Sechshundertsechsundsechzig

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Sechshundertsechsundsechzig (666) ist eine biblische Zahl, die unter anderem in der Offenbarung des Johannes vorkommt. Im Rahmen des Okkultismus und der Zahlenmystik wird ihr besondere Bedeutung zugeschrieben. Sie wird auch als Zahl des Tieres oder Zahl des Antichristen bezeichnet.

Biblischer Ursprung[Bearbeiten]

Die Zahl findet sich mit spezifischer Bedeutung in der Bibel in der Offenbarung des Johannes (13,18 ELB) im Neuen Testament. Dass hier keine Zahl im mathematischen Sinne gemeint ist, ergibt sich aus dem Zusammenhang. Dort heißt es im griechischen Original in der Ausgabe von Nestle-Aland (27. Aufl.):

Ὧδε ἡ σοφία ἐστίν· ὁ ἔχων νοῦν ψηφισάτω τὸν ἀριθμὸν τοῦ θηρίου· ἀριθμὸς γὰρ ἀνθρώπου ἐστί· καὶ ὁ ἀριθμὸς αὐτοῦ ἑξακόσιοι ἑξήκοντα ἕξ.

„Hier ist die Weisheit. Wer Verständnis hat, berechne die Zahl des Tieres; denn es ist eines Menschen Zahl; und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig.“

– Offb 13,18 ELB – Revidierte Elberfelder Bibel (1985)

Die Zahl 666 erscheint – allerdings mit wirklich numerischer Bedeutung – bereits im Alten Testament im 1. Buch der Könige (1 Kön 10,14 LUTH) und parallel im 2. Buch der Chronik (2 Chr 9,13 LUTH), wo es eine bestimmte Menge angibt, und in Buch Esra (Esr 2,13 LUTH), wo es die Anzahl der Söhne Adonikams bezeichnet.

Alternative Lesarten[Bearbeiten]

Fragment des Papyrus \mathfrak{P}115 mit ΧΙϚ (616) als Zahl des Tieres

Die für die neutestamentliche Wissenschaft heute maßgeblichen kritischen Textausgaben (der Nestle-Aland bzw. das Greek New Testament) halten die Lesart 666 für die ursprüngliche Lesart der Stelle. Dabei stützen sie sich auf die beiden wichtigsten antiken Textzeugen der Bibel, den Codex Sinaiticus (4. Jahrhundert) und den Codex Alexandrinus (5. Jahrhundert), die wie die Mehrzahl der späteren Textzeugen die 666 überliefern. Schon in \mathfrak{P}47 (Chester Beatty III), einem Papyrusfragment aus dem 3. Jahrhundert, ist 666 überliefert, geschrieben in den griechischen Zahlbuchstaben ΧΞϚ (Chi, Xi, Stigma).

Hingegen wusste der Kirchenvater Irenäus von Lyon, dass in einigen Handschriften statt der 666 die 616 zu lesen ist, hielt diese Zahl allerdings für einen Abschreibefehler.[1] Keine Schwierigkeiten jedoch, die 616 als Zahl des Antichristen zu deuten, hatte der Bischof Tyconius (4. Jahrhundert), einer der wenigen altkirchlichen Ausleger der Offenbarung.[2]

In der Tat finden sich zwei bis heute erhaltene Belege für die Lesart 616: einmal in dem auf das Jahr 300 datierten Papyrus \mathfrak{P}115 (POxy. 4499), geschrieben ΧΙϚ (Chi, Iota, Stigma)[3], sowie im Codex Ephraemi Rescriptus, einem Palimpsest aus dem 5. Jahrhundert.

Die nach ihrem Textwert nicht zu vernachlässigende Minuskel 2344 aus dem 11. Jahrhundert bietet die Lesart 665 (in Worten ausgeschrieben).

Deutungen[Bearbeiten]

Wie auch in verwandter apokalyptischer Literatur sind Namen, Orte und Zeitabschnitte in der Offenbarung des Johannes oft chiffriert. So steht „Babylon“ (17,5 LUTH) nach Meinung der meisten Exegeten für Rom bzw. das römische Reich. Die Zahl 666 stellt die verschlüsselte Form eines Namens („die Zahl eines Menschennamens“, 13,17 LUTH) dar. Dies beruht darauf, dass in historischer Zeit Zahlen mit denselben Zeichen wie Buchstaben geschrieben wurden, wie man es von den römischen, hebräischen und griechischen Zahlen her kennt. Die Zahlenwerte der Buchstaben eines Wortes lassen sich addieren (Quersumme). Diese Summe wurde zu ihrer Auslegung gematrischen Berechnungen unterworfen und in andere Wörter umgeformt. Da allerdings die unterschiedlichsten Ausgangswörter ein und denselben Summenwert ergeben können, ist die „Dechiffrierung“ stets mehrdeutig und ohne zusätzliche Hinweise durch den Verfasser mehr oder weniger beliebig und zufällig.

Dementsprechend ist der weitere Kontext der oben genannten Vorkommen der Zahl 666 im Alten Testament herangezogen worden, um aus der Schilderung des salomonischen Reichtums (1. Kön 10,14 LUTH; 2. Chr 9,13 LUTH) über die nachfolgend dargestellten nicht erlaubten Ehen („Hurerei“) Salomos und die Anbetung fremder Götter („Götzendienst“) zur Deutung zu kommen, dass die Zahl ein pervertiertes Königtum symbolisieren könne.[4]

Alte Kirche[Bearbeiten]

Eine Seite aus Athanasius Kirchers Oedipus Aegyptiacus mit Ableitung der Zahl des Tiers aus verschiedenen Namen: Lateinos, Teitan, Lampetis, Antemos.

Irenäus von Lyon (2. Jh. n. Chr.) gibt eine umständliche allegorisierende Ausdeutung der Zahl 666.[5] Er verwirft alle Berechnungen eines bestimmten Namens. Gleichwohl nennt er als rechnerisch mögliche Lösungen des Rätsels die drei (vermutlich von ihm vorgefundenen) Namen Euanthes, Lateinos und Teitan.[6][7] Seine eigene Position ist die, die Identifikation mit konkreten Namen nicht im Voraus zu wagen:

„Sicherer und gefahrloser ist es also, die Erfüllung dieser Prophetie abzuwarten, als allerlei Namen zu vermuten und zu weissagen. Gibt es doch viele Namen der genannten Zahl, und somit kommt die Sache nicht weiter. Denn wenn es viele Namen gibt, welche diese Zahl aufweisen, dann bleibt immer die Frage offen, welchen von diesen er führen wird.“ (Irenäus von Lyon: Gegen die Häresien, V, 30, 3)

Andreas von Caesarea (* 563; † 637) listet in seinem wichtigen Kommentar zur Offenbarung als Deutung der Zahl 666 eine Reihe von Eigennamen. Neu sind bei ihm Λαμπέτης („Lampetes“) und Βενέδικτος („Benedikt“). Weiter nennt er vermeintliche Attribute des Antichrists (κακὸς ὁδηγός: „böser Führer“, παλαιβάσκανος: „alter Missgünstling“, ἀληθὴς βλαβερός: „wahrer Schaden“, ἄμνος ἄδικος: „ungerechtes Lamm“) auf.[8]

Mittelalterliche antipapistische Deutung[Bearbeiten]

Mittelalterliche Exegeten ordneten die Zahl in antipapistischer Polemik dem Papst zu, und zwar entweder einem bestimmten Amtsträger oder generell dem Oberhaupt der römischen Kirche.

So deutet in der Folge des wirkungsreichen Apokalypsekommentars Joachims von Fiore der Franziskaner Ubertino da Casale († nach 1328) die Zahl 666 auf den zeitgenössischen Papst Benedikt XI. (Βενεδίκτος).[9]

Auf das Amt als solches geht die Identifikation mit vorgeblichen lateinischen Papsttiteln:

So sollte auf der Tiara des Papstes geschrieben stehen: VICARIVS FILII DEI (Statthalter des Sohnes Gottes), woraus sich in chronographischer Zählweise die Summe 666 ergäbe. Diese Bezeichnung kommt jedoch nur sehr selten vor, als Variation der gebräuchlicheren Prägung Vicarius Christi (Statthalter Christi). Dies war ein gewöhnlicher Titel für alle Bischöfe, erst seit dem 12. Jahrhundert verstärkt ein Titel des Papstes. Auf den erhaltenen alten Tiaren findet sich diese Inschrift nicht.

Auf dasselbe Ergebnis kommt man in chronographischer Zählweise bei der Wortfolge REX SACERDOS LATINVS (Lateinischer König und Priester). Dies wurde überhaupt nicht als päpstlicher Titel geführt.

Reformationszeit[Bearbeiten]

Martin Luther deutet die beiden Tiere in Offb 13 EU auf das Papsttum und das Kaisertum, die miteinander im Bunde stehen. Die Zahl 666 aus Offb 13,18 LUTH deutet er in einer Randbemerkung seiner Bibelausgabe von 1545 auf die Dauer der weltlichen Papstherrschaft.[10] Auch überliefert in einer Glosse kennt Luther die Deutung רומיית (Hebräisch für Römer) für die Zahl 666. Er deutet dies dadurch an, dass er die Zahlen 200, 6, 40, 10, 10, 400 untereinander schreibt und addiert.[11] Der Reformator Andreas Osiander (* 1498; † 1552) deutet die Zahl 666 auf die Zeit der Herrschaft des Papstes, von 1517 an rückwärts berechnet.[12] Der Schweizer Reformator Heinrich Bullinger (* 1504; † 1575) sieht in der Zahl 666 einen Verweis auf die Zeit von 97–763, der Zeit der Entstehung der Papstherrschaft.[13]

Zeitgeschichtliche Deutungen[Bearbeiten]

Von Kaiser Nero zur Zahl 666

Seit Anfang des 19. Jahrhunderts setzt sich die historisch-kritische Exegese auch für die Auslegung der Johannesoffenbarung durch. Die damit verbundene zeitgeschichtliche Deutung nimmt an, dass sich die Apokalypse auf die Gegenwart ihres Verfassers, also das Ende des ersten Jahrhunderts, im römischen Reich bezieht. Seit den 1830er Jahren deuteten Exegeten wie Christian Friedrich Fritzsche, Ferdinand Benary, Ferdinand Hitzig und Eduard Reuss die Zahl 666 auf Nero.[14] Die Exegeten identifizieren in der Regel Nero mit dem Tier. Anders der Exeget Peter Corssen (1856–1928), der Offb 13,18 EU für einen Fall von Isopsephie hält, bei der Zahlenwerte lediglich verglichen werden.[15] Corssen zufolge seien für den Seher Johannes das Tier und der Mensch zwei verschiedene Größen, die denselben Zahlenwert, nämlich 666, haben. Die Aufforderung, die Zahl des Tieres zu berechnen, bedeute nach Corssen, man solle den Namen eines Menschen herausfinden, der gleicherweise in dieser Zahl enthalten sei.[16] Unabhängig davon, ob mit dem Zahlenrätsel in Offb 13,18 EU der historische Nero oder der in volkstümlicher Erwartung lebendige Nero redivivus, etwa in Gestalt eines anderen Kaisers wie Domitian oder Hadrian gemeint ist, findet diese Deutung bis heute in der wissenschaftlichen Exegese die meisten Anhänger.[17]

Durch Addition der Zahlenwerte der hebräischen Schreibweise für Kaiser Nero, נרון קסר (Neron Kesar), erhält man die Summe 666, wie Ferdinand Benary ausführte. Dieselbe Rechnung ergibt sich, wenn weiterhin nach hebräischen Regeln gerechnet wird, für die griechische Schreibweise Νηρων Καισαρ (Nêrôn Kaisar). Möglicherweise wurde der Text bewusst so verfasst, damit nur Christen mit Hebräischkenntnissen die Verschlüsselung durchschauten und nicht z.B. römische Staatsbeamte, die in der Osthälfte des Reiches, wo die Offenbarung des Johannes entstand (nach Aussage im Text selbst auf der Ägäisinsel Patmos), wohl Griechisch, aber kein Hebräisch verstanden. Dadurch wird die gematrische Zahlenangabe der Johannesoffenbarung zu einem antiken Beispiel der Kryptografie. Auch die alternative Zahl des Tieres 616 lässt sich auf Nero deuten: Diese ergibt sich, wenn nicht von der griechischen oder hebräischen Schreibweise Neron, sondern von der lateinischen Nero ausgegangen wird:

„Also liegt nun der Inhalt des geheimnisvollen Buchs in voller Klarheit vor uns. ‚Johannes‘ sagt die Rückkehr Neros ungefähr für das Jahr 70 und seine Schreckensherrschaft voraus, die 42 Monate oder 1260 Tage dauern soll. Nach dieser Zeitspanne erscheint Gott, überwältigt Nero, den Antichrist, zerstört die große Stadt durch Feuer und fesselt den Teufel für ein Jahrtausend. Das Tausendjährige Reich beginnt etc. All dies hat jetzt jegliche Bedeutung verloren, ausgenommen für einfältige Personen, die noch immer versuchen mögen, den Tag des letzten Gerichts auszurechnen.“

Friedrich Engels: Das Buch der Offenbarung[18]

Robert Graves deutet in seinem Buch The White Goddess die römische Schreibweise der Zahl (DCLXVI) ebenfalls als Hinweis auf Nero, jedoch als Notarikon des Satzes Domitius Caesar legatos Xti violenter interfecit (lat. für Kaiser Domitius tötete gewaltsam die Gesandten Christi). Nero trug den Namen Domitius vor seiner Adoption durch Kaiser Claudius.[19]

Thomas Witulski bezieht die Zahl des Tieres statt auf Nero auf Hadrian: Traianus Hadrianus (Diese Schreibweise des Namens ist auf Münzen belegt[20]), griech. Τραιανός Άδριανός, hebr. טרינוס אדרינוס (Trinus 'Adrinus). In Addition ergeben die Zahlenwerte der hebräischen Buchstaben die Summe 666.[21] Implizit identifiziert Johannes damit den amtierenden Kaiser Hadrian mit der Figur des Nero redivivus.[22]

Heinrich Kraft bezieht in seinem Kommentar die Zahl des Tieres auf Kaiser Nerva und zieht dazu Vers 17,10 EU heran, wo auf die kurze Übergangszeit zwischen der Herrschaft Domitians und der Trajans angespielt sei, was wiederum zur Abfassung des Buches während dieser Zeit – zwischen Sommer 97 und Frühjahr 98 – passen würde.[23]

Moderne Deutungen[Bearbeiten]

Strichcode mit drei verlängerten Doppelstrichen zur Trennung der Ziffernblöcke und einer als Doppelstrich codierten 6. Die einzelnen Zeichen sind hervorgehoben und der Unterschied zwischen einem Trennzeichen (CS) und einer 6 wird offensichtlich.

Im Internet werden vielfältige Deutungen zur Untermauerung diverser Verschwörungstheorien verbreitet. Diese Spekulationen verbinden durch umfangreiche Rechnungen und Wortumstellungen die Zahl 666 mit allen möglichen Namen und Begriffen, etwa Adolf Hitler (Summe des Nachnamens durch Zuweisung von a=100, b=101, c=102…), Ronald Wilson Reagan (wegen der jeweils sechs Buchstaben pro Namen), Sex oder World Wide Web (W entspricht dem hebräischen Waw, welches den Zahlenwert 6 hat). Bekannt ist auch die These, nach der im EAN-Code, einem der am häufigsten verwendeten Strichcodes, die drei fixen Doppelstriche (Anfang, Mitte und Ende) jeweils für die Ziffer 6 stehen. Tatsächlich ähneln sich die Codierung dieser Ziffer und die der Trennungssymbole, sind aber nicht identisch.

Rezeption[Bearbeiten]

Okkultismus[Bearbeiten]

Zentrale Bedeutung hat diese Zahl im Denken des englischen Okkultisten Aleister Crowley. Crowley bezeichnete sich selbst als τὀ μέγα θήριον (griech.: Das Große Tier, Offb 13,1ff EU) der Johannes-Offenbarung und pflegte für seine Anhänger in Briefen mit 666 zu signieren, der ‚Zahl des Tiers‘. Den Text seines Liber Al vel Legis will er durch Offenbarung empfangen haben, nachdem er sich im Jahr 1904 im Ägyptischen Museum in Kairo mit einer Stele beschäftigt hatte, welche die Inventarnummer 666 trug.

666 in der Musikkultur[Bearbeiten]

Besondere Bedeutung erfährt die Zahl 666 in der Heavy-Metal-Subkultur wie zum Beispiel in The Number of the Beast auf dem gleichnamigen Album von Iron Maiden oder auf dem Album Metal on Metal von Anvil aus dem Jahr 1982, teils im Death Metal und ganz besonders im Black Metal. Die griechische Progressive-Band Aphrodite’s Child veröffentlichte 1972 ein Doppelalbum mit Musik von Vangelis zur Johannesoffenbarung mit dem Titel 666. Die US-amerikanische Alternative-Metal-Band Slipknot veröffentlichte 2001 auf ihrem Album Iowa den Song The Heretic Anthem, bei dem Corey Taylor „If you’re 555, then I’m 666“ singt.

Auch in jüngerer Zeit wird die Zahl von Musikern verwendet. Die Band HIM veröffentlichte eine EP mit dem Titel 666 Ways to Love und spielte das Lied Your Sweet Six Six Six auf ihrem Album Greatest Lovesongs Vol. 666. Am 6. Juni 2006 kam die Single Cult vom Album Christ Illusion der amerikanischen Thrash-Metal-Band Slayer heraus, auf dessen Cover ein verstümmelter Jesus Christus mit der Zahlenfolge 666 auf der Brust zu sehen ist. Auch die Alternative-Rock-Band Billy Talent veröffentlichte 2007 ein Live-Album unter dem Titel Billy Talent 666 live.

Bildende Kunst[Bearbeiten]

In einer apokalyptischen Zeichnung von Keith Haring taucht die 666 als Kennzeichen eines gehörnten weltzerstörenden Wesens auf, das in einer Hand ein Dollarzeichen, in der anderen eine Rakete hält.

Numerologie[Bearbeiten]

Aus numerologischer Sicht weist die Zahl 666 folgende Besonderheiten auf:

Dreieckszahl[Bearbeiten]

Die Summe aufeinanderfolgender ganzer Zahlen nennt man in der Mathematik eine Dreieckszahl. Die Summe der Zahlen von 1 bis 36 (1 + 2 + 3 + … + 36) beträgt 666. Die 36 ist selbst eine Dreieckszahl zur Basis 8 (1 + 2 + 3 + ... + 8).

Zudem lässt sich ein Magisches Quadrat der Kantenlänge 6 konstruieren, bei dem die Summe aller eingetragenen Zahlen 666 beträgt; die Summe in jeder Zeile oder Spalte ist daher 111.

Eins der bekanntesten Glücksspiele, das französische oder amerikanische Roulette, wird darum von Abergläubischen als teuflisches Spiel oder Spiel des Teufels bezeichnet, da der Roulettekessel die Zahlen von 0 bis 36 enthält.

Darstellung als Römische Zahl[Bearbeiten]

Bei der Darstellung in römischen Zahlen als DCLXVI wird jeder Zahlenwert unter 1000 genau einmal verwendet, und zwar in Reihenfolge absteigender Größe.

Primzahlen[Bearbeiten]

Primzahlen und insbesondere die Zahl Sieben spielen in der Zahlenmystik eine wichtige Rolle. Bildet man die Summe der Quadrate der ersten sieben Primzahlen (2, 3, 5, 7, 11, 13, 17), erhält man 4 + 9 + 25 + 49 + 121 + 169 + 289 = 666.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Bibeltext der Offenbarung, Kapitel 13 nach Lutherbibel (1984), kath. Einheitsübersetzung, Greek NT (altgriechisch) (weitere Übersetzungen bei bibleserver.com).
  • Peter Corssen: Noch einmal die Zahl des Tieres in der Apokalypse, Zeitschrift für die neutestamentliche Wissenschaft und die Kunde des Urchristentums, 3. Jg., 1902, S. 238–242.
  • Peter Corssen: Zur Verständigung über Apok 13,18, Zeitschrift für die neutestamentliche Wissenschaft und die Kunde des Urchristentums, 4. Jg., 1903, S. 264–267.
  • Peter Corssen: Die Entstehung der Zahl 666 II, Zeitschrift für die neutestamentliche Wissenschaft und die Kunde des Urchristentums, 5. Jg., 1904, S. 86–88.
  • Otto Böcher: Die Johannesapokalypse, Erträge der Forschung 41, Wiss. Buchgesellschaft Darmstadt 4. Auflage 1998, 198 S. (Seiten 84-87 zur 666).
  • Jürgen Roloff: Die Offenbarung des Johannes, 219 S., Zürcher Bibelkommentar, Theologischer Verlag Zürich 1984, (Seiten 144-145 zur 666).
  • Peter J. Williams: P115 and the Number of the Beast, Tyndale Bulletin, 58. Jg., 2007, S. 151–153.
  • Thomas Witulski: Die Johannesoffenbarung und Kaiser Hadrian. Studien zur Datierung der neutestamentlichen Apokalypse, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2007, ISBN 978-3-525-53085-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Number of the Beast – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gegen die Häresien V 30,1 (auf Deutsch)
  2. Vgl. Wilhelm Bousset, Die Offenbarung Johannis, 6. Auflage, Göttingen 1906, S. 59.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatThe Other Number of the Beast: 616. Centre for the Study of Ancient Documents Oxford, abgerufen am 15. November 2008 (englisch).; vgl. auch David C. Parker, A new Oxyrhynchus Papyrus of Revelation: P115 (P. Oxy. 4499), in: New Testament Studies 46. Jg., 2000, S. 159–174 zum Papyrus insgesamt. Parker hält die Lesart 616 für nicht ursprünglich (S. 170).
  4. Vgl. G. K. Beale, The Book of Revelation, Grand Rapids 1999, S. 727.
  5. Adv. haer. („Gegen die Häresien“), V 28,2f.; 29,2.
  6. Adv. haer. („Gegen die Häresien“), V 30,2f.
  7. Wilhelm Bousset, Die Offenbarung des Johannis, Göttingen 1906, S. 49
  8. Wilhelm Bousset, Die Offenbarung des Johannis, Göttingen 1906, S. 64
  9. Vgl. Wilhelm Bousset, Die Offenbarung Johannis, Göttingen 1906, S. 79.
  10. Vgl. die Ausgabe von Rogner&Bernhard, München 1972, S. 2496: „Das sind sechshundert vnd sechs vnd sechzig jar. So lange stehet das weltliche Bapstum.“
  11. Vgl. Wilhelm Bousset, Die Offenbarung Johannis, Göttingen 1906, S. 84 mit Verweis auf die Lutherausgabe von Walch, Bd. IX, S. 2816
  12. Vgl. Wilhelm Bousset: Die Offenbarung Johannis, Göttingen 1906, S. 85.
  13. Vgl. Wilhelm Bousset: Die Offenbarung Johannis. Göttingen 1906, S. 88.
  14. Vgl. Wilhelm Bousset, Die Offenbarung Johannis, Göttingen 1906, S. 105f. Dort auch die Werke der oben angeführten Exegeten.
  15. Als Beispiele für Isopsephie seien genannt: Jean François Boissonade de Fontarabie (1774–1857), Anecdota II 459, wo z. B. errechnet ist, daß die Worte θεός – ἅγιος – ἀγαθός alle den Zahlenwert 284; Paulus = σοφία den Zahlenwert 781 habe. Corssen nennt (in Noch einmal... S. 241) ein antikes Beispiel der Isopsephie bei Berossos.
  16. Kritische Diskussion Corssens bei Bousset, Offenbarung S. 371.
  17. Vgl. Böcher, Die Johannesapokalypse, S. 87.
  18. Das Buch der Offenbarung 1883. MEW 21:14f. Engels führte weitere Analogien zur römischen Herrschaft und Nero auf, so erscheine im 17. Kapitel ein Tier mit sieben Häuptern, von einer scharlachroten Dame beritten. Mit Verweis auf Ausführungen in diesem Kapitel kommt er zum Schluss: „1. Die scharlachrote Dame ist Rom, die große Stadt, die über die Könige der Welt regieret; 2. zur Zeit, da das Buch geschrieben wird, regiert der sechste römische Kaiser; nach ihm wird ein anderer kommen, der kurze Zeit regiert, und dann kommt die Rückkehr des einen, der von den sieben ist, der verwundet, aber geheilt war und dessen Name in der geheimnisvollen Zahl enthalten ist, und von dem Irenäus noch wußte, daß es Nero war.“ (MEW 21:13
  19. Robert Cavendish: Die schwarze Magie, Verlag Richard Schikowski, Berlin 1980, ISBN 3-87702-048-8, S. 145
  20. Witulski: Die Johannesoffenbarung und Kaiser Hadrian, Göttingen 2007, S. 52.
  21. Witulski: Die Johannesoffenbarung und Kaiser Hadrian, Göttingen 2007, S. 236, 349.
  22. Witulski: Die Johannesoffenbarung und Kaiser Hadrian, Göttingen 2007, S. 236f.
  23. Kraft: Die Offenbarung des Johannes, Handbuch zum NT 16a, Tübingen 1974, S. 222.