Securitas AB

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Securitas AB
Logo
Rechtsform Aktiebolaget
ISIN SE0000163594
Gründung 1934
Sitz SchwedenSchweden Stockholm, Schweden
Leitung Melker Schörling (Aufsichtsratsvors.),
Alf Göransson (Präsident/CEO)
Mitarbeiter ca. 300.000
Umsatz 7,3 Mrd. Euro (2011)
Branche Sicherheitsdienstleistungen
Website www.securitas.com

Die Securitas AB ist ein schwedischer Sicherheitskonzern mit Sitz in Stockholm. Das Unternehmen beschäftigt ca. 300.000 Mitarbeiter[1] in mehr als 50 Ländern und erwirtschaftete 2012 einen Umsatz von 7,3 Milliarden Euro.[2]

1934 kaufte Erik Philipp-Sörensen[3] in Helsingborg das Sicherheitsunternehmen AB Hälsingborgs Nattvakt und firmierte ab 1972 nach weiteren Übernahmen – wie beispielsweise 1999 die älteste US-amerikanische Detektei Pinkerton – unter Securitas AB. Securitas ist heute weltweit der größte Anbieter von Sicherheitslösungen im privaten Sicherheitsgewerbe und ist in Deutschland mit etwa 19.200 Mitarbeitern an rund 85 Standorten vertreten.[4] Die Firma ist in den Bereichen Sicherheitsdienste und Sicherheitstechnik tätig. International tritt das Unternehmen unter dem Namen Securitas auf. Da in der Schweiz dieser Name bereits markenrechtlich geschützt ist, trägt das Unternehmen dort den Namen Protectas SA. 2001 wurde die Sicherheitstechnik unter dem Namen Securitas Systems, heute Niscayah, als unabhängige Division ausgegliedert.

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Securitas.JPG

Das Logo setzt sich aus drei roten Punkten auf schwarzem Grund zusammen. Sie stehen für: Aufmerksamkeit, Ehrlichkeit und Hilfsbereitschaft.[5] Unterhalb der drei auf einer Waagerechten angeordneten Punkte steht der Schriftzug Securitas in goldenen Großbuchstaben, heute in weiss, der eigens kreierten Schriftart Securitas Sans (seit Juni 2008).[6]

Tochterunternehmen[Bearbeiten]

Securitas Deutschland[Bearbeiten]

Die wirtschaftliche Situation der Geld- und Werttransportsparte Deutschland blieb nachhaltig hinter den Erwartungen des Konzerns zurück. Nachdem der größte Konkurrent Heros mit Dumpingpreisen den Konkurs vieler Konkurrenten verursacht hatte und die Deutsche Bundesbank entgegen den Leitlinien der europäischen Zentralbank beschloss, als staatlich subventionierter Konkurrent aufzutreten, entschloss sich die Geschäftsführung die Geld- und Werttransport-Sparte von Securitas Deutschland für einen symbolischen Preis abzustoßen. Am 28. November 2005 wurde sie vom Konkurrenten Heros übernommen, der kurze Zeit danach in Insolvenz ging.

Durch die nunmehr 100 Prozent zur Deutsche Securitas gehörende Heros wird daraufhin im März 2006 die bis dahin unabhängige mittelständische Renful Flugverkehr Services GmbH (gegründet 1995 in Frankfurt/Main) erworben. Im Jahre 2007 erfolgt dann die Umbenennung dieser neuen Tochter in Securitas Flugverkehr Services GmbH. Die rechtliche Eigenständigkeit bleibt formal bestehen.

Im März 2008 geriet diese neue Tochtergesellschaft dann bundesweit in die Schlagzeilen, weil sie am Frankfurter Flughafen laut Angabe der Gewerkschaft ver.di die Gründung eines Betriebsrates durch die fristlose Kündigung von Gewerkschaftsmitgliedern behinderte.[7]

In Neu-Isenburg werden Mitarbeiter des Unternehmens seit mehreren Jahren als Hilfspolizisten zur Überwachung des ruhenden Verkehrs und die Erteilung von gebührenpflichtigen Verwarnungen eingesetzt.[8] Dabei arbeiten die Securitas-Mitarbeiter als Leihkräfte für das Ordnungsamt, werden aber von Securitas eingekleidet und bezahlt.

Im April 2008 firmierte die Techniktochter Securitas Systems in die eigenständige Firma Niscayah GmbH um. Der Sicherheitsdienstleister Securitas fusionierte im Mai 2008 mit G4S Sicherheitssysteme GmbH, einem britischen Tochterunternehmen und dem größten Anbieter von Sicherheitstechnik in Deutschland. Die Fusion wurde Ende April vom Bundeskartellamt genehmigt. Mit der Übernahme steigt der Marktanteil des Unternehmens auf 14 Prozent.[9]

Anteil Anteilseigner[10]
30,75 % Gustaf Douglas via Unternehmen und Familie
11,57 % Melker Schörling via Melker Schörling AB und Familie
2,57 % Alecta pension Fond
2,36 % SEB Investment Management
2,25 % Swedbank Robur Funds
1,89 % Länsförsäkringar fondförvaltning AB
1,64 % HQ Funds
1,54 % Caseis bank/Calyon
1,56 % Lannebo Funds
1,40 % AMF Pensionsförsäkring AB

Securitas in der Schweiz[Bearbeiten]

Da es in der Schweiz seit über 100 Jahren den Sicherheitsdienstleister Securitas AG gibt, musste die Securitas AB dort einen anderen Namen wählen. Somit entstand mit Protectas SA in der Schweiz – nach Securitas AG – das zweitgrößte Sicherheitsunternehmen mit 19 Niederlassungen. Zusätzlich werden alle Aktivitäten rund um die Luftfahrt von Protectas Aviation Security AG kontrolliert, einem eigenständigen Unternehmen.[11] Das Schweizer Logo mit den drei Punkten gleicht dem der Securitas AB, jedoch steht darunter Protectas.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Securitas AB – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Securitas in brief, abgerufen am 28. April 2012
  2. SECURITAS Securitas wächst weiter, PM vom 10. Februar 2012 (PDF; 42 kB), abgerufen am 28. April 2012
  3. Historie von Securitas
  4. Securitas Deutschland – SECURITAS in Deutschland
  5. Securitas Deutschland: Werte
  6. Über die Marke „ Securitas“ bei Essen.se
  7. ver.di: Securitas entlässt potenzielle Wahlvorstände und Betriebsräte
  8. Hilfspolizisten unterstützen die Kommune
  9. BDWS: SECURITAS integriert G4S in das Deutschlandgeschäft
  10. Securitas Shareholders, abgerufen am 19. Juni 2010
  11. PROTECTAS Schweiz, Organisation (abgerufen 8. Februar 2010)