Sebersdorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sebersdorf
Wappen von Sebersdorf
Sebersdorf (Österreich)
Sebersdorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Hartberg-Fürstenfeld
Kfz-Kennzeichen: HF (ab 1.7.2013; alt HB)
Fläche: 16,12 km²
Koordinaten: 47° 11′ N, 15° 59′ O47.18638888888915.991388888889295Koordinaten: 47° 11′ 11″ N, 15° 59′ 29″ O
Höhe: 295 m ü. A.
Einwohner: 1.407 (1. Jän. 2014)
Postleitzahlen: 8272, 8271, 8273
Vorwahl: 03333
Gemeindekennziffer: 6 22 50
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Sebersdorf 214
8272 Sebersdorf
Website: www.sebersdorf.com
Politik
Bürgermeister: Alois Rath (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
4 SPÖ, 10 ÖVP, 1 Wirtschaftsliste-Haindl
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Sebersdorf mit 1407 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) ist eine Gemeinde im Gerichtsbezirk Fürstenfeld und im politischen Bezirk Hartberg-Fürstenfeld in der Steiermark in Österreich. Im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark ist sie ab 2015 mit der Gemeinde Bad Waltersdorf zusammengeschlossen,[1] die neue Gemeinde wird den Namen Marktgemeinde Bad Waltersdorf weiterführen. Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz - StGsrG.[2]

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Sebersdorf liegt ca. 10 km südlich der Bezirkshauptstadt Hartberg und ca. 40 km östlich der Landeshauptstadt Graz am Zusammenfluss von Pöllauer Safen und Hartberger Safen zur Safen. Das Gemeindegebiet gehört zum oststeirischen Hügelland. Neben den bereits genannten Flüssen wird der Osten des Gemeindegebiets vom Rohrbach entwässert. Ihren höchsten Punkt hat die Gemeinde Sebersdorf mit 397 Metern „Am Berner“.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Sebersdorf besteht aus drei Katastralgemeinden (KG): Die KG Neustift (150 Einwohner) besteht nur aus der Ortschaft Neustift bei Sebersdorf und liegt im Westen des Gemeindegebiets.
Im Osten der Gemeinde befindet sich die KG Rohrbach bei Waltersdorf, die neben der gleichnamigen Ortschaft (301 Ew.) noch die Ortschaft Geier (166 Ew.) umfasst.
Die größte Katastralgemeinde ist Sebersdorf (738 Einwohner), die die Ortschaft Sebersdorf mit den Rotten Edelsberg, Großhaide, Sebersdorfberg, Steinfeld und Untermayerhofen umfasst und die Mitte der Gemeinde bildet. (Einwohner Stand: 2001)

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Ebersdorf Buch-St. Magdalena Buch-St. Magdalena
Ebersdorf Nachbargemeinden Limbach bei Neudau
Großhart Bad Waltersdorf Bad Waltersdorf


Geschichte[Bearbeiten]

Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 1.195
1880 1.319
1890 1.310
1900 1.283
1910 1.309
1923 1.334
1934 1.346
1939 1.216
1951 1.271
1961 1.210
1971 1.299
1981 1.280
1991 1.272
2001 1.355

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die letzten Gemeinderatswahlen brachten die folgenden Ergebnisse:

Partei 2005 2000 1995 1990
Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate
ÖVP 698 76 12 569 68 11 642 74 12 508 60 10
SPÖ 218 24 3 193 23 3 139 16 2 247 29 4
FPÖ 79 9 1 91 10 1 92 11 1
Wahlbeteiligung 85 % 83 % 84 % 90 %

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Alois Rath (ÖVP), Vizebürgermeister ist Johann Handler (ÖVP).

Wappen[Bearbeiten]

Wappen Sebersdorf.jpg

Blasonierung (Wappenbeschreibung): „Von Rot und Schwarz durch ein mit der Schneide nach oben gekehrtes und mit der Spitze vorwärts gerichtetes silbernes Pflugmesser geteilt, silbern oben drei strahlenförmig gelegte Ähren, die äußeren beblättert, unten gestürzt eine Hopfenrebe von zwei Blättern und drei Blüten.“
Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. November 1989.[3]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Süd Autobahn A 2 von Wien nach Graz verläuft in Nord-Süd-Richtung durch das Gemeindegebiet und ist über die Anschlussstelle Sebersdorf/Bad Waltersdorf (126) erreichbar. Die Anbindung der Nachbargemeinden erfolgt durch Landesstraßen. Die Hartbergerstraße L 401 führt von Hartberg über Sebersdorf nach Bad Waltersdorf, während die Ebersdorferstraße L 412 die Verbindung nach Ebersdorf und weiter nach Kaindorf herstellt, wo die Wechsel Straße B 54 erreicht wird. Die östlichen Nachbarn sind über die Limbachstraße L 435 angebunden.

Sebersdorf hat einen Bahnhof an der Thermenbahn zwischen Hartberg und Fürstenfeld. Hier bestehen zweistündliche Regionalzug-Verbindungen nach Wien und Fehring.

Der Flughafen Graz ist über die Süd Autobahn in ca. 60 km zu erreichen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sebersdorf

Bauwerke[Bearbeiten]

Kapelle Sebersdorf
  • Schloss Obermayerhofen im Gemeindeteil Neustift bei Sebersdorf wurde im Jahr 1170 als Gutshof errichtet. 1377 verkaufen die Eigentümer, die Herrschaft Obermayerhofen, den Gutshof an die Ritter von Teuffenbach. 1540 wurde das kleine Schloss nach dem Tod von Bernhard von Teuffenbach an seine vier Söhne verteilt, die nach vielen Streitigkeiten im Jahr 1552 ihre Anteil an einen der Brüder verkaufen. Dieser begann, das Schloss neu zu errichten, was im Jahr 1574 abgeschlossen wurde. 1777 kam das Schloss zu Josef Graf Kottulinsky, der einen neuen Meierhoftrakt errichten ließ. Nach der Grundentlastung 1848 verbrachten die Grafen von Kottulinsky lediglich einige Monate in Sommer und Herbst im Schloss und gaben es im Jahr 1924 an die Baronin von Taulow ab. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss Opfer von Plünderung und verfiel, woraufhin Harald Graf Kottulinsky es im Jahr 1977 zurückkaufte und in ein Schlosshotel umbaute.
  • Das Bernerhaus bietet einen weiten Blick über das Safental und darüber hinaus.

Tourismus[Bearbeiten]

Sebersdorf liegt am Nordrand der Tourismusregion Steirisches Thermenland. Im Jahre 2005 wurde die „H2O-Therme“ in Sebersdorf eröffnet.

In Sebersdorf gibt es zwei Hotels sowie Privatzimmer.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger:

Söhne und Töchter der Gemeinde:

Literatur[Bearbeiten]

  • Albert Pichler: „Sebersdorf – Geschichte und Geschichten eines Bauernlandes“, 1990.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sebersdorf – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
  2. § 3 Abs. 4 Z 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. ZDB-ID 705127-x. S. 3.
  3. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 40, 1990, S. 50