Segensvelum

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Kardinal Godfried Danneels mit Monstranz und Segensvelum

Das Segensvelum, auch Schultervelum genannt, ist ein rechteckiges Tuch, das dem Priester oder Diakon zum sakramentalen Segen um die Schultern gelegt wird.

Meist ist das Velum aus kostbaren Stoffen gefertigt, mit Stickerei oder Borten verziert und oft in der gleichen Art wie der Rauchmantel gefertigt. Das Segensvelum wird zu eucharistischen Andachten mit feierlichem Segen und bei Prozessionen mit dem Allerheiligsten getragen.

Die Innenseite des Velums ist mit einem dünnen Stoff gefüttert, und es sind links und rechts Taschen eingenäht, in die der Träger der Monstranz seine Hände legt, damit er die Monstranz nicht mit bloßen Händen, sondern mit dem Stoff berührt. Dies ist als Zeichen der Ehrfurcht zu verstehen. Es verhindert auch größtenteils das Berühren der meist aus Edelmetallen wie Silber oder Gold gefertigten kostbaren liturgischen Geräte und Gefäße mit bloßen Händen und somit Anlaufen der berührten Stellen.

An einer Seite des Velums sind zwei breitere Bänder angenäht, an deren Enden ein manchmal sehr kunstvoll verzierter Verschluss angebracht ist, so dass das Velum nicht hinunterfallen kann. Das Schultervelum wird dem Priester bzw. dem Diakon zum sakralen Segen und zum Tragen der Monstranz umgelegt und danach wieder abgenommen.

Schultervela gleicher Art, die jedoch nicht zum sakramentalen Segen verwendet werden, tragen die Ministranten (Signiferi) bei Pontifikalämtern, die während der Zeit, in der der Bischof oder Erzbischof Stab und Mitra ablegt, diese Insignien halten und durch das Tragen der Vela ebenfalls ein Anlaufen des Stabes oder Flecken auf der Mitra verhindern.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Segensvelum – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien