Seetüchtigkeit

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Rollen um Längsachse (x)
Stampfen um Querachse (y)

Die Seetüchtigkeit bezeichnet die Qualität der Fahr- und Manövriereigenschaften eines Wasserfahrzeugs im Wasser, sowie dessen Verhalten im Seegang.

Besondere Rolle spielen dabei Formgebung, Länge, Tiefgang und Hydrodynamik und Schwerpunktlage bzw. Metazentrum des Schiffskörpers. Diese Parameter beeinflussen die Stabilität des Schiffes im Wasser, d. h. dessen Sicherheit gegen übermäßiges Rollen, Aufschaukeln (Stampfen) und Kentern.

Ein seeuntüchtig gewordenes Schiff ist

  • reparaturunfähig: wenn die Reparatur des Schiffes überhaupt nicht möglich ist oder an dem Ort, an welchem es sich befindet, nicht bewerkstelligt werden kann oder nicht an den Hafen gebracht werden kann, an dem es repariert werden könnte;
  • reparaturunwürdig: wenn seine Reparaturkosten - ohne Abzug für alt und neu - mehr als 75 % seines früheren Werts betragen würden.[1]

Wird das Schiff auf hoher See infolge Kollision oder sonstiger schwerer Sachschäden manövrierunfähig oder seeuntüchtig, muss es vom Kapitän aufgegeben werden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Handelsgesetzbuch - HGB, Sammlung, 2013, S. 195