Sehenswürdigkeiten in Regensburg

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Donaupanorama mit Steinerner Brücke und Dom

Sehenswürdigkeiten in Regensburg

Der historische Stadtkern Regensburgs selbst ist gut erhalten. Regensburg verfügt über 1500 denkmalgeschützte Gebäude. Davon bilden 984 im historischen Kern das Ensemble „Altstadt mit Stadtamhof“, welches 2006 von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde. Der heutige Besucher der Altstadt von Regensburg erfährt in der Regel, dass sie trotz einiger Luftangriffe und Bombardierung im Zweiten Weltkrieg bis heute praktisch unversehrt geblieben ist.

Wesentlich weniger bekannt ist die Tatsache, dass ihr Bestand auch in der Nachkriegszeit nicht weniger bedroht war, da die Altstadt in Regensburg in den ersten beiden Jahrzehnten nach dem Krieg keinerlei Wertschätzung erfuhr. Gründe waren zum einen ihr sehr schlechter Bauzustand und die nicht zumutbaren Wohnverhältnisse. Das führte zur Abwanderung an den Stadtrand oder in die Umlandgemeinden und zu einer ungünstigen Sozialstruktur der Bewohnerschaft. Zum Beispiel galten damals allgemein Umzüge in neu gebaute Hochhäuser als erstrebenswert. Zum anderen war es damals üblich, Bausubstanz abzureißen, die sogar den Zweiten Weltkrieg unbeschädigt überstanden hatte. An deren Stelle entstanden - dem Zeitgeist folgend - Neubauten oder breite Schneisen für den Autoverkehr. In Regensburg waren ähnliche Projekte geplant. Ein Beispiel ist der Plan einer vierspurigen Donauallee mit Abriss der Donaufront an der Keplerstraße und Ostengasse und der Kreuzung einer Nord-Süd-Achse am Donaumarkt. Erkennbar ist dies beispielsweise am abrupten Ende der vierspurigen Clermont-Ferrand-Allee im Westen und an der aus heutiger Sicht unverständlich breiten achtspurigen Bayerwaldstraße im Norden der Stadt.

Die Altstadt von Regensburg entging diesem Schicksal vorrangig wegen der schwachen wirtschaftlichen Lage der Stadt zu dieser Zeit, weil sich der Abriss wirtschaftlich nicht lohnte. Das späte Einsetzen des Nachkriegsaufschwunges in Regensburg Ende der sechziger Jahre entpuppte sich so als Glücksfall für die Altstadt. In der Bevölkerung und im Magistrat hatte sich die Stimmung zugunsten der Erhaltung der historischen Bausubstanz gedreht. So verdankt die Altstadt ihre heutige Einzigartigkeit den Restaurierungsarbeiten, die Anfang der 1970er Jahre einsetzten und bis heute andauern. Dies wurde insbesondere auch durch die Möglichkeit der Sonderabschreibung für die Sanierung denkmalgeschützter Bauwerke unterstützt.

Blick auf das Zentrum von Regensburg vom Turm der Dreieinigkeitskirche

Mittlere Altstadt[Bearbeiten]

Salzstadel und Stadttor, von der Steinernen Brücke aus betrachtet

Die donauzugewandte Altstadtseite von Regensburg ist von der Steinernen Brücke geprägt. Die Steinerne Brücke mit dem Brücktor wurde 1135 bis 1146 gebaut. Das mittelalterliche Bauwunder wurde Vorbild für viele andere Brückenbauten, unter anderem für die Prager Karlsbrücke. Kaiser Friedrich I. Barbarossa brach hier im Mai 1189 mit einer großen Streitmacht zum 3. Kreuzzug auf. Das einzige erhaltene von ursprünglich drei Brücktoren beherbergt heute das Brücktormuseum. Es informiert über die Brücke und die Donauschifffahrt; donauaufwärts ist es mit dem Amberger Stadel von 1487 verbunden, der heute ein Studentenwohnheim beherbergt. Donauabwärts grenzt das Brücktor an den historischen Salzstadel. Vom Salzstadel weiter donauabwärts liegt die Historische Wurstkuchl. Der frühere gefährliche Donaustrudel in diesem Bereich, der Menschen in die Tiefe zog, ist heute durch Regulierung weitgehend entschärft. Noch etwas weiter donauabwärts befindet sich das Donau-Schiffahrts-Museum.

Beim Amberger Stadel weiter donauaufwärts kommt man zum Fischmarkt (der Fischmarkt-Brunnen, im Volksmund auch Rolandbrunnen genannt, stammt aus dem 17. Jahrhundert) und zur Keplerstraße mit dem Kepler Gedächtnishaus und dem Patrizierhaus der Runtinger Runtingerhaus sowie zur evangelischen Kirche St. Oswald. An der Ecke Weiße-Lamm-Gasse/Weiße-Hahnen-Gasse 2 befindet sich das ehemalige, im 18. Jahrhundert noble Gasthaus zum weißen Lamm. Hier nächtigten schon 1783 die blinde Komponistin und Pianistin Maria Theresia Paradis während ihrer dreijährigen Europatournee, 1786 Goethe und 1790 Mozart; ein weiterer Gast war Haydn. Goethe schrieb hier in seinem Zimmer den Satz „… in der Stadt steht Kirche gegen Kirche und Stift gegen Stift“. „Sie haben etwas Großes …, das Ehrfurcht einflößt.“ Das Gebäude stammt aus dem 14./15. Jahrhundert und wurde 1721 und 1896 umgestaltet. Das klassizistische Fassadendekor stammt von 1795. Unter den Schwibbögen sind die Reste der römischen Porta Praetoria zu sehen, die in den Komplex des Bischofshofs integriert wurden.

Ehemalige Dompropstei, 1802–1810 Residenz des Fürstprimas von Dalberg, 1809 Hauptquartier Napoleons
Regierung der Oberpfalz im ehemaligen äußeren Palais

Der nahe Domplatz wird vom Regensburger Dom beherrscht. Der westliche Teil des Domplatzes heißt Krauterermarkt. Hier stehen die Stiftskirche St. Johann, die sehenswerte Patrizierburg Haus an der Heuport die Adler-Apotheke, eine der ältesten Apotheken in Regensburg, und der Adlerbrunnen von 1680. Hier bieten die Gärtner aus Weichs traditionell ihren bekannten Regensburger Radi an. Am Krauterermarkt 3 befindet sich das Domschatzmuseum. Östlich des Domes steht die Kirche St. Ulrich, in der sich das Diözesanmuseum befindet. An der Ecke von Domplatz und Residenzstrasse liegt die ehemalige Dompropstei, die 1800 vom fürstlichen Baudirektor Joseph Sorg für den damaligen Dompropst Joseph Carl Ignaz Graf von Lerchenfeld aus mehreren Vorgängerbauten gestaltet wurde. 1802–1810 diente das Gebäude als Residenz des Fürstprimas Karl Theodor von Dalberg. 1809 war es Hauptquartier Napoleons.

Unter dem Schwibbogen des Römerturms hindurch kommt man auf den Alten Kornmarkt. Der Platz geht auf die Herzogspfalz zurück, die sich früher hier befand. Der Herzogshof neben dem Römerturm zeugt noch von dieser Zeit. Im Norden des Platzes befindet sich die Klosterkirche Niedermünster mit Klosterschule, im Süden die Alte Kapelle, im Osten die Karmelitenkirche St. Josef. Über die Residenzstraße kommt man vom Krauterermarkt zum Neupfarrplatz, an dessen Stelle sich im Mittelalter das Judenviertel mit Synagoge befand. In der Mitte des Platzes steht die evangelische Neupfarrkirche; auf diesem Platz findet zur Adventszeit der Regensburger Christkindlmarkt statt. Südöstlich schließt sich an den Platz der Kassiansplatz mit der Kirche St. Kassian an. Östlich des Neupfarrplatzes bis zur Maximilianstraße befindet sich die Fußgängerzone mit zahlreichen Kaufhäusern und Geschäften. Zentrale Einkaufsstraße ist die Königsstraße. Die Maximilianstraße fällt als geradlinige Prachtstraße aus dem Rahmen der ansonsten von winkeligen Gässchen geprägten Altstadt. Die Straße entstand mit dem Wiederaufbau nach der Beschießung der Stadt durch Napoleonische Truppen 1809. Das Ende der Achse bildete zuerst das Keplerdenkmal, später der Hauptbahnhof. 2003 wurde die früher belebte Einkaufsstraße zur verkehrsberuhigten Zone umgebaut.

Am Brixener Hof befindet sich das Jüdische Gemeindezentrum. 1912 wurde hier die Synagoge Regensburgs eingeweiht, die aber in der Reichspogromnacht 1938 zerstört wurde. 1971 wurde der neue Gemeindesaal nach Plänen von Bert und Isabell Ruf gebaut, der als Synagoge und Veranstaltungssaal dient. Südlich des Neupfarrplatzes liegt der Obermünsterplatz mit der Kriegsruine der Klosterkirche Obermünster. Südwestlich vom Neupfarrplatz kommt man zum Emmeramsplatz mit der bedeutenden Klosterkirche St. Emmeram. Das Kloster selbst wurde zum heutigen Schloss St. Emmeram umgestaltet, das mehrere Museen enthält. Westlich des Schlosses in der Helenenstraße steht das historistische Helenentor.

Am Emmeramsplatz befindet sich auch die Regierung der Oberpfalz. Das Gebäude gehörte ursprünglich zum Klosterbereich und beherbergte von 1792 bis 1812 die Hofhaltung der Fürsten von Thurn und Taxis. Das heutige Aussehen gab ihm der fürstliche Baudirektor Joseph Sorg. Der klassizistische Große Festsaal stammt von 1792. Am Emmeramsplatz 1 sind Ausstellungsräume des Diözesanmuseums. In der Oberen Bachgasse steht das Altdorferhaus, in dem Albrecht Altdorfer von 1513 bis zu seinem Tod 1538 lebte. Das Eckhaus aus dem 13./14. Jahrhundert mit Turm und barocker Marienfigur wurde 1720 neu gestaltet. Am Haus Obere Bachgasse 15, in dem sich heute ein Ladengeschäft befindet, sind Reste der ehemaligen Kreuzkapelle im Bach mit erhaltenem Rundbogenportal von 1180 zu sehen. Im Nordwesten des Neupfarrplatzes befinden sich die malerischen Altstadtgässchen Tändler- und Kramgasse, in denen sich neben vielen Antiquariatsgeschäften auch ein privates Golfmuseum befindet.

Das Areal im Westen des Neupfarrplatzes war die ehemalige Kaufmannsstadt, hier befinden sich zahlreiche ehemalige Patrizierpaläste. Am Watmarkt 4 steht der Baumburger Turm, ein 28 Meter hoher siebengeschossiger Geschlechterturm aus der Mitte des 13. Jahrhunderts mit rundbogigen Lauben und dreiteiligen frühgotischen Fenstergruppen. In der Goliathstraße steht das Goliathhaus, eine Patrizierburg mit monumentalem Wandgemälde. In der Wahlenstraße befindet sich der höchste mittelalterliche Wohnturm nördlich der Alpen, der Goldene Turm. Der Name der Straße leitet sich von den welschen Kaufleuten ab, die hier ihre Geschäfte hatten. Schon im Mittelalter hieß die Straße inter Latinos. Ein weiteres Patrizierhaus im Südwesten der Straße ist das ebenfalls mit einem Turm ausgestattete Kastenmayerhaus.

In der Gasse Hinter der Grieb befindet sich in den Nummern 8-12 das Gravenreuther Haus. Heute ist hier ein Café sowie das Haus der Begegnung der Universität Regensburg untergebracht. Die Patrizierburg mit zwei Türmen und schönem Innenhof gehörte 1381 dem Regensburger Konrad Gravenreuther. Weiter nördlich folgen die Plätze Kohlenmarkt, Rathausplatz, Haidplatz, die heute Fußgängerzone sind. Der Haidplatz gilt als schönster Platz der Stadt und ist ein traditionelles Veranstaltungszentrum.

Am Rathausplatz befindet sich das Alte Rathaus mit dem Reichstagsmuseum. Am Zieroldsplatz beim Kohlemmarkt steht seit 1978 das Denkmal des Don Juan de Austria, ein Abguss des Denkmals von Andrea Calamech in Messina aus dem Jahr 1572. Der Brunnen des Lebendigen von Günther Mauermann am Kohlenmarkt wurde 1985 aufgestellt. In der Ludwigstraße, die zum Arnulfsplatz führt, gibt es ein privates Uhrenmuseum. Vom Neupfarrplatz führt die Gesandtenstraße zum Bismarckplatz. Der Name der Straße leitet sich von den Gesandten her, die sich während der Reichstage in der Stadt befanden. In der Straße befinden sich der große Patrizierpalast der Zandt, mit der Pangratzkapelle, und das Ingolstetter Haus, die zusammen bis 1999 eine Schnupftabakfabrik beherbergten. Heute sind ein Museum (document Schnupftabakfabrik) und diverse Gastronomiebetriebe in diesen Gebäuden beheimatet. Das Geschlecht der Zandt hatte von 1289 bis 1359 das herzogliche Schultheißenamt inne. Das Ingolstetter Haus war im 18. Jahrhundert Sitz der Mainzer Gesandtschaft. Ebenfalls in der Straße befindet sich die evangelische Dreieinigkeitskirche, die eine der ersten evangelisch-lutherischen Kirchenneubauten in Bayern ist. Südlich davon am Ägidienplatz steht die ehemalige Deutschordenskirche St. Ägidien mit alter und neuer Komturei. Am Albertus-Magnus-Platz liegt die Dominikanerkirche St. Blasius, an die umfangreiche Stiftsgebäude anschließen.

Panorama von Westen mit Dom

Ostenvorstadt[Bearbeiten]

Am Dachauplatz befindet sich das Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus. Hier wurde in den letzten Kriegstagen der Domprediger Johann Maier hingerichtet. Im Parkhaus am Dachauplatz sind noch Reste der Römermauer zu sehen, ebenso wie nördlich des Ernst-Reuter-Platzes. Östlich des Platzes befindet sich die profanierte Minoritenkirche und das Historische Museum der Stadt sowie das Neue Rathaus von 1938. In der Bertoldstraße befindet sich in einem historischen Getreidelager die Städtische Galerie Leerer Beutel. Im Prinzenweg steht die Rokoko-Kapelle Maria-Schnee von 1750. Den östlichen Abschluss de Altstadt bildet das Ostentor und der Villapark mit der Königlichen Villa.

Westenvorstadt[Bearbeiten]

Arnulfsplatz

Am Arnulfsplatz befindet sich das sogenannte Velodrom (seinerzeit von Simon Oberdorfer erbaut), heute eine Spielstätte des Theaters Regensburg und seines Stadttheaters. Am Nonnenplatz steht die Dominikanerinnenkirche Heilig Kreuz. Eine weitere Kirche ist St. Leonhard. Südöstlich des klassizistischen Bismarckplatzes steht die Schottenkirche St. Jakob mit dem weltberühmten Schottenportal. Das Jakobstor von 1300 war ein westliches Stadttor, von dem nur noch die halbrunden Flankierungstürme erhalten sind. Am Platz der Einheit steht eine spätgotische Wegesäule von 1459. Den westlichen Rand der Altstadt bildet der Herzogspark mit dem Württembergischen Palais, in dem sich heute das Naturkundemuseum Ostbayern befindet. Das Prebrunntor bietet von seinem Torturm aus eine guten Blick über Stadt und Donau.

Alleengürtel[Bearbeiten]

Die Altstadt ist auf der Landseite von einem Alleengürtel umgeben, den im Westen der Herzogspark und im Osten der Villapark abschließen. Südlich grenzt der Park des Schlosses Thurn und Taxis an. Der Alleengürtel wurde 1779 auf Kosten des Fürsten Karl Anselm von Thurn und Taxis hergestellt. Ursprünglich in doppelter Baumreihe außen um die mittelalterliche Stadtmauer herumgeführt, stellt er ein Geschenk des fürstlichen Hauses an die Stadt dar.

Im Osten beginnt der Grüngürtel mit dem Villapark. Wesentliche Gebäude sind dort die königliche Villa am Donauufer und das benachbarte Ostentor.

Der weitere Weg führt in das Zentrum des Alleengürtels am fürstlichen Schloss. Der zugehörige Allee-Teil nahe dem Hauptbahnhof trägt den Namen des Stifters. Nahe dem Hauptbahnhof steht auch das Peterskirchlein. Ebenfalls in diesem Teil des Alleengürtels befindet sich ein Obelisk, der zum Gedenken an den Stifter auf Anregung Carl von Dalbergs nach Entwürfen von Emanuel Herigoyen 1806 errichtet wurde. Dort steht ebenfalls das Kepler-Monument, ein klassizistischer Rundtempel, der an den zeitweise in Regensburg ansässigen Astronomen Johannes Kepler erinnert. Bei der Einmündung der Fröhlichen-Türken-Straße in den St. Petersweg sind noch Teile des Stadtgrabens nahe dem ehemaligen Peterstor zu sehen. Von dort aus führt der Weg am fürstlichen Schloss vorbei in Richtung Dörnbergpark und Stadtpark im Westen der Altstadt. Das westliche Ende des Alleengürtels bildet der Herzogspark am Naturkundlichen Museum in der Prebrunnstraße.

Benachbarte Areale[Bearbeiten]

An der Frankenstraße befindet sich der eigentümliche Max-Buchhauser-Garten mit seinen grotesken Skulpturen. Beliebtes Spaziergebiet sind die Winzerer Höhen mit gutem Ausblick auf die Stadt und der Möglichkeit des Weiterwanderns zum beliebten Biergarten in Adlersberg. Weitere beliebte Ausflugsgebiete im Stadtgebiet sind die Wandergebiete von Keilberg aus, der Burgweintinger Wald, sowie der Max-Schultze-Steig am westlichen Donauufer.

Stadtamhof[Bearbeiten]

Hauptartikel: Stadtamhof
Villa Lauser

Oberer und Unterer Wöhrd[Bearbeiten]

  • Villa Lauser in der Lieblstraße 2 am Oberen Wöhrd: Die klassizistische Villa wurde 1795 vom Thurn und Taxis-Baudirektor Joseph Sorg für den Finanzier Georg Friedrich von Dittmer erbaut. 1830 erwarb der fürstliche Oberjustizrat Johann Baptist Liebl die Anlage (daher der Name Lieblstraße). Ab 1903 gehörte das Haus der Fabrikantenfamilie Lauser, daher auch die Bezeichnung als Villa Lauser. Die Villa wurde danach sehr abwechslungsreich genutzt: als Freudenhaus, Stallung und Restaurant. 1993 wurde es von Baron von Poltenbach von der Erbengemeinschaft der Familie Lauser gekauft. Das Palais besteht aus einer Reihe von Salons mit Ballsaal und Speisesaal. Im Erdgeschoss befanden sich früher Küche, Vorratskammern und Dienstbotenräume. Momentan ist es ungenutzt.
Predigtsäule an der Fürst-Anselm-Allee

Denkmäler[Bearbeiten]

  • Kepler-Monument: Es entstand im Jahre 1808; es geht auf eine Idee von Emanuel Herigoyen zurück. Die Büste des Astronomen stammt von Friedrich Döll und das Sockelrelief von Johann Heinrich Dannecker. Das Monument befindet sich in der Fürst-Anselm-Allee, bei der Keplerbüste dort handelt es sich allerdings um eine Kopie, das Original befindet sich im Keplergedächtnishaus in Regensburg.
  • Standbild Freiherr Heinrich Carl von Gleichen: Es wurde 1807 nach Entwurf Herigoyens ausgeführt und zeigt seinem ein Sonnenrad in ihren Pranken haltenden Sphinx freimaurerische Symbolik.
  • Parkstandbilder: Das Standbild von Bischof Johann Michael Sailer (von M. Widmann, 1868) kam erst später hinzu. Weiter westlich, steht das 1824 nach Plänen von Leo von Klenze errichtete Denkmal für Graf von Schlitz-Görtz mit einer Büste nach Entwürfen Ludwig Schwanthalers.
  • Mittelalterliche Bildsäulen: die Predigtsäule, frühes 14. Jh., deren Figuren Auferstehung und Weltgericht darstellen und die wohl einen Predigtplatz in Zusammenhang mit dem sich bis Mitte des 16. Jh. dort befindlichen Schottenkloster markiert, und die Wegsäule vor dem Jakobstor von 1459, die die vier Apostel und eine Kreuzigungsszene zeigt.
  • Polizeidirektor Gruper (1815): Er machte sich im Wiederaufbau nach den napoleonischen Zerstörungen sehr um die Stadt verdient.
  • General Zoller (1823): Dieses Denkmal ist der erste Eisenkunstguß in Regensburg.
  • Reiterstandbild Ludwigs I: Das Denkmal wurde im Jahre 1902 nach den Entwürfen von F. von Miller auf dem Domplatz errichtet. Bis 1936 war es dort zu sehen, ehe es von den Nationalsozialisten in die Bahnhofsallee gestellt wurde. Dort stand das Monument über 70 Jahre bis es 2010 wieder auf dem ursprünglichen Standort aufgestellt wurde. Zuvor wurde das Standbild fast zwei Jahre lang restauriert.

Südlich der Donau[Bearbeiten]

Nähere Umgebung[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Regensburg