Sechster Koalitionskrieg

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Schlacht bei Leipzig

Unter dem Begriff Sechster Koalitionskrieg (1812–1814) lassen sich der Russlandfeldzug Napoleons und die Befreiungskriege zusammenfassen, obwohl zu Beginn des Russlandfeldzuges noch nicht alle Koalitionspartner (Großbritannien, Russland, Preußen, Schweden, Österreich und zahlreiche deutsche Kleinstaaten) als Gegner Frankreichs beteiligt waren. Es war ein Teil der Koalitionskriege.

Russlandfeldzug[Bearbeiten]

Hauptartikel: Russlandfeldzug 1812

Die Grande Armée, 600.000 Mann (Vielvölkerheer, unter den 150.000 Deutschen waren 23.000 preußische, 30.000 österreichische, 30.000 bayerische sowie rheinbündische Soldaten), überschritt am 23. Juni 1812 die Memel. Die russischen Truppen zogen sich immer weiter ins Landesinnere zurück und hinterließen verbrannte Erde, während Napoleons Nachschubwege immer länger und anfälliger für Partisanen wurden. Die Schlacht von Borodino am 7. September brachte hohe Verluste auf beiden Seiten, aber keine Entscheidung. Am 14. September wurde Moskau eingenommen, nachdem die Stadt von den Einwohnern weitgehend verlassen und in Flammen gesetzt worden war. Alexander I. weigerte sich, Verhandlungen mit Napoleon aufzunehmen. Napoleon musste sich mit seinem Heer zurückziehen und wurde von den Russen wieder auf die verwüstete Smolensk-Route gezwungen. 275.000 Tote und 200.000 Gefangene der großen Armee Napoleons waren zu beklagen. Im November verblieben 70.000 Soldaten, die nur unter hohen Verlusten (weitere 30.000 Soldaten fielen) die Beresina überqueren konnten. Im Dezember kehrte Napoleon nach Paris zurück. Der russische Sieg über die Franzosen wurde von Pjotr Iljitsch Tschaikowski in der Ouvertüre 1812 künstlerisch verarbeitet. - Ausführlich ist der Feldzugverlauf unter Russlandfeldzug 1812 dargestellt.

Verlust Spaniens[Bearbeiten]

Hauptartikel: Napoleonische Kriege auf der Iberischen Halbinsel

In der Schlacht von Vitoria am 21. Juni 1813 wurde die französische Herrschaft über Spanien endgültig gebrochen. Die Franzosen mussten sich über die Pyrenäen zurückziehen.

Befreiungskriege in Mitteleuropa[Bearbeiten]

Hauptartikel: Befreiungskriege

Karte zum Feldzugsverlauf im Frühjahr 1813

Österreich und Preußen griffen erneut in die Kriegshandlungen ein. In der Schlacht bei Großgörschen am 2. Mai und in der Schlacht bei Bautzen (20./21. Mai) gelangen dem französischen Heer kleinere Siege über die russisch-preußischen Truppen, die sich am 12. Juli im Trachenberg-Plan auf eine gemeinsame Strategie einigten. In der Schlacht bei Großbeeren verhinderten die Verbündeten die Besetzung Berlins durch die Franzosen. In der Völkerschlacht bei Leipzig vom 16. Oktober bis zum 19. Oktober 1813 (210.000 Franzosen, bis zu 310.000 Alliierte, über 110.000 Tote und Verwundete) fügten die verbündeten österreichischen, preußischen, russischen und schwedischen Truppen Napoleon die kriegsentscheidende Niederlage zu. Napoleon war gezwungen, sich nach Frankreich zurückzuziehen. Es kam zum Vertrag von Chaumont am 9. März 1814, in dem die Verbündeten gelobten, niemals mit Napoleon Frieden zu schließen und die Bourbonen wieder auf den französischen Thron zu setzen. Am 31. März nahmen die alliierten Truppen Paris ein, die preußischen unter den Klängen des Pariser Einzugsmarschs. Napoleon dankte am 6. April ab. Es folgte der Vertrag von Fontainebleau. Die Regentschaft der Bourbonen wurde wiederhergestellt, Napoleon nach Elba verbannt.
Nach Beendigung der napoleonischen Herrschaft wurde von den Siegermächten der Wiener Kongress einberufen, um die Ordnung Europas nach alten, vorrevolutionären Maßstäben wiederherzustellen (Restauration).