Sekretin
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Secretin)
| Sekretin | ||
|---|---|---|
|
— |
||
| Größe | 27 Aminosäuren | |
| Precursor | Prosekretin (103 aa) | |
| Bezeichner | ||
| Gen-Name | SCT | |
| Externe IDs | OMIM: 182099 UniProt: P09683 | |
| Vorkommen | ||
| Übergeordnetes Taxon | Höhere Säugetiere[1] | |
Sekretin ist ein gastrointestinales Peptidhormon bei höheren Säugetieren. Beim Mensch stoppt Sekretin die Produktion der Magensäure und veranlasst die Galle, Natriumhydrogencarbonat-reiches Sekret abzugeben. Es gehört zur Glucagon-Familie von Peptidhormonen.[2]
Seine Vorstufe ist das sogenannte Prosekretin. Es war das erste Hormon, das entdeckt wurde. William Bayliss und Ernest Starling fanden 1902 bei Experimenten zur Verdauung seine Funktion heraus und definierten 1905 den Begriff Hormon.
Gebildet wird es in S-Zellen des Zwölffingerdarms. Der Stimulus zur Sekretion ist ein niedriger pH-Wert (unter 4,5) des Speisebreis im Zwölffingerdarm.
[Bearbeiten] Zielorgane und Wirkungsweise
Sekretin
- führt zu einer erhöhten Natriumhydrogencarbonat-Produktion (NaHCO3) im Pankreas, Galle und Dünndarm.
- hemmt Gastrin-Sekretion und
- führt zu Gallenblasenkontraktion
- erhöht die Produktion von Muzinen in den Magenschleimhautzellen und verzögert somit die Magenentleerung
- stimuliert die Ausschüttung von Insulin und Somatostatin.[3]
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Homologe bei OMA
- ↑ UniProt P09683
- ↑ Ipp, E. et al. (1977): The effects of gastrin, gastric inhibitory polypeptide, secretin, and the octapeptide of cholecystokinin upon immunoreactive somatostatin release by the perfused canine pancreas. In: J. Clin. Invest. 60(5): 1216–1219. PMID 908761 PDF

