Sebastian Bergman

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Seriendaten
Deutscher Titel Sebastian Bergman
Originaltitel Den fördömde
Produktionsland SchwedenSchweden Schweden
Originalsprache Schwedisch
Jahr 2010
Produktions-
unternehmen
Tre Vänner Produktion AB
Sveriges Television (SVT)
Länge 90 Minuten
Genre Krimi, Thriller
Produktion Birgitta Wännström
Erika Edman
Idee Michael Hjorth
Hans Rosenfeldt
Musik Philippe Boix-Vives
Jon Ekstrand
Kamera Erik Molberg Hansen
Erstausstrahlung 25. Dezember 2010 auf SVT 1 (Schweden)
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
13. Oktober 2013 auf ZDF (Deutschland)
Besetzung

Sebastian Bergman auch unter dem Langtitel Sebastian Bergman – Spuren des Todes bekannt, ist eine schwedische Filmreihe mit bisher zwei Fortsetzungen, die vom Filmstudio Tre Vänner produziert wurde, mit Rolf Lassgård in der Hauptrolle als Sebastian Bergman. Die beiden Filme basieren auf den zwei gleichnamigen Kriminalromanen Der Mann, der kein Mörder war und Die Frauen, die er kannte der schwedischen Schriftsteller Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt.[1][2]

Handlung[Bearbeiten]

Der Profiler und forensische Psychologe Sebastian Bergman war früher bei der schwedischen Polizei in dieser Position tätig und galt dort als einer der gefragtesten und gefürchtetsten Ermittler im Polizeidienst. Als ruppiger Profiler war er nicht immer beliebt und hatte als sogenannter Frauenheld mehrere außereheliche Beziehungen. Bei einem Familienurlaub 2004 in Thailand verlor er bei dem Tsunami und Erdbeben im Indischen Ozean seine Frau sowie seine siebenjährige Tochter. Anschließend verfiel Bergman in schwere Depressionen und quittierte den Polizeidienst. Außerdem plagten ihn seitdem heftige Alpträume. Jahrelang machte er sich für den Tod seiner kleinen Tochter in Thailand selbst verantwortlich, da er sie beim Tsunami nicht festhalten konnte.

Sebastian Bergman kehrte nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter an seinen Heimatort zurück. Durch eine zufällige Begegnung mit dem ehemaligen Kollegen Torkel Höglund und dem jetzigen Leiter der Polizeieinheit „Rikskrim“, erfährt er von einem brutalen Mord an einem Schüler. Nach mehrmaligen nachdrücklichen Bitten und Überredungskünsten darf er als Berater bei der Aufklärung des Verbrechen mithelfen. Bergman muss dabei mit der jungen Polizeiermittlerin Vanja zusammenarbeiten, mit der sich die Kooperation zunächst äußerst schwierig gestaltet, da er von ihr und den anderen Mitarbeitern nicht vollends akzeptiert wird. Während er sich intensiv mit dem Fall beschäftigt, entdeckt er einen alten Brief seiner ehemaligen Geliebten in der Wohnung seiner verstorbenen Mutter. Dadurch erfährt Bergman, dass er eine zweite Tochter aus einer fast vergessenen Beziehung hat. Nach dem Lösen des ersten Falles findet er auch die Adresse seiner ehemaligen Geliebten Karin Andersson heraus, die aber jegliche Klarstellung und den Kontakt zu seinem Kind abwehrt. Da seine junge Kollegin Vanja nachher ebenfalls diese Wohnung aufsucht, stellt er schockiert fest, dass sie seine uneheliche Tochter ist. Bergman behält dies zunächst für sich und sieht wieder einen Sinn in seinem Leben. Langsam beginnt er seine berufliche Karriere wieder aufzubauen.

Kurz darauf geschehen weitere Morde und die Polizei tappt zunächst wiederum im Dunkeln. Bergman kann erneut den Chef der Sondereinheit zu einer Mitarbeit mit ihm überreden und ist dadurch wieder bei den Ermittlungen dabei. Auf Grund der gleichartig ausgeführten Verbrechen, deutet alles darauf hin, dass es hier sich um einen Serientäter handelt. Nach einigen Rückschlägen und Hindernissen kann dieser gestellt werden, wobei er seiner Tochter das Leben rettet, da der Täter es auch auf sein persönliches Umfeld abgesehen hatte.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Zuerst wurde Sebastian Bergman beim schwedischen Fernsehsender Sveriges Television unter dem Titel Den fördömde im Dezember 2010 ausgestrahlt. Eine untertitelte englische Version wurde bei dem britischen Sender BBC Four im Juni 2012 ausgestrahlt.[3] In Deutschland hatte Sebastian Bergmam am 13. Oktober 2013 im ZDF seine Filmpremiere und am 23. Oktober 2013 wurde die deutschsprachige DVD-Ausgabe dazu veröffentlicht.[4]

Kritiken[Bearbeiten]

„Sicherlich wird man diese Buchvorlage nie so ganz exakt umsetzen können. Und doch macht es Spaß, hin und wieder auch beide Welten zu entdecken. Insgesamt findet sich schließlich hier ein guter Krimi, der eine Figur in den Vordergrund stellt, die sehr gut von Rolf Lassgard gespielt wird.“

Anna: Ok-magazin.de, „TV- & DVD-Tipp - 'Sebastian Bergman - Spuren des Todes'“: in DVD - Kritik - Trailer - Film[4]

„... Sämtliche Nebendarsteller arbeiten solide, genauso wie die eingängige Hintergrund, trotz gelegentlicher Überpräsenz im mittleren Teil des Krimis, dank prägnanter Untermalung essentieller Szenen einen guten Eindruck macht. Das Drehbuch wiederum ist reich an schlüssigen, dennoch schwer vorherzusehenden Wendungen und verknüpft die einzelnen Handlungsfäden mit sicherer Hand. ...“

Sidney Schering: quotenmeter.de, Sebastian Bergman – Spuren des Todes: Die Kritiker: in Quotenmeter[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tre Vänner Om produktionen: Den fördömde. In: trevanner.se. TRE VÄNNER PRODUKTION AB, 1. Januar 2011, archiviert vom Original am 5. April 2011, abgerufen am 30. November 2013 (schwedisch).
  2. Caroline Frost: Sebastian Bergman Review - Have We Found The Norse Morse? In: huffingtonpost.co.uk. Huffington Post: Entertainment UK, 8. Juni 2012, abgerufen am 30. November 2013 (englisch).
  3. James Donaghy: "Sebastian Bergman – the Swedish Cracker with a sentimental core". TV & Radio Blog. In: guardian.co.uk. The Guardian, 8. Juni 2012, abgerufen am 30. November 2013 (englisch).
  4. a b Anna: TV- & DVD-Tipp - 'Sebastian Bergman - Spuren des Todes'. DVD - Kritik - Trailer - Film. In: ok-magazin.de. OK Magazin, 8. Oktober 2013, abgerufen am 30. November 2013 (deutsch).
  5. Sidney Schering: Sebastian Bergman – Spuren des Todes. Die Kritiker. In: quotenmeter.de. Quotenmeter, 10. November 2013, abgerufen am 30. November 2013 (deutsch).