Seeshaupt
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Weilheim-Schongau | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Seeshaupt | |
| Höhe: | 597 m ü. NN | |
| Fläche: | 29,97 km² | |
| Einwohner: |
2967 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 99 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 82402 | |
| Vorwahl: | 08801 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WM | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 90 152 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Weiheimer Str. 1 -3 82402 Seeshaupt |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Michael Bernwieser (PFW) | |
| Lage der Gemeinde Seeshaupt im Landkreis Weilheim-Schongau | ||
Seeshaupt ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau. Sie bildet mit der Gemeinde Iffeldorf die Verwaltungsgemeinschaft Seeshaupt.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Seeshaupt liegt in der Region Oberland am Südende des Starnberger Sees. Es existieren folgende Gemarkungen: Jenhausen, Magnetsried, Seeshaupt. Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom Seeufer nach Süden zu den Osterseen, deren nördlicher Teil ab dem Stechsee, sowie der Frechensee im Gemeindegebiet liegen. Im Westen zieht sich das Gemeindegebiet auf den Höhenrücken zwischen Starnberger und Ammersee, diese Gebiete sind dem Eberfinger Drumlinfeld zuzurechnen.
Geschichte[Bearbeiten]
Seeshaupt wurde angeblich 740 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Bis zur Säkularisation im Jahre 1803 waren die Einwohner von Seeshaupt meist Abhängige der umgebenden Klöster: Polling, Bernried, Benediktbeuern, Beuerberg und Habach. Seeshaupt gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Weilheim des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges am 30. April 1945 kam im Ort ein Eisenbahn-Evakuierungstransport aus dem Dachauer KZ-Nebenlager Mühldorf mit 3.000 Konzentrationslager-Häftlingen zum Stehen, die von US-Truppen befreit wurden. 92 von ihnen starben an den erlittenen Misshandlungen und wurden im Ort begraben. Am 30. April 1995, 50 Jahre später, wurde ein Mahnmal an der Bahnhofstraße errichtet. Jedes Jahr am 30. April findet dort eine Gedenkfeier statt.[2][3]
Eingemeindungen[Bearbeiten]
Am 1. April 1938 wurden Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Arnried eingegliedert.[4]
Bei der Gemeindegebietsreform wurde am 1. Mai 1978 die früher eigenständige Gemeinde Magnetsried eingegliedert.[5]
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
| Jahr | 1840 | 1871 | 1900 | 1925 | 1939 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2000 | 2005 | 2011 |
| Anzahl der Einwohner[6] | 595 | 694 | 965 | 1.326 | 1.359 | 2.427 | 1.993 | 2.092 | 2.545 | 2.764 | 2.885 | 2.866 |
Die Europäische Kommission will das in Seeshaupt verfolgte Einheimischenmodell zur Stabilisierung der Altersstruktur durch Bevorzugung von jungen Familien aus der Region beim Verkauf von Baugrundstücken kippen, da es einer Verletzung des Gleichheitsprinzips gleichkomme.[7]
Politik[Bearbeiten]
Bürgermeister[Bearbeiten]
Bürgermeister ist Michael Bernwieser (PFW). Er wurde am 4. März 2008 offizieller Nachfolger von Hans Kirner (SPD).
Gemeinderat[Bearbeiten]
Seit 1. Mai 2008 gilt für den Gemeinderat folgende Sitzverteilung:
Gemeindesteuern[Bearbeiten]
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1903 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 408 T€.
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
- Pfarrkirche St. Michael
- Anna-Kapelle mit Fresken im Turm aus der Romanik, heutiger Altarraum erbaut 1482, Erweiterung 1909 (mit historischer Weigle-Orgel[8])
- Seegerichtssäule am Dampfersteg[9]
siehe auch Liste der Baudenkmäler in Seeshaupt
Fotos[Bearbeiten]
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 1998 insgesamt 749. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es keine, im Bauhauptgewerbe 5 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 42 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1112 ha. Davon waren 93 ha Ackerfläche und 1015 ha Dauergrünfläche.
Verkehr[Bearbeiten]
Seeshaupt liegt an der Staatsstraße 2064 Weilheim – Seeshaupt – Königsdorf – Bad Tölz mit Anschluss an die A 95 sowie an der Staatsstraße 2063 Starnberg – Tutzing – Seeshaupt − Penzberg. Seeshaupt hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke München – Tutzing – Kochel, der Kochelseebahn. Es wird vom RVO-Bus 9614 Tutzing – Penzberg angefahren und von den Schiffen der Bayerischen Seenschifffahrt angelaufen.
Bildung[Bearbeiten]
Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):
- Kindergärten: 2 Kindergärten mit 75 Kindergartenplätze mit 67 Kindern
- Volksschulen: 1 mit 8 Lehrern und 147 Schülern
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Anton Dörfler (1890–1981), Schriftsteller
- Walter Dörfler (1922–2000), Bühnenbildner
- Thomas Dörfler (* 1966), Bühnenbildner und Maler
- Ernst Geitlinger (1895–1972), Maler
- JoKarl Huber (1902–1996), Künstler
- Klaus Maertens, Arzt und Erfinder der Dr. Martens
- Waldemar von Radetzky (1910-1990), deutsch-baltischer SS-Sturmbannführer
- Peter Schamoni (1934-2011), Regisseur
- Karl Walther (1905–1981), Maler
Quellen[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 193
- ↑ Der Film "Endstation Seeshaupt" von Walter Steffen erzählt die Geschichte des Todeszugs. (Rezension muenchenblogger.de; April 2011)
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 591.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 596.
- ↑ Kommunalstatistik von Seeshaupt, abgerufen am 6. November 2010
- ↑ Einheimischenmodell: Familienstand soll Wohnsitz übertrumpfen – Meldung vom 11. August 2010 bei merkur-online
- ↑ Die historische Weigle-Orgel
- ↑ Die Seegerichtssäule von Seeshaupt
Weblinks[Bearbeiten]
-
Commons: Seeshaupt – Sammlung von Bildern -
Wikivoyage: Seeshaupt – Reiseführer - Offizielle Homepage der Gemeinde
- Homepage der Pfarrgemeinde St. Michael mit Details zu den Kirchenbauten
- Seeshaupt: Wappengeschichte vom HdBG
- Seeshaupt: Amtliche Statistik des LStDV (PDF; 1,24 MB)
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