Seeschlacht vor Texel

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Seeschlacht vor Texel
BattleOfTexel.jpg
Datum 11. Augustjul./ 21. August 1673greg.
Ort Nordsee bei Texel
Ausgang niederländischer Sieg
Konfliktparteien
Republik der Sieben Vereinigten ProvinzenRepublik der Sieben Vereinigten Provinzen Vereinigte Niederlande EnglandEngland England
FrankreichFrankreich Frankreich
Befehlshaber
Republik der Sieben Vereinigten ProvinzenRepublik der Sieben Vereinigten Provinzen Michiel de Ruyter
Republik der Sieben Vereinigten ProvinzenRepublik der Sieben Vereinigten Provinzen Cornelis Tromp
EnglandEngland Ruprecht von der Pfalz
FrankreichFrankreich Jean II. d’Estrées
Truppenstärke
75 Linienschiffe, 43 kleinere Schiffe mit zusammen etwa 4500 Geschützen und 21.000 Mann 104 Linienschiffe, 46 kleinere Schiffe mit zusammen etwa 6000 Geschützen und 32.000 Mann
Verluste
500 Mann tot oder verwundet 3000 Mann tot oder verwundet; 6 Linienschiffe zerstört
Die Angaben über Truppenstärken und Verluste können in der Literatur deutlich abweichen[1]

In der Seeschlacht von Texel, der vierten Seeschlacht im Dritten Englisch-Niederländischen Krieg, traf am 11. Augustjul./ 21. August 1673greg. die Flotte der Vereinigten Provinzen der Niederlande erneut auf die vereinigten Flotten des Commonwealth von England und des Königreichs Frankreich in der Nordsee vor der niederländischen Insel Texel.

Im Niederländischen werden diese Kämpfe Seeschlacht bei Kijkduin genannt.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Engländer und Franzosen, unter dem Kommando von Ruprecht von der Pfalz, wollten nochmals Truppen in den Niederlanden landen und hatten in England 20.000 Mann zusammengezogen. Eine Flotte, bestehend aus mindestens 90 Linienschiffen und Fregatten, sollte die Landung decken und traf bei Texel auf 75 Schiffe der Niederländer.

Verlauf[Bearbeiten]

Der niederländische Kommandant Michiel de Ruyter nutzte die Kenntnisse der Küste aus und ihm gelang bereits in der Nacht vor der Schlacht, sich so unter die Küste zu manövrieren, dass er aus einer günstigen Windstellung angreifen konnte.

Er konnte die Luvposition erlangen und ließ geschwaderweise angreifen. Die deutlich schwächere niederländische Vorhut unter Admiral Banckers hatte die französische Vorhut beschäftigt und hingehalten. Die jeweilige Nachhut und die Hauptmacht beider Flotten waren in etwa gleich stark. Die Schlacht spielte sich in drei getrennten Gefechten ab. Die niederländische Vorhut durchbrach die gegnerischen Linien, ließ die französische Vorhut zurück und unterstützte danach den Angriff auf das Zentrum, während die Franzosen in der Folge passiv blieben. Dadurch konnte de Ruyter auch die Mitte gegen die Engländer behaupten und mit der Mittelmacht in das Gefecht der Nachhut eingreifen. Erst als es dunkel wurde und de Ruyter schon gewonnen hatte, kam auch die französische Flotte heran.

Am Abend brachen die Engländer den Kampf ab und gaben den Landungsversuch auf.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Zahlen des Artikels folgen: Gaston Bodart: Militär-historisches Kriegs-Lexikon, (1618-1905). Wien, 1908 S. 94.

Literatur[Bearbeiten]

  • Meyers Großes Konversationslexikon. Kriegsnachtrag Teil 1. Leipzig/ Wien 1916, S. 287.