Sebastián de Yradier

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Sebastián de Yradier (eigentlich: Sebastián de Iradier y Salaverri) (* 20. Januar 1809 in Lanciego, Álava (Baskenland), Spanien; † 6. Dezember 1865 in Vitoria) war ein spanischer Komponist.

Sebastián de Yradier

Leben[Bearbeiten]

Nachdem Sebastián de Yradier zuerst als Organist an der Pfarrkirche von Salvatierra gearbeitet hatte, lehrte er ab 1833 am Madrider Konservatorium Gesang. 1850 zog er nach Paris. In Paris änderte er auf Drängen seines Verlegers seinen Namen auf Yradier, um ihn internationaler zu machen. Während einer Reise in die Karibik im Jahr 1857 beschäftigte er sich mit Kreol-Rhythmen und vor allem der Habanera. Zurück in Frankreich veröffentlichte er mehrere Kompositionssammlungen mit Zarzuelas, Habaneras und Liedern. Diese Sammlungen trugen mit dazu bei, die Habanera im Europa des 19. Jahrhunderts populär zu machen. 1865 kehrte de Yradier nach Spanien zurück und starb dort noch im selben Jahr.

Von seinen zahlreichen Kompositionen haben einzig „La Paloma“ und „El arreglito“ nach seinem Tode Weltruhm erlangt.

„La Paloma“ gehört zu den am meisten gesungenen, interpretierten, arrangierten und auf Tonträgern festgehaltenen Musikstücken. In Deutschland ist es eng mit Seemannsromantik verbunden, wurde es doch von Hans Albers und Freddy Quinn mehrfach in Spielfilmen wie „Große Freiheit Nr. 7“, „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ und „Freddy und der Millionär“ gesungen; dabei hat sich der von Helmut Käutner 1943 für den Film „Große Freiheit Nr. 7“ geschriebene Text durchgesetzt.

„El arreglito“ wurde von Georges Bizet für ein Volkslied gehalten, mit dem er die Arie der Carmen L'amour est un oiseau rebelle in der gleichnamigen Oper unterlegte.