Seattle Sounders FC

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Seattle Sounders FC
Logo des Seattle Sounders FC
Voller Name Seattle Sounders FC
Ort Seattle, WA
Gegründet 2007
Vereinsfarben grün, blau
Stadion CenturyLink Field
Plätze 67.000
Trainer DeutschlandDeutschland US-AmerikanerUS-Amerikaner Sigi Schmid
Homepage www.soundersfc.com
Liga Major League Soccer
2013 Western Conference: 4. Platz
Play-offs: Conference Halbfinale
Heim
Auswärts

Der Seattle Sounders FC ist ein US-amerikanisches Fußball-Franchise der Major League Soccer (MLS) aus Seattle im US-Bundesstaat Washington, das zur Saison 2009 den Spielbetrieb aufnahm. Die Mannschaft trägt ihre Heimspiele im CenturyLink Field aus, welches auch die Heimstätte der Seattle Seahawks, der örtlichen NFL-Mannschaft, ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Seattle Sounders FC ist die 15. Mannschaft, die in die MLS aufgenommen wurde. Am 13. November 2007 wurde die Mannschaft nach Erhalt der Lizenz zum Spielbetrieb offiziell gegründet.

Von 1974 bis 1983 spielten bereits die Seattle Sounders in der North American Soccer League. 1994 wurde das Franchise neu gegründet und nahm bis einschließlich der Saison 2008 an der USL First Division teil. Dieses Seattle Sounders hat zur Saison 2009 seinen Spielbetrieb aufgegeben und ist in das neue MLS-Franchise übergegangen.

Bereits 1994, zwei Jahre bevor der Spielbetrieb der Major League Soccer startete, war Seattle unter den Bewerbern für die ersten Franchises der MLS.[1] Einer der ausschlaggebenden Gründe, warum Seattle keinen Zuschlag für ein MLS-Franchise bekam, war das Fehlen eines geeigneten Stadions.[2] Außerdem gab es die Auflage von der Major League Soccer, dass mindestens eine Nachfrage von 10.000 Saisonkarten besteht. Am 3. Juli 1994, das Enddatum für die Bewerbungsfrist für die MLS, konnte man nur 1.300 Karten vorweisen.[3] Dieses lag daran, dass gleichzeitig auch die APSL Mannschaft Seattle Sounders Tickets verkaufte. Somit war Seattle nicht unter den Gründungsmitgliedern der Liga. Später sollten noch fünf weitere Mannschaften mit dazu kommen. In dieser Zeit verhandelte Seattle mit der University of Washington über die Nutzung des Husky Stadiums als Interimslösung bis ein Fußballstadion gebaut werden kann.

Als im November 1994 die erste Major League Soccer Saison auf 1996 verschoben wurde, gab die MLS bekannt, dass Seattle wegen des Fehlens eines adäquaten Rasenplatzes und der Präsenz der APSL-Mannschaft Seattle Sounders, Seattle nicht als geeigneter Standort für die MLS in Frage kommt.

1996 wollte der Besitzer der Seattle Seahawks, Paul Allen, für seine Mannschaft ein neues Stadion bauen. Um sein Bauvorhaben voranzubringen, sah er auch die Möglichkeit eines MLS-Franchises, um so mehr Unterstützung für seine Stadionpläne zu gewinnen. Somit war das Problem mit dem fehlenden Stadion gelöst. 2000 trat ein neues Problem auf. Die MLS unterstützte ab dieser Zeit finanziell keine neuen Franchises mehr. So musste ein Investor gefunden werden. 2002 war wieder die Möglichkeit da, Seattle als neues Team in die MLS zu bringen, denn es sollten neue Märkte in den Vereinigten Staaten erschlossen werden. Man verlor aber ganz knapp den Zuschlag an Salt Lake City.

Adrian Hanauer, Besitzer der Seattle Sounders, bot der Major League Soccer an, eine Million US-Dollar in ein Seattle Franchise zu investieren. 2006 ging aber der Zuschlag wieder an eine andere Stadt (Houston). Hanauer begab sich hinterher auf die Suche nach mehr Investoren für das Vorhaben Seattle in die MLS zu bringen.

Seattle bekommt MLS-Franchise[Bearbeiten]

2007 arbeitete Hanauer mit Joe Roth, einem Produzenten aus Hollywood, zusammen, um endlich ein MLS-Franchise auf den Weg zu bringen. Paul Allen, dessen Firma First and Goal Company das Qwest Field betreibt, trat der Eigentümergemeinschaft bei. In der ersten Novemberwoche 2007 wurde langsam klar, dass die MLS eine weitere Expansion plant. Der Comedian Drew Carey trat der Eigentümergruppe bei. Auf einer Pressekonferenz am 13. November 2007 gab die Major League Soccer Seattle als neues Expansionfranchise bekannt. Gleichzeitig wurde bekannt gegeben, dass das USL-1 Team Seattle Sounders nicht mehr bestehen wird, wenn Seattle in die MLS einzieht.

Am 7. April wurde der neue Name des MLS-Franchises bekannt gegeben: Seattle Sounders FC. Auch das Logo und die Teamfarben wurden der Öffentlichkeit präsentiert. Der Name war das Resultat einer Online-Abstimmung.

Am 28. Mai 2008 wurde das Trikot der Mannschaft präsentiert und der neue Trikotsponsor vorgestellt. Microsoft hatte einen Fünf-Jahres-Vertrag mit dem Franchise abgeschlossen. Erster Trainer wurde Sigi Schmidt, der zuvor mit der Columbus Crew den MLS Cup gewonnen hatte.[4]

Erste Saison[Bearbeiten]

Die MLS-Saison 2009 war die erste Spielzeit für den Seattle Sounders FC. Alle 22.000 Saisonkarten wurden verkauft, damit hatte das Franchise die meisten Karten in der ganzen MLS verkauft.

Am 19. März 2009 spielte die Mannschaft ihr erstes Spiel. Gegner waren die New York Red Bulls und das Stadion war mit 32.523 Zuschauern ausverkauft. Seattle gewann mit 3:0. Der Kolumbianer Fredy Montero erzielte hier das erste Tor für den Sounders FC. Die Mannschaft konnte auch die nächsten zwei Spiele für sich entscheiden. Damit war es der erfolgreichste Start für ein neues Team in der Major League Soccer. Mit einem dritten Platz in der Western Conference konnte sich Seattle für die Play-offs qualifizieren. Im Viertelfinale schied die Mannschaft aber gegen Houston Dynamo aus.

Am 2. September 2009 gewannen die Sounders den Lamar Hunt U.S. Open Cup durch einen Sieg gegen DC United. Durch den Pokalsieg nahmen die Sounders an der CONCACAF Champions League 2010/11 teil. Jedes Heimspiel der Sounders war in der Saison 2009 ausverkauft, sowohl im Pokal (gespielt wurde im Starfire Sports Complex), als auch in der Regular Season und in den Play-offs.

2010 – heute[Bearbeiten]

Bevor die zweite Saison des Seattle Sounders FC in der MLS begann, setzten des Fußball-Franchise, sein Dauerkartenangebot auf 32.000 Stück hoch.[5] Das erste Spiel der Saison bestritten die Sounders gegen MLS Neuling Philadelphia Union, welches mit 2:0 gewonnen werden konnte. Trotz dieses Sieges verlor Seattle achtmal innerhalb der ersten 15 Spiele. Das Blatt wendete sich nach der Hälfte der regular season. Bei den letzten 15 Spielen konnten 10 Siege errungen werden und die Mannschaft landete auf Platz 4 der Western Conference. Wie schon im Vorjahr, war jedes Ligaspiel ausverkauft.[6] In den Play-offs schieden die Sounders im Conference Halbfinale gegen Los Angeles Galaxy mit insgesamt 3:1 (1:0, 2:1) aus.

Am 31. Juli 2010 gewannen die Sounders den Heritage Cup gegen San Jose Earthquakes. Dieses Turnier wird seit 2009 zwischen Mannschaften ausgetragen, dessen Namensvorgänger bereits in der North American Soccer League gespielt hatten.

International durfte der Verein an der CONCACAF Champions League 2010/11 teilnehmen. In der Qualifikationsrunde siegte die Mannschaft gegen AD Isidro Metapán mit insgesamt 2:1 (1:0, 1:1). In der Gruppenphase waren CF Monterrey, Deportivo Saprissa und CD Marathón die Gegner der Sounders. Aus den sechs Spielen, siegte die Mannschaft aber nur einmal und schieden als Gruppenletzter aus. Erfolgreicher hingegen war der Auftritt im U.S. Open Cup. Nach Siegen gegen die Portland Timbers, Los Angeles Galaxy und den CD Chivas USA, traf die Mannschaft im Finale auf die Columbus Crew. Mit 2:1 konnte der Pokalerfolg vom letzten Jahr wiederholt. Damit ist der Seattle Sounders FC, die erste Mannschaft der MLS, die den US Open Cup direkt verteidigen konnte.[7] Mit dem Finale wurde auch ein neuer Zuschauerrekord bei einem Pokalspiel in den USA aufgestellt. 31.311 Menschen verfolgten das Spiel am 5. Oktober 2010. Durch den Sieg qualifizierte sich die Mannschaft für die CONCACAF Champions League 2011/12.[8]

Besitzer und Management[Bearbeiten]

Die Besitzrechte an dem Franchise teilen sich auf verschiedene Investoren auf. Der Filmproduzent Joe Roth ist der Hauptinvestor in den neuen Club. Weitere Investoren sind Adrian Hanauer, aktueller Besitzer der Seattle Sounders, Drew Carey, Comedian und Moderator, und Paul Allen, Mitbegründer von Microsoft und Besitzer der Seattle Seahawks und der Portland Trail Blazers.

Der ehemalige Fußballspieler Chris Henderson ist Technischer Direktor der Mannschaft. Dies wurde am 24. Januar 2008 bekannt.

Stadion[Bearbeiten]

Seit der MLS Saison 2009 spielen die Sounders im CenturyLink Field. Das Stadion fasst 67.000 Zuschauer und wurde 2002 unter dem Namen Seahawks Stadium eröffnet. Seit dieser Zeit beheimatet es die NFL-Mannschaft Seattle Seahawks.

[Bearbeiten]

Am 7. April 2008 wurden der offizielle Teamname „Seattle Sounders FC“ und das Logo des Teams veröffentlicht. In einer Abstimmung zur Namenswahl setzte sich der Name Seattle Sounders gegen die Vorschläge Seattle F.C., Seattle Republic, Seattle Alliance durch.

Im Zentrum des Logos befindet sich die Space Needle, das Wahrzeichen Seattles. Die offiziellen Teamfarben sind Sounder Blue, welches für das Wasser des Puget Sounds steht, und Rave Green, welches sich auf die ausgedehnten Koniferen-Wälder im pazifischen Nordwesten bezieht.

Spieler und Mitarbeiter[Bearbeiten]

Aktueller Profikader[Bearbeiten]

Stand: 15. März 2013[9]

Nr. Position Name
1 OsterreichÖsterreich TW Michael Gspurning
2 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AB Clint Dempsey
3 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten MF Brad Evans
4 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AB Patrick Ianni
5 SchwedenSchweden AB Adam Johansson
6 KubaKuba MF Osvaldo Alonso
7 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten ST Eddie Johnson
8 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AB Marc Burch
9 NigeriaNigeria ST Obafemi Martins
10 ArgentinienArgentinien MF Mauro Rosales
11 EnglandEngland ST Steve Zakuani
12 Costa RicaCosta Rica AB Leonardo González
14 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten MF Alex Caskey
15 HondurasHonduras MF Mario Roberto Martínez
16 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten ST David Estrada
17 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AB DeAndre Yedlin
Nr. Position Name
19 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten ST Babayele Sodade
20 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AB Zach Scott
21 GrenadaGrenada MF Shalrie Joseph
22 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten ST Eriq Zavaleta
23 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten MF Servando Carrasco
24 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten TW Marcus Hahnemann
25 EnglandEngland MF Andy Rose
26 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten ST Sammy Ochoa
27 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten MF Lamar Neagle
29 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten TW Josh Ford
30 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AB Andrew Duran
31 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AB Jeff Parke
32 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AB Daniel Steres
33 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AB Dylan Remick
34 KolumbienKolumbien AB Jhon Kennedy Hurtado
KolumbienKolumbien ST Fredy Montero (ausgeliehen an Sporting Lissabon)

Bisherige Spieler[Bearbeiten]

Trainerstab[Bearbeiten]

Stand: 1. November 2012[10]

  • DeutschlandDeutschland Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sigi Schmid (Trainer)
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Brian Schmetzer (Assistenztrainer)
  • Saint Vincent GrenadinenSt. Vincent und die Grenadinen Ezra Hendrickson (Assistenztrainer)
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kurt Schmid (Assistenztrainer und Scout)
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tom Dutra (Torwarttrainer)
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten David Tenney (Fitnesstrainer)
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chris Henderson (Technischer Direktor)

Erfolge[Bearbeiten]

Statistiken[Bearbeiten]

Saisonbilanz[Bearbeiten]

Saison Regular Season[11] Play-offs[11] Lamar Hunt
U.S. Open Cup
[12]
CONCACAF
Champions League
[Anm. 1][13]
2009 3. Platz (West) Viertelfinale Sieger nicht qualifiziert
2010 4. Platz (West) Viertelfinale Sieger nicht qualifiziert
2011 2. Platz (West) Viertelfinale Sieger Gruppenphase
2012 3. Platz (West) Conference Finale Finale Viertelfinale
2013 4. Platz (West) Conference Halbfinale 3. Runde Halbfinale
  1. Der Wettbewerb beginnt jeweils im Herbst des vorherigen Jahres.

Vereinsrekorde[Bearbeiten]

Besucherschnitt[Bearbeiten]

Regular Season / Play-offs

  • 2009: 31.203 / 35.807[11]
  • 2010: 36.173 / 35.521[11]
  • 2011: 38.496 / 36.021[11]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Seattle Misses First Mls Cut -- But Bid Isn't Dead 15. Juni 1994 auf community.seattletimes.nwsource.com
  2. Key Need For Soccer: A Stadium 4. Februar 1994 auf community.seattletimes.nwsource.com
  3. Soccer Ticket Pledges Exceed 1,300 3. Juni 1994 auf community.seattletimes.nwsource.com
  4. Sigi Schmid becomes Sounders FC's first coach 16. Dezember 2008 auf seattletimes.nwsource.com
  5. Greg Johns: Sounders explain why season tickets capped at 32,000. In: Seattle Post-Intelligencer, 27. Januar 2010. Abgerufen am 27. Oktober 2010. 
  6. Joshua Mayers: Sounders FC release Chivas USA preview & broadcast info. In: The Seattle Times, 14. Oktober 2010. Abgerufen am 27. Oktober 2010. 
  7. Steven Goff: Nyassi is nice: Seattle Sounders defeat Columbus Crew, 2-1, to repeat as U.S. Open Cup champions. In: The Washington Post, 6. Oktober 2010. Abgerufen am 27. Oktober 2010. 
  8. Seattle claims first berth in 2011-2012 CCL. In: CONCACAF Web Site. 5. Oktober 2010. Abgerufen am 27. Oktober 2010.
  9. Seattle Sounders FC – Players. Abgerufen am 10. März 2013 (englisch).
  10. Seattle Sounders FC – Coaches. Abgerufen am 1. November 2012 (englisch).
  11. a b c d e MLS Factbook 2012. MLSsoccer.com, abgerufen am 28. Juli 2012 (pdf; 1,2 MB, englisch).
  12. TheCup.us – Spieldetails zu den Wettbewerben. Abgerufen am 28. Juli 2012 (englisch).
  13. rsssf.com – Spieldetails zu den Wettbewerben. Abgerufen am 28. Juli 2012 (englisch).