Seatrain Lines

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Seatrain Lines, Inc. war eine US-amerikanische Reederei, die von 1929 bis 1981 existierte und unter anderem einen Transatlantik-Container-Liniendienst betrieb.

Geschichte[Bearbeiten]

Die in New York gegründete Reederei eröffnete 1929 mit zwei Fährschiffen einen Eisenbahn-Trajekt-Dienst zwischen New York und Havanna, Kuba. Die beiden zunächst eingesetzten Schiffe, Seatrain und Seatrain New Orleans, sowie später Seatrain New York und Seatrain Havana, konnten je etwa 100 beladene Eisenbahnwaggons befördern. Aufgrund von politischen Spannungen in den frühen 1960er-Jahren musste der Liniendienst nach Kuba eingestellt werden. Seatrain Lines eröffnete stattdessen einen Liniendienst nach Puerto Rico, welcher aber aufgrund des ungenügenden puerto-ricanischen Eisenbahnsystems scheiterte. Angeregt durch den zunehmenden Erfolg von Malcom McLean's Sea-Land Corporation stellte auch Seatrain Lines seinen Puerto-Rico-Dienst auf Containerschiffe um. Bekannt wurde die Reederei unter anderem durch den Bau des Containerschiffs Euroliner, des ersten Linienfrachtschiffs mit Gasturbinenantrieb.

Konkurs[Bearbeiten]

Seatrain Lines versuchte sich in den 1960er-Jahren erfolglos im Schiffbau[1]. Für 8,5 Millionen US-Dollar kam es 1965 zur Übernahme durch die Firma Transeastern Associates. Über die folgenden Jahre wurden immer wieder größere Summen in das Unternehmen eingebracht, ohne dass sich dessen Situation je substanziell besserte. Schließlich musste das Unternehmen 1981 Konkurs anmelden.

Schiffe[Bearbeiten]

  • Seatrain
  • Seatrain New Orleans
  • Seatrain New York
  • Seatrain Havana
  • Seatrain Savannah
  • Seatrain New Jersey
  • Seatrain Texas
  • Seatrain Georgia
  • Seatrain Louisiana
  • Euroliner
  • Eurofreighter
  • Asialiner
  • Asiafreighter

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Buchbesprechung eines Buches über die SeaTrain Werft (englisch)
  • Brian J. Cudahy, Box boats: How container ships changed the world, New York: Fordham University Press, 2006, S. 73f. – ISBN 0823225682

Weblinks[Bearbeiten]