Seenomaden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Seenomaden auf Basilan
Seenomaden auf Mindanao

Seenomaden bezeichnet eine Reihe verschiedener, in der südostasiatischen Inselwelt lebender Völker. Umgangssprachlich werden sie (pejorativ) auch Seezigeuner (engl. Sea Gypsies) genannt. Im Thailändischen werden die Seenomaden Chao Leh (ชาวเล - wörtl. Leute der See) und auf birmanisch Selung (auch Selon) genannt. Ihre Lebensweise ist halbnomadisch. Während der Zeit des Monsuns bleiben sie auf den Inseln der Andamanensee, in der Straße von Malakka bis zum südchinesischen Meer. In der übrigen Zeit des Jahres ziehen sie mit Booten von Insel zu Insel und leben vorwiegend vom Fang von Fischen, sowie von Meeresfrüchten.

Das größte unter diesen Völkern sind die Bajau.[1] Weiter zählen dazu die Bugis, die Orang Laut einschließlich der Urak Lawoi[2], die Moken und Moklen, sowie die Sakai (auch Maniq[3]).

Literatur[Bearbeiten]

  • Clifford Sather: The Bajau Laut - Adaption, History, And Fate In A Maritime Fishing Society Of South-Eastern Sabah, Oxford University Press, Kuala Lumpur, 1997, ISBN 983-56-0015-5
  • Frank M. LeBar (Hrsg.): Ethnic Groups of Insular Southeast Asia, Volume 1: Indonesia, Andaman Islands, and Madagaskar; Human Relations Area Files Press, New Haven, 1972
  • Frank M. LeBar (Hrsg.): Ethnic Groups of Insular Southeast Asia, Volume 2: Philippines and Formosa; Human Relations Area Files Press, New Haven, 1972

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. CLIFFORD, Seite 321
  2. Urak Lawoi of the Adang Archipelago, by Dr. Supin Wongbusarakum (engl.)
  3. John Hajek: Unraveling Lowland Semang. In: Oceanic Linguistics. 35, Nr. 1, Jun 1996, S. 138-141.