Sekundärforschung
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Die Sekundärerforschung (auch Sekundäre Marktforschung, Sekundärerhebung, engl. Desk Research) ist eine Methode der Marktforschung und bedient sich zur Gewinnung von Marktinformationen im Gegensatz zur Primärforschung an bereits vorhandenen Informationsquellen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Mögliche Informationsquellen
Mögliche Informationsquellen der Sekundärforschung sind alle publizierten Informationen.
Dazu gehören:
- Staatliche Institutionen (z. B. Statistisches Bundesamt, OECD)
- Websites
- von Unternehmen
- Interessenverbänden
- Beratungsfirmen
- Presse
- Artikel in Zeitschriften (vor allem Wirtschaftspresse)
- E-Zines
- Fachbücher
- Dissertationen und Diplomarbeiten
- Studien von Marktforschungsinstituten (z. B. Shell-Jugendstudie, IAO)
- Diskussionspapiere
- Broschüren.
Unternehmensinterne Datenbanken, in denen relevante Daten gesammelt werden, erleichtern die Sekundärforschung. Da bereits gefundene Informationen für andere Fragestellungen ebenfalls relevant sein können, verringert sich der Erhebungsaufwand und der Zeitbedarf.
[Bearbeiten] Anlässe
Die Sekundärforschung eignet sich insbesondere zur
- Feststellung eines Primärforschungsbedarfs
- Erweiterung des Problemhorizonts sowie
- Bildung oder Festigung von Hypothesen.
[Bearbeiten] Verfahren
Je nach Qualität der vorliegenden Daten (z. B. Datenreihen aus statistischem Material oder Texte) kommen verschiedene Methoden zur Anwendung, z. B.:
- Inhaltsanalyse
- Mindmaps
- Verfahren der multivariaten Datenanalyse.
Von besonderer Bedeutung ist das Rechercheprotokoll, welches neben dem Fundort den Autor sowie alle notwendigen Angaben zum Nachvollziehen der gewonnenen Erkenntnisse enthält.
[Bearbeiten] Vorteile
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- sehr kostengünstig, da die Daten bereits erhoben wurden
- weniger zeitaufwendig als die Primärforschung.
- unterstützt die Primärforschung
- schneller Einblick in die Untersuchungsgebiete
[Bearbeiten] Nachteile
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- nicht exklusiv, da die Daten auch anderen Marktforschern zur Verfügung stehen
- teilweise wenig aussagekräftig, da Daten zur Beantwortung spezieller Fragestellungen erhoben wurden
- die "Rohdaten" der Erhebung stehen nicht zur Verfügung, sondern nur die Ergebnisse
- die Daten können veraltet sein.

