See (Gemeinde)

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See
Wappen von See
See (Gemeinde) (Österreich)
See (Gemeinde)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Landeck
Kfz-Kennzeichen: LA
Fläche: 58,1 km²
Koordinaten: 47° 5′ N, 10° 28′ O47.08333333333310.4666666666671056Koordinaten: 47° 5′ 0″ N, 10° 28′ 0″ O
Höhe: 1056 m ü. A.
Einwohner: 1.185 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 20 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6553
Vorwahl: 05441
Gemeindekennziffer: 7 06 23
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Au 220
6553 See
Website: www.see.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Anton Mallaun (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(13 Mitglieder)
8 (Für See Bürgermeisterliste) , 3 (Starke Seaberinnen und Seaber), 2 (Allgemeine Volksliste)
Lage der Gemeinde See im Bezirk Landeck
Faggen Fendels Fiss Fließ Flirsch Galtür Grins Ischgl Kappl Kaunerberg Kaunertal Kauns Ladis Landeck Nauders Pettneu am Arlberg Pfunds Pians Prutz Ried im Oberinntal St. Anton am Arlberg Schönwies See Serfaus Spiss Stanz bei Landeck Strengen Tobadill Tösens Zams TirolLage der Gemeinde See (Gemeinde) im Bezirk Landeck (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

See ist eine Gemeinde mit 1185 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Landeck im Bundesland Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Landeck.

See ist der erste Ort im Paznauntal. Der Ort entstand um das Jahr 1400 als Gründung Serfauser und Fisser Bauern.

Der Ort lebt heute im Wesentlichen vom Tourismus, und präsentiert sich hier als ruhigere und freundliche Alternative zum nahe gelegenen Ischgl. Die Bergbahnen See (seit 1972) erschließen ein Skigebiet, das sich bis zum Medrigkopf auf 2450 m Höhe erstreckt.

Geografie[Bearbeiten]

Ortsteile[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Weilern und Einzelhöfen Gries, Elis, See-Dorf (Kirchstraße), Au, Schusterhaus, Oberhaus, Ahle, Klaus, Winkl, Schnatzerau, Untermaierhof, Maierhof, Pillmahd, Neder, Gande, Feichte, Wald, Kuratl, Platz, Voräule, Habigen, Sesselebene, Trautmannskinden, Moos, Maaß-Hofstattle, Schmittal, Sägenegg, Labebene und Labebener Au.

Angrenzende Siedlungen bilden die Fraktion See der Gemeinde Kappl.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind Kappl, Serfaus, Pfunds, Spiss. Die Gemeinde See hat außerdem einen Grenzpunkt mit der Schweiz (Gemeinde Samnaun).

Geschichte[Bearbeiten]

Im landesfürstlichen Haupturbar von Tirol von 1406/12 werden unterm Gericht Laudeck zum ersten Mal Abgaben aus der späteren Gemeinde See erwähnt. Im Jahre 1433 erfolgte dann die erste urkundliche Nennung von See im Paznun als "ze dem See in Pacznawn" (zu dem See in Paznaun). Das Jahr 1549 dürfte dann die Geburtsstunde der Gemeinde See sein. Im Urbar wurde See als "Gmain Nachbarschaft" erwähnt. Durch die Besiedlung von Serfaus und Fiss gehörte die Gemeinde See bis 1791/92 zum Gericht Laudeck (Burg bei Ladis; Gerichtssitz seit dem 16. Jahrhundert in Ried). Seither gehört die Gemeinde See zum Gericht Landeck. In den Tiroler Freiheitskriegen von 1809 kam es im "Giggler-Tobel" östlich von See zu einem Gefecht zwischen Bayern und Paznauner Schützen. Dabei hielten 800 Paznauner Schützen 1.500 bayrische Soldaten vom Eindringen ins Tal ab. Eine besondere Rolle spielte dabei der Seer Kurat Stephan "s'Stöffele" Krismer, der mit ca. 120 Seer Frauen Steinlawinen auf die Angreifer herabdonnern ließ. Kirchlich gehörte See bis zum Jahr 1630 zur Pfarre Serfaus. Bis zu diesem Zeitpunkt mussten die Toten über das Furglerjoch (2748m) auf den Friedhof der Mutterpfarre Serfaus gebracht werden. Die älteste kirchliche Nachricht über See stammt aus dem Jahr 1445 (erste urkundliche Erwähnung einer Kapelle). Um das Jahr 1582 wurde die Seelsorge See eine Kaplanei und um 1600 dann eine Kuratie. Die heutige Kirche zum "Heiligen Sebastian" stammt aus den Jahren 1758/59 und wurde seither einige Male restauriert (zuletzt 2003/04). Seit 1891 ist See eine selbständige Pfarre und gehört zum Dekanat Zams.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Von Blau und Silber schräg geteilt; in Blau ein silbernes Steinbockgehörn, in Silber fünf blaue Wellenbalken.

Der Name geht zurück auf einen See, der den Talboden im Gebiet der Gemeinde einst bedeckte. Das Gemeindewappen (seit 1975) ist in blau-weiß gehalten und zeigt fünf Wellenbalken, die den Namen der Gemeinde versinnbildlichen, und ein Steinbockgehörn, das auf die enge Verbundenheit mit der Gemeinde Serfaus hinweist, dessen Wappen ebenfalls ein Gehörn zeigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in See (Gemeinde)

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Bekannte Söhne und Töchter der Gemeinde:

Literatur[Bearbeiten]

  • Kolp, Othmar: Dorfbuch der Gemeinde See im Paznaun. Diplomarbeit, Universität Innsbruck 2004.
  • Kolp, Othmar: Gemeindebuch See. Hrsg. von der Gemeinde See, Athesia-Tyrolia Druck GmbH, See 2008.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: See – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien