Sedliště ve Slezsku

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Sedliště
Wappen von Sedliště
Sedliště ve Slezsku (Tschechien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Moravskoslezský kraj
Bezirk: Frýdek-Místek
Fläche: 991 ha
Geographische Lage: 49° 43′ N, 18° 22′ O49.722518.362222222222330Koordinaten: 49° 43′ 21″ N, 18° 21′ 44″ O
Höhe: 330 m n.m.
Einwohner: 1.477 (1. Jan. 2013) [1]
Postleitzahl: 739 36
Kfz-Kennzeichen: T
Verkehr
Straße: Šenov - Frýdek-Místek
Nächster int. Flughafen: Flughafen Ostrava
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 1
Verwaltung
Bürgermeister: Jaromír Krejčok (Stand: 2008)
Adresse: Sedliště 271
739 36 Sedliště
Gemeindenummer: 598674
Website: www.sedliste.cz

Sedliště (deutsch Sedlischt) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt vier Kilometer nördlich von Frýdek-Místek und gehört zum Okres Frýdek-Místek.

Geographie[Bearbeiten]

Das Straßendorf Sedliště befindet sich am Oberlauf des Baches Ostravická Datyňka im Beskidenvorland.

Nachbarorte sind Mlzáky, Kouty, Bruzovičky und Kaňovice im Norden, Závrší, Špluchov und Velicesta im Nordosten, Bruzovice im Osten, Pazderna und Dobrá im Südosten, Panské Nové Dvory, Nové Dvory und Frýdek im Süden, Nová Osada und Lískovec im Südwesten, Žabeň, Paskov und Vinohrady im Westen sowie Řepiště und Rakovec im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Dorf wurde wahrscheinlich der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts im Zuge der Kolonisation des Teschener Landes angelegt. Die erste schriftliche Erwähnung erfolgte 1305 in einem Zehntverzeichnis des Bistums Breslau. Zu dieser Zeit heute das Dorf bereits eine Kirche. 1447 entstand eine neue hölzerne Kirche, die 1638 durch die heutige ersetzt wurde. Bis 1573 gehörte Sedlischt zum Herzogtum Teschen und wurde dann Teil der davon abgetrennten Herrschaft Friedeck. Im Friedecker Urbar von 1636 sind für das Dorf sieben Teiche und eine Mühle verzeichnet. Zu dieser Zeit ließ Johann d. Ä. von Würben und Freudenthal in Sedlischt einen hölzernen herrschaftlichen Hof anlegen. Die Kirche von Sedlischt war eine Filialkirche von Bruzovice.

Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften entstand ab 1850 die politische Gemeinde Sedlischt im Bezirk Teschen. 1908 wurde die Gemeinde in den Bezirk Friedeck eingeordnet und kam nach dem Zweiten Weltkrieg zum Okres Místek. Seit 1961 gehört Sedliště zum Okres Frýdek-Místek.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Für die Gemeinde Sedliště sind keine Ortsteile ausgewiesen. Zu Sedliště gehören die Ansiedlungen Černá Zem, Kouty und Mlzáky.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche Aller Heiligen
  • Schrotholzkirche Aller Heiligen erbaut 1638 anstelle eine Vorgängerbaus aus dem Jahre 1447. Die Kirche wird von einem Friedhof mit einer Vielzahl alter gusseiserner Kreuze umgeben. Um den Friedhof ist eine hölzerne Zwingereinfriedung mit Sattelbedachung angelegt.
  • Museum "Lašská jizba" (Lachische Heimatstube)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2013 (PDF; 543 KiB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sedliště ve Slezsku – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien