Zibarte

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Zibarte
Systematik
Unterklasse: Rosenähnliche (Rosidae)
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Gattung: Prunus
Art: Pflaume (Prunus domestica)
Unterart: Zibarte
Wissenschaftlicher Name
Prunus domestica subsp. prisca
Bertsch ex H.L.Werneck

Die Zibarte, auch Ziparte, Zippate, Ziberl, Zibärtle, Zibertle, Zibertl, Zibelle, Zwiferl oder Seiberl, ist eine Wildpflaume. Sie wurde das erste Mal schriftlich von Hildegard von Bingen erwähnt, ist aber seit der Jungsteinzeit unverändert erhalten geblieben.

Die Zibarte ist ein Strauch oder kleiner Baum, die Blätter sind im Vergleich zu anderen Pflaumen eher klein, ebenso die Blüten. Die Blüte erfolgt früh im Jahr, die Zibarte ist selbstfruchtbar und ertragreich. Die Früchte reifen von September bis Oktober, sie sind im Durchmesser etwa zwei Zentimeter klein und damit kaum größer als die der Schlehe. Die Früchte sind gelbgrün, das Fruchtfleisch ist weich und ausgesprochen gerbstoffhaltig, der Geschmack erinnert mehr an Schlehen als an Pflaumen. Der durchschnittliche Zuckergehalt der Früchte liegt bei 15,8 % (60–70 Grad Oechsle).

Genutzt werden die Zibarten nur in der Obstbrennerei. Der Zibartenbrand, im Schwarzwald Zibärtle genannt, ist eine Spezialität, die im Vergleich zu anderen Obstbränden hochpreisig ist. Dies ist auch darin begründet, dass die Ausbeute aus den Früchten recht niedrig ist.

Die Pflanze ist wenig anfällig für Krankheiten. Sie kann als Unterlage für andere Pflaumensorten dienen. Vor allem in Süddeutschland, Österreich und in der Schweiz kommt sie noch vereinzelt wurzelecht in Streuobstflächen vor.

[Bearbeiten] Belege

Die Informationen dieses Artikels stammen aus:

  • Walter Hartmann (Hrsg.): Farbatlas Alte Obstsorten. S. 293. Ulmer, Stuttgart, 2. Aufl. 2003, ISBN 3-8001-4394-1
  • P. Hanelt & IPK (Hrsg.): Mansfeld's Encyclopedia of Agricultural and Horticultural Crops (online)
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