Seinsheim

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Seinsheim (Begriffsklärung) aufgeführt.


Wappen Deutschlandkarte
Wappen von Seinsheim
Seinsheim
Deutschlandkarte, Position von Seinsheim hervorgehoben
49.61666666666710.216666666667252Koordinaten: 49° 37′ N, 10° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Kitzingen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Marktbreit
Höhe: 252 m ü. NN
Fläche: 17,52 km²
Einwohner: 1062 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 61 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97342
Vorwahl: 09332
Kfz-Kennzeichen: KT
Gemeindeschlüssel: 09 6 75 167
Adresse der Marktverwaltung: Markt Seinsheim
Rathausplatz 1
97342 Seinsheim
Webpräsenz:
Bürgermeister: Heinz Dorsch

Seinsheim ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Kitzingen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Marktbreit. Seinsheim ist auch der Name eines Adelsgeschlechts (siehe Schwarzenberg (Adelsgeschlecht)), das seinen Ursprung in diesem Ort hat.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Der Markt Seinsheim liegt an den südlichen Ausläufern des Steigerwaldes. Er wird vor allem durch den Weinbau geprägt.

Ortsteile sind Iffigheim, Wässerndorf, Tiefenstockheim und Winkelhof.

[Bearbeiten] Geschichte

Der Ort Seinsheim wurde im Jahr 770 erstmals urkundlich erwähnt. 1434 wurde ihm das Marktrecht verliehen. Der Ort war Stammsitz des Geschlechts derer „von Seinsheim“, die später auch unter dem Namen der Nebenlinie Schwarzenberg bekannt wurden. Nach dem Aussterben der Linie von Seinsheim-Westerndorf wurde das Schloss in Wässerndorf im Jahre 1555 von Graf Friedrich von Schwarzenberg neu errichtet. Seinsheim selbst war Gerichtssitz des Cent Hohenlandsberg der Herrschaft Schwarzenberg, die 1806 an Bayern fiel. Die Orte Iffigheim, Wässerndorf und Tiefenstockheim wurden im Zuge der Gebietsreform in Bayern eingemeindet. Die Seinsheim/Schwarzenberg waren im 18. Jhd mit ihren verschiedenen Linien mit Abstand die größten Grundbesitzer in Franken.

[Bearbeiten] Wappen

In Silber drei blaue Pfähle, im Ganzen überdeckt mit einem schräglinken goldenen Wellenbalken. Das Wappen geht auf das Adelsgeschlecht derer von Seinsheim zurück, die hier ihren Stammsitz hatten. Bedeutendste Vertreter waren Erkinger, Landkomtur des Deutschen Ordens; Adam Friedrich von Seinsheim, Fürstbischof von Würzburg (1755–1779) und Bamberg (1757–1779), sein Bruder der bayerische Gesamtminister, Erbauer von Schloss Sünching, der Feldherr Fürst Karl Schwarzenberg und weitere Fürsten bis hin zum jetzigen Minister Karel Schwarzenberg.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten/Tourismus

In den vergangenen Jahren hat sich Seinsheim zunehmend touristisch entwickelt. Der Verbund Weinparadies Franken, bestehend aus unter- und mittelfränkischen Weinbaugemeinden rund um Seinsheim hat hierzu wesentlich beigetragen. Bei einem Spaziergang durch Seinsheim sind vielfach Zeugnisse der überragenden Bedeutung des Weinbaues in der Geschichte und in der Gegenwart des Ortes zu erkennen. So ist im Herzen von Seinsheim die Kirche St. Peter und Paul als einzige Kirche der Region komplett unterkellert. Rund um die Kirche erstreckt sich das Ensemble der Kirchengaden. Darin befinden sich heute unter anderem die kleinste Brauerei Unterfrankens sowie Jugend- und Ausstellungsräume. Auf rund 40 Hektar werden in Seinsheim insbesondere die Rebsorten Müller-Thurgau, Silvaner, Traminer und Bacchus (als Weißwein) sowie Dornfelder, Portugieser und Domina (als Rotwein) angebaut. Der für die südwestlichen Steigerwaldausläufer charakteristische Gipskeuperboden ist für den Wein der Lage Hohenbühl prägend. Der Seinsheimer Baumhoroskopweg führt um den Landschaftssee und durch die Ortschaft und ist ein Baumlehrpfad der besonderen Art. Er vermittelt auf ca. 1,8 Kilometer Länge die Mystik eines (auf keltischen Ursprung zurückgehenden) Horoskopes mit dem Wissenswerten eines Baumlehrpfades. An 21 Thementafeln erhält der Wanderer kultische, kulturelle, geschichtliche und medizinische Informationen über die Bäume.

  • Rathaus aus dem 17. Jahrhundert
  • Katholische Kirche St. Peter und Paul, 1810 bis 1814 neu erbaut
  • Kirchgaden
  • Schloss Seinsheim
  • Statue Maria Immaculata in der Frankenstrasse (Familie Schilling)
  • Baumhoroskopweg
  • Bildstockweg
  • Landschaftssee

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

Michael Schilling (* 20. Mai 1936; † 28. Oktober 1996 in Seinsheim), Winzer und Landwirt, Gemeinderat und 2. Bürgermeister, langjähriges Wirken u.a. als Vorsitzender des Aufsichtsrates und Vorsitzender des Vorstandes der Gebietswinzergenossenschaft Franken (GWF)

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Seinsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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