Seia

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Seia
Wappen Karte
Wappen von Seia
Seia (Portugal)
Seia
Basisdaten
Region: Centro
Unterregion: Serra da Estrela
Distrikt: Guarda
Concelho: Seia
Koordinaten: 40° 25′ N, 7° 42′ W40.420668055556-7.7040980555556Koordinaten: 40° 25′ N, 7° 42′ W
Einwohner: 6336 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 23,7 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 267 Einwohner pro km²
Postleitzahl: 6270
Politik
Adresse der Gemeindeverwaltung: Junta de Freguesia de Seia
Esplanada Combatentes G Guerra Seia
6270-489 Seia
Webseite: www.freguesiadeseia.com
Kreis Seia
Flagge Karte
Flagge von Seia Position des Kreises Seia
Einwohner: 24.641 (Stand: 30. Juni 2011)[3]
Fläche: 435,69 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner pro km²
Anzahl der Gemeinden: 29
Verwaltung
Adresse der Verwaltung: Câmara Municipal de Seia
Largo Borges Pires
6270 - 494 Seia
Präsident der Câmara Municipal: Carlos Filipe Camelo Miranda Figueiredo, (PS)
Webpräsenz: www.cm-seia.pt



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Seia ist eine Gemeinde und Stadt in Portugal am Nordwestrand der Serra da Estrela in der Region Centro. Seia ist bekannt für den Käse Queijo Serra da Estrela, und sein Brot. Innerhalb der Stadt leben 5.702 Einwohner[4], im Gemeindebereich sind es 6.923 Einwohner.

Skigebiet bei Seia

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt wurde vor etwa 2400 Jahren als Oppidum Sena von keltiberischen Turdulen gegründet. Nach langer maurischer Besiedlung eroberte 1055 der hier als Fernando Magno bekannte König Ferdinand I. von León den Ort, der ihn befestigen ließ. Zum neugegründeten Königreich Portugal gehörend, erhielt die Stadt unter ihrem damaligen Namen Civitatem Senam 1136 die Stadtrechte ("Foral") von König Dom Afonso Henriques. 1510 erneuerte Manuel I. die Stadtrechte und vergrößerte den Kreis (Concelho) von Seia um einige Ortschaften. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der Kreis im Zuge der Verwaltungsreformen erneut ausgedehnt, und seit Anfang des 20. Jahrhunderts umfasst er die heutigen 29 Gemeinden (Freguesias) mit 115 Orten. Die bisherige Kleinstadt (Vila) Seia wurde im Jahre 1986 zur Stadt (Cidade) erhoben.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bergdörfer-Wanderweg im Kreis Seia, bei Alvoco da Serra

Seia besitzt einige Museen, darunter das Museu do Pão (Brotmuseum) und das Museu do Brinquedo (Spielzeugmuseum). Das jüngste Museum der Stadt ist mit dem Museu Natural da Electricidade seit 2011 ein Museum der erneuerbaren Energien, speziell der Wasserkraft, mit Bezug zu den verschiedenen Wasserkraftwerken in der Umgebung. Der Kulturkomplex der Casa Municipal da Cultura (Städtisches Kulturhaus) umfasst einen Kinosaal für 395 Zuschauer, Galerien, und ein modernes Kongresszentrum mit verschiedenen Sälen (teils mit Übersetzungskabinen).

Das CISE (Centro de Interpretação da Serra da Estrela) ist eine Forschungseinrichtung, die sich mit der Serra da Estrela und ihrem Verständnis beschäftigt, bietet aber auch eine interaktive Multimedia-Dauerausstellung dazu, neben anderen kulturellen und didaktischen Angeboten in ihrem Veranstaltungszentrum.

Seit 1995 findet im CISE das jährliche internationale Filmfestival des Umweltfilms statt, das CineEco.

In Seia werden Möglichkeiten vor allem der naturnahen Sportarten angeboten, wie Rafting und Kanusport, oder Wandern und Bergwandern, z.B. auf besonderen Bergdörfer-Wanderrouten (Aldeias da Montanha). Saisonal ist Wintersport hier von Bedeutung.

Verwaltung[Bearbeiten]

Kreis Seia[Bearbeiten]

Seia ist Sitz eines gleichnamigen Kreises (Concelho) im Distrikt Guarda. Am 30. Juni 2011 hatte der Kreis 24.641 Einwohner auf einer Fläche von 435,7 km²[3].

Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Nelas, Mangualde, Gouveia, Manteigas, Covilhã, Arganil sowie Oliveira do Hospital.

Die folgenden Gemeinden (Freguesias) liegen im Kreis Seia:

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerzahl im Kreis Seia (1801–2011)
1801 1849 1900 1930 1960 1981 1991 2001 2004 2011
9.993 14.557 31.929 31.283 34.436 31.352 30.362 28.144 27.574 24.641

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Eine Consolidated PBY-6A der Feuerwehr im Aérodromo Seia (1999)

Seia ist ein Haltepunkt der Eisenbahnstrecke der Linha da Beira Alta.

Über die N339 (IC12) ist Seia mit der 48 km entfernten A23 (Autoestrada A23) und dem portugiesischen Autobahnnetz verbunden. Seia ist in das landesweite Überland-Busnetz der Rede Expressos eingebunden.

Der Kreis verfügt mit dem Aérodromo de Seia über einen Flugplatz, der vor allem als Basis für Flugzeuge der Feuerwehr (Aufklärung und Feuerbekämpfung) und für Sportflugzeuge dient.

Von Montag bis Freitag verkehrt im Ort eine Vaievem (dt.: Hinundher) genannte, städtische Buslinie im innerstädtischen im Rundverkehr. [7] Weitere regionale Buslinien werden von privaten Betreibern angeboten.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Im Kreis Seia sind verschiedene Industriebetriebe ansässig (Textil, Nahrungsmittelverarbeitung), darunter der portugiesische Standort der Ara Schuhe. Im Kreis liegen zudem verschiedenen Wasserkraftwerke und Einrichtungen des nationalen Stromversorgers EDP.[8]

Seia hält als Oberzentrum die wichtigsten Einrichtungen des Einzelhandels, der Gesundheitsversorgung, Bildung und Verwaltung der Umgebung vor, die z.T. bedeutende lokale Arbeitgeber sind.

Der Fremdenverkehr ist von besonderer Bedeutung, besonders saisonal im Wintersport.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Seia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  2. a b Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu
  3. a b www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  4. http://www.igeo.pt/atlas/Cap2/Cap2d_p107_image.html
  5. www.cm-seia.pt, abgerufen am 29.Dezember 2012
  6. www.anmp.pt, abgerufen am 29. Dezember 2012
  7. Hinweis zur städtischen Buslinie auf der Website der Stadtverwaltung, abgerufen am 16. November 2013
  8. Artikel vom 13. September 2009 im Wirtschaftsteil der Tageszeitung Público, abgerufen am 29. Dezember 2012