Erdbeben im Indischen Ozean 2004

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Epizentren und betroffene Küsten
Auftreffen des Tsunamis an der Küste Thailands

Das Erdbeben im Indischen Ozean – auch Sumatra-Andamanen-Beben genannt – am 26. Dezember 2004 um 00:58 Uhr UTC (07:58 Uhr Ortszeit in West-Indonesien und Thailand) war ein unterseeisches Megathrust-Erdbeben mit einer Magnitude von 9,1 und dem Epizentrum 85 km vor der Nordwestküste der indonesischen Insel Sumatra. Es war das drittstärkste jemals aufgezeichnete Beben und löste eine Reihe von verheerenden Tsunamis an den Küsten des Indischen Ozeans aus. Insgesamt starben durch das Beben und seine Folgen etwa 230.000 Menschen, davon allein in Indonesien rund 165.000. Über 110.000 Menschen wurden verletzt, über 1,7 Millionen Küstenbewohner rund um den Indischen Ozean wurden obdachlos. Durch die Verbreitung von Videokameras und den Umstand, dass die Flutwelle in touristisch vielbesuchten Gebieten hereinbrach, wo viele Urlauber eine Kamera zur Hand hatten, wurde das Ereignis außergewöhnlich gut dokumentiert.

Entstehung und Stärke[Bearbeiten]

Epizentrum des Erdbebens und Ausbreitung des Tsunamis

Ursache[Bearbeiten]

Vor Sumatra, den Nikobaren und den Andamanen schiebt sich die Indisch-Australische Platte, die einen großen Teil des Indischen Ozeans umfasst, in einer ca. 1.000 Kilometer langen Bruchzone mit etwa sieben Zentimetern pro Jahr in Richtung Nordosten unter die eurasische Platte.[1][2]

Auf Grund des Unterwanderns der Plattengrenzen baute sich in der Subduktionszone ein sehr hoher Druck der indo-australischen auf die eurasische Platte auf, der sich schlagartig entladen hat.

Direkter Auslöser dieses Erdbebens war möglicherweise ein Beben zwei Tage zuvor am anderen Ende der indo-australischen Platte. Dieses „seit 1924 stärkste Beben in der Region“ hatte die Stärke 8,1; das Epizentrum lag zwischen Australien und der Antarktis, rund 500 Kilometer nördlich von der Macquarieinsel. „Man kann vermuten, dass das Beben auf der einen Seite der Platte eine unausgeglichene Situation auf der anderen Seite verursacht hat, was zu diesem riesigen unterseeischen Erdbeben in Asien geführt hat“, sagte Cvetan Sinadinovski vom Institut Geoscience Australia in Canberra.[3] Darüber sind sich die Experten immer noch nicht ganz einig.

Stärke[Bearbeiten]

Das Erdbeben vor Sumatra ist mit einer Stärke von 9,1[4] und einer freigesetzten Energie von rund 475 Megatonnen TNT das drittstärkste zum damaligen Zeitpunkt aufgezeichnete Beben in der Geschichte.[5] Im Februar 2005 sprachen sich Geologen der Northwestern University nach Analyse von weltweiten Seismografen-Aufzeichnungen für eine Korrektur der Bebenstärke von 9,0 auf 9,3 aus. Damit wäre das Beben dreimal stärker als bisher angenommen und das zweitstärkste seit Beginn seismischer Messungen. Jedoch sind die früheren Messungen (damals auf der Richter-Skala) mit den heutigen Verfahren der Momenten-Magnitude nur bedingt vergleichbar. Von offiziellen Behörden, wie etwa der USGS, wurde diese Korrektur jedoch nicht bestätigt.

Ablauf[Bearbeiten]

Nachdem in vielen Gebieten zuerst ein Wellental die Küste erreichte, trafen mindestens zwei, an einigen Orten bis zu sechs Flutwellen mit steigender Wellenhöhe auf die Küsten und drangen unter teilweise großer Zerstörungswirkung ins Landesinnere vor. Zwischen den Einzelwellen flutete das Wasser zum Meer zurück und entfaltete auch dabei typische Wirkungen durch das Schieben: Mitnehmen von schwimmfähigen Gegenständen und Personen. Die meisten groben Zerstörungen an Häusern wurden allerdings von den vorrückenden Wellen verursacht. Die Straßen in bebauten Gebieten wurden regelrecht zu Kanälen, in denen ein Konglomerat aus Wasser, Autos und Gebäudetrümmern erst landeinwärts und dann wieder Richtung Meer floss.

In den nächsten Tagen folgten täglich etwa 25 Nachbeben mit Stärken um 5,5. Bei den Nikobaren ereignete sich drei Stunden nach dem Hauptbeben ein Nachbeben der Stärke 7,1. Ein großes Nachbeben in der Region ereignete sich am 28. März 2005 um 17:09 MEZ mit einer Stärke von 8,7 auf Sumatra (siehe Erdbeben vor Sumatra 2005), wenig später auch auf Nias.

Geophysikalische Folgen[Bearbeiten]

Forscher des Jet Propulsion Laboratory der NASA vermuten, dass sich durch die Verlagerung der tektonischen Platten die Erdrotation beschleunigt haben könnte. Aufgrund der bei dem Beben bewegten Erdmasse komme man rechnerisch darauf, dass die Länge eines Tages um 2,68 Mikrosekunden kürzer geworden sei. Außerdem habe sich die Erdachse bei dem Beben durch die geänderte Masseverteilung um rund zweieinhalb Zentimeter verlagert.[6] Die Veränderungen werden von den Experten aber als nicht bedeutsam eingestuft, da die Erdpole ohnehin eine variable Kreisbahn von rund zehn Metern zögen. Ferner wurde die eurasische Platte um einen Zentimeter emporgehoben und um zwei Zentimeter nach Norden verschoben, rutschte aber nach wenigen Minuten wieder in ihre Ausgangslage zurück.

Eine weitere Folge der Verschiebung der tektonischen Platten ist das Versinken von 15 kleineren der 572 Inseln der Andamanen und Nikobaren unter den Meeresspiegel. Darüber hinaus wurden die Nikobaren und die vor der Nordwestküste Sumatras, und damit dem Epizentrum, am nächsten gelegene Simeuluë-Insel messbar etwa 15 Meter in südwestliche Richtung verschoben.

Todesopfer und Zerstörungen[Bearbeiten]

Die genaue Zahl der Toten lässt sich nicht feststellen. Aus Furcht vor Seuchen wurden viele Opfer ohne genaue Zählung rasch in Massengräbern beerdigt. Sowohl der direkten Einwirkung der Flutwellen als auch ihren Folgeerscheinungen fielen Menschen zum Opfer. So wurden fast alle Trinkwasserquellen der betroffenen Gebiete durch das Unglück verunreinigt.

Land Tote (Bestätigt) Tote (Geschätzt) Verletzte Vermisste Obdachlose
Indonesien 131.029 168.029 76.712 ~37.000 514.150
Sri Lanka 31.229–38.940 35.322–38.940 23.189 4.093 516.150
Indien 12.407 16.281 k.A. 3.874 647.599
Thailand 5.395 7.876 8.457 2.481 8.500
Somalia 298 298 k.p k.p 4.000
Myanmar 61 90 43 2.592
Malediven[7] 82 108 1.113 26 11.568
Malaysia 69 74 767 5 4.296
Tansania 10 10
Seychellen 3 3
Bangladesch 2 2
Kenia 1 1
Diego Garcia 1 1

Asiatische Staaten[Bearbeiten]

Bangladesch[Bearbeiten]

In Bangladesch ertranken zwei Kinder, weil ein Boot in stürmischer See gekentert war. Nach Berichten des Roten Halbmondes wurden nur relativ geringe Schäden gemeldet, allerdings seien die Telekommunikationsverbindungen abgeschnitten worden.

Indische Ostküste, MODIS
Im rechten Bild sind die blauen Überschwemmungsgebiete an der Küste zu erkennen
Indische Ostküste, MODIS Echtzeitbilder

Indien[Bearbeiten]

Indien war neben Sri Lanka und Indonesien mit 16.389 Toten und Vermissten am schwersten betroffen, 647.599 Menschen wurden obdachlos.

Auf den Andamanen und Nikobaren gab es 3.500 Tote, mehr als 25.000 Personen wurden obdachlos.

Es gab keine bestätigten Berichte über tote Ausländer oder Touristen („The Hindu“, 29. Dezember 2004). Im Gegensatz zu ersten Spekulationen von Nachrichtenagenturen, dass möglicherweise ganze Stämme auf den Inseln ausgelöscht wurden, berichteten die Teams der Anthropological Survey of India (ASI), die mit Booten zu den Andamanen gefahren waren, dass die Ureinwohner dort die Zeichen der Natur richtig gedeutet hätten und in die höher gelegenen Gebiete geflohen wären. Nach den Angaben der Forscher soll es unter den Ureinwohnern nur einige Tote geben.

Andere Quellen[8] berichteten bezüglich der Ureinwohner der Nikobaren jedoch, dass viele der auf diesen Inseln beheimateten Stämme durch das Beben fast alle Alten und Kinder verloren haben, da diese sich während der Flutwelle in den Dörfern am Strand aufhielten, während alle arbeitsfähigen Männer und Frauen im höheren Inselinneren die Felder der Dörfer bestellten. Dadurch soll ein Großteil ihrer Kultur verloren gegangen sein, da mit den Dorfältesten auch ihr kulturelles Wissen starb.

Allein 7.793 Tote (Stand: 4. Juni 2005) soll es im Bundesstaat Tamil Nadu gegeben haben. In Chennai (ehemals Madras) kamen 206 Menschen um. Es wurden die Hütten von etwa 1.500 Fischern und deren Angehörigen zerstört. In Cuddalore ertranken fast 600 Menschen. Am schlimmsten betroffen war jedoch der Distrikt Nagapattinam, wo die Wellen eine Höhe von etwa sechs Metern erreichten. Allein hier kamen etwa 5.500 Menschen um. Luftbilder, Bilder, Texte und Hilfsmaßnahmen kamen aus dem Distrikt, welcher mit fast 1000 Toten schwer betroffen war.

Die indische Regierung kündigte ein Hilfspaket von umgerechnet 482 Millionen Euro für die betroffenen Küsten an[9]. Indien lehnte ausländische Hilfe ab, da es laut offizieller Stelle allein mit den Problemen fertig werde.

Indonesien[Bearbeiten]

Durch die Regierung in Indonesien offiziell bestätigt sind etwa 131.029 Opfer. Allein in der Provinzhauptstadt Banda Aceh kamen über 25.000 Menschen um.[10]

In Meulaboh, einer weiteren Stadt mit etwa 120.000 Einwohnern, kamen durch sechs Meter hohe Fluten mehr als 40.000 Menschen um.

Indonesien ist damit das am stärksten betroffene Land des Erdbebens und Tsunamis. Lange Zeit ging man von mehr als 220.000 Opfern aus, allerdings wurden die Vermisstenzahlen stark nach unten korrigiert.

In der Provinz Aceh herrschte bis 2005 Bürgerkrieg, wenn auch von beiden Parteien angesichts der Katastrophe sofort ein Waffenstillstand vereinbart wurde. Die Region ist von der indonesischen Regierung vollkommen isoliert worden, was die Hilfsarbeiten enorm erschwerte. Zwar wurde die Region für Hilfsaktionen geöffnet, doch auch ein Jahr nach dem Beben waren noch über 180.000 Menschen obdachlos.

Inzwischen wurde vor der indonesischen Küste ein deutsches Frühwarnsystem installiert. Dieses System liefert Daten in Echtzeit und sichert deswegen schnellstmögliche Vorwarnzeiten. Das System wurde in der Region des Sundabogens installiert, der geologisch sensibelsten Region, in der auch das Erdbeben von Weihnachten 2004 seinen Ursprung hatte.

Malaysia[Bearbeiten]

Es war auch die malaysische Urlaubsinsel Penang betroffen, an den Stränden wurden 68 Menschen von den Flutwellen ins Meer gerissen. Unter den Toten waren auch Ausländer.

Auf der Inselgruppe Pulau Langkawi gab es laut Channel News Asia lediglich einen Toten.

Malediven[Bearbeiten]

Zwei Drittel der Malediven-Hauptinsel Malé wurden überflutet, der internationale Flughafen der Malediven wurde vorübergehend geschlossen. Einige Atolle wurden vollständig überflutet, Gebäude wurden ins Meer gespült. Der Notstand wurde ausgerufen. Auf den Malediven gab es nach Behördenangaben mindestens 80 Todesopfer[11]. Nach Informationen vom 30. Dezember 2004 wurde die gesamte Infrastruktur auf 13 der 202 Einheimischen Inseln zerstört[12]. Insgesamt 29 von 87 Resortinseln trugen Schäden davon, 23 waren vorübergehend geschlossen, von denen sechs erhebliche Zerstörungen erlitten[13]. Nach Informationen vom 10. Januar 2005[14] waren neun Inseln der Malediven nicht mehr bewohnbar.

Myanmar[Bearbeiten]

In Myanmar, ehemals Birma, sind einem UN-Bericht zufolge 61 Menschen ums Leben gekommen. Betroffen ist die südöstliche Küste des Landes, am stärksten betroffen waren die Tanintharyi-Division sowie das Irrawaddy-Delta. Es gibt jedoch nur wenige Nachrichten aus Myanmar, da das herrschende Militärregime alle Nachrichtenströme zensiert. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen befürchtete, dass viel mehr Todesopfer zu beklagen waren als offiziell zugegeben. Hunderte Fischer sollen umgekommen sein.

Singapur[Bearbeiten]

In Singapur selbst gab es keine Verletzten und die Insel war vom Beben nur leicht betroffen. Jedoch wurden neun Todesopfer singapurischer Nationalität in Sri Lanka und Phuket bestätigt.

Sri Lanka[Bearbeiten]

Sri Lanka war von der Naturkatastrophe sehr stark betroffen.

Verwüsteter Küstenabschnitt in Sri Lanka
Zerstörtes Haus bei Mount Lavinia

Die Behörden gehen von etwa 31.000 bis 38.000 Opfern aus. Besonders betroffen waren der Osten und der Süden der Insel:

Jaffna (2.900 Opfer), Puttalam (4 Opfer), Vavuniya (109 Opfer), Gampaha (7 Opfer), Colombo (65 Opfer), Kalutara (170 Opfer), Trincomalee (947 Opfer), Matara (1.061 Opfer), Batticaloa (2.254 Opfer), Mullaitivu (2.000 Opfer), Hambantota (4.500 Opfer), Galle (3.941 Opfer), Ampara (10.436 Opfer), Kilinochchi (560 Opfer).

Die Flutwelle löste auch den Eisenbahnunfall von Peraliya aus, das mit geschätzten 1.800 Opfern unter den Passagieren und Bahnmitarbeitern als schwerstes Zugunglück der Geschichte gilt.

Ein besonderes Problem ergab sich aus den 2.000.000 Antipersonenminen, die im Bürgerkrieg zwischen der Regierung und der nach Autonomie strebenden Tamilen-Bewegung am Strand vergraben und nun aus dem Boden herausgespült wurden. Bereits als minenfrei markierte Gebiete stellten nun potenziell wieder eine Gefahr dar.

Thailand[Bearbeiten]

In Thailand war besonders die touristisch erschlossene Küste an der Andamanensee von den Flutwellen betroffen, insbesondere die Urlauberzentren Khao Lak und Ko Phuket sowie die Insel Ko Phi Phi. 407 Dörfer wurden überflutet, von denen 47 völlig zerstört wurden. Die Zahl der Todesopfer wird auf über 8000 geschätzt, darunter etwa ein Drittel ausländische Touristen.[15] Die regierungsamtliche Schätzung liegt bei 5395 Toten und 2932 Vermissten.[16] Der wirtschaftliche Gesamtschaden wird von der Weltbank auf zwei Milliarden Dollar taxiert. Anders als die meisten übrigen betroffenen Länder bat die thailändische Regierung nach dem Tsunami nicht offiziell um internationale Unterstützung, die von der Regierung geleiteten Hilfsmaßnahmen wurden jedoch insgesamt als effektiv bewertet.

Afrikanische Staaten[Bearbeiten]

Kenia[Bearbeiten]

An der ostafrikanischen Küste Kenias gab es ein Todesopfer, einen Schwimmer des kenianischen Ferienresorts Malindi.

Nach Aussagen von Augenzeugen soll der Meeresspiegel plötzlich um mindestens zwei Meter angestiegen sein, die Welle überschwemmte die Strände. Zum Glück für die vielen Strandurlauber aus den kenianischen Städten konnten die Sicherheitskräfte noch rechtzeitig für die Evakuierung der meisten Strände sorgen.

Seychellen[Bearbeiten]

Auf den Seychellen gab es drei Todesopfer beim Kentern eines Fischerbootes. Da die Seychellen größten Wert auf die Erhaltung der Natur legen und überwiegend von intakten Korallenriffen umgeben sind, richtete die Flutwelle hier nur geringe Sachschäden an. Auf der Hauptinsel Mahé gab es minimale Überschwemmungen, da der Wasserpegel im Bereich des Hafens von Victoria kurzfristig um einen Meter anstieg. Weiterhin zerstörte die Flutwelle Straßen und Brücken in einigen Gebieten von Praslin und La Digue.

Somalia[Bearbeiten]

Der Sprecher des Präsidenten bestätigte die Bergung von über 200 Leichen; mindestens 150 Menschen wurden vermisst. Die Küstenstadt Hafun wurde vollständig zerstört. Nach Angaben des UN World Food Programme (WFP) unter Berufung auf somalische Regierungsstellen benötigten 30.000 bis 50.000 Somalis in den küstennahen Städten der Region Puntland Hilfe.

Tansania[Bearbeiten]

Der Polizeisprecher von Daressalam bestätigte zehn Tote. Eine unbekannte Zahl weiterer Menschen werde auf See vermisst.

Abhängige Gebiete[Bearbeiten]

Réunion[Bearbeiten]

Auf der zu Frankreich gehörenden Insel La Réunion (östlich von Madagaskar) kam es zu Sachschäden. Todesfälle sind nicht bekannt geworden.

Chagos-Archipel (Diego Garcia)[Bearbeiten]

Auf dem Chagos-Archipel (südlich der Malediven), einem Britischen Territorium im Indischen Ozean, auf dessen größter Insel Diego Garcia eine Militärbasis der USA und Großbritanniens liegt, kam es laut Aussagen von Sprechern des Militärs zu keinerlei relevanten Schäden.

Cocos (Keeling) Islands[Bearbeiten]

Die zu Australien gehörenden Kokosinseln (südlich des Bebens liegend) erreichte nur eine ca. 50 cm hohe Welle (Quelle: Australian Broadcasting Corporation).

Opfer aus Nicht-Anrainer-Staaten[Bearbeiten]

Gedenkstein für die Tsunami-Opfer aus Berlin und Brandenburg an der Dorfkirche Tempelhof

Bei dem Tsunami starben ca. 2.240 Personen aus Nicht-Anrainer-Staaten. Dabei handelte es sich überwiegend um Urlauber aus Industriestaaten. Besonders betroffen waren Schweden und Deutschland. 537 Opfer aus Deutschland wurden identifiziert.

Unter den Opfern befanden sich unter anderem die deutsche Schauspielerin Manuela Brandenstein, der australische Australian-Rules-Footballer Troy Broadbridge, der norwegische Jazzmusiker Sigurd Køhn, der Schweizer Schriftsteller Otto Marchi, der finnische Musiker Aki Sirkesalo, der norwegische Schauspieler und Musiker Are Storstein, der schwedische Musiker Mieszko Talarczyk und der britische Journalist und Schriftsteller Robert Whymant.

Seuchen[Bearbeiten]

Als Folge der vielen Todesopfer in Verbindung mit dem heißen Klima wurde der Ausbruch von Seuchen wie Typhus oder Cholera befürchtet. Daher wurden vielerorts Massengräber ausgehoben und Leichen verbrannt.

In Indien impfte man die Bevölkerung in den Küstenregionen gegen Typhus und Cholera.

Zu den anderen häufig auftretenden Problemen zählten Lungeninfektionen durch das Eindringen von verschmutztem Wasser in die Atemwege und Sepsis („Blutvergiftung“), weil Wunden in einem feuchtwarmen Klima infektionsgefährdeter sind.

Ökologische Schäden[Bearbeiten]

Neben den Todesopfern und Schäden an der Infrastruktur hat der Tsunami auch langfristige ökologische Schäden verursacht. So scheint es bei den Korallenriffen, die als natürliche Wellenbrecher fungieren, vor der thailändischen Küste schwere Schäden zu geben. Vor Thailand sind etwa 10 % der untersuchten Riffe durch den Wasserdruck und mitgeführte Trümmerstücke geschädigt. Problematisch ist auch der aufgewirbelte Schlamm, der die Korallen bedeckt. Mit einer möglichen Erholung ist, wenn überhaupt, erst nach Jahren zu rechnen. Auch die ebenfalls schützenden Mangrovenwälder an einigen Küsten wurden geschädigt. Sie sind jedoch zu einer weit schnelleren Regeneration fähig. Betroffen sind daneben Nistgebiete von Meeresschildkröten wie der Lederschildkröte.

Großer Tsunami von 2004 beim Auftreffen auf die maledivische Küste

Der schwerwiegendste Langzeitschaden entstand durch das weitgehende Abtragen des Humus in den überfluteten Gebieten. Betroffen sind 250 bis 3.000 Meter breite Küstenstreifen, deren oft nur 30 Zentimeter dicke Humusschicht mitsamt vielen nicht tief wurzelnden Pflanzen fortgerissen wurde. Zurück bleibt meist nährstoffarmer, rötlicher Lateritboden aus Ton, Aluminium- und Eisenoxid. Da der Kreislauf aus Pflanzen, abgestorbenen Pflanzenteilen und Humusbildung zunächst unterbrochen ist, wird es vermutlich Jahrzehnte dauern, bis sich ähnliche Artengemeinschaften eingestellt haben, wie sie vor der Katastrophe vorhanden waren. Die Landwirtschaft ist durch den Oberbodenabtrag ebenfalls stark betroffen, von mittelfristig geringeren Ernten muss ausgegangen werden; bodenverbessernde Maßnahmen wie Eintrag organischen Materials und von Nährstoffen können die Situation verbessern, bedürfen aber teilweise finanzieller Hilfe.

Kulturelle Schäden[Bearbeiten]

In einigen betroffenen Regionen sind historische Bauwerke, Schulhäuser, Museen, Archive und andere Kulturgüter zerstört oder beschädigt worden. Nach den Not- und Rettungsmaßnahmen und parallel zu den allgemeinen Wiederaufbauarbeiten versuchten nationale und regionale Behörden mit der Unterstützung externer Fachorganisationen, zum Beispiel der UNESCO, die kulturellen Verluste zu erfassen.

Kritik am Fehlen eines Vorwarnsystems[Bearbeiten]

Experten kritisierten nach dem Beben, dass es im Indischen Ozean kein Tsunami-Warnsystem gab, wie es im Pazifischen Ozean zu diesem Zeitpunkt bereits existierte. Ihren Angaben zufolge hätten mit einem solchen Warnsystem einige tausend Menschen gerettet werden können. Die Tatsache, dass das pazifische Tsunami-Warnzentrum auf Hawaii bereits Minuten nach dem Beben eine Flutwelle voraussagte, half niemandem. In den Ländern fehlten sowohl mögliche Ansprechpartner als auch Kommunikationsinfrastrukturen. Bei Nachbeben in der Region konnten die Behörden dank der verstärkten Aufmerksamkeit jedoch Warnungen schneller verbreiten.

Kurz nach der Katastrophe bot die Bundesrepublik Deutschland technische Unterstützung bei der Entwicklung und dem Aufbau eines Tsunami-Frühwarnsystems im Indischen Ozean an. Seit dem 14. März 2005 arbeiten Deutschland und Indonesien offiziell zusammen an der Installation dieses Systems (German Indonesian Tsunami Early Warning System, GITEWS). Es nahm am 11. November 2008 den Betrieb auf.[17]

Internationale Hilfen[Bearbeiten]

Kommunikation[Bearbeiten]

Vielerorts waren sämtliche Kommunikationsverbindungen mehrere Tage unterbrochen. Funkamateure nahmen unmittelbar nach der Katastrophe den Notfunkbetrieb auf und leiteten Notrufe sowie Lagemeldungen und später auch Nachrichten von Überlebenden an Angehörige weiter.

Direkte Katastrophenhilfe und Rückholung von Touristen[Bearbeiten]

Schweden, Finnland und Norwegen flogen bereits am 27. Dezember mehr als 3500 Urlauber aus dem Katastrophengebiet aus. Botschaftsangehörige befanden sich am Morgen des 27. am Flughafen von Phuket und halfen ihren Bürgern, insbesondere mit der Ausstellung von Ersatz-Reisepässen für Urlauber, die ihre Papiere durch den Tsunami verloren hatten. Der damalige finnische Staatspräsident stellte das Präsidentenflugzeug zur Verfügung, mit dem Verletzte nach Helsinki gebracht wurden.

Das deutsche Verteidigungsministerium entsandte den Einsatzgruppenversorger (EGV) „Berlin“, mit einem Marine-Einsatz-Rettungszentrum (MERZ), das wie ein kleines Krankenhaus ausgerüstet ist und 45 Patienten aufnehmen kann. Beamte des BKA und Sanitätsoffiziere der Bundeswehr waren vor Ort, um bei der Identifizierung der Opfer zu helfen.[18] Die Bundeswehr entsandte am 29. Dezember einen MedEvac-Airbus A310 zur intensivmedizinischen Versorgung und Rückholung deutscher Touristen in das betroffene thailändische Phuket. Insgesamt wurden auf 3 Flügen 130 vornehmlich deutsche Personen aus dem Katastrophengebiet ausgeflogen. Ein weiterer Airbus A310 MRT wurde mit der MedEvac-Konfiguration ausgestattet und war Mitte der ersten Januarwoche einsatzbereit. Darüber hinaus wurde durch das Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst (Kdo SES) in Banda Aceh ein Rettungszentrum leicht aufgebaut und in Betrieb genommen. Dort versahen 120 deutsche Bundeswehrsoldaten ihren Dienst, die eng mit dem EGV „Berlin“ zusammenarbeiteten. In dem Rettungszentrum leicht (RZ le) gab es neben einer Notaufnahme auch einen OP und Möglichkeiten zur Intensivpflege. In einer Pressekonferenz am 29. Dezember kündigte Bundeskanzler Schröder an, dass bei Bedarf weitere Einheiten der Bundeswehr – nötigenfalls auch für längere Zeit – im Katastrophengebiet eingesetzt werden sollen. Insbesondere der Aufbau und Betrieb von Trinkwasseraufbereitungsanlagen soll von Soldaten übernommen werden, um die Arbeit ziviler Hilfsorganisationen zu ergänzen und den großen Bedarf zu decken. Diese Zusage wurde realisiert und in Anspruch genommen.

Das Technische Hilfswerk (THW) war ab dem 27. Dezember mit einem dreiköpfigen Erkundungsteam in Sri Lanka. Die SEEBA ist seit dem 28. Dezember mit 19 Helfern in Phuket, Thailand um dort die Bergungsarbeiten zu unterstützen. 16 Helfer der SEEWA waren seit dem 29. Dezember in Sri Lanka und haben ihr Ziel im Distrikt Galle, um dort zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen zu betreiben. 23 Helfer wurden am 31. Dezember auf die Malediven gesandt, um dort die Trinkwasserversorgung mit mobilen Geräten sicherzustellen und zerstörte Infrastruktur wieder in Gang zu setzen.[19] Ein weiteres Team mit 42 Helfern war ab dem 7. Januar in Banda Aceh und Seulimum mit mehreren Trinkwasseraufbereitungsanlagen mit einer Kapazität von mehr als 200000 Litern und zur Instandsetzung der zerstörten Infrastruktur im Einsatz, wobei insbesondere die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung, der Flüchtlinge und des zentralen Krankenhauses in Banda Aceh sichergestellt wurde.[20]

Sowohl Lufthansa als auch Condor starteten jeweils Hilfsflüge in die Region. So flogen mehrere Boeing 747 der Lufthansa und Boeing 767 der Condor nach Phuket und Colombo. Es wurden dabei Hilfsgüter hin- und Verletzte sowie betroffene Touristen ausgeflogen. Auch der Medizinische Dienst der Lufthansa sowie des Frankfurter Flughafens waren eng in diesen Aktionen eingebunden. So waren Ärzte von Fraport und Lufthansa vor Ort; CISM-Teams betreuten u.a. betroffene Passagiere. Crewmitglieder, welche auf diesen Evakuierungsflügen eingesetzt worden waren, wurden von CISM-Teams betreut.[21][22]

Mitarbeiter von Caritas, der Diakonie Katastrophenhilfe und Malteser Hilfsdienst organisierten erste Hilfen wie Nahrungsmittel, Trinkwasser, Hygieneartikel und Notunterkünfte für 50.000 Opfer in den südindischen Bundesstaaten Tamil Nadu und Andhra Pradesh. Auch auf Sri Lanka und in Thailand sind die lokalen Partner vor Ort, jetzt allerdings um Wiederaufbau zu leisten.

Großbritannien entsandte Identifikationsexperten von Scotland Yard sowie mehrere hundert Soldaten in die Region, insbesondere nach Sri Lanka. Die Royal Air Force begann am 27. Dezember mit dem Ausfliegen von Touristen, unter anderem mit vier Aeromed (MedEvac) Lockheed-Tristar Flugzeugen sowie gecharterten russischen Transportflugzeugen. Zudem traf am 2. Januar ein Flottenverband der Royal Navy mit Hilfsgütern, technischem Gerät und Hubschraubern vor der Küste Sri Lankas ein.

Die Republik Österreich entsandte Polizisten und Rettungsleute nach Thailand und Sri Lanka, die bei der Vermisstensuche und Heimholung der Verletzten helfen sollten, sowie Cobra-Leute und Gerichtsmediziner zur Hilfe bei der Identifizierung von Personen. Ebenfalls schickte das Bundesheer ein AFDRU Kontingent nach Sri Lanka, das mit Trinkwasseraufbereitungsanlagen und Sanitätern die dortige Bevölkerung unterstützte. Das Österreichische Rote Kreuz sowie der ASB schickten am 27. und 28. Dezember eine Fact Finding Mission in das Katastrophengebiet, um vorerst den österreichischen Touristen zu helfen und in der Folge weitere Hilfsmöglichkeiten auszuloten. Speziell auf dem Gebiet der Trinkwasseraufbereitung war das Rote Kreuz tätig. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) in Genf lieferte eine Datenbank, in der alle Vermissten namentlich gelistet werden mussten, ehe nach ihnen gesucht werden konnte.

Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega hat in Zusammenarbeit mit diversen Versicherungen über 60 Patienten aus Thailand und Sri Lanka repatriiert. Das Schweizerisches Korps für Humanitäre Hilfe (früher Schweizer Katastrophenhilfekorps genannt) hat unter der Leitung der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) der Schweizer Regierung am 28. Dezember Expertenteams und medizinisches Material nach Indien, Sri Lanka und Thailand geschickt.[23] Die Expertenteams sollten abklären, welche weiteren Spezialisten (Ärzte, Psychologen, Hundestaffeln, Bauspezialisten etc.) vor Ort benötigt wurden.

Die USA beorderten die Flugzeugträgergruppe um die „USS Abraham Lincoln“ von Hong Kong aus nach Sumatra, wo ab dem 2. Januar 2005 die Soldaten und die Hubschrauber bei der Versorgung der Bevölkerung halfen. Ein weiterer Schiffsverband wurde in die Umgebung von Sri Lanka beordert. Die medizinischen Einrichtungen auf den Schiffen (OPs auf Flugzeugträger etc.) konnten die Spitäler in der Gegend entlasten.

Japan entsandte verschiedene Einheiten seiner Selbstverteidigungsstreitkräfte in die Krisenregion. Das 20-köpfige Erkundungsteam hätte laut Regierung auf bis zu 800 Mitglieder erhöht werden können, so die Zusage des Staatschefs. Diese Kräfte wurden vollständig abbeordert und leisteten ihren Dienst.

Frankreich entsandte am 2. Januar 2005 den Hubschrauberträger Jeanne d’Arc ins Krisengebiet.

Die Organisation Ärzte ohne Grenzen e.V. (MSF) schickte einen Charterflieger mit 32 Tonnen Hilfsgütern von Ostende nach Sumatra. Die Lieferung beinhaltete medizinische und sanitäre Hilfsgüter, die für 30.000 bis 40.000 Menschen reichen mussten. Zudem reiste ein Notfallteam, bestehend aus sechs Personen, in die Region. Darunter sind Wasserexperten, Logistiker und Mediziner (Quelle: Kurier).

Am 28. Dezember brach die griechische Hilfsorganisation ESEPA nach Colombo auf, um gemeinsam mit weiteren Hilfsorganisationen Hilfsmaterial und Spendengüter zu überführen.[24],[25]

Ferner war das Greenpeace-Schiff Rainbow Warrior zur Unterstützung von Ärzte ohne Grenzen seit dem 4. Januar 2005 unterwegs an der Westküste von Sumatra, um deren Einsatz im Katastrophen-Gebiet auf Aceh logistisch zu unterstützen. Es brachte Nahrungsmittel, Helikopter-Treibstoff, medizinische Geräte, Medikamente, und medizinisches Fachpersonal in die schwer erreichbare Krisenregion.

Finanzielle Unterstützung durch Geberstaaten und Institutionen[Bearbeiten]

Die folgenden Angaben stammen aus unbekannten Quellen. Es ist zu berücksichtigen, dass es sich teilweise um grobe Schätzungen handeln muss und zudem zwischen anfänglich zugesagten und tatsächlich geflossenen Hilfsgeldern unterschieden werden muss.

Land/Institution Beträge in Millionen Euro
staatlich privat insgesamt Anteil am BIP
Internationaler Währungsfonds 735 - 735
Australien 600 45 645
Deutschland 500 502,5 1002,5 0,04 %
Europäische Kommission 500 - 500
Japan 370 k. A. 370
Kanada 324,08 (425 USD) 93,61 (123 USD) 447 0,05 %
Vereinigte Staaten 260 (350 USD) 152,30 (200 USD) 412
Niederlande 230 115 345
Großbritannien 73,06 (96 USD) 143,84 (189 USD) 216
Weltbank 190,26 (250 USD) - 190
Norwegen 135 41 175 0,085 %
Asian Development Bank 133,18 (175 USD) - 133
Kuwait 76,05 (100 USD) k. A. 76
Italien 112 (146 USD) 69,05 181
Schweden 59 40 99
Frankreich 49 45 94
Vereinigte Arabische Emirate 30 62,36 92
Schweiz 17,3 143 (224 CHF) 160
Österreich 8,8 (urspr. zugesagt: 50)[26] 20 28,8
und weitere Länder
gesamt ~4,8 Mrd. >> 1,5 Mrd. 6,3 Mrd.

Identifizierung der Opfer in Thailand[Bearbeiten]

Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften des ICRC leitet „Hilfseinsätze bei nicht-kriegerischen Einsätzen, zum Beispiel bei Naturkatastrophen“ internationalen Ausmaßes, koordinierte die Hilfe und übernahm die Aufgabe eine Datenbank zur Registrierung aller Vermissten zu verwalten. Es wurde unterstützt von der halbamtlichen Organisation THAICAREYOU, über die anhand von Kleidung und Detailzusammenführung die mögliche Identität der Opfer zusammengepuzzelt wurde. Das wurde dann an die aus Polizeikräften bestehenden Identifizierungskommissionen (IDKO’s) vor Ort weitergegeben. Über DNA und den Abgleich des Zahnstatus (angefordert beim Zahnarzt der Opfer über die Angehörigen / Suchpaten) konnte die Identität oft zweifelsfrei bestätigt werden. Dann wurde dies an das ICRC zurückgemeldet, welche dann über Regierungsstellen oder direkt die Verständigung der Angehörigen / Freunde übernahm. Viele angeschlossene Hilfsdienste unterstützten privat und ehrenamtlich die Ermittlungsbehörden vor Ort.

Film[Bearbeiten]

Tsunami – Die Killerwelle (2006) ist ein von HBO produzierter Fernsehfilm, der vom Tsunami vom 26. Dezember 2004 und dessen Folgen in der thailändischen Region erzählt. 2012 erschien Juan Antonio Bayonas melodramatischer Film The Impossible, der die Erlebnisse der Spanierin María Belón und ihrer Familie während des Tsunamis thematisiert.

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Knieper: Die Flut im Wohnzimmer: Die Tsunami-Berichterstattung als traumatischer Stressor für die bundesdeutsche Bevölkerung. In: Publizistik: Vierteljahreshefte für Kommunikationsforschung. 2006, 51. Jahrgang, Heft 1. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 52–66.
  • Linda Maria Koldau: Tsunamis. Entstehung, Geschichte, Prävention C.H. Beck, München 2013 (C.H. Beck Reihe Wissen 2770), ISBN 978-3-406-64656-0 [3].

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Erdbeben im Indischen Ozean 2004 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. Zur Geschichte der Beben in der Region (eng.)
  2. Zur Geschichte der Beben in der Region (eng.)
  3. taz, 28. Dezember 2004, nach: AP, Sydney
  4. Zur Stärke des Bebens (eng)
  5. Die stärksten Beben der Geschichte (englisch)
  6. NASA Details Earthquake Effects on the Earth (engl.)
  7. http://www.tsunamimaldives.mv/?action=situationAssesment Opfer auf den Malediven
  8.  Gerald Traufetter: ETHNOLOGIE: Fenster in die Vergangenheit. In: Der Spiegel. Nr. 45, 2005 (Der Tsunami löschte große Teile ihrer Kultur aus. Stammesführer von der Inselgruppe der Nikobaren suchen deshalb im Wiener Völkerkundemuseum nach ihren Wurzeln, online).
  9. (HAZ 20. Januar 2005)
  10. Tsunami Mortality Estimates and Vulnerability Mapping in Aceh, Indonesia (PDF; 465 kB)
  11. (AP, 3. Januar 2005)
  12. (chennaionline.com)
  13. (visitmaldives.com.mv, 1. Januar 2005)
  14. Tagesschaumeldung zu den Malediven (Die ursprüngliche Seite ist nicht mehr abrufbar.)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung
  15. Tsunami Thailand, One Year Later, National Response and the Contribution of International Partners: Report der Weltbank
  16. Earthquake/Tsunami Victims Relief Efforts (PDF; 226 kB): Angaben des thailändischen Innenministeriums
  17. German Indonesian Tsunami Early Warning System: Neuartiges Tsunami-Frühwarnsystem geht in Betrieb. Pressemitteilung vom 11. November 2008. PDF 42 kb
  18. BKA-Mitarbeiter vor Ort
  19. THW vor Ort (Suchbegriff: „Malediven“)
  20. THW Pressemitteilung vom 17. Januar 2005
  21. Landesärztekammer Hessen: Hessisches Ärzteblatt 02/2005 (pdf; 209 kB)
  22. Deutsches Ärzteblatt, Jg. 102, Heft 3, 21. Januar 2005 (pdf; 85 kB)
  23. Schweizer Rettungswacht vor Ort
  24. ESEPA Newsletter-Archiv Griechische Kräfte vor Ort
  25. Griech. Zivilschutz
  26. Der Standard: Revisionsbericht zu Tsunami-Hilfe: Drei Viertel der Gelder nicht ausbezahlt, 15. Dezember 2007