Seitan
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Seitan (alternativ: Mianjin, Weizengluten, Weizenfleisch[1]) ist ein Produkt aus Weizeneiweiß (Gluten) mit fleischähnlicher Konsistenz.
Ursprünglich war Seitan der Produktname eines japanischen Weizengluten-Produkts, das 1962 von dem makrobiotischen Lehrer George Ohsawa mit Kiyoshi Mokutani, dem Leiter der Marushima Shoyu Company, entwickelt wurde. 1969 wurde Seitan erstmals von der Firma Erewhon in die USA exportiert.[2]
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Herstellung
Zur Herstellung von Seitan wird zunächst Weizenmehl mit Wasser zu einem Teig verknetet und nach einer Ruhezeit wiederholt unter Kneten unter Wasser ausgewaschen, wodurch dem Teig nach und nach ein Großteil der Stärke entzogen wird und eine zähe, glutenreiche Masse zurückbleibt. Alternativ zu Weizenmehl kann auch Glutenmehl verwendet werden, bei dem bereits Stärke und Gluten voneinander getrennt wurden, so dass das Auswaschen entfällt. Seine fleischartige Konsistenz und seinen Geschmack erhält Seitan durch kurzes Kochen der Rohmasse in einer Marinade, die traditionell aus Sojasauce, Algen und Gewürzen besteht.
[Bearbeiten] Nährwert
100 Gramm Seitan enthalten im Regelfall 4, selten bis zu 40 Gramm Kohlenhydrate, 25 Gramm Eiweiß und 1 Gramm Fett.[3] Seitan kann als Ersatz für Fleisch in vielen Fleischgerichten verwendet, eingelegt und auch eingefroren werden.
[Bearbeiten] Wortherkunft
Der Name „Seitan“ ist ein Neologismus, der vom japanischstämmigen Erfinder der makrobiotischen Ernährung, Georges Ohsawa (Nyoichi Sakurazawa), geprägt wurde; durch ihn wurde das Gericht auch im Westen bekannt. Trotz Ohsawas japanischer Wurzeln ist als Seitan zubereitetes Weizengluten allerdings eher für die chinesische Küche typisch; in der japanischen Küche wird zwar auch Weizengluten (麩 „Fu“, wörtlich „Gluten“) verwendet, aber anders zubereitet.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ http://tierrechtsforen.de/weizenfleisch
- ↑ History of Erewhon - Natural Foods Pioneer in the United States (1966-2011), Seite 22
- ↑ http://www.lebensmittel-tabelle.de/highprot-lowcal.html