Seersucker

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Seersucker
Seersucker01.jpg
Bindung Krepp
Traditionelles Material Baumwolle
Material heute Polyester
Veredelung Natronlauge oder Prägung

Eigenschaften bügelfrei, verhindert Schweißbildung
Verwendung Bettwäsche, Freizeit- und insb. Sommerbekleidung

Seersucker (von persisch shir o shekar, ‚Milch und Zucker‘) ist ein Gewebe aus Baumwolle, das sich durch abwechselnde glatte und geraffte Stoffstreifen auszeichnet.

Die gerafften Streifen entstehen durch unterschiedliche Spannung der Kettfäden beim Webvorgang oder nachträglich durch Aufbringen faserquellender Substanzen.[1]

Der bügelfreie Stoff ist besonders beliebt für Bettwäsche, Urlaubs- und allgemeine Sommerbekleidung, da er wegen seiner reliefartigen Oberfläche nicht vollflächig am Körper anliegt, so die Wärme abhält und Luftzirkulation ermöglicht.

Der Seersucker gehört in die Reihe der „Unechten Kreppe“.

Der Seersucker wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in New Orleans auf den Markt gebracht und war als sommerliche Alternative zum schweren wollenen Gehrock unter Senatoren sehr beliebt. Die Tradition solcher Anzüge als Senatorenkleidung wurde in Mississippi in den 1990er Jahren durch die Einführung des „Seersucker Thursday“ wiederbelebt.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Marion Ohrendorf: Taschenlexikon der Mode-Begriffe. Schlütersche, 2004, S. 181 f.
  2. Seersucker Thursday. Webseite des US Senats