht für Cup Racing und bezeichnet, seit der Typ in der zweiten (6K) Generation des Seat Ibiza eingeführt wurde, die sportlichsten Modelle der Seat-Produktion. Vom Cupra (Typ 6K) gab es ein Sondermodell Competition Rallye Cup, eine Kleinserie von 30 Stück, die zum Zwecke der Austragung des Seat Ibiza Rallye Cup gebaut wurden (Seat/Sport Erwin Weber GmbH Seat Ibiza Competition Rallye Cup History). Aktuell sind nur vom Seat Leon und Seat Ibiza Cupra-Modelle erhältlich, im GP 01 gab es auch einen Cordoba Cupra, von dem jedoch nur geringe Stückzahlen produziert wurden. Sie zeichnen sich durch aggressiveres Styling, stärkere Motoren und sportlich-komfortable Ausstattung aus. Die serienmäßige Ausstattung der Cupra-Modelle übertrifft die der FR-Varianten. Die stärksten verfügbaren Motoren für den Seat Ibiza Cupra leisten 118 kW/160 PS (Diesel) und 132 kW/180 PS (Benziner).

Serienausstattung (aktuell)[Bearbeiten]

Motoren[Bearbeiten]

Benziner

Modell Hubraum Motortyp Ventile Max. Leistung
bei min-1
Max. Drehmoment
bei min-1
Motorkenn-
buchstaben
Vmax Bauzeit
Dreizylinder
1.2[1] 1198 cm³ OHC 6 40 kW (54 PS)/ 4750 106 Nm / 3000 AWY / BMD 155 km/h 2002–2007
1.2 1198 cm³ OHC 6 44 kW (60 PS)/ 5200 108 Nm / 3000 BBM 159 km/h 2007–2008
1.2 1198 cm³ DOHC 12 47 kW (64 PS)/ 5400 112 Nm / 3000 AZQ / BME 166 km/h 2002–2005
1.2 1198 cm³ DOHC 12 51 kW (70 PS)/ 5400 112 Nm / 3000 BZG / BXV 170 km/h 2006–2008
Vierzylinder
1.4 1390 cm³ DOHC 16 55 kW (75 PS)/ 5000 126 Nm / 3800 AUA / BBY / BKY 169–173 km/h 2002–2006
1.4 1390 cm³ DOHC 16 63 kW (86 PS)/ 5000 132 Nm / 3800 BXW 180 km/h 2006–2008
1.4 1390 cm³ DOHC 16 74 kW (101 PS)/ 6000 126 Nm / 4400 AUB / BBZ 190 km/h 2002–2006
1.6[1] 1598 cm³ OHC 8 74 kW (101 PS)/ 5500 140 Nm / 3250 BAH 187 km/h 2002-?
1.6 16V 1598 cm³ DOHC 16 77 kW (105 PS)/ 5600 153 Nm / 3800 BTS 193 km/h 2006–2008
1.8 T (FR) 1781 cm³ DOHC 20 110 kW (150 PS)/ 5800 220 Nm / 1950 BKV, BJX 216 km/h 2004–2008
1.8 T (Cupra) 1781 cm³ DOHC 20 132 kW (180 PS)/ 5800 245 Nm / 2000 BBU 230 km/h 2004–2007
2.0[1] 1984 cm³ OHC 8 85 kW (115 PS)/ 5400 170 Nm / 2400 AZL / BBX 200 km/h 2003–2004

[1]Offiziell nicht auf dem deutschen Markt verfügbar.


Diesel

Modell Hubraum Motortyp Ventile Max. Leistung
bei min-1
Max. Drehmoment
bei min-1
Motorkenn-
buchstaben
Vmax Bauzeit
Dreizylinder
1.4 TDI 1422 cm³ OHC 6 51 kW (70 PS)/ 4000 155 Nm / 1600–2800 BNM 166 km/h 2005–2008
1,4 TDI 1422 cm³ OHC 6 55 kW (75 PS)/ 4000 195 Nm / 2200 AMF / BAY 172 km/h 2003–2005
1.4 TDI 1422 cm³ OHC 6 59 kW (80 PS)/ 4000 195 Nm / 2200 BNV / BMS 176 km/h 2005–2007
Vierzylinder
1.9 SDI 1896 cm³ OHC 8 47 kW (64 PS)/ 4000 125 Nm / 1600–2800 ASY 162 km/h 2002–2006
1.9 TDI 1896 cm³ OHC 8 74 kW (101 PS)/ 4000 240 Nm / 1800–2400 ATD / AXR / BMT 190 km/h 2002–2008
1.9 TDI (Sport/FR) 1896 cm³ OHC 8 96 kW (130 PS)/ 4000 310 Nm / 1900 ASZ / BLT 206 km/h (Sport)
208 km/h (FR)
2002–2004 (Sport)
2004–2008 (FR)
1.9 TDI (Cupra) 1896 cm³ OHC 8 118 kW (160 PS)/ 3750 330 Nm / 1900 BPX / BUK 220 km/h 2004–2007

Ibiza (Typ 6J)[Bearbeiten]

4. Generation
Seat Ibiza SC (2008–2012)

Seat Ibiza SC (2008–2012)

Produktionszeitraum: seit 2008
Karosserieversionen: Kombilimousine, Kombi
Motoren: Ottomotoren:
1,2–2,0 Liter
(44–132 kW)
Dieselmotoren:
1,2–2,0 Liter
(55–105 kW)
Länge: 4034–4227 mm
Breite: 1693 mm
Höhe: 1428–1445 mm
Radstand: 2469 mm
Leergewicht: 974–1202 kg

Der neue Seat Ibiza wurde am 22. Mai 2008 vorgestellt und basiert auf dem VW Polo 6R. Seit dem 14. Juni wird er als Fünf- sowie Dreitürer (SC, „Sportcoupé“), bei den Händlern verkauft. Die interne Bezeichnung lautet Seat Ibiza 6J.

Folgende Modelllinien werden angeboten: Ibiza Reference (Grundausstattung), Style, Sport, FR (Formula Racing), Cupra (CupRacing) – nur als SC, Ecomotive (Diesel mit nur 3,7 Liter Verbrauch, seit 2010 3,4 Liter, neuer Motor, 1.2 TDI CR) und Color Edition (lumina orange oder galia blau) – nur als SC.

Seit Juni 2009 gibt es auch eine abgespeckte Version des Ibiza SC, welche mit 44 kW (60 PS) und etwas weniger Ausstattung zum Einstiegspreis von 10.990 € angeboten wird. Seit März 2010 gibt es das Sondermodell „Good Stuff“ mit dem 1,4-l-Ottomotor 63 kW (85 PS) und unter anderem mit 16"-Leichtmetallfelgen (Sonda), die es nur zu dieser Sonderedition gibt.

Seit 2010 gibt es das „Bocanegra“-Paket, das nur für die dreitürigen Modellvarianten FR und Cupra bestellbar ist. Äußerlich hebt sich der Seat Bocanegra („schwarze Schnauze“) durch den schwarzen Kühlergrill, die Frontschürze mit integrierten Nebelscheinwerfern, speziell geformte Kotflügel, 17-Zoll-Leichtmetallräder in Silber sowie durch das modifizierte Heck vom normalen Ibiza ab. Das ganze ist eine Anspielung auf das im spanischen Volksmund ebenso genannte Seat 1200 Sport Coupé aus dem Jahr 1975.

Seit Juli 2010 ist vom Ibiza auch eine Kombivariante mit dem Namen Ibiza ST erhältlich. Sie ist um ca. 18 cm länger als die fünftürige Schräghecklimousine.

Spotify-Paket und -Programm[Bearbeiten]

Seit Anfang 2011 werden Ibiza im spanischen Markt auch in der Version Spotify angeboten, eine der Reference-Grundausstattung ähnlichen Version, jedoch mit einer Konnektivität der Radioanlage zu iPhones und ähnlichen Geräten über Bluetooth. Auf dem spanischen Markt arbeitet Seat hierzu mit Telefon-Providern zusammen. Für die ersten sechs Monate wird über einen Provider eine Flatrate-Nutzung von Samsung Galaxy-mini-Geräten kostenfrei angeboten. Neben dem Ibiza gibt es auch Fahrzeuge anderer Serien mit der Spotify-Ausstattung.

Modellpflege[Bearbeiten]

Am 24. März 2012 wurde der überarbeitete Ibiza auf dem Genfer Auto-Salon präsentiert. Er erhielt eine geänderte Front, die insbesondere durch neu gezeichnete Scheinwerfer gekennzeichnet ist. Auch der Innenraum wurde modifiziert: neue Stoffe, ein modernisiertes Armaturenbrett und ein vergrößertes Handschuhfach.

Neben der Ausstattung „Sport“ fiel die Cupra-Version vorübergehend aus dem Programm. Ab sofort gibt es als Ausstattungsvarianten Reference, Style und FR. Seit 2013 ist der Ibiza auch wieder als "Cupra"-Version erhältlich.


Technische Daten[Bearbeiten]

Ottomotoren[Bearbeiten]

Modell Hubraum Motortyp Ventile Max. Leistung
bei min-1
Max. Drehmoment
bei min-1
Motorkenn-
buchstaben
0–100 km/h Vmax Verbrauch
(komb. l/100 km)
Bauzeitraum Karosserievariante
Dreizylinder
1.2 1198 cm³ DOHC 12 44 kW (60 PS)/5200 108 Nm/3000 CGPB 15,9 [15,9 s] 155 km/h 5,5 seit 05/2009
(seit 04/2010)
drei-/fünftürig, (Kombi)
1.2 1198 cm³ DOHC 12 51 kW (69 PS)/5400 112 Nm/3000 BZG, CGPA 15,0 [14,4] s 163 km/h 5,4 seit 04/2008 drei-/fünftürig, Kombi
Vierzylinder
1.2 TSI 1197 cm³ OHC 8 77 kW (105 PS)/5000 175 Nm/1550−4100 CBZB 9,7 [9,7] s 190 km/h 5,1 seit 03/2010 drei-/fünftürig, Kombi
1.4 1390 cm³ DOHC 16 63 kW (85 PS)/5000 132 Nm/3800 BXW, CGGB 12,2 [11,8] s 177 km/h 5,9 seit 04/2008 drei-/fünftürig, Kombi
1.4 TSI ACT FR 1395 cm³ DOHC 16 103 kW (140 PS)/4500−6000 250 Nm/1500−3500 7,8 [7,8] s 210 km/h 4,7 seit 12/2013 drei-/fünftürig, Kombi
1.4 TSI FR 1390 cm³ DOHC 16 110 kW (150 PS)/5800 220 Nm/1250−4500 CAVF 7,8 [7,6]s 212 km/h 6,3 seit 05/2009 drei-/fünftürig, Kombi
1.4 TSI Cupra 1390 cm³ DOHC 16 132 kW (180 PS)/6200 250 Nm/2000−4500 CAVE [6,9–7,2] s* 225–228* km/h 5,9–6,4* 05/2009−03/2012
seit 01/2013
dreitürig (SC)
1.6 LPG 1598 cm³ DOHC 16 60 kW (81 PS)/4000−6000 145 Nm/3800 CNKA 12,2 [12,2] s 174 [174] km/h 6,0 [7,6][6J 1] seit 05/2011 drei-/fünftürig
1.6 1598 cm³ DOHC 16 77 kW (105 PS)/5600 153 Nm/3800 BTS 10,5 [10,4] s 189 km/h 6,6 04/2008–04/2010 drei-/fünftürig
1.6 DSG 10,5 [10,1] s 189 km/h 6,7 08/2008–04/2010
2.0[6J 2][2] 1984 cm³ OHC 8 85 kW (115 PS)/5200 170 Nm/2400 CEKA 9,4 [9,2] s 193 km/h
  • Werte beziehen sich auf Fünftürer, Angaben in eckigen Klammern für Dreitürer (Sportcoupé)
  1. im LPG-Betrieb
  2. Offiziell nicht auf dem deutschen Markt verfügbar.

*seit Modelljahr 2014 geänderte Werte für Beschleunigung: 6,9 s, Geschwindigkeit: 228 km/h und Verbrauch: 5,9 l.

Dieselmotoren[Bearbeiten]

Modell Hubraum Motortyp Ventile Max. Leistung
bei min-1
Max. Drehmoment
bei min-1
Motorkenn-
buchstaben
0–100 km/h Vmax Verbrauch
(komb. l/100 km)
Bauzeitraum Karosserievariante
Dreizylinder
1.2 TDI (CR) (DPF) 1199 cm³ DOHC 12 55 kW (75 PS)/4200 180 Nm/1500–3450 CFWA 13,9 [13,9] s 168 km/h 3,8 seit 05/2010 drei-/fünftürig, Kombi
1.2 TDI Ecomotive (CR) (DPF) 173 km/h 3,4 seit 05/2010 drei-/fünftürig, Kombi
1.4 TDI (PD) (DPF) 1422 cm³ OHC 6 59 kW (80 PS)/4000 195 Nm/2200 BMS 13,1 [12,9] s 169 km/h 4,3 04/2008–04/2010 drei-/fünftürig
1.4 TDI Ecomotive (PD) 12,9 [12,7] s 177 km/h 3,7 01/2009–04/2010 drei-/fünftürig
Vierzylinder
1.6 TDI (CR) (DPF) 1598 cm³ DOHC 16 66 kW (90 PS)/4200 230 Nm/1500–2500 CAYB 12,0 [11,8] s 178 km/h 4,2 seit 05/2009 drei-/fünftürig, Kombi
1.6 TDI (CR) (DPF) 1598 cm³ DOHC 16 77 kW (105 PS)/4400 250 Nm/1500–2500 CAYC 10,7 [10,5] s 188 km/h 4,2 seit 10/2009 drei-/fünftürig, Kombi
1.9 TDI (PD) (DPF) 1896 cm³ OHC 8 66 kW (90 PS)/4000 210 Nm/1800–2500 BXJ 12,0 s 176 km/h 4,5 04/2008–05/2009 drei-/fünftürig
1.9 TDI (PD) (DPF) 1896 cm³ OHC 8 77 kW (105 PS)/4000 240 Nm/1900 BLS 10,6 s 185 km/h 4,5 04/2008–05/2009 drei-/fünftürig
2.0 TDI FR (CR) (DPF) 1968 cm³ DOHC 16 105 kW (143 PS)/4200 320 Nm/1750–2500 CFHD 8,3 [8,2] s 210 km/h 4,6 seit 10/2009 drei-/fünftürig
  • Werte beziehen sich auf Fünftürer, Angaben in eckigen Klammern für Dreitürer (Sportcoupé)

Quellen[Bearbeiten]

  • Seat Ibiza 6K GP01 Betriebsanleitung dänisch 01.2000

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Seat Ibiza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mastrostefano, Raffaele (Hrsg.): Quattroruote: Tutte le Auto del Mondo 1990 (Italienisch). Editoriale Domus S.p.A, Milano 1990.
  2. Mexikanisches Datenblatt des Seat Ibiza 6J