Sebastian Sigler

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Sebastian Sigler (2012)

Sebastian Sigler (* 25. April 1964 in Bielefeld) ist ein deutscher Historiker und Journalist.

Leben[Bearbeiten]

Schon während der Schulzeit am Ratsgymnasium Bielefeld arbeitete Sigler journalistisch. Nach dem Abitur studierte er ab 1983 Mittelalterliche und Neuere Geschichte, Literaturwissenschaften und Kunstgeschichte in Bielefeld, München und Köln. 1989 machte er das Magister Artium-Examen. Danach war er für die Sendung „Studio 1“ des ZDF tätig. Anfang 1991 wechselte er zum Bayerischen Fernsehen nach München. Ab 1993 arbeitete er für das ARD-Magazin »Report aus München«, ab 1996 für Focus TV, Sat.1 und Printmedien. Mit Hans Kammerlander drehte er im Jahr 2000 einen Dokumentarfilm in Pakistan für Radiotelevisione Italiana und ORF. Er wandte sich der wissenschaftlichen Geschichtsforschung und Anselm von Havelberg zu. 2005 promovierte er zum Dr. phil.[1]

In München ist Sigler seit langem für den Chrysanthemenball verantwortlich. 1997 gehörte er zu den Gründern des Johanniter-Jugendlagers, das behinderten Kindern und Jugendlichen (und ihren Familien) eine Freiwoche ermöglicht. Es hat bereits elf Filiationen in ganz Mitteleuropa. Seit 1998 ist Sigler Ehrenritter des Johanniterordens. Er ist seit 1992 Mitglied des Corps Bavaria München.[2] Von 2004 bis 2007 war er stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Verbandes Alter Corpsstudenten. Seit 2009 ist er Vorsitzender des Arbeitskreises der Studentenhistoriker.[3]

Seit einigen Jahren untersucht Sigler die biografischen Verknüpfungen der Widerstandskämpfer in der Zeit des Nationalsozialismus.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Bittere Bilanz. Nordrhein-Westfalen im Griff der SPD. Kommunal-Verlag, Bonn 1995, ISBN 3-87433-081-8.
  • Anselm von Havelberg. Beiträge zum Lebensbild eines Politikers, Theologen und königlichen Gesandten im 12. Jahrhundert. Shaker, Aachen 2005, ISBN 3-8322-3916-2 (Zugleich: Köln, Univ., Diss., 2005: Studien über Anselm von Havelberg.).
  • Aufgewachsen in Bielefeld in den 60er und 70er Jahren. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2008, ISBN 978-3-8313-1864-3.
  • Potthast, Pils und Pumpernickel. Ostwestfalen-Lippe in Geschichten und Bildern. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2011, ISBN 978-3-8313-2150-6.
  • Hans Koch – ein deutsches Schicksal im Widerstand, in: S. Sigler (Hg): Corpsstudenten im Widerstand gegen Hitler. Duncker & Humblot, Berlin 2014. ISBN 978-3-428-14319-1, S. 45–56.
  • Eduard Brücklmeier – Netzwerker gegen Hitler, in: S. Sigler (Hg): Corpsstudenten im Widerstand gegen Hitler. Duncker & Humblot, Berlin 2014. ISBN 978-3-428-14319-1, S. 91–113.
  • Franz Böhm – wie einer der Väter der sozialen Marktwirtschaft der Gestapo entkam, in S.Sigler (Hg): Corpsstudenten im Widerstand gegen Hitler. Duncker & Humblot, Berlin 2014. ISBN 978-3-428-14319-1, S. 229–248.
  • Denken und Handeln für Wahrheit und Freiheit – das Lebenswerk Walter Euckens, in S.Sigler (Hg): Corpsstudenten im Widerstand gegen Hitler. Duncker & Humblot, Berlin 2014. ISBN 978-3-428-14319-1, S. 249–265.
  • mit Klaus Gerstein: Der einsame Weg des Kurt Gerstein, in: S. Sigler (Hg): Corpsstudenten im Widerstand gegen Hitler. Duncker & Humblot, Berlin 2014, ISBN 978-3-428-14319-1, S. 289–321.
  • Wilhelm v. Flügge – Doppelspiel in Istanbul, in S.Sigler (Hg): Corpsstudenten im Widerstand gegen Hitler. Duncker & Humblot, Berlin 2014. ISBN 978-3-428-14319-1, S. 407–418.
  • Ernst Vollert – ein Corpsbruder rettete ihn aus dem Prager Gestapo-Keller, in: S. Sigler (Hg): Corpsstudenten im Widerstand gegen Hitler. Duncker & Humblot, Berlin 2014. ISBN 978-3-428-14319-1, S. 451–456.
  • Das soziale und das korporierte Umfeld der Corpsstudenten im Widerstand, in: S. Sigler (Hg): Corpsstudenten im Widerstand gegen Hitler. Duncker & Humblot, Berlin 2014. ISBN 978-3-428-14319-1, S.  457–483.
  • mit Friedrich Korte: Bielefeld und die Grafen von Ravensberg – die Gründungsepoche von 1214 bis 1346. Hans Gieselmann Verlag, Bielefeld 2014. ISBN 978-3-923830-89-3.

Herausgeber[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. CV (Wartberg Verlag)
  2. Kösener Corpslisten 1996, 13, 1934
  3. S. Sigler (CDA) (Version vom 3. Mai 2010 im Internet Archive)