Selbstwahrnehmungstheorie

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Die Selbstwahrnehmungstheorie (im engl. Original self-perception theory) von Daryl Bem (1967) ist eine psychologische Theorie, die als eine Strategie zur Selbsterkenntnis verstanden werden kann. Eigene Gefühle und Einstellungen können demnach, wenn man sich über sie unsicher ist, durch Analyse des vergangenen eigenen Verhaltens erschlossen werden, sofern das Verhalten freiwillig gewählt wurde, also intrinsisch motiviert war.[1]

Demnach kann die Selbstwahrnehmungstheorie von Daryl Bem als ein auf sich selbst bezogener Attributionsprozess angesehen werden.

Die Selbstwahrnehmungstheorie wurde seither von vielen Studien bestätigt.[2]

Beispiel[Bearbeiten]

Sie werden gefragt, ob Sie ein defensiver oder offensiver Autofahrer sind. Da Sie bisher nie darüber nachgedacht haben, versuchen Sie, sich an relevante Episoden in Ihrer Vergangenheit zu erinnern, die Ihnen helfen können, die Frage zu beantworten.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. E. R. Smith, D. M. Mackie: Social Psychology. Psychology Press, 2. Auflage 2000, ISBN 0-86377-587-X, S. 105
  2. E. Aronson, T. D. Wilson, R. M. Akert: Sozialpsychologie. Pearson Studium. 6. Auflage 2008. ISBN 978-3-8273-7359-5, S. 140f

Literatur[Bearbeiten]

  • S. M. Andersen, L. D. Ross (1984). Self-knowledge and social inference I: The impact of cognitive/affective and behavioral data. Journal of Personality and Social Psychology, 46, S. 280-293
  • S. M. Andersen (1984). Self-knowledge and social inference II: The diagnosticity of cognitive/affective and behavioral data. Journal of Personality and Social Psychology, 46, S. 294-307
  • D. J. Bem (1967). Self-perception: An alternative interpretation of cognitive dissonance phenomena. Psychological Review, 74, S. 183-200
  • D. J. Bem (1972). Self-perception theory. In: L. Berkowitz (Hg.) Advances in experimental social psychology, 6, S. 1-62. New York: Academic Press